Wie jedes Jahr möchte ich auch diesmal über unseren Sommerurlaub berichten, der dreigeteilt war und mehrere unbekannte Komponenten beinhaltete. Als Urlaubsort an der Ostsee hatte ich einen Ort ausgesucht, den wir noch nicht kannten, was natürlich hieß, dass auch die Ferienwohnung neu war, was für meine Kinder zwar meist kein Problem mehr ist, aber manchmal für mich, wenn ich mich nicht wohlfühle. Zwar hatte ich im Vorfeld alle Örtlichkeiten virtuell und im Gespräch mit einer Bekannten abgecheckt, aber ein Risiko ist es immer, zumal ich die ersten Tage allein mit den Kindern und nicht mobil sein würde. Deshalb war ich darauf angewiesen, dass sowohl der Strand als auch Bespaßungs- und Einkaufsmöglichkeiten in direkter Nähe lagen und ich auch im Falle schlechten Wetters genug Abwechslung mit den Kindern hätte.
Wir hatten vereinbart, dass wir trotz unserer Trennung einen Teil des Urlaubs zusammen verbringen würden. Aber ich wollte auch unbedingt mit den Kindern allein urlauben, so wie in den Osterferien, wo das in einem uns bekannten Kontext gut geklappt hatte. Mittlerweile sind sie alt genug, dass man das ohne Panik und Nervenzusammenbrüche übersteht;-). Meine größte Angst, seitdem ich tageweise mit den Kindern allein wegfahre, ist übrigens nicht, dass ich das nicht schaffe, sondern dass ich krank werde. Das wäre tatsächlich die einzige richtig schwierige Situation, neben tagelangem Regen vielleicht. Es gab in der Ostseewoche einen halben Tag, an dem ich mich nicht gut fühlte, und ich merkte schnell, dass mir dann jegliche Energie und Nerven für die Kinder fehlten. Zum Glück war das nur kurz.
Badeurlaub an der Ostsee
Der Papa der Kinder fuhr uns sonntags in unseren Urlaubsort an der mecklenburgischen Ostseeküste und kehrte am Abend wieder nach Hause zurück. Ich befürchtete, dass die Kinder traurig sein würden, aber sie akzeptierten das gut. Dann waren wir allein, nahmen unsere Ferienwohnung in Beschlag und erkundeten unsere Umgebung. Der erste Abend, als die Kinder im Bett lagen, war herrlich, ich saß im Strandkorb auf unserer Terrasse mit Blick auf das Wasser und den Sonnenuntergang, und hatte Ruhe.
Die nächsten Tage verbrachten wir dank des wunderschönen Wetters ganz unspektakulär, aber sehr glücklich und zufrieden zwischen Spielplatz, Promenade, Hafen, Haff und Ostseestrand. Ich hatte mir ein Fahrrad ausgeliehen, die Kinder hatten Fahrrad und Roller mit und es machte total Spaß, mit ihnen zum Strand oder durch den Ort zu fahren. Der neue Urlaubsort war abwechslungsreich und hatte viel zu bieten und uns war nie langweilig. Man hätte auch Kutschfahrten, Haffrundfahrten und geführte Wandertouren machen können, es gab ein kleines Kulturprogramm und am Hafen war oft was los. Aber durch das grandiose Wetter verbrachten wir die meiste Zeit am und im Wasser. Besonders der Große kescherte leidenschaftlich, die Kinder begeisterten sich für die kleinen Fische im Wasser, die sie im flachen Haff gut beobachten konnten. Es war im Großen und Ganzen sehr idyllisch und harmonisch und mir fehlte eigentlich keine zweite erwachsene Person bzw. ich kam gut allein zurecht.
Die Kinder versuchten, Kontakt zu einem Jungen aufzubauen, der in der übernächsten Ferienwohnung urlaubte. Das klappte zwar erst nach ein paar Tagen, aber die letzten beiden Abende war es total schön zu sehen, wie die Kinder beschäftigt sind und von den Eltern wegstreben, wenn sie gleichaltrige Freunde gefunden haben. Das war auch für mich dann eine Entlastung, auch wenn es dadurch deutlich später beim Zubettgehen wurde. Überhaupt war das der erste Urlaub mit richtig späten Schlafenszeiten, bedingt durch das schöne Wetter und die Beschäftigungsmöglichkeiten draußen.
Ein Spielplatz und ein Feriendorf waren direkt nebenan, wo immer was los war, z.B. gleich am ersten Tag ein Piratenfest mit Schatzsuche. Das war natürlich toll und sorgte für Abwechslung. Dort gab es auch ein kleines Restaurant, einen Waschsalon, ein Kinderhaus und andere Möglichkeiten. Ich halte es für wichtig, wenn man allein mit den Kindern Urlaub macht, dass man nicht nur auf sich geworfen ist, sondern Ablenkung und auch ein Backup für schlechte Tage hat. Die Kinder sind teilweise allein zum Spielplatz gegangen und ich denke, beim nächsten Mal würde ich sie auch allein zuhause lassen, wenn ich mit dem Fahrrad einkaufen fahre, denn das war zu dritt tatsächlich etwas stressig.
Alles in allem hatte ich tolle Tage mit den Kindern, an und in einer Ostsee, die ich so warm noch nie erlebt habe, mit grandiosem Wetter und wunderschönen Sonnenuntergängen, die wir dank der Lage unserer Ferienwohnung jeden Abend erleben durften, und mit so oft Baden wie noch nie in unseren Ostsee-Urlauben. Mir fehlten eigentlich nur frische Brötchen am Morgen und eine etwas nähere Einkaufsmöglichkeit. Ansonsten war alles perfekt. Obwohl ich kaum Me-Time hatte und allein verantwortlich war, litt ich darunter komischerweise nicht so sehr wie in den letzten Jahren. Das rührt natürlich einmal daher, dass ich durch die Trennung zuhause jetzt regelmäßige Alleinzeiten habe, lag aber sicherlich auch daran, dass Ruhe herrschte und ich richtig allein war, wenn die Kinder endlich schliefen, und ich dann abschalten konnte. Als der Mann zu uns stieß, machten wir noch einen Halbtagesausflug in die Umgebung, den ich im letzten Wochenende in Bildern beschrieben und bebildert habe.
Städteurlaub in Hamburg
Und dann ging es am Sonntag für alle weiter nach Hamburg. Ich wusste, dass ein Städteurlaub mit unseren Kindern anstrengend ist, für die Kinder und für uns. Trotzdem möchte ich das immer wieder in kleinen Etappen probieren. Erst im Mai war ich ja mit der Kleinen für anderthalb Tage in Potsdam gewesen; der Große hat schon lange keinen Städtetrip mehr gemacht. Meine Kinder sollen auch diese Art des Reisens kennenlernen und etwas über ihren heimatlichen Tellerrand schauen und auch ich möchte diese kleinen Städtetrips nach den Baby- und Kleinkindjahren, die dies (für uns) nicht zuließen, wieder aufnehmen.
Wir hatten zwei Nächte in einem einfachen Hotel gebucht, das aber überraschenderweise viele Familien beherbergte und einiges an Abwechslung bot. Den Ankunftsnachmittag verbrachten wir erholsam an der Außenalster, um erstmal etwas Hamburgluft zu schnuppern und uns wieder an den großstädtischen Trubel zu gewöhnen. Nach einer durchwachsenen Nacht folgte dann unser Ganztags-Kulturprogramm. Wir hatten eine Hop On-Hop Off-Bustour gebucht, die wir sozusagen von vormittags bis abends Stück für Stück "abarbeiteten". Der Bus fuhr eine große Runde durch die Stadt und es wurde viel Wissenswertes und Kurzweiliges erzählt. Wir stiegen an drei Stationen, am Rathaus, am Michel und an den Landungsbrücken aus und verbrachten dort jeweils einige Zeit. Der Ausblick vom Turm des Michel auf den Hafen und ganz Hamburg war phantastisch, ich war total begeistert. Am Nachmittag machten wir eine Hafenrundfahrt, bei der beide Kinder einschliefen. Sie waren fix und fertig, obwohl das Programm eigentlich nicht zu anstrengend war. Aber es war heiß und Sightseeing ist eben für unsere Kinder doch sehr ungewohnt.
Den nächsten Vormittag verbrachten wir ebenfalls noch in Hamburg und besichtigten die Elbphilharmonie, was für die Kleine dann schon zuviel war. Danach tobten sich die Kinder auf dem tollen Wasserspielplatz in der Hafencity, nicht weit entfernt von der Elphi aus, bevor wir wieder ins Auto stiegen und zu unserer letzten Urlaubsstation fuhren. Die 2 Tage in Hamburg reichten dann auch; obwohl es sicherlich noch viel zu entdecken gegeben hätte, war es für die Kinder mehr als genug und auch ich war durchaus zufrieden, wieviel wir geschafft und gesehen hatten.
Ziegendorf
Zum Abschluss unseres Urlaubs hatte ich eine Unterkunft auf halber Strecke von Hamburg zurück nach Berlin gesucht und erinnerte mich an eine schöne Reisekooperation aus dem September 2016 mit dem Ferienpark Mecklenburg. Dies ist ein kleiner, ruhiger Ferienpark mit einem See, einem Schwimmbad und vielen Möglichkeiten für Kinder, perfekt zum Entspannen nach den anstrengenden Tagen in Hamburg. Zum Glück war dort auch noch etwas frei und so verbrachten wir unsere letzten Urlaubstage im Ferienpark Mecklenburg, im Park unter den alten Bäumen, am See und vor allem auch im Schwimmbad. Leider war es extrem heiß und die Ferienwohnung war sehr aufgeheizt, so dass wir letztendlich schon am Vorabend unseres Abreisetages nach Hause fuhren.
Natürlich nicht, ohne dem Elefantenhof Platschow im Nachbardorf noch einen Besuch abgestattet zu haben. Wir waren dort schon 2016 gewesen und waren auch diesmal wieder sehr beeindruckt, die grauen Riesen so hautnah zu erleben. Wir sahen die Elefanten- und Seelöwenshow und ich ritt zusammen mit den Kindern auf einem Elefanten. 2016 hatte sich die Kleine noch nicht getraut, jetzt wagte sie es. Auch fütterte sie die Elefanten mit dem dort zu kaufenden Futter und ließ mutig das Obst und Gemüse in den Rüssel hineinfallen. Ein tolles Erlebnis, die Kinder erzählen immer wieder davon.
Fazit
Das war unser Sommerurlaub 2018. Wir hatten Erholung, wir hatten Abwechslung, wir hatten Sightseeing und Natur, ich hatte Urlaub allein mit den Kindern und wir alle haben Zeit zusammen verbracht. Das funktionierte eigentlich ganz gut, auch wenn es allein mit den Kindern am entspanntesten war. Das lag aber natürlich besonders am tollen Wetter und unserem wunderbaren Ostsee-Urlaubsort. Im Unterschied zu den vergangenen Jahren war ich auch ohne konkreten Tagesplan ausgeglichen und zufrieden. Früher hat mich dieses "In-den-Tag-hinein-leben" immer ganz kirre gemacht und ich bekam schlechte Laune. Diesmal war das kein Problem, ich konnte allein entscheiden, was wir noch machen würden und erwartete nichts von niemandem. Das macht tatsächlich einen großen Unterschied.
Obwohl ich schon in den Osterferien ein paar Tage allein mit den Kindern im Urlaub war, war es diesmal wegen der unbekannten Umgebung und des Auf-Sich-Gestellt-Seins nochmal etwas anderes. In den Osterferien waren wir in unserem bekannten Stamm-Ferienpark, ich konnte die Kinder stundenweise im Spielhaus abgeben und meine Eltern waren einen Tag zu Besuch. Diesmal war ich komplett allein mit ihnen, bis der Papa der Kinder zu uns stieß, und es hat alles sehr gut geklappt. Langsam muss man sich ja steigern. Nur die Versorgung ist ohne Auto doch etwas schwierig (wir hatten natürlich auch Vorräte dabei).
Es war ein richtig schöner, abwechslungsreicher Sommerurlaub, der mich überhaupt nicht gestresst wieder hat nach Hause fahren lassen, sondern gleichzeitig Erholung und Input gebracht hat, der sich richtig nach Sommer anfühlte. Solch ein Wahnsinnswetter hat man sonst so gut wie nie an der Ostsee und in unserer wunderbaren Ferienwohnung kam ich sofort zur Ruhe und konnte mich erholen. Die Kinder sind mittlerweile alt genug, dass sie nicht mehr rund um die Uhr Betreuung brauchen, und wenn man allein ist, muss man sowieso die Ressourcen zusammenhalten und sich selbst auch mal kurze Auszeiten nehmen.
Den Hamburg-Städtetrip hätte ich aber tatsächlich nicht allein mit beiden Kindern gewagt, das wäre noch zu anstrengend gewesen. Insofern war die Aufteilung gut und meine Einschätzung, was allein geht und was nicht, war richtig. Die Zeit allein mit den Kindern war schön und die Tage zu viert klappten auch gut, sicherlich auch aufgrund der vielen Abwechslung. Ich bin nicht erschöpft in diesen Urlaub hineingegangen, das ist sehr wichtig bei mir. Ich habe mich gut erholt, den Kindern hat es gefallen und wir haben viel erlebt. Das war ein richtig schöner Sommerurlaub. Und ich denke, wir haben auch als getrennte Familie einen guten Kompromiss für alle gefunden.
Urlaubsberichte aus den letzten Jahren:
Unser Sommerurlaub 2017
Unser Sommerurlaub 2016
Unser Sommerurlaub 2015
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Sonntag, 12. August 2018
Unser Sommerurlaub 2018 - Ostsee, Hamburg und Elefanten
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Sonntag, 22. Juli 2018
Unser Wochenende in Bildern 21./ 22. Juli 2018 - Urlaubsedition
Mein Wochenende in Bildern kommt aus unserem Sommerurlaub. Die erste Woche hatten die Kinder und ich bei herrlichem Wetter an der Ostsee verbracht. Am Freitag war der Papa zu uns gestoßen, so dass wir dann auch mobil waren. Hier hatte ich ja schon erzählt, dass wir trotz unserer Trennung einen Teil des Urlaubs zusammen verbringen werden. Am Samstag waren wir noch in unserer Ferienwohnung an der Ostsee und am Sonntag begaben wir uns dann auf die Reise nach Hamburg, in unseren Städtetrip.
Samstag
Natürlich wurde ausgiebig mit dem Papa und mit frischen Brötchen, die dieser dank des Autos holen konnte, gefrühstückt. Danach wollte ich einen halbtägigen Ausflug ins Umland machen, den einzigen der Urlaubswoche. Wir fuhren zuerst zu 5000 Jahre alten Hügel- und Dolmengräbern, die sich ein Stück vor unserem Ort befanden, und erkundeten diese ausführlich. Sie lagen inmitten von Getreidefeldern, so dass wir durch die Schneisen liefen. Der Große war sehr interessiert, die Kleine hatte schlechte Laune und war miesepetrig.
Danach fuhren wir weiter zum Leuchtturm Buk, von dem aus man über Kühlungsborn und Umgebung bis hin nach Rostock schauen kann. Er stand inmitten von Mais- und Sonnenblumenfeldern, das war sehr idyllisch. Wir bestiegen den Leuchtturm und aßen dort zu Mittag. Trotz der geringen Anstrengung waren alle etwas geschafft. Auf der Heimfahrt schliefen die Kinder im Auto ein.
Am Nachmittag waren wir am Ostseestrand baden. Schließlich sollte der Papa auch mal in der Ostsee schwimmen. Es war warm und angenehm, aber ziemlich voll. So ein tolles Wetter hatten wir an der Ostsee in den letzten Jahren nie. Auch der Strand war wunderbar, feinsandig und weich.
Leider wurde am Strand der Autoschlüssel sowohl nass als auch sandig, so dass unser Auto nicht mehr ansprang. Großer Schockmoment, schließlich wollten wir am nächsten Tag nach Hamburg fahren! Wir mussten samt Badegepäck nach Hause laufen, der Papa holte den Ersatzschlüssel und Gottseidank sprang es damit an. Obwohl ihr Urlaubsfreund schon abgereist war, ging es abends wieder spät für die Kinder ins Bett. Wir bewunderten alle noch den letzten Sonnenuntergang unserer Ostseewoche.
Sonntag
Nach dem Frühstück wurde gepackt und wir checkten um 10 Uhr aus. Wir waren echt traurig, die schöne Ferienwohnung in einer tollen Lage mit Blick auf's Wasser schon zu verlassen. Vor allem für den Papa war das ziemlich kurz. Nun ging es in Richtung Hamburg. Ich hatte einen Zwischenstopp im Tierpark Wismar ausgesucht, der sehr abwechslungsreich sein und viele Spielmöglichkeiten bieten sollte. Dort verbrachten wir ca. 4 Stunden, die Kinder hatten viel Spaß, es gab Schatten und Essen. Besonders süß waren die Erdmännchen, die aus Erdlöchern ohne Einzäunung hervorguckten. Ich denke, das war ein angenehmer Zwischenstopp.
Am frühen Nachmittag fuhren wir ca. 1 h weiter nach Hamburg. Die Kinder schliefen im Auto und wachten erst auf, als wir durch Hamburg navigierten. Da wir noch nicht in unser Hotel wollten (bzw. die Kinder nicht wieder heraus bekommen hätten), hatte ich vorgeschlagen, an der Außenalster zu parken und den herrlichen Nachmittag dort zu genießen. Das war eine gute Entscheidung, es war wirklich traumhaft dort. Wir spazierten im Park, schauten den Segelschiffen zu, kletterten auf dem Spielplatz, aßen Eis und später noch Abendbrot im Restaurant Alstercliff (teilten uns eine Pizza). Es war trotz der Menschenmassen, die alle das schöne Wetter genießen wollten, ein entspannter Nachmittag und ein schöner Einstieg in unsere Hamburg-Tage.
Am Abend checkten wir in unser Hotel ein (wir hatten zwei Doppelzimmer gebucht), erkundeten noch kurz die Örtlichkeiten, fuhren auf die Dachterrasse hoch und suchten verzweifelt nach einem bezahlbaren Parkplatz. Die Kinder schliefen spät ein, es war sehr warm in den Hotelzimmern und recht hell. Mein letzter Blick aus dem Fenster ließ mich eine tolle Silhouette von Hamburg im Sonnenuntergang sehen, mit der Elbphilharmonie und diversen Kirchtürmen. Die Nacht war durchwachsen und am Montag folgte dann unser Hamburg-Erkundungstag.
Mehr Wochenenden in Bildern (#wib) findet ihr wie immer bei Geborgen Wachsen.
Samstag
Natürlich wurde ausgiebig mit dem Papa und mit frischen Brötchen, die dieser dank des Autos holen konnte, gefrühstückt. Danach wollte ich einen halbtägigen Ausflug ins Umland machen, den einzigen der Urlaubswoche. Wir fuhren zuerst zu 5000 Jahre alten Hügel- und Dolmengräbern, die sich ein Stück vor unserem Ort befanden, und erkundeten diese ausführlich. Sie lagen inmitten von Getreidefeldern, so dass wir durch die Schneisen liefen. Der Große war sehr interessiert, die Kleine hatte schlechte Laune und war miesepetrig.
Danach fuhren wir weiter zum Leuchtturm Buk, von dem aus man über Kühlungsborn und Umgebung bis hin nach Rostock schauen kann. Er stand inmitten von Mais- und Sonnenblumenfeldern, das war sehr idyllisch. Wir bestiegen den Leuchtturm und aßen dort zu Mittag. Trotz der geringen Anstrengung waren alle etwas geschafft. Auf der Heimfahrt schliefen die Kinder im Auto ein.
Am Nachmittag waren wir am Ostseestrand baden. Schließlich sollte der Papa auch mal in der Ostsee schwimmen. Es war warm und angenehm, aber ziemlich voll. So ein tolles Wetter hatten wir an der Ostsee in den letzten Jahren nie. Auch der Strand war wunderbar, feinsandig und weich.
Leider wurde am Strand der Autoschlüssel sowohl nass als auch sandig, so dass unser Auto nicht mehr ansprang. Großer Schockmoment, schließlich wollten wir am nächsten Tag nach Hamburg fahren! Wir mussten samt Badegepäck nach Hause laufen, der Papa holte den Ersatzschlüssel und Gottseidank sprang es damit an. Obwohl ihr Urlaubsfreund schon abgereist war, ging es abends wieder spät für die Kinder ins Bett. Wir bewunderten alle noch den letzten Sonnenuntergang unserer Ostseewoche.
Sonntag
Nach dem Frühstück wurde gepackt und wir checkten um 10 Uhr aus. Wir waren echt traurig, die schöne Ferienwohnung in einer tollen Lage mit Blick auf's Wasser schon zu verlassen. Vor allem für den Papa war das ziemlich kurz. Nun ging es in Richtung Hamburg. Ich hatte einen Zwischenstopp im Tierpark Wismar ausgesucht, der sehr abwechslungsreich sein und viele Spielmöglichkeiten bieten sollte. Dort verbrachten wir ca. 4 Stunden, die Kinder hatten viel Spaß, es gab Schatten und Essen. Besonders süß waren die Erdmännchen, die aus Erdlöchern ohne Einzäunung hervorguckten. Ich denke, das war ein angenehmer Zwischenstopp.
Am frühen Nachmittag fuhren wir ca. 1 h weiter nach Hamburg. Die Kinder schliefen im Auto und wachten erst auf, als wir durch Hamburg navigierten. Da wir noch nicht in unser Hotel wollten (bzw. die Kinder nicht wieder heraus bekommen hätten), hatte ich vorgeschlagen, an der Außenalster zu parken und den herrlichen Nachmittag dort zu genießen. Das war eine gute Entscheidung, es war wirklich traumhaft dort. Wir spazierten im Park, schauten den Segelschiffen zu, kletterten auf dem Spielplatz, aßen Eis und später noch Abendbrot im Restaurant Alstercliff (teilten uns eine Pizza). Es war trotz der Menschenmassen, die alle das schöne Wetter genießen wollten, ein entspannter Nachmittag und ein schöner Einstieg in unsere Hamburg-Tage.
Am Abend checkten wir in unser Hotel ein (wir hatten zwei Doppelzimmer gebucht), erkundeten noch kurz die Örtlichkeiten, fuhren auf die Dachterrasse hoch und suchten verzweifelt nach einem bezahlbaren Parkplatz. Die Kinder schliefen spät ein, es war sehr warm in den Hotelzimmern und recht hell. Mein letzter Blick aus dem Fenster ließ mich eine tolle Silhouette von Hamburg im Sonnenuntergang sehen, mit der Elbphilharmonie und diversen Kirchtürmen. Die Nacht war durchwachsen und am Montag folgte dann unser Hamburg-Erkundungstag.
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Sonntag, 29. Oktober 2017
Unser Wochenende in Bildern 28./ 29. Oktober 2017 - Urlaubsedition
Ich melde mich mit ein paar schönen Bildern von Sonne, Strand und Meer aus unserem Mallorca-Urlaub. Da wir am Freitagabend erst angekommen sind, haben wir am Wochenende noch nichts Großes unternommen, sondern erstmal nur unsere Hotelanlage und Umgebung erkundet. Am heutigen Sonntag starteten wir dann mit einer kleinen Schifffahrt. Bei diesem phantastischen Wetter sind tolle Bilder entstanden.
Samstag
Am Freitag waren wir durch eine Flugverspätung leider erst abends im Hotel und die Kinder spät im Bett. Die erste Nacht im Hotel ist ja sowieso immer schwierig und so erwachten wir am Samstag alle etwas derangiert. Bei mir überwog sehr schnell die Freude über das schöne Wetter, den herrlichen Blick auf's Meer und das Urlaubsglück und -privileg, aber den kleinen Familienmitgliedern ging das anscheinend nicht so, denn es wurde den ganzen Tag gemotzt und gemeckert, was das Zeug hielt. Schlechte Laune vom Feinsten bei beiden Kindern und dementsprechend auch irgendwann bei uns. Anstrengend!
Morgens war unser Ausblick vom Balkon dieser:
Nach dem Frühstück erkundeten wir unsere Hotelanlage, die auf einem Felsplateau liegt und an 3 Seiten von Wasser umgeben ist. Traumhaft!
Dann ging es in den Kinderbereich. Toll ist der Piratenschiff-Pool. Im Kinderclub gab es einen kleinen Parcours, wo die Kinder einiges mitmachten und Halloween-Süßkram absahnten..
Die Kinder wollten auch unbedingt schon den Pool testen, obwohl es wegen des Windes etwas zu kühl war. Das merkten sie aber schnell selbst.
Nach dem Mittagessen machten wir eine Pause, weil alle noch sehr müde waren, und die Kleine schlief ein. Das gab es schon seit einem Jahr nicht mehr. Wir ließen sie und gingen am Nachmittag zum Strand, einer schönen Bucht unterhalb unseres Hotels, wo einige Unerschrockene großen Spaß am Wellengang hatten.
Dort blieben wir bis zu den goldenen Strahlen der Abendsonne. Das Abendbrot war, wie gerade alles hier, von Halloween geprägt. Das scheint hier echt ein Hype zu sein. Bisher hatten wir das Thema erfolgreich von unseren Kindern ferngehalten.
Natürlich wurde der Kinderdisco noch ein Besuch abgestattet und es ging wieder recht spät ins Bett. Die Nacht der Zeitumstellung folgte.
Sonntag
Wir schliefen mit Unterbrechungen durch Husten bis 7 Uhr. Muss man ja schon fast dankbar sein. Timehop erinnerte mich an die Aufwachzeiten der letzten Jahre. Der Sonnenaufgang sah so aus:
Es war windstill und schon recht warm. Ich schlug vor, eine kleine Schifffahrt zu machen. Wir nahmen gleich das erste Schiff um 9:30 Uhr, das unterhalb unseres Hotels startete, und waren die einzigen Gäste. Ein Schiff nur für uns allein! Die Tour ging an den Calas de Mallorca entlang, wunderschönen Buchten und Höhlen an der Ostküste.
Zurück im Hotel holten wir uns einen kleinen Snack und Getränke und setzten uns auf die Plaza, wo heute Hüpfburgen aufgebaut waren. Auf der Bühne gab es Zumba, die Kinder waren beschäftigt und es fühlte sich herrlich nach Urlaub an. Vor dem Mittagessen probierten die Kinder nochmal den Pool aus.
Am Nachmittag gingen wir zum Strand und wunderten uns, dass der Schatten so früh kam, bis uns einfiel, dass es ja gestern eine Stunde später war;-). Der Große und ich wagten sich ins Wasser. Eine erfrischende Angelegenheit...
Der Sonnenuntergang (hinter einem Berg) war um 17:38 Uhr. Morgen haben wir einen Mietwagen gebucht und wollen ein wenig herumfahren. Die Stimmung der Kinder ist immer noch sehr durchwachsen und das ist derzeit das Einzige, was diesen Urlaub bei herrlichem Wetter und in einer wunderschönen Umgebung stört. Abgesehen davon finde ich es traumhaft, bin dankbar, dass wir aus dem trüben Herbst in Deutschland ausbrechen können und soviel Glück mit dem Wetter haben.
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Samstag
Am Freitag waren wir durch eine Flugverspätung leider erst abends im Hotel und die Kinder spät im Bett. Die erste Nacht im Hotel ist ja sowieso immer schwierig und so erwachten wir am Samstag alle etwas derangiert. Bei mir überwog sehr schnell die Freude über das schöne Wetter, den herrlichen Blick auf's Meer und das Urlaubsglück und -privileg, aber den kleinen Familienmitgliedern ging das anscheinend nicht so, denn es wurde den ganzen Tag gemotzt und gemeckert, was das Zeug hielt. Schlechte Laune vom Feinsten bei beiden Kindern und dementsprechend auch irgendwann bei uns. Anstrengend!
Morgens war unser Ausblick vom Balkon dieser:
Nach dem Frühstück erkundeten wir unsere Hotelanlage, die auf einem Felsplateau liegt und an 3 Seiten von Wasser umgeben ist. Traumhaft!
Dann ging es in den Kinderbereich. Toll ist der Piratenschiff-Pool. Im Kinderclub gab es einen kleinen Parcours, wo die Kinder einiges mitmachten und Halloween-Süßkram absahnten..
Die Kinder wollten auch unbedingt schon den Pool testen, obwohl es wegen des Windes etwas zu kühl war. Das merkten sie aber schnell selbst.
Nach dem Mittagessen machten wir eine Pause, weil alle noch sehr müde waren, und die Kleine schlief ein. Das gab es schon seit einem Jahr nicht mehr. Wir ließen sie und gingen am Nachmittag zum Strand, einer schönen Bucht unterhalb unseres Hotels, wo einige Unerschrockene großen Spaß am Wellengang hatten.
Dort blieben wir bis zu den goldenen Strahlen der Abendsonne. Das Abendbrot war, wie gerade alles hier, von Halloween geprägt. Das scheint hier echt ein Hype zu sein. Bisher hatten wir das Thema erfolgreich von unseren Kindern ferngehalten.
Natürlich wurde der Kinderdisco noch ein Besuch abgestattet und es ging wieder recht spät ins Bett. Die Nacht der Zeitumstellung folgte.
Sonntag
Wir schliefen mit Unterbrechungen durch Husten bis 7 Uhr. Muss man ja schon fast dankbar sein. Timehop erinnerte mich an die Aufwachzeiten der letzten Jahre. Der Sonnenaufgang sah so aus:
Es war windstill und schon recht warm. Ich schlug vor, eine kleine Schifffahrt zu machen. Wir nahmen gleich das erste Schiff um 9:30 Uhr, das unterhalb unseres Hotels startete, und waren die einzigen Gäste. Ein Schiff nur für uns allein! Die Tour ging an den Calas de Mallorca entlang, wunderschönen Buchten und Höhlen an der Ostküste.
Zurück im Hotel holten wir uns einen kleinen Snack und Getränke und setzten uns auf die Plaza, wo heute Hüpfburgen aufgebaut waren. Auf der Bühne gab es Zumba, die Kinder waren beschäftigt und es fühlte sich herrlich nach Urlaub an. Vor dem Mittagessen probierten die Kinder nochmal den Pool aus.
Am Nachmittag gingen wir zum Strand und wunderten uns, dass der Schatten so früh kam, bis uns einfiel, dass es ja gestern eine Stunde später war;-). Der Große und ich wagten sich ins Wasser. Eine erfrischende Angelegenheit...
Der Sonnenuntergang (hinter einem Berg) war um 17:38 Uhr. Morgen haben wir einen Mietwagen gebucht und wollen ein wenig herumfahren. Die Stimmung der Kinder ist immer noch sehr durchwachsen und das ist derzeit das Einzige, was diesen Urlaub bei herrlichem Wetter und in einer wunderschönen Umgebung stört. Abgesehen davon finde ich es traumhaft, bin dankbar, dass wir aus dem trüben Herbst in Deutschland ausbrechen können und soviel Glück mit dem Wetter haben.
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Dienstag, 22. August 2017
Unser Sommerurlaub 2017
Nun hat uns der Alltag wieder und ich möchte unseren diesjährigen Sommerurlaub an der Ostsee unbedingt noch Revue passieren lassen. Ich denke insgesamt positiv an ihn zurück, auch wenn er leider nicht den gewünschten durchschlagenden Erholungseffekt brachte. Es war ein schöner, wenn auch nicht ganz unanstrengender Urlaub. Ich habe mich einerseits sehr wohlgefühlt und die Abwechslung und Auszeit genossen, konnte aber andererseits diesmal wahnsinnig schlecht abschalten, da das Gedankenkarussell, besonders in Hinblick auf die baldige Einschulung des Großen, ununterbrochen lief. Aber endlich hatten wir mal Glück mit dem Wetter an der Ostsee!
Wir waren diesmal tatsächlich mehrfach in der Ostsee baden und verbrachten viele warme Stunden am Strand, was in den letzten Jahren nicht möglich war. Lest mal meine Berichte aus den Jahren 2016 und 2015 dazu nach. Auch im Jahr 2014, als wir zum ersten Mal in der gleichen Ferienwohnung wie diesmal waren, zeigte sich das Wetter sehr wechselhaft. Diesmal fühlte es sich endlich mal nach einem richtigen Sommerurlaub an! Das war echt toll und trug sehr viel zur positiven Urlaubsgrundstimmung bei. Dass die Kinder nun das Meer kennen und mögen, anstatt ängstlich und skeptisch zu sein wie lange Zeit, freut mich immer besonders. Denn das Meer, egal wo, trägt eine große Faszination in sich und zieht fast jeden Menschen in seinen Bann. Es beruhigt und erdet. Je älter ich werde, umso mehr brauche ich es, mehrmals im Jahr ans Meer zu fahren. Als ich am letzten Abend mit dem Großen einen Abschiedsspaziergang am Strand unternahm und ganz traurig wegen unserer Abreise war, meinte mein Sohn: "Mama, dann darfst Du entweder nicht mehr hierher kommen oder musst ganz hier bleiben!" Da hat er irgendwie Recht.
Wir kannten unseren Urlaubsort, wir kannten unsere Ferienwohnung, wir wussten, dass die Kleine gerade in einer ziemlich anstrengenden Phase ist und die Geschwister sich aktuell wiedermal gegenseitig aufputschen. Es gab also keine unangenehmen Überraschungen, in jeglicher Hinsicht. Unsere Ferienwohnung bietet den Vorteil, dass sie einen eigenen großen Garten hat, ohne Nutzung durch andere Gäste. Das heißt, wir sind dort wirklich für uns und haben unsere Ruhe. Das ist aber gleichzeitig ein Nachteil, weil die Kinder keine Freunde kennenlernen und ihnen das tatsächlich diesmal fehlte, wie beide einhellig kundtaten. Ich weiß noch nicht, wie wir das in den nächsten Jahren lösen: Ruhe für die Eltern oder Sozialleben für die Kinder? Letzteres kann für uns Eltern entlastend, aber auch zusätzlich anstrengend sein, wie wir letztes Jahr in einer anderen Ferienwohnung feststellten. Ich bin da noch unentschieden...
Gleich am ersten Tag kam uns der beste Freund des Großen mit seiner Familie besuchen, die in der Nähe urlaubten. Das war total schön, wir spielten im Garten und am Strand und alle hatten viel Spaß. Dann folgten 2 Tage allein mit den Kindern, weil ich den Mann zum Erholen nach Hause geschickt hatte. Das war vorher so vereinbart, damit er allein etwas Kraft tanken kann. Es ging auch ganz gut, weil das Wetter passend war. Ohne Auto wären die 2 Tage sonst etwas zäh geworden. Als er wieder da war, verbrachten wir weiterhin viel Zeit am Strand, machten kleine Ausflüge, allerdings nichts Anstrengendes, und hatten einen wunderbaren Tag auf der Hansesail 2017 in Warnemünde.
Wie vorher abgesprochen, teilten wir uns auch ab und zu auf, um den Kindern Exklusivzeiten zu geben. Ich machte zum Beispiel mit dem Großen eine Vormittags-Wanderung an der Steilküste entlang und mit der Kleinen eine große Fahrradtour über Salzwiesen und an der Molli-Bahn entlang. Der Mann fuhr mit ihr zum Reiterhof und spielte mit dem Großen ausgiebig Wikinger-Schach*. Für mich gab es 2 kleinere Allein-Zeiten, wenig, aber besser als nichts, und 2 wundervolle abendliche Strandspaziergänge. Ich hätte definitiv noch länger bleiben können, nicht zuletzt dank des tollen Wetters, auch wenn es eben durchaus anstrengend war. Rund um die Uhr mit meinen Kindern bzw. anderen Menschen zusammen zu sein, wird mir immer schwerfallen und mich extrem fordern. Die Geräusche der Kinder, das ständige Streiten und Weinen strengen mich an, und die Kleine halbwegs empathisch in ihrer schrecklich schwierigen Phase zu begleiten, verlangt Äußerstes von mir ab.
Dazu kamen sehr deutlich die ständigen Gedanken und Überlegungen, die baldige Einschulung des Großen betreffend. Was alles noch besorgt, organisiert und erledigt werden muss, wie das wohl alles wird und wie wir alle die Umstellung verkraften werden. Es war für mich diesmal sehr schwer, abzuschalten, weil diese riesengroße Veränderung vor uns liegt, die ich bekanntlich sehr skeptisch betrachte. Ich kann derzeit nachts oft nicht einschlafen, weil ich so vieles im Kopf herumwälze, und dieses Problem machte natürlich auch vor dem Urlaub nicht Halt. So ein Zwischenzustand ist echt blöd, nicht Fisch noch Fleisch, und vor allem hinderlich beim Abschalten.
Das unangenehmste Mitbringsel aus dem Urlaub sind fiese Rückenschmerzen, die wieder zurückgekehrt sind, obwohl sie nach meiner Mutter-Kind-Kur fast verschwunden waren. Sie hängen einerseits mit dem gehäuften Tragen der 18 kg schweren Kleinen zusammen, andererseits aber wohl auch mit meiner immanenten Anspannung. Ich hoffe, dass sie bald wieder verschwinden!
Nach unserer Rückkehr bemerkte ich einen deutlichen Unterschied zu der Zeit nach meiner Mutter-Kind-Kur an der Ostsee, als ich nämlich einen richtigen Großstadtkoller und große Probleme hatte, mich wieder ans Stadtleben zu gewöhnen. Das war diesmal nicht der Fall, was mir zeigt, dass ich nicht im gleichen Maße wie bei der Kur abgeschaltet habe. Logisch, die Situation war ja auch eine ganz andere. Man kann sich halt nicht zwingen, abzuschalten, und bei Menschen wie mir ist das ja sowieso grundsätzlich schwierig.
Insgesamt war es aber durchaus ein schöner Urlaub mit richtigem Sommerfeeling, der noch länger hätte sein können. Mit noch etwas mehr Alleinsein, etwas weniger Geschwisterstreit, einer Waschmaschine und ein paar losen Freunden für die Kinder wäre es fast perfekt gewesen. Eigentlich wollte ich gegen Ende des Urlaubs noch ein-zwei Tage allein in einem Hotel verbringen, um aufzutanken. Da bei der Kleinen aber keinerlei Besserung ihres unausgeglichenen Zustandes zu bemerken war, beschloss ich, mit ihr zusammen noch anderthalb Tage ranzuhängen, um ihr Exklusivzeit und ein kleines Abenteuer zu geben. Auch wenn dieser Plan nicht den durchschlagenden Erfolg hatte wie erhofft, berichte ich darüber nochmal separat. Das war er, unser Ostsee-Sommerurlaub 2017. Und da ich weder gar nicht mehr hinfahren noch ganz hinziehen kann, um meinen Großen nochmal zu zitieren, werde ich einfach die goldene Mitte wählen und - öfter ans Meer fahren. Ob allein oder mit den Kindern, es wird immer stärker zum Sehnsuchtsort für mich.
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Wir waren diesmal tatsächlich mehrfach in der Ostsee baden und verbrachten viele warme Stunden am Strand, was in den letzten Jahren nicht möglich war. Lest mal meine Berichte aus den Jahren 2016 und 2015 dazu nach. Auch im Jahr 2014, als wir zum ersten Mal in der gleichen Ferienwohnung wie diesmal waren, zeigte sich das Wetter sehr wechselhaft. Diesmal fühlte es sich endlich mal nach einem richtigen Sommerurlaub an! Das war echt toll und trug sehr viel zur positiven Urlaubsgrundstimmung bei. Dass die Kinder nun das Meer kennen und mögen, anstatt ängstlich und skeptisch zu sein wie lange Zeit, freut mich immer besonders. Denn das Meer, egal wo, trägt eine große Faszination in sich und zieht fast jeden Menschen in seinen Bann. Es beruhigt und erdet. Je älter ich werde, umso mehr brauche ich es, mehrmals im Jahr ans Meer zu fahren. Als ich am letzten Abend mit dem Großen einen Abschiedsspaziergang am Strand unternahm und ganz traurig wegen unserer Abreise war, meinte mein Sohn: "Mama, dann darfst Du entweder nicht mehr hierher kommen oder musst ganz hier bleiben!" Da hat er irgendwie Recht.
Wir kannten unseren Urlaubsort, wir kannten unsere Ferienwohnung, wir wussten, dass die Kleine gerade in einer ziemlich anstrengenden Phase ist und die Geschwister sich aktuell wiedermal gegenseitig aufputschen. Es gab also keine unangenehmen Überraschungen, in jeglicher Hinsicht. Unsere Ferienwohnung bietet den Vorteil, dass sie einen eigenen großen Garten hat, ohne Nutzung durch andere Gäste. Das heißt, wir sind dort wirklich für uns und haben unsere Ruhe. Das ist aber gleichzeitig ein Nachteil, weil die Kinder keine Freunde kennenlernen und ihnen das tatsächlich diesmal fehlte, wie beide einhellig kundtaten. Ich weiß noch nicht, wie wir das in den nächsten Jahren lösen: Ruhe für die Eltern oder Sozialleben für die Kinder? Letzteres kann für uns Eltern entlastend, aber auch zusätzlich anstrengend sein, wie wir letztes Jahr in einer anderen Ferienwohnung feststellten. Ich bin da noch unentschieden...
Gleich am ersten Tag kam uns der beste Freund des Großen mit seiner Familie besuchen, die in der Nähe urlaubten. Das war total schön, wir spielten im Garten und am Strand und alle hatten viel Spaß. Dann folgten 2 Tage allein mit den Kindern, weil ich den Mann zum Erholen nach Hause geschickt hatte. Das war vorher so vereinbart, damit er allein etwas Kraft tanken kann. Es ging auch ganz gut, weil das Wetter passend war. Ohne Auto wären die 2 Tage sonst etwas zäh geworden. Als er wieder da war, verbrachten wir weiterhin viel Zeit am Strand, machten kleine Ausflüge, allerdings nichts Anstrengendes, und hatten einen wunderbaren Tag auf der Hansesail 2017 in Warnemünde.
Wie vorher abgesprochen, teilten wir uns auch ab und zu auf, um den Kindern Exklusivzeiten zu geben. Ich machte zum Beispiel mit dem Großen eine Vormittags-Wanderung an der Steilküste entlang und mit der Kleinen eine große Fahrradtour über Salzwiesen und an der Molli-Bahn entlang. Der Mann fuhr mit ihr zum Reiterhof und spielte mit dem Großen ausgiebig Wikinger-Schach*. Für mich gab es 2 kleinere Allein-Zeiten, wenig, aber besser als nichts, und 2 wundervolle abendliche Strandspaziergänge. Ich hätte definitiv noch länger bleiben können, nicht zuletzt dank des tollen Wetters, auch wenn es eben durchaus anstrengend war. Rund um die Uhr mit meinen Kindern bzw. anderen Menschen zusammen zu sein, wird mir immer schwerfallen und mich extrem fordern. Die Geräusche der Kinder, das ständige Streiten und Weinen strengen mich an, und die Kleine halbwegs empathisch in ihrer schrecklich schwierigen Phase zu begleiten, verlangt Äußerstes von mir ab.
Dazu kamen sehr deutlich die ständigen Gedanken und Überlegungen, die baldige Einschulung des Großen betreffend. Was alles noch besorgt, organisiert und erledigt werden muss, wie das wohl alles wird und wie wir alle die Umstellung verkraften werden. Es war für mich diesmal sehr schwer, abzuschalten, weil diese riesengroße Veränderung vor uns liegt, die ich bekanntlich sehr skeptisch betrachte. Ich kann derzeit nachts oft nicht einschlafen, weil ich so vieles im Kopf herumwälze, und dieses Problem machte natürlich auch vor dem Urlaub nicht Halt. So ein Zwischenzustand ist echt blöd, nicht Fisch noch Fleisch, und vor allem hinderlich beim Abschalten.
Das unangenehmste Mitbringsel aus dem Urlaub sind fiese Rückenschmerzen, die wieder zurückgekehrt sind, obwohl sie nach meiner Mutter-Kind-Kur fast verschwunden waren. Sie hängen einerseits mit dem gehäuften Tragen der 18 kg schweren Kleinen zusammen, andererseits aber wohl auch mit meiner immanenten Anspannung. Ich hoffe, dass sie bald wieder verschwinden!
Nach unserer Rückkehr bemerkte ich einen deutlichen Unterschied zu der Zeit nach meiner Mutter-Kind-Kur an der Ostsee, als ich nämlich einen richtigen Großstadtkoller und große Probleme hatte, mich wieder ans Stadtleben zu gewöhnen. Das war diesmal nicht der Fall, was mir zeigt, dass ich nicht im gleichen Maße wie bei der Kur abgeschaltet habe. Logisch, die Situation war ja auch eine ganz andere. Man kann sich halt nicht zwingen, abzuschalten, und bei Menschen wie mir ist das ja sowieso grundsätzlich schwierig.
Insgesamt war es aber durchaus ein schöner Urlaub mit richtigem Sommerfeeling, der noch länger hätte sein können. Mit noch etwas mehr Alleinsein, etwas weniger Geschwisterstreit, einer Waschmaschine und ein paar losen Freunden für die Kinder wäre es fast perfekt gewesen. Eigentlich wollte ich gegen Ende des Urlaubs noch ein-zwei Tage allein in einem Hotel verbringen, um aufzutanken. Da bei der Kleinen aber keinerlei Besserung ihres unausgeglichenen Zustandes zu bemerken war, beschloss ich, mit ihr zusammen noch anderthalb Tage ranzuhängen, um ihr Exklusivzeit und ein kleines Abenteuer zu geben. Auch wenn dieser Plan nicht den durchschlagenden Erfolg hatte wie erhofft, berichte ich darüber nochmal separat. Das war er, unser Ostsee-Sommerurlaub 2017. Und da ich weder gar nicht mehr hinfahren noch ganz hinziehen kann, um meinen Großen nochmal zu zitieren, werde ich einfach die goldene Mitte wählen und - öfter ans Meer fahren. Ob allein oder mit den Kindern, es wird immer stärker zum Sehnsuchtsort für mich.
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