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Sonntag, 30. Dezember 2018

Mein Jahresrückblick 2018

In guter "alter" Tradition schreibe ich wieder unseren Jahresrückblick und verlinke die wichtigsten Beiträge jedes Monats. 2018 war geprägt durch die Trennung unserer Familie im Februar, die zwar viele Veränderungen mit sich brachte, aber im Großen und Ganzen gut gemeistert wurde, und einen megatollen, langen Sommer, der uns viel Zeit im Garten bescherte, was ich im Vorjahr schmerzlich vermisst hatte. Das Jahr empfand ich trotzdem als sehr durchwachsen, einiges war einfacher, einiges schwieriger. Ich hatte viele, teilweise wochenlange gesundheitliche Probleme, obwohl ich selten mal so richtig krank war. Das macht mir schon Sorgen, denn jünger wird man leider nicht und die Kinder brauchen mich ja doch noch recht intensiv. Gegen Ende des Jahres wuchsen mir neben dem Stress auf der Arbeit auch die Dinge, die ich jetzt alle allein zu regeln habe, ziemlich über den Kopf und ich war am Anschlag. Auch die Kinder gingen zuletzt auf dem Zahnfleisch. Ich hoffe, dass es im nächsten Jahr erstmal etwas ruhiger wird, auf allen Ebenen.

Im Januar hatten wir die Weihnachtsferien gut überstanden, ich veröffentlichte ein Interview mit den Wunschkind-Autorinnen zu ihrem im März erscheinenden neuen Buch und wir verbrachten einen total schönen Exklusivtag mit dem Großen, der ihn glücklich machte.

Im Februar waren wir alle (bis auf die Kleine) krank und fast parallel fand die Trennung unserer Familie statt, über die ich allerdings erst im Juli ausführlich berichtete. Ich schrieb über den rasanten Alltag mit einem Schulkind und einen Rückblick auf meine beiden Elternzeiten.

Im März wurde der Große 7 Jahre alt, ich rezensierte das tolle Buch von Mary Sheedy Kurcinka, was dieses Jahr einer meiner meistgelesenen Texte war, und berichtete über den ersten Kinobesuch der Kleinen, der in einem früheren Alter stattfand als beim Großen, weil sie einfach ein anderer Typ ist. In den Osterferien war ich allein mit den Kindern im Urlaub und das klappte im Großen und Ganzen recht gut.

Im April waren die Großeltern zu ihrem einzigen Besuch hier. Ich schrieb ziemlich spontan eine Rezension des neuen Buches von Susanne Mierau über Schreibabys und erzählte von den kleinen Botschaften, die mein Großer mir zukommen lässt, seitdem er schreiben kann. Nach Ostern begann der Mega-Sommer 2018, den ich sehr genossen habe. Der Balkon und der Garten wurden endlich mal wieder richtig ausgenutzt!

Im Mai feierte die Kleine ihren 5. Geburtstag. Danach war ihre Kita geschlossen und ich unternahm mit ihr einen kleinen Städtetrip nach Potsdam mit Übernachtung. Unmittelbar im Anschluss erlitt die Kita einen Wasserschaden und die Kleine war den ganzen Sommer über in Notbetreuung im Kita-Garten (im Freien), worüber wir sehr dankbar waren, da uns die mehrstündige Fahrerei in Ersatzkitas damit erspart blieb. Ende Mai fuhr die Kleine auf ihre erste Kitafahrt. Ich rezensierte das neue Buch der Wunschkind-Autorinnen "Gelassen durch die Jahre 5 bis 10".

Im Juni gab es viele Termine zum Schuljahresende, u.a. eine tolle Theateraufführung der Klasse des Großen. Die Kleine hatte ihre U9 und ich schaute den Film "Tully" im Kino, der mich aufwühlte. Und das lange erwartete, Ende Mai erschienene Buch von Nora Imlau zu gefühlsstarken Kindern wurde von mir vorgestellt und empfohlen.

Im Juli endete das erste Schuljahr des Großen, ich berichtete endlich über die Trennung und die ersten Monate als alleinerziehende Mama und danach fuhren wir in unseren Sommerurlaub, der teilweise allein mit den Kindern, teilweise als Familie zusammen stattfand. Das Wetter war wirklich megatoll und es war ein richtig entspannter und erholsamer Urlaub. Ich feierte meinen Geburtstag und die Zahl machte mich erneut bange.

Im August begann für meinen Großen das zweite Schuljahr und für meine Kleine das Vorschuljahr. Ich berichtete ausführlich, wie wir die Sommerferien mit Urlaub und Betreuung strukturiert hatten, nachdem ich mich ausgiebig über einige Blogposts von nicht berufstätigen Eltern geärgert hatte, die ihre Kinder die ganzen Ferien über zuhause behalten konnten und dies als Normal- (und Ideal-)zustand propagierten. Desweiteren hatte ich ein Exklusiv-Wochenende mit dem Großen, da die Kleine mit dem Papa verreist war.

Im September schrieb ich darüber, dass das mehr als 7 Jahre dauernde Thema "Einschlafbegleitung" nun überraschend für mich beendet war. Auch die Kleine schlief nämlich seit dem Sommerurlaub  allein mit einem Hörbuch ein, was mich abends sehr entlastete. Außerdem rezensierte ich ein neues Buch über hochsensible Kinder. Gesundheitlich begann leider eine schlechte Phase, die bis Mitte November anhielt.

Im Oktober meldeten wir die Kleine an der Grundschule des Großen an und ich teilte meine Tagebuchaufzeichnungen über die allerersten Tage als Alleinerziehende mit euch. In den Herbstferien fuhr ich mit den Kindern allein weg, was diesmal recht anstrengend war und mich bis heute an einem erneuten Urlaub allein mit ihnen zweifeln lässt.

Im November berichtete ich über eine Situation, die sich aus der Trennung ergab und in der es um gesundheitliche Entscheidungen ging, und bat um eure Meinung. Die Kita der Kleinen wurde 5 Monate nach dem Wasserschaden wieder bezugsfertig und ich feierte meinen 4. Blog-Geburtstag. Außerdem zog Ende des Monats eine liebe Familie aus dem Nachbarhaus weg, die wir zwar erst seit kurzem kannten, die aber nicht nur für die Kinderfreundschaften wichtig, sondern auch für mich eine Entlastung und Sicherheit beim Allein-Wohnen bedeutete.

Im Dezember gingen die Kinder und ich auf dem Zahnfleisch, es gab viele Jahresendtermine, viel Stress auf der Arbeit und zuhause, und für jede bearbeitete Baustelle taten sich zwei neue auf. Ich schrieb über meine Wünsche für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, stellte euch die Weihnachtsgeschenke für meine Kinder vor und protokollierte seit langem wieder einmal ein Wochenende in Bildern aus unserem Weihnachtsurlaub, den wir alle zusammen auswärts verbrachten, was nicht so ganz einfach war. Nun entspannen wir die letzten Tage des Jahres zuhause und starten hoffentlich erholt ins neue Jahr 2019.


Ich hoffe sehr, dass 2019 für uns und besonders für mich ein glücklicheres Jahr wird. Ich fühle mich gerade wie in einer Sackgasse, merke, wie ich immer älter werde und leider nicht soviel beeinflussen und steuern kann, wie ich gern möchte. Das ist ernüchternd und trägt nicht gerade zu einer positiven Grundstimmung bei. Nichtsdestotrotz muss ich stark sein für die Kinder und ihnen Sicherheit und Positivität vermitteln. Eine Gratwanderung.

Meine Tochter wird 2019 eingeschult und das wird nochmal einiges an Veränderungen, aber auch Erleichterung bringen. Unser äußerer Rahmen ist stabil, innen drin sieht es phasenweise schon anders aus. Ich wünsche mir sehr, dass sich manches zum Guten wendet und der Rest so bleibt wie bisher. Und hier meine Twitter-Wünsche für 2019:


Ich wünsche euch einen guten Rutsch und ein gesundes, zufriedenes und erfüllendes Jahr 2019!

Hier findet ihr meinen Jahresrückblick 2017.


Donnerstag, 5. Juli 2018

WMDEDGT? am 5. Juli 2018 - Erster Ferientag

Gestern gab es in Berlin Zeugnisse und heute war der erste Ferientag. Mein Großer hat sein erstes Schuljahr geschafft! Wir haben abends mit einem Pizzaessen gefeiert und heute hatte ich mir frei genommen, damit er wirklich abschalten kann und ein Ferien-Feeling bekommt. Die letzten Wochen waren sehr terminreich und anstrengend und wir sind alle urlaubsreif.

Die Kleine ging in die Kita, der Große und ich frühstückten auf dem Balkon und dann kam schon um 9 Uhr der beste Freund des Großen zu Besuch. Dessen Eltern hatten zwar auch frei, aber da die beiden Jungs sich in den ganzen Ferien wahrscheinlich nicht sehen werden, weil sie immer abwechselnd weg sind, wollten die Jungs nochmal Zeit miteinander verbringen. Es war mega entspannt und sehr ruhig, die beiden harmonieren wirklich wahnsinnig gut und ich wünschte, meine Kinder würden sich mal einen einzigen Tag so gut miteinander beschäftigen wie diese beiden Jungen.

Sie fachsimpelten über die Fußball-Sammelkarten, spielten im Hausgarten mit den neuen Pop-Up-Fußballtoren*, die der Große für sein erfolgreiches 1. Schuljahr bekommen hatte, Fußball, solange es noch nicht zu heiß war, aßen Mittag und spielten nochmal, bevor wir zusammen die Kleine aus der Kita abholten. Das obligatorische Eis wurde im Lieblingscafè verspeist und dann wollten die beiden Freunde noch weiter spielen, so dass wir die Abholzeit etwas verschoben.


Zuhause angekommen, verschwanden sie gleich wieder im Zimmer des Großen. Es ist wirklich faszinierend, wie sich Kinder/ Menschen, die ähnlich ticken, miteinander beschäftigen können. Ich musste für keinerlei Bespaßung, sondern lediglich für die Verpflegung sorgen. Das habe ich nur sehr selten. Sie spielen nicht im klassischen Sinne, das können beide nicht, aber da sie sich in diesem Unvermögen ähnlich sind, finden sie eine Ebene, die super funktioniert. Anders als bei der Kleinen, die immer vom Großen erwartet, dass er mit ihr spielt und dann enttäuscht ist, während der Große genervt ist, dass sie ihm so auf der Pelle hängt.

Als der Freund um 17 Uhr abgeholt wurde (er war also 8 Stunden bei uns gewesen), musste ich noch schnell etwas einkaufen gehen. Eigentlich sollte nur die Kleine mit, aber der Große wollte nicht allein zuhause bleiben und so gingen wir zusammen. Ich holte mir bei Rewe an der Salatbar eine Schale voll Salat und die Kinder, die eigentlich keinen Salat essen, bekamen anscheinend Appetit und füllten für sich selbst auch jeweils eine kleine Schale. Wahrscheinlich fühlten sie sich wie am Hotel-Buffet;-). Die leeren Schalen werden wir in unseren Garten mitnehmen, damit die Kinder demnächst wieder Obst an vorbeigehende Spaziergänger und Fahrradfahrer verkaufen können. Am vergangenen Wochenende hatten sie Sauerkirschen in Bechern verkauft, was ihnen Spaß gemacht hatte.

Zuhause wurde Abendbrot gegessen, die Kinder hatten wie immer etwas Medienzeit, dann wurde geduscht und ich brachte sie ins Bett. Ein sehr entspannter erster Ferientag!

Mehr #wmdedgt gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

Und mein letztes WMDEDGT? findet ihr hier.


* Affiliate Link

Sonntag, 16. Juli 2017

Unser Wochenende in Bildern 15./ 16. Juli 2017

Mein letztes Wochenende in Bildern teilte ich im März von der Mutter-Kind-Kur. Es wird also wiedermal Zeit. Da unser Wochenende abwechslungsreich war, kommen hier ein paar Bilder und Gedanken davon.

Samstag:

Vormittags wollten wir zum Sommerfest der zukünftigen Grundschule des Großen gehen. Die Lehrerin hatte uns explizit beim Elternabend eingeladen. Wir gingen gleich zur Eröffnung hin, was auch gut war, denn da war es noch recht leer. Im Laufe der Zeit füllte sich der Schulhof immer mehr und am Ende fühlten wir uns komplett überreizt und überfordert von den Massen und den Eindrücken. Es gab tolle Aktivitäten und Stationen, die Atmosphäre wirkte angenehm und wir trafen einige Bekannte. Dennoch war es sehr anstrengend und drei von uns waren sehr erschöpft.


Glücklicherweise konnte ich dem Großen seine Lehrerin zeigen und lernte selbst seine Horterzieherin kennen, die beim 1. Elternabend nicht dabei gewesen war. Wir stellten uns kurz vor und ich erfragte das Prozerede beim Start im Ferienhort. Es gibt dort überhaupt keine Eingewöhnungszeit, man lässt das Kind am ersten Tag in der komplett fremden Umgebung allein dort und geht. Puh. Das finde ich heftig, aber es ist wohl üblich und ändern kann ich es nicht. Ich hoffe, dass alle seine Freunde an seinem Starttag im Ferienhort anwesend sein werden. Nach meinem jetzigen Stand wird das der Fall sein, und er wird es sicherlich brauchen.


Wir waren total kaputt nach dem Vormittag, gingen noch schnell etwas essen und ruhten uns dann zuhause aus. Der Nachmittag sollte geruhsam ablaufen, die Kinder malten und spielten nach der Mittagspause und natürlich gab es auch immer wieder Streit und Tränen.

Um 17 Uhr verschwand ich, um mit einer Freundin ins Kino zu gehen. Ich hatte bei den lieben Kolleginnen vom Blog Stadtlandmama zwei Freikarten für den Film "Begabt" gewonnen, in dem es um ein hochbegabtes Mädchen geht. Ein sehr interessantes Thema und ich freute mich sehr.



Der Film war sehr berührend und schnitt alle Aspekte an, mit denen sich die betroffene Person, in diesem Fall ein siebenjähriges Mädchen, und die Bezugspersonen konfrontiert sehen. Das Anders-Sein ist ja auch bei mir immer wieder ein Thema und ich konnte mich gut in die Handlung hineinversetzen. Ich war dann um 21 Uhr wieder zuhause und die Kinder, auch die Kleine, die mich erst nicht gehen lassen wollte, hatten sich relativ unproblematisch ins Bett bringen lassen.

Sonntag:

Ich hatte ein neues Ausflugsziel vorgeschlagen, von dem ich über Freunde gehört hatte: der Mini Monkey Kletterwald in Briese nördlich von Berlin, ein Kletterpark für kleinere Kinder. Da meine Kinder schon öfter mal geäußert hatten, klettern zu wollen, ein großer Kletterpark aber noch zu schwierig ist, erschien mir dieser Kinder-Kletterpark als genau der richtige Einstieg ins Klettern. Nach dem Frühstück fuhren wir los und wie erhofft war es noch total leer, als wir ankamen. Das war perfekt für meine Kinder, so konnten sie in Ruhe das Terrain erkunden und klettern, ohne durch nachfolgende Kinder gehetzt zu werden.


Der Kletterpark ist nach Spielplatz-TÜV-Regeln geprüft und deshalb müssen die Kinder dort nicht gesichert werden. Man kann also sofort losklettern. Es gibt leichtere und schwierigere Abschnitte und die Kinder können jederzeit abbrechen und herunterkommen.


Meine Kleine legte gleich los und brauste mit ihrem üblichen Wagemut voran. Bei ihr mussten wir ganz schön aufpassen, vor allem bei den höheren Abschnitten (max. 1,50 m Höhe) und als sie abgelenkt war und unkonzentriert wurde.


Der Große verhielt sich wie immer bedächtig und vorsichtig, bei ihm brauchten wir uns keine Sorgen zu machen. Trotzdem musste schon immer ein Elternteil bei einem Kind stehen; allein mit beiden Kindern würde ich das nicht machen.


Für das Alter meiner Kinder (6 und 4) fand ich den Kletterwald genau richtig. Vor allem zum ersten Ausprobieren, Kennenlernen der Herausforderungen, Einschätzen der eigenen Fähigkeiten und als Konzentrationsübung. Schön, dass der Kletterpark mitten im Wald, im Briesetal, liegt. In der Nähe befindet sich eine Waldschule und ein toller Wanderweg. Man kann sich also theoretisch den ganzen Tag in der Gegend beschäftigen und später nochmal in den Kletterpark zurückkehren, denn das Ticket ist den ganzen Tag gültig. Da das Klettern recht anstrengend ist, halten kleinere Kinder noch nicht so lange durch.




Mittagessen waren wir in einem nahegelegenen Biergarten, und danach fuhren wir weiter in unseren Garten. Im Briesetal wimmelt es von Mücken, also unbedingt Mückenschutz mitnehmen, wer den Kletterwald mal ausprobieren will. Ich hatte ihn mir etwas größer vorgestellt, finde aber das Konzept toll. Wir werden sicherlich wiedermal hinfahren.


Leider nieselte es am Nachmittag immer wieder und wir konnten im Garten nicht viel machen. Ich beschnitt ein paar Sträucher und die Kinder bauten mit dem Mann daraus eine Asthöhle. Mit den üblichen Streiereien...


Irgendwie können wir unseren Garten in diesem Jahr nicht so richtig nutzen, da wir nur am Wochenende rausfahren, aber die Wochenenden entweder verregnet oder mit Terminen besetzt sind. Schade! Symbolbild für den bisherigen Sommer:


Zuhause ging es in die Badewanne und morgen geht der Alltag weiter. Am Freitag hat der Große Zuckertütenfest in der Kita und wir nähern uns langsam unserem Urlaub. Ich wünsche euch eine schöne Woche!

Mehr Wochenenden in Bildern (#wib) gibt es wie immer bei Geborgen Wachsen.

Donnerstag, 23. Juni 2016

Über Urlaubstypen und Sommerferienplanung (Blogparade Leben mit Kindern)

Die liebe Tanja vom Blog Tafjora möchte in ihrer Rubrik "Leben mit Kindern" im Juni alles rund um den Sommerurlaub anderer Familien wissen, also wie, wann und wohin wir verreisen, was für Urlaubstypen wir sind und wie wir die Ferienzeit verbringen. Zum Glück bleiben wir noch bis nächstes Jahr von den Schulferien verschont, dann kommen zwei sicherlich schwierige Jahre, wenn die Schulferien des Großen und die Kitaschließzeiten der Kleinen zu koordinieren sind, und 2019 sind dann beide in der Schule und wir sind mit Urlauben komplett auf die Schulferien festgelegt.

In diesem Jahr hat unsere Kita keine Sommerschließzeit, trotzdem haben wir erstmals 2 Wochen Sommerurlaub eingeplant. Grundsätzlich sind wir eher Menschen, die Urlaub lieber verteilen als alles am Stück zu nehmen. Das war schon früher so und ist mit den Kindern nicht anders, da es uns beiden viel zu anstrengend wäre, mehrere Wochen durchgehend und rund um die Uhr mit den Kindern zu verbringen. In diesem Sommer haben wir uns allerdings für 2 Wochen am Stück entschieden, weil wir letztes Jahr mit dem gestückelten Urlaub nie so richtig abgeschaltet haben. Ich selbst möchte im Urlaub auch immer gern wegfahren, ich brauche eine Ortsveränderung und finde es für alle wichtig, dass man mal die gewohnte Umgebung verlässt und seinen Horizont erweitert. Außerdem entstehen im Urlaub oft viele schöne Erlebnisse, die man zuhause sicherlich nicht so hätte.

Quelle: Pixabay

Anfang Mai waren wir, da die Kita geschlossen hatte, zuletzt 1 Woche in unserem "Stamm-Ferienpark". Dorthin fahren wir sehr bald wieder. Das hat u.a. den Grund darin, weil mein Papa seinen 75. Geburtstag feiert und wir von dem Ferienpark aus nur eine Fahrzeit von einer knappen Stunde zu meinen Eltern haben und somit mittags zur Feier und abends wieder in unser Ferienhaus fahren können. Deshalb haben wir noch ein paar Tage Urlaub rund um die Familienfeier geplant, damit es nicht zu stressig wird. Danach sind wir 2 Tage zuhause, an denen wir eigentlich unseren Garten genießen wollen. Wir werden uns allerdings offenhalten, die Kinder an diesen 2 Tagen doch in die Kita zu geben, wenn wir merken, dass wir erschöpft sind und Ruhe brauchen.

Danach steht noch 1 Woche Ostsee auf dem Plan. Wir fahren in ein vertrautes Dorf direkt an der Küste, zwar nicht in unsere bekannte Ferienwohnung aus dem letzten Jahr, da diese leider belegt war, aber direkt daneben, so dass sich die Kinder und wir hoffentlich wieder wohl fühlen werden. Mit Kindern ist es sehr hilfreich und beruhigend, an vertraute Orte zu fahren. Wir hoffen diesmal auf besseres Wetter als die letzten beiden Jahre, um ausgiebig am Strand zu buddeln, aber auch bei durchwachsenem Wetter gibt es genügend Ausflugsmöglichkeiten. Und vor allem hoffe ich darauf, dass ich nicht so erschöpft und überreizt in den Urlaub starte wie beim letzten Mal, was die Erholung sehr erschwert bzw. verzögert. Ich hoffe, dass ich Zeit mit den Kindern und auch Zeit für mich haben werde, damit ich auftanken kann.

Der Rest des Sommers wird durchgearbeitet und hoffentlich an den Wochenenden der Garten genutzt. Im nächsten Jahr müssen wir dann sehen, wie wir die lange Pause zwischen dem Kitaende des Großen am 31. Juli und seinem Schulstart am 11. September überbrücken. Und ab dann sind wir in der Mühle der Schulferien drin.

Und nun möchte ich noch einige von Tanjas Fragen beantworten:

Badeurlaub, Wandern, Freizeitparks, oder vielleicht eine Städtereise?

Wandern und Städtereisen klappen leider noch nicht mit meinen Kindern, deshalb eine Mischung aus Badeurlaub, Freizeitparks, Ausflügen und kindgerechten Dingen.

Mit dem Auto, Zug, Bus oder Flugzeug?

Mit dem Auto. Geflogen sind wir mit beiden Kindern noch nicht (nur mit dem Großen allein). Ich bin schon mit den Kindern mehrmals mit dem Fernbus gefahren, das klappte gut.

Verreisen eure Kinder vielleicht sogar ohne euch?

Der Große war ja gerade allein auf Kitafahrt. Ansonsten würde ich mir sehr wünschen, dass die Großeltern mal mit ihm (oder beiden Kindern, sobald das möglich ist) verreisen.

Was für Urlaubstypen seid ihr? Campingplatz, Ferienwohnung, Hotel?

Im Moment eindeutig Ferienwohnung, da flexibel und unabhängig.

Habt ihr ein Urlaubsziel, das ihr anderen Familien empfehlen könnt?

Ich glaube, schöne Ziele gibt es mehr als genug. Wir haben gute Erfahrungen damit, öfter in vertraute Regionen zu fahren, wo die Kinder sich wohlfühlen.

Wo und wie bucht ihr euren Urlaub?

Nur online.

Wie haltet ihr eure Kinder bei Laune, um die An- und Abreise so stressfrei wie möglich zu planen?

Wir fahren bisher in max. 3 h entfernte Urlaubsorte und immer in der Mittagszeit, so dass die Kinder im Auto (hoffentlich lange) schlafen. Danach gibt es Snacks, Bücher, kleine Ratespiele und auch mal das Handy oder Tablet, wenn nichts mehr geht.

Oder bleibt ihr zu Hause und macht es euch da sommerlich? 

Ganz zuhause bleiben würde ich nicht wollen. Ein bisschen Abwechslung tut allen gut und ist auch wichtig für den eigenen Horizont. An den Sommerwochenenden halten wir uns sowieso viel in unserem Garten auf.

Ich wünsche euch allen eine schöne Urlaubszeit, einen tollen Sommer und gute Erholung! Macht ihr auch noch mit bei Tanjas Blogparade?

Montag, 3. August 2015

Unser Ostsee-Sommerurlaub

Eigentlich fürchten wir uns ja immer etwas vor Urlauben, seit wir Kinder haben, weil es jedesmal entweder Umstellungsprobleme, Krankheiten oder schlechte Laune gab, wir nichts oder nur einen Bruchteil dessen machen können, was wir früher machten und meist hinterher durch die 24/7-Bereitschaft urlaubsreifer als vorher waren. Diesmal war es anders: wir freuten uns wirklich darauf, hatten die Abwechslung auch bitter nötig, kannten unser Quartier und die Region, d.h. der Ausflugs"zwang" fiel weg und die Kinder hatten schon vorher eine relativ stabile gute Phase, so dass wir hoffen konnten, das würde sich im Urlaub fortsetzen (traf zum Glück ein).

Da unsere Kinder immer noch schlechte Autofahrer sind, urlauben wir maximal 2,5 h von unserem Wohnort entfernt. So schaffen wir es gerade noch an die Ostsee und wollten mal einen richtigen Strand-, Buddel- und Meeresbrise-Urlaub einlegen. Leider hatten wir eine Woche mit suboptimalem Wetter erwischt. 4 Tage lang war es sehr wechselhaft, mit Schauern, vielen Wolken und Wind, die übrigen Tage sonniger, aber auch recht kühl, so dass wir zwar am Strand sein konnten, aber sich das Ganze nicht wie ein Sommerurlaub anfühlte. Glücklicherweise hatten wir ein gemütliches Domizil und die Kinder waren wirklich, bis auf kleine Aussetzer, über alle Maßen gut gelaunt, fröhlich und kooperativ. Das macht so viel aus, im Grunde ist es entscheidend für das gesamte Gelingen eines Urlaubs. Da man im Urlaub weniger Auszeiten als im Alltag hat und meist 24 h am Tag zusammen ist, bedeutet die Ausgeglichenheit der Kinder für uns, dass das Aufeinanderhocken zumindest relativ harmonisch vonstatten geht.
Wir bemerkten auch wieder einmal, dass die räumliche Situation einer Wohnküche dem Zusammenleben mit kleinen Kindern zuträglich ist. Nach den kurzen Mahlzeiten konnten sie sich frei in unserer Nähe bewegen und spielten viel schöner und selbstständiger als zuhause, wo wir eine vom Wohnzimmer getrennte Küche haben. Man konnte auch durchaus mal am Esstisch sitzen und was am Laptop machen, wohingegen zuhause meist sofort der Alarm losgeht, sobald man in einem der Zimmer verschwindet. Es kann natürlich der ungewohnten Situation zuzuschreiben sein, dass es besser lief, aber wir haben diese Erfahrung schon mehrmals im Urlaub gemacht. Ganz deutlich ist auch, dass die Kinder sich schneller einleben und umstellen, wenn sie das Quartier, die Umgebung schon kennen. Das spielt vor allem beim Großen eine wichtige Rolle, und er ist jetzt schon in dem Alter, wo er sich erinnert. Und für uns ist es natürlich auch wesentlich entspannter, wenn wir die Gegebenheiten, Ausflugsziele, Einkaufsmöglichkeiten etc. schon kennen. Deshalb wählen wir seit den Kindern bevorzugt Quartiere aus, wo wir schon einmal waren und die sich als kindgerecht erwiesen haben.


Wir haben Ausflüge zum Zoo Rostock, zur Sommerrodelbahn Bad Doberan, wo die Kleine allerdings noch nicht mitfahren konnte und zum Traditionsschiff im IGA-Park Rostock gemacht, besuchten ein pädagogisch furchtbares Kindertheaterstück und waren so oft es ging am Strand, meist dick eingemummelt. Die Kleine mochte leider den starken Wind gar nicht, was beim Großen auch lange Zeit der Fall war. Seit kurzem scheint es ihn aber nicht mehr so zu stören.


Der schönste Tag für mich war tatsächlich mein Geburtstag, weil wir da einen Ganztagesausflug nach Warnemünde inklusive Schifffahrt, Leuchtturmbesteigung und Strandbuddelei machten. Der Mittagsschlaf des Großen fiel problemlos aus und die Kleine schlief bereitwillig im Buggy ein, so dass wir viel flexibler waren, als wenn wir mittags nach Hause müssen. Ich merkte an diesem Tag, dass ich immer noch eine große Sehnsucht nach Erlebnissen habe und eigentlich lieber einen ganzen Tag unterwegs (und dann abends entsprechend kaputt) bin, als immer nur diese kleinen Vormittags-/ Nachmittagsetappen zu gestalten. Ich brauche auch die körperliche Betätigung, die ich im Alltag zumindest nachmittags, wenn ich mit den Kindern unterwegs bin, gewöhnt bin. Das habe ich vor allem an den Schlechtwettertagen deutlich vermisst. Für mich waren etwas zu wenige Ausflüge dabei, aber das ist eben schwierig mit schlechten Autofahrern, dem Bedürfnis nach einer Mittags(schlaf)pause, die auch mal im Auto gemacht wird, aber eben nicht jeden Tag und einem unberechenbaren Wetter. Womit ich auch weiterhin große Probleme habe, ist Strukturlosigkeit. Wenn ich keine Perspektive habe, kriege ich nach kurzer Zeit schlechte Laune. Besser irgendwas tun als gar nichts! Dem Großen geht es, glaube ich, ähnlich, denn wir waren beide am gleichen Tag unzufrieden und launisch.



Die Kleine war die ganze Zeit total fröhlich, hatte zwischendurch ihre kleinen Bockanfälle, die aber umso vieles harmloser sind als beim Großen seinerzeit, und entwickelte eine ganz innigliche Beziehung zum Papa. Meine Hoffnung, dass er sie vielleicht mal ins Bett bringen durfte, erfüllte sich aber leider nicht. Sie sprach auf einmal ihren Vornamen komplett aus und wirkte insgesamt sehr zufrieden und neckisch. Sie ist sprachlich und kognitiv so unglaublich weit, dass wir es oft kaum glauben können. Für mich ist dieses schnelle, aktive und geistig rege Kind eine große Freude. Ihre gute Laune ist ansteckend, sie sprüht vor Ideen und hat den Schalk im Nacken.


Der Große rückte emotional wieder näher an mich ran, erzählte viel und kreativ, spielte lustig und war für seine Verhältnisse wirklich ausgeglichen. Das war so toll! Überhaupt fielen mir die ganzen Aspekte an ihm, die mich im Alltag manchmal in den Wahnsinn treiben (wie seine Begriffsstutzigkeit und Reaktionsverzögerung), weder auf noch störte mich irgendwas an ihm. Auch mal eine neue Erfahrung, die ich so im Urlaub noch nie empfunden habe. Sonst war es immer so, dass diese Dinge noch stärker ins Gewicht fielen als im Alltag. Insgesamt waren die Kinder sehr gut zu händeln, haben mich selten gestresst oder genervt, ich hatte keine Fluchtgedanken und die kurze Abendfreizeit sowie gelegentlicher Mittagsschlaf reichten (zumindest für den überschaubaren Zeitraum) aus. Auf lange Sicht wäre mir das aber trotzdem deutlich zu wenig Freih/zeit.

Insofern verdiente der Urlaub diesmal wirklich seinen Namen, wenn man mal die fehlenden sommerlichen Aspekte außer Acht lässt. Wir waren traurig, als wir wieder abreisen mussten und werden sicherlich gern an diese Woche zurückdenken. Ich hoffe, dass in den nächsten Jahren immer mehr solche Erlebnisse kommen werden, damit meine bisherige Erfahrung, dass der durch Arbeit und Kita strukturierte Alltag stressfreier ist als das permanente Zusammensein, etwas aufgeweicht wird. Vielleicht war es aber auch einfach nur ein schöner Zufall.