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Mittwoch, 14. November 2018

Vierter Blog-Geburtstag mit Verlosung

Bildquelle: Pixabay

Ihr lieben Leserinnen und Leser, nun gibt es meinen Blog tatsächlich schon 4 Jahre, am 14. November 2014 erschien mein erster Text und es ist Wahnsinn, wie viel sich in dieser Zeit verändert hat. Während ich anfangs oft über das Muttersein an sich oder Schwierigkeiten mit meinen Kindern schrieb, bin ich diesbezüglich im Laufe der Jahre deutlich zurückhaltender geworden und nutze den Blog mittlerweile größtenteils als Tagebuchblog mit Berichten aus unserem Alltag, unserer familiären Situation und ab und zu einer Buchrezension bzw. Kooperation.

Die meisten Blogs, die ich kenne und verfolge, verändern sich im Laufe der Zeit, einige existieren gar nicht mehr oder wurden mit einem neuen Schwerpunkt gestartet. Ich verstehe mich immer noch als Mama-Bloggerin, auch wenn mich nicht mehr dieselben Probleme und Fragen umtreiben wie noch vor 3 oder 4 Jahren. Sehr wiedergefunden habe ich mich in dem Text von Pia Drießen: Die Zeit wird's richten, der vieles beschreibt, was bei uns ähnlich war/ist. Dieser Blog war übrigens damals auch der erste Mamablog, den ich regelmäßig gelesen habe. Vieles hat sich bei uns ähnlich entwickelt wie bei Familie Drießen und einiges sehe ich schon deutlich vor mir, wenn beide Kinder dann in der Schule sind.

Mein Großer ist mittlerweile 7 3/4 Jahre alt und in der 2. Klasse. Die Kleine ist 5 1/2 Jahre alt und wird nächstes Jahr eingeschult. Vieles hat sich verändert in den letzten Jahren, bei den Kindern, bei mir, bei uns. Das einschneidendste Ereignis im Jahr 2018 war definitiv die Trennung unserer Familie, die zwar schon länger im Raum schwebte, letztendlich dann aber doch recht schnell vonstatten ging. Trotzdem haben wir es geschafft, unser Leben, unseren Alltag stabil zu halten und die Kinder trotz dieser großen Umwälzung möglichst wenig zu beeinträchtigen. Es gibt immer wieder neue, unbekannte Situationen und noch einiges zu regeln, aber im Großen und Ganzen sind wir gut durch diese Veränderung hindurchnavigiert.

Im Jahr 2019 wird sicherlich die Einschulung der Kleinen das aufregendste Ereignis sein, ich freue mich darauf, wenn beide Kinder in der Schule sind. Dies wird auch in meinem Alltag zu Entlastung führen und möglicherweise die Alltagsstruktur perspektivisch nochmal verändern. In jedem Fall ist es toll, was mit größeren Kindern alles möglich ist, wie man Stück für Stück wieder zu sich zurückfindet, ohne nur noch Mama zu sein, und wie sich das Leben mit den Kindern verändert. Mein Leben heute ist gänzlich anders als das vor 4 Jahren, als ich den Blog startete und meine Kinder 3 3/4 und 1 1/2 Jahre alt waren. Und das möchte ich all euch Baby- und Kleinkindmamas in schwierigen Stunden zurufen: die Kinder werden größer, es wird besser und ihr werdet irgendwann wieder mehr Unabhängigkeit und weniger Fremdbestimmtheit genießen können! Und krank werden die Kinder auch nicht mehr so oft...

Nun aber möchte ich meinen vierten Blog-Geburtstag mit euch feiern! Ich danke euch von ganzem Herzen für eure Lesertreue, euer Mitfiebern, euer Mitleiden, euer Mitdenken, die Kommentare, Mails, Herzchen und Likes. Laut der blogeigenen Statistik hatte ich seit Blogstart mehr als 690.000 Seitenaufrufe, laut Google Analytics immerhin fast 500.000. Das sind unglaubliche Zahlen! Danke für einen tollen Austausch, der immer noch - neben dem Niederlegen der eigenen Gedanken - einer meiner Hauptbeweggründe für das Bloggen ist. Danke dafür, dass ich durch euch immer wieder merke, wie viele Gleichgesinnte bzw. ähnlich empfindende Mamas es gibt. Ich freue mich auf das nächste Blogjahr und habe nun auch etwas für euch!

Verlosung


Als Dankeschön für eure Treue möchte ich zwei Mal das Spiel "Affenstarke Zahlen-Bande"* aus dem Ravensburger Verlag (Ravensburger Lernspiele) an euch verlosen. Es wird also zwei GewinnerInnen geben! 

Das Spiel eignet sich für Kinder von 6-10 Jahren und greift das Lernfeld Mathematik auf. "Die freche Affenbande hat den Elefanten auf die Palme gebracht! Jetzt müssen alle zusammenhalten, um den Elefanten zu retten. Die Spieler kombinieren ihre Zahlen möglichst clever und halten die Palme in Balance. Schaffen sie es, den Elefanten vom Palmendach herunterzuziehen?" (Quelle: Amazon) Ich habe die Reihe "Spielend Neues Lernen" kürzlich anhand des Spiels "Die freche Sprech-Hexe" auf dem Blog vorgestellt.

Die Gewinne sind natürlich neu und unbenutzt. Um in den Lostopf zu hüpfen, hinterlasst mir bitte hier auf dem Blog einen Kommentar, in dem ihr euch kurz vorstellt und erzählt, wie ihr das Leben mit größeren Kindern empfindet. Falls ihr mobil Probleme beim Kommentieren habt, klickt einfach auf "Web-Version anzeigen". Zusätzlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir auf Facebook, Pinterest oder Instagram folgt und die Verlosung teilt. Ist aber keine Bedingung. Bitte gebt euren Namen an!

Die Verlosung läuft bis zum 18. November 2018, 23:59 Uhr. Unter allen bis dahin eingehenden Kommentaren werden die beiden GewinnerInnen am 19. November 2018 per random.org ausgelost und hier per Kommentar sowie auf Facebook bzw. Twitter bekanntgegeben. Ich sehe keine Mailadressen, kann euch also nicht per Mail benachrichtigen. Ihr müsst also ggf. nochmal reinschauen oder die Folgekommentare abonnieren, damit ihr eine Benachrichtigung erhaltet. Beide Gewinne werden direkt von mir versendet, d.h. eure Adresse landet nur bei mir und wird nach dem Versand gelöscht. Die Verlosung steht in keinem Zusammenhang mit Facebook oder Instagram. Versand nur innerhalb Deutschlands. Mindestalter 18 Jahre. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Viel Glück!

Nachtrag vom 19.11.18:
Ich habe per random.org zwei GewinnerInnen ausgelost. Gewonnen haben: Zwischen Windeln und Wahnsinn und Kimo82. Herzlichen Glückwunsch! Viel Spaß beim Spielen und vielen lieben Dank an alle für's Mitmachen!

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Sonntag, 8. Juli 2018

Das erste Schuljahr des Großen

Wo ist die Zeit bloß hin? Vor einem Jahr quälte ich mich mit den Gedanken, Sorgen und Befürchtungen hinsichtlich der Einschulung meines Großen und fühlte mich wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange. Dann kamen das Zuckertütenfest, sein letzter Kitatag, 4 Wochen Sommerferien für ihn und schließlich der Start im Ferienhort. Nach nur 4 Tagen erlitt er auf dem Schulhof, den er gerade erst kennengelernt hatte, einen Nasenbeinbruch, und schon eine Woche später fand seine Einschulung statt. Es war also eine sehr aufregende Zeit, in jeder Hinsicht, und so war ich trotz aller Ängste und Vorbehalte froh und erleichtert, als er endlich eingeschult und die für mich große Hürde erstmal überwunden war. Und nun hat er sein erstes Schuljahr schon geschafft und am Mittwoch sein erstes Zeugnis bekommen!

Er gewöhnte sich erstaunlicherweise sehr schnell ans System Schule und fand sich gut zurecht. Dass er vor Schulstart schon im Ferienhort war, erwies sich dabei als sehr hilfreich. Auch die Größe der Schule und der Lärmpegel schienen ihm nicht soviel auszumachen wie befürchtet. Anfangs bewegten sich die Erstklässler auch noch in einem geschützten Umfeld und wurden von der Horterzieherin liebevoll begleitet. In der ersten Schulwoche wurden die Kinder langsam daran gewöhnt, dass sie allein hoch in den Klassenraum gehen, denn die Eltern sollten dies explizit nicht übernehmen. Auch dies meisterte er gut. Seinen stark befahrenen Schulweg geht er morgens noch nicht allein, er wird die erste Hälfte der Strecke begleitet, bis wir zur Kita der Kleinen abbiegen. Oft trifft er dann Freunde und geht die restliche Strecke bis zur Schule mit ihnen zusammen.

Der straff durchstrukturierte Schulalltag liegt ihm sehr und kommt seiner Persönlichkeit, die viel äußere Struktur und einen festen vorhersehbaren Rhythmus braucht, entgegen. Alle an ihn gestellten Anforderungen konnte er erfüllen, ohne sich verbiegen oder besonders anstrengen zu müssen. Er ist kein Überflieger und es fehlt ihm oft an intrinsischer Motivation, sich selbst etwas beizubringen, aber er macht das, was verlangt wird, mit Freude und Leichtigkeit, ja, er ist dankbar darüber, wenn jemand ihm sagt, was er zu tun hat. Besonders freue ich mich darüber, dass er in seiner Klasse sehr beliebt ist und von seiner Lehrerin und Horterzieherin in seinem Wesen gesehen und wertgeschätzt wurde. Es ist sehr wichtig für seine Lernbereitschaft und Schulfreude, dass er sich wohlfühlt und in seinem vertrauten Umfeld ist.

Die Hausaufgaben erledigt er glücklicherweise täglich im Nachmittagshort, was mich sehr entlastet, weil ich Sorgen hatte, wie ich ihn dazu nach der Schule und mit der Kleinen an Bein motivieren sollte. Es macht bei ihm einen großen Unterschied, ob die Eltern oder Außenstehende etwas von ihm wollen. Zu den kleinen Leseübungen zuhause, die eigentlich nicht mehr als 5 Minuten kosten, kann ich ihn leider nur schwer überreden. Er windet sich und diskutiert herum, dabei wäre das so schnell erledigt. Er übt nicht selbstständig und hat auch nicht den Drang, noch mehr zu lernen als das, was gefordert ist, ja, er ist sogar oft genervt, wenn wir ihm etwas Neues beibringen wollen. Insofern bin ich dankbar, dass der Großteil der Arbeit noch in der Schule erledigt wird.

Das führte auch dazu, dass wir unsere Unternehmungen am Nachmittag weitestgehend beibehalten konnten, was ich vorher nicht für möglich gehalten hätte. Sicherlich braucht es mehr Zeit, die Kinder an zwei Stellen einzusammeln und unser Zeitfenster bis zum Abendbrot ist etwas kleiner als früher, aber im Großen und Ganzen können wir ins Cafè und auf den Spielplatz gehen oder Freunde treffen, so dass noch für Bewegung und frische Luft am Nachmittag gesorgt ist. Das ist schön und sehr wichtig! Im Winterhalbjahr habe ich deutlich gemerkt, dass der Große körperlich nicht ausgelastet war. 3 x 45 Minuten Sportunterricht pro Woche reichen für einen 7-jährigen Jungen eben nicht aus, zumal er aus der Kita sehr viel Draußensein gewohnt war. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir nachmittags noch Zeit haben. Wir haben ihn auch bewusst für keinen einzigen Nachmittagskurs angemeldet, da er erstmal die ganzen Eindrücke und Veränderungen verarbeiten und mit seinem neuen Schulalltag zurechtkommen sollte.

Er hat schnell Freunde gefunden und ist integriert in den Kreisen seiner Altersgenossen. Da seine Klasse jahrgangsübergreifend ist, hat er auch Kontakt zu den Zweitklässlern bekommen. Insgesamt ist er in diesem Jahr unglaublich offen und selbstbewusst geworden, es ist der Wahnsinn, wie schnell er jetzt auch mit fremden Kindern eine Beziehung aufbaut und wie angesehen er ist. Lange Zeit mussten sämtliche Kontaktaufnahmen über uns Eltern laufen, jetzt findet er auch im Urlaub und auf dem Spielplatz meist schnell Spielgefährten. Besonders rührend ist, wie er in der Kita empfangen wird, wenn wir die Kleine abholen kommen: er wird sofort ins Fußballspiel integriert und kaum wieder hergegeben.

Dass er jetzt schreiben kann und wie er diese neue Fähigkeit nutzt, darüber habe ich in meinem Text Kleine Botschaften geschrieben. Wahnsinnig faszinierend und bewegend für mich! Rechnen konnte er schon vorher ganz gut, lesen kann er mittlerweile langsam, aber recht sicher, macht das aber nur ungern. Laut seiner Aussage ist er der erst- oder zweitbeste Erstklässler seiner Klasse. Als Zeugnis erhielt er eine 4-seitige Einschätzung ohne Noten, aber mit Kreuzen bei "besonders aufgeprägt, "gut ausgeprägt" etc., sortiert nach Bereichen und Fähigkeiten. Leider gab es keine Beurteilung in Textform, es hätte mich interessiert, wie seine Lehrerin über ihn schreibt. Unser einmaliges Elterngespräch mit ihr verlief seinerzeit sehr positiv und wertschätzend.

Ich und die Schule
 
Und wie bin ich selbst im System Schule und im Alltag einer Schulkindmutter angekommen? Ich muss sagen, das Schreckgespenst Schule hat mittlerweile seinen Schrecken verloren und ich habe meinen Frieden damit geschlossen, dass nun meine Kinder eines nach dem anderen in diesem Kreislauf drin sein werden. Mit einigen Dingen hadere ich immer noch, z.B. mit dem Thema des frühen Förderunterrichts, das uns zum Glück nicht betraf, aber andere Erstklässler durchaus beeinträchtigte und demotivierte. Ich hadere mit dem späten Mittagessen und dem Essensangebot, ich war teilweise echt entsetzt, wie selten und kurz im Winter rausgegangen wurde, und die relativ kurzfristig angesetzten Schließtage wegen Weiterbildung stellen berufstätige Eltern auch immer wieder vor Herausforderungen. Ansonsten fühle ich mich mittlerweile heimisch in der Schulumgebung und auch im Schulalltag.

Ich bin froh, dass wir uns für die wohnortnahe Einzugsgrundschule entschieden haben. Es ist nicht nur eine logistische Erleichterung mit zwei Kindern in unterschiedlichen Einrichtungen, sondern auch für die Kinder sehr wichtig, ihre vertrauten Wege zu gehen, sich in der Umgebung auszukennen und überall bekannte Kinder zu treffen. Bauchschmerzen bereitet mir lediglich die verkehrsreiche Straße, die er noch nicht allein überqueren soll, und schade finde ich, dass sich trotz guter neuer Freundschaften bisher kein neues soziales Netz gefunden hat, mit einem regelmäßigen Kindertausch, so wie es vor dem Wegzug seines besten Freundes der Fall war.

Obwohl er sein erstes Schuljahr toll gemeistert hat und wirklich nicht besser hätte sein können, fehlt mir bei meinem Großen oft die intrinsische Motivation und der Ehrgeiz, der über das Geforderte hinausgeht. Er ist perfektionistisch und will alles gut hinkriegen, was Außenstehende von ihm erwarten, aber es kommt nicht aus ihm selbst heraus. Mir fehlt, dass er sich selbst mal mit dem tollen Grundschullexikon beschäftigt oder sich selbst neue Dinge beibringt. Mir fehlt, dass er freudig erzählt, was er gelernt hat. Mir fehlt, dass er seine Brotdose und Trinkflasche mal ohne zu Meckern rausholt. Mir fehlt, dass er nicht so schnell das Handtuch wirft, wenn etwas nicht gleich klappt. Aber vielleicht erwarte ich da auch im Moment zuviel. In Anbetracht seiner unglaublichen persönlichen Entwicklung in diesem Schuljahr und wenn man bedenkt, welche Ängste und Sorgen ich hinsichtlich seines Schulstarts hatte, bin ich mehr als zufrieden, um nicht zu sagen total glücklich damit, wie alles gelaufen ist.

Er ist in der Schule angekommen - ich bin in der Schule angekommen. Das erste Schuljahr ist geschafft, es ist sehr schnell vergangen, viel schneller als die Kitajahre. Er hat viel neues gelernt, nicht nur in schulischer, sondern auch in sozialer und emotionaler Hinsicht. Er hat sich in einer neuen Umgebung und komplett anderen Struktur zurechtgefunden und diese Veränderungen großartig gemeistert. Er ist in jeder Hinsicht gewachsen und sehr viel offener und aufgeschlossener geworden. Insgesamt ist das Schuljahr für uns alle deutlich positiver verlaufen als erwartet und darüber sind wir alle froh.

Doch nun stehen erstmal 6 Wochen Sommerferien an, von denen der Große 4 Wochen auch tatsächlich frei hat. Er besucht die Großeltern, dann fahren wir in den Urlaub und danach haben wir ihn in einem Fußballcamp angemeldet, was er gern wollte. Die letzten beiden Wochen geht er in den Ferienhort, und dann wird er schon ein Zweitklässler sein. Unfassbar!

Donnerstag, 5. April 2018

WMDEDGT? am 5. April 2018 - Osterferien

Wir sind mitten bzw. schon fast am Ende der Osterferien. In der vergangenen Woche war ich mit den Kindern allein ein paar Tage im Urlaub. In dieser Woche sind nun die Großeltern 3 Tage hier, um den Großen zu betreuen, der nicht gern in den Ferienhort geht. Zuletzt waren sie zur Einschulung des Großen in Berlin, also im September 2017. Da die Kleine seit Ostersamstag etwas kränkelt, bleibt sie vorsichtshalber ebenfalls zuhause und die Großeltern bespaßen 2 ganze und einen halben Tag beide Kinder. Da der Große sich nach einer Impfung am Dienstag schonen soll, gibt es kein aufregendes Programm.

Um 7:45 Uhr kommen die Großeltern aus ihrer nahegelegenen Ferienwohnung, damit ich zur Arbeit fahren kann. Um 8 Uhr breche ich auf, obwohl es mir nicht besonders gut geht. Aber mit 4 Leuten zuhause kann ich mich auch nicht wirklich ausruhen;-). Die Großeltern spielen mit den Kindern in der Wohnung und laufen dann zu einem kleinen See, wo man Minigolf spielen kann. Der Große wird als Sieger gekürt (zum Glück, denn er kann gerade wieder extrem schlecht verlieren), es wird am See Mittag gegessen und gegen 14:30 Uhr kommen sie wieder nach Hause. Dorthin bin ich mittlerweile von der Arbeit zurückgekehrt und mache mir etwas zu essen. Auch die Kinder haben noch Hunger.

Wir verabschieden die Großeltern, die um 15 Uhr zurück in ihren Wohnort fahren. Die Kinder sind ziemlich kaputt, also ruhen wir uns erstmal alle etwas aus. Danach fängt es an zu regnen und wir spielen und puzzeln. Der Große fängt gleich wieder an zu stänkern und zu motzen. Das habe ich in den 3 Tagen wahrlich nicht vermisst! Als der Regen aufhört, gehen wir noch kurz raus. Ich muss zur Packstation, um ein Paket abzuholen. Die Kinder nehmen ihre beiden Roller mit. Der Große hat nämlich vom Osterhasen endlich auch einen Roller* bekommen und will zukünftig damit zur Schule fahren, wie viele Grundschüler. Die Kleine hat ja seit letztem Jahr ihren "fun pro"-Roller, den sie sehr liebt und um den es oft Streit gab.


Da die Kinder Spaß haben, fahren wir noch eine kleine Runde Richtung Park und bleiben recht lange draußen. Es ist total leer und sehr viel kühler als gestern. Zuhause essen wir Abendbrot und dann bringe ich die Kinder ins Bett. Um 20:30 Uhr ist Feierabend und ich hoffe, dass es mir morgen besser geht. Dann steht schon das letzte Ferienwochenende vor der Tür und am Montag beginnt hier wieder die Schule. Wahnsinn, bis zu den Sommerferien sind es nur noch 3 Monate und dann ist schon das erste Schuljahr geschafft. Die Zeit rennt...

Mehr #wmdedgt findet ihr wie immer bei Frau Brüllen.

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Samstag, 30. Dezember 2017

Mein Jahresrückblick 2017

Auch in diesem Jahr möchte ich das vergangene Jahr Revue passieren lassen und verlinke euch die charakteristischsten Beiträge dazu, falls ihr nochmal den einen oder anderen nachlesen wollt. Die größte Veränderung in diesem Jahr im Vergleich zum Jahr 2016 war der Schulstart meines Großen im September, der viel besser als befürchtet verlief. Absolute Highlights für mich waren die Mutter-Kind-Kur mit dem Großen im Frühjahr sowie meine ersten beiden Kurztrips allein, seit ich Mama bin.

Im Januar starteten wir nach den Weihnachtsferien wieder in unseren Rhythmus und hatten immer noch mit den Nachwehen des durch die Kita abgeschafften Mittagsschlafes der Kleinen zu kämpfen. Am Ende des Monats hatte sie eine kleine OP unter Vollnarkose, was viele Sorgen in uns hervorrief. Es ging aber zum Glück alles gut.

Im Februar absolvierte ich mit dem Großen seine Einschulungsuntersuchung, die bestens verlief. Ich schrieb darüber, dass ich eine andere Mutter geworden bin als gedacht und wir verbrachten am Ende des Monats ein Winter-Wochenende an einem See.

Im März feierte der Große seinen 6. Geburtstag, ich besuchte zum ersten Mal mit ihm eine Kinovorstellung und ließ euch an den Planungen und Vorbereitungen für unsere Mutter-Kind-Kur auf Usedom teilhaben, die am 22. März startete. Das war sehr aufregend im Vorfeld, denn ich fuhr mit dem Großen allein und die Kleine blieb mit dem Papa zuhause. Einen Zwischenstand von der Kur verbloggte ich auch. Wir hatten eine sehr schöne Zeit auf Usedom und kehrten erst kurz vor Ostern zurück.


Im April besuchten uns die Kleine und der Mann auf der Kur, ich schrieb danach einen ausführlichen Erfahrungsbericht mit allen Facetten unserer Mutter-Kind-Kur und kämpfte mit der Umstellung auf den Alltag zuhause und in der Großstadt. Dies habe ich später nochmal in einem ehrlichen Beitrag über den Großstadtkoller und weitere Nachwehen aufgearbeitet.

Im Mai feierte die Kleine ihren 4. Geburtstag und absolvierte ihre U8, die eine traurige Erkenntnis brachte: durch die Trennung von mir während meiner Mutter-Kind-Kur hatte sie eine Stress-Neurodermitis entwickelt. Das rief ein unheimliches schlechtes Gewissen in mir hervor und trotzdem halte ich es immer noch für die richtige Entscheidung, ohne sie zur Kur zu fahren. In den Wochen nach meiner Rückkehr ließ die Neurodermitis langsam nach und ist im Moment komplett verschwunden, aber die Angst bleibt natürlich, dass sie so stark körperlich auf Stress- und Ausnahmesituationen reagiert.

Am Ende des Monats fuhren wir in einen Frühlingsurlaub, dessen Highlight der Besuch des Playmobil-Funparks war. Leider hatte die Kleine ausgerechnet an diesem Tag Magen-Darm, wovon wir dann nach unserer Rückkehr nach Hause alle betroffen waren.

Im Juni verreiste ich zum ersten Mal, seit ich Mama bin, allein und war 2,5 Tage weg. Ich verbrachte einen Kurztrip in Prag, der einerseits unglaublich toll war, weil ich es wirklich endlich geschafft hatte, allein wegzufahren, andererseits leider noch durch Magen-Darm-Nachwehen beeinträchtigt war, so dass das Genießen nicht ganz klappte. Außerdem richteten wir der Kleinen mit nun 4 Jahren ein eigenes Kinderzimmer ein und der Große fuhr auf seine dritte und letzte Kitafahrt.

Im Juli endete die Kitazeit des Großen ausgerechnet an meinem eigenen Geburtstag und ich teilte meine Sorgen und Befürchtungen, seinen nahenden Schulstart betreffend, mit euch. Ich schrieb mir die Veränderungen, die die Kleine, mein ehemaliger Sonnenschein, schon seit geraumer Zeit durchmachte, von der Seele und klagte, dass wir kurz vor unserem gemeinsamen Sommerurlaub eigentlich alle eine Pause voneinander bräuchten.


Der August begann mit dem für mich emotionalsten Beitrag dieses Jahres: "Mama, wo warst du denn da auf dem Foto?". Danach fuhren wir in unseren Sommerurlaub an die Ostsee und hatten endlich mal Glück mit dem Wetter. Es war ein richtiger Sommerurlaub, wenn auch nicht ganz unanstrengend.

Mit der Kleinen machte ich danach noch einen Kurztrip, um ihr etwas Exklusivzeit zu geben. Es half leider nichts. Der Große verbrachte noch eine Woche bei den Großeltern und dann startete er im Ferienhort seiner Schule. Leider hatte er nach nur 5 Tagen im Ferienhort einen Unfall, bei dem er sich das Nasenbein brach. Das war sehr unglücklich, aber ansonsten verlief der Start problemlos und zufriedenstellend.

Im September stand das große Ereignis an: die Einschulung des Großen. Es war ein sehr schöner, aufregender und trotzdem ruhiger Tag und ich war glücklich, dass die Zeit des Bangens nun vorbei war und es endlich in der Schule losging. Nach den beiden ersten Schulwochen zog ich ein Fazit, das positiver ausfiel als gedacht. Auch verlor der Große seine ersten Milchzähne.

Im Oktober konnte ich trotz einer doofen Schnittwunde am Fuß, mit der ich tagelang kaum laufen konnte, in einen zweiten Kurztrip allein verreisen. Mich zog es zurück nach Usedom und ich blieb 2 Tage allein in einem Hotel im Ort meiner Mutter-Kind-Kur. Das war dringend nötig und soll im nächsten Jahr unbedingt wiederholt werden. Dann standen schon die ersten Ferien für meinen Großen an und ich fasste nochmal zusammen, was in meinen Augen zu seinem erfolgreichen Schulstart beigetragen hat. Das war nicht zuletzt der Verbleib in seinem vertrauten Umfeld. Ich klagte über unser frustrierendes Gartenjahr 2017 und dann flogen wir in unseren Herbsturlaub nach Mallorca, der wettermäßig phantastisch, aber leider wahnsinnig nervenaufreibend war.

Im November hatte der Große Schwierigkeiten, sich wieder auf den Schulalltag einzustellen. Ich schrieb über meine Schlafprobleme, die schon lange andauern, über die Angst vor der eigenen Endlichkeit und feierte meinen dritten Blog-Geburtstag. Außerdem schaffte die Kleine ihre erste Kita-Übernachtung, was wir nicht für möglich gehalten hatten. Der beste Freund des Großen zog weg und wir verloren damit nun auch unsere letzte entlastende Familie.

Im Dezember hatte ich Probleme mit den Nachwehen einer Zahn-OP, stellte euch einige Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt 2018 vor und erzählte, dass wir es bis zu diesem Jahr ohne Adventskalender geschafft hatten. Über die Weihnachtstage waren wir zum ersten Mal mit den Kindern verreist und empfanden dies als angenehm. Danach waren erstmals beide Kinder parallel 2 Tage bei den Großeltern - eine Sensation und nach fast 7 Jahren komplette Stille zuhause! Als Jahresabschluss befragte ich 9 Bloggerinnen zu ihren Vorsätzen für 2018 in Hinblick auf das wichtige Thema Selbstfürsorge als Mama und machte mir selbst auch Gedanken darüber.

Ich bin sehr froh darüber, dass ich die Mutter-Kind-Kur verwirklicht habe und auf Usedom eine wunderbare Zeit mit dem Großen hatte. Ich bin erleichtert, dass der Schulstart des Großen weitaus positiver verlaufen ist als befürchtet. Und ich bin dankbar, dass die Kinder nur selten und kurz krank waren. Ich hoffe, dass die Kleine endlich wieder zu mehr Ausgeglichenheit zurück findet. Doch auch sie hat große Fortschritte in diesem Jahr gemacht. Sehr glücklich gewesen bin ich über die Auszeiten allein, in denen ich wieder Kraft tanken konnte für mein Mamasein. Nach den Meilensteinen in diesem Jahr möchte ich die Selbstfürsorge nie mehr aus den Augen verlieren.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und ein gesundes, achtsames und erfüllendes Jahr 2018!

Bildquelle: Pixabay

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade "Mein Jahresrückblick 2017" von Familie Nimmerland.

Mittwoch, 22. November 2017

Unser Ergobag Schulranzen: Fazit nach den ersten Schulwochen

Die letzten Wochen waren aufregend, denn wir haben nun endlich ein Schulkind! Mein Großer ist nun ein stolzer Erstklässler und trägt jeden Tag seinen ergobag-Schulranzen auf dem Rücken. 8 Wochen Schule und 2 Wochen Ferien liegen hinter uns. 8 Wochen, in denen wir uns alle an neue Weckzeiten, Brotdosen zubereiten, Hausaufgaben und eine neue Tagesroutine gewöhnen konnten. Und der Große seinen neuen Schulranzen testen konnte.

Die Wahl des richtigen Schulranzens

Im November 2016, also ein dreiviertel Jahr vor der Einschulung, fuhren wir mit unserem Großen in ein großes Schulranzengeschäft, um Schulranzen zu testen. Ich glaube, wir waren recht früh dran. Ich hatte mich vorher schon etwas informiert, welche Ranzen am besten für Kinderrücken sind und wo Vor- und Nachteile liegen, und zwei verschiedene Schulranzen in die engere Auswahl genommen, darunter ergobag. Aber wir wollten die Ranzen am Rücken des Großen sehen und schauen, wie er klarkommt. Er ist sehr schmal, aber groß. Glücklicherweise gefielen ihm die ergobag-Schulranzen nicht nur, sondern sie wirkten aufgrund ihrer Schmalheit auch am passendsten für seinen Rücken und er kam gut mit ihnen klar. Die prinzipielle Entscheidung für einen ergobag Cubo war gefallen.

Copyright: Ergobag

Dank der Kooperation mit ergobag suchten wir uns dann zuhause in Ruhe ein Modell aus. Seine Wahl fiel auf den ergobag Cubo KoBärnikus, der uns auch allen gefiel.


Als das Paket kam, waren alle sehr begeistert. Beide Kinder probierten den Ranzen gleich an und bestaunten die Kletties. Das Schulranzen-Set besteht aus Schulranzen, Federtasche, Schlampermäppchen, Turnbeutel und Klettis.


Wir testeten alle Teile durch und füllten den Schulranzen in verschiedenen Varianten. Ich hatte Bedenken, dass alle Schulbücher und Hefte Platz darin finden würden, aber glücklicherweise dürfen die Grundschüler bei uns ihre Bücher und Hefte in der Schule lassen. Es wird somit nur die Postmappe, das Mitteilungs- bzw. Hausaufgabenheft und ein Übungshefter hin- und hertransportiert. Was mir besonders zusagte, war die Stabilität des ergobag Cubo. Er kippte und fiel nicht und die Außenhülle war schön fest und stabil. Wichtig für Schulanfänger!



Das Besondere am Ergobag

Ergobag wirbt mit seinen 4 WOW-Faktoren: Ergonomie, Individualität, Nachhaltigkeit und Sichtbarkeit.

Durch ihr speziell entworfenes Ergonomie Prinzip verlagert der Schulranzen sein Gewicht auf den stabileren Beckenbereich, dies geschieht durch die breiten Beckenflossen am Schulranzen. Bei der Konzeption von Schulranzen liegt der Fokus des Teams von Ergobag in erster Linie auf rückenschonenden Eigenschaften. Aus diesem Grund orientieren sie sich hauptsächlich am Beispiel von Trekking-Ausrüstungen und kombinieren Eigenschaften, die zu einem klassischen Schulranzen gehören mit den innovativen Eigenschaften einer Trekking-Ausrüstung.

Die nächste Besonderheit, die Individualität, liegt auf der Hand. Genauer gesagt auf dem Auge. Der Schulranzen ist nach Lust und Laune umzugestalten. Durch die Kletties lässt er sich in ein neues Design verwandeln. An jedem ergobag sind passende Kletties angebracht, die man jederzeit austauschen kann. Sogar mit eigenen Fotos kann man die Kletties individualisieren.

Der Schulranzen von ergobag wird nachhaltig produziert. Genau genommen bedeutet dies, dass die Ranzen aus recycelten PET-Flaschen hergestellt werden. Auf diese Art und Weise bekommt Plastik eine ganz neue Bedeutung. Bis jetzt haben 31,3 Millionen PET-Flaschen eine neue Bestimmung gefunden und gleichzeitig wird die Umweltbelastung verringert.

Einer der wichtigsten Faktoren ist das Thema Sichtbarkeit. Rund herum eingearbeitetes Reflektormaterial sorgt dafür, das die Kinder im Straßenverkehr schneller und einfacher gesehen werden. Zudem gibt es ein dreiteiliges Sicherheitsset, das Schüler in der Dämmerung zusätzlich schützt. Wir haben uns dieses zusätzlich gekauft und an den Seiten angebracht. Dadurch gewinnt man gleichzeitig die Möglichkeit, die Trinkflasche außerhalb des Ranzens zu verstauen.

Der Test

Der Große hat seinen Ranzen nun seit einigen Wochen in Gebrauch und ist begeistert. Nicht nur ist er optisch wirklich ein Hingucker, sondern auch sehr bequem und vor allem widerstandsfähig. Schließlich gehen Erstklässler meist nicht gerade pfleglich mit ihrem Ranzen um. Mit seinem Gewicht von 1.100 g liegt er im unteren Bereich der vergleichbaren Schulranzen. Lustigerweise haben in der Klasse des Großen zwei andere Kinder den identischen Cubo KoBärnikus. Es musste also unbedingt für Unterscheidungsmöglichkeiten gesorgt werden. Das eine Kind hat Kletties mit Fotos und mein Großer eben die Sicherheits-Seitentaschen. Das klappt gut.

Wenn das Kind wächst, sollte der Sitz des Ranzens angepasst werden. Hier bietet ergobag die Möglichkeit, den Ranzen stufenlos auf die Körpergröße (zwischen 1 und 1,50m) einstellen zu können, wobei die Größenangaben auf der Rückseite des Schulranzens die Einstellung erleichtern.

Dank breiten Beckengurten und verstellbaren Brustgurten kann der Schulranzen optimal auf die kindliche Körperform angepasst werden. Die atmungsaktive Rückenpolsterung verspricht auch im Sommer ein geringes Schwitzen. Die Verschlussschnalle lässt sich zwar leicht öffnen und die Konstruktion finde ich persönlich gut für Kinder, aber jetzt nach einigen Wochen hakt sie ab und mal. Ansonsten sind alle Clips und Reißverschlüsse sehr leicht zu bedienen.


Auch das Zubehör bewährte sich. Der Sportbeutel kann sogar mit Clips am Ranzen befestigt werden, so dass er nicht noch extra in der Hand getragen werden muss. Bei uns kann er zum Glück in der Schule bleiben.

Wir haben ergänzend zum Ranzenset noch eine ergobag Trinkflasche, einen Brustbeutel und eben das Sicherheitsset zum Anzippen gekauft. Es gibt z.B. auch einen Regenschutz oder richtige Sporttaschen. Alles wirkt sehr durchdacht und praxiserprobt. Ich bin mir sicher, dass unser ergobag uns lange Freude machen wird. Regenfest ist er übrigens auch.


Wir sind äußerst zufrieden mit dem ergobag Cubo KoBärnikus, und wenn ihr selbst einen hochwertigen, soliden, nachhaltigen und dazu noch optisch schönen Schulranzen für euer Kind sucht, kann ich euch die ergobag Ranzen absolut empfehlen.
 



Dieser Beitrag ist eine Kooperation mit ergobag. Wir erhielten das beschriebene Schulranzen-Set gratis.

Dienstag, 14. November 2017

Dritter Blog-Geburtstag mit Verlosung

 Bildquelle: Pixabay

Heute feiere ich mich selbst, denn mein Blog ist nun 3 Jahre alt! Happy Birthday to me und danke an euch alle, die ihr hier so treu mitlest und kommentiert! Am 14. November 2014 veröffentlichte ich meinen ersten Text Ich sollte nicht ins Kino gehen und schrieb von da an mehr oder weniger regelmäßig Geschichten aus unserem Alltag, meine Gedanken über Elternschaft und meine Kinder, Erinnerungstexte, Buchrezensionen, Reiseberichte und hin und wieder auch einen Kooperationstext.

Mittlerweile habe ich nun mit meinem Großen, der bei Blogstart 3 3/4 Jahre alt war, seit diesem Jahr ein Schulkind und meine Kleine, die damals gerade mal 1 1/2 Jahre zählte, wird nächstes Jahr schon ein Vorschulkind sein. Was die Kinder angeht, so hat sich in den letzten 3 Jahren sehr viel verändert, sie haben sich unheimlich entwickelt und es ist wahnsinnig interessant, zu verfolgen, wie sie sich verändern, welche Charakteristika geblieben, welche neu dazugekommen sind und wie sich diese beiden Individuen entwickeln. Auch meine eigenen Prognosen und Einschätzungen muss oder darf ich immer wieder korrigieren im Leben mit ihnen: während z.B. der Schulstart des Großen weitaus glimpflicher verlaufen ist als befürchtet, durchlebt die Kleine und wir mit ihr seit geraumer Zeit eine sehr anstrengende Phase, was ich niemals für möglich gehalten hätte. Man lernt die Kinder immer wieder neu kennen und wird von manchem positiv, von anderem negativ überrascht. Kontinuität und Verlässlichkeit gibt es kaum im Leben mit meinen Kindern und sie fordern eine große mentale Flexibilität von uns Eltern. Allerdings merke ich, dass ich, je älter die Kinder werden, durchaus zurückhaltender als früher über diese Entwicklungen berichte. Ich denke, das ist normal. Einiges flechte ich in die Geschichten aus unserem Alltag mit ein, anderes wird nachträglich oder halt gar nicht erzählt.

Im Gegensatz zu den Veränderungen bei den Kindern hat sich in unserem äußeren Leben in den letzten 3 Jahren seit Blogstart nichts verändert, die Arbeits- und Wohnsituation sind gleich geblieben, die fehlende Entlastung ist weiterhin ein großes Thema für mich, auch wenn es mit dem Älterwerden der Kinder sukzessive etwas einfacher wird, und mein Mamasein, meine Mutterschaft, meine Gefühle und Gedanken als Mama sind überwiegend auch gleich geblieben, das wird mir immer wieder bewusst, wenn ich meine alten Texte lese. Ich würde sagen, bis heute ist es nicht so, dass mir das Mamasein leicht fällt, auch wenn der Alltag funktioniert und auch Krisensituationen mittlerweile viel besser gemanaged werden als früher. Aber ich habe irgendwie akzeptiert, dass dieses Gefühl wohl für immer zu meinem Mamasein dazugehören wird und vielleicht schreibe ich deshalb auch kaum noch darüber. Ich denke, ihr lest es trotzdem zwischen den Zeilen...

Nun aber möchte ich meinen dritten Blog-Geburtstag mit euch feiern! Ich danke euch von ganzem Herzen für eure Lesertreue, euer Mitfiebern, euer Mitleiden, euer Mitdenken, die Kommentare, Mails, Herzchen und Likes. Laut der blogeigenen Statistik hatte ich seit Blogstart fast 500.000 Seitenaufrufe, laut Google Analytics immerhin ca. 345.000. Das sind unglaubliche Zahlen! Danke für einen tollen Austausch, der immer noch - neben dem Niederlegen der eigenen Gedanken - einer meiner Hauptbeweggründe für das Bloggen ist. Danke dafür, dass ich durch euch immer wieder merke, wie viele Gleichgesinnte bzw. ähnlich empfindende Mamas es gibt. Ich freue mich auf das nächste Blogjahr und habe nun auch etwas für euch!

Verlosung

Als Dankeschön für eure Treue möchte ich an euch die beiden tollen Henry-Bücher für hochsensible Kinder von Petra Neumann verlosen. Ihr wisst, dass das Thema hochsensible Kinder in meinem Blog eine Rolle spielt und ich diverse Bücher zum Thema rezensiert habe (siehe hier). Wenn ihr wissen wollt, worum es in den Henry-Büchern geht, dann lest mal hier nach.

Es sind Bücher für hochsensible Kinder im Grundschulalter, die erklären, ermutigen und anleiten sollen, damit Kinder besser mit ihrer Hochsensibilität, ihrer "Superfühlkraft", umgehen können. Ich finde sie wunderbar lebensnah und undogmatisch und besonders auch für Eltern hochsensibler Kinder eine große Bereicherung. Schaut auch mal auf der Webseite von Petra Neumann vorbei, sie schreibt tolle bodenständige Texte voller Herz, die zur Verbreitung und Vermittlung des Themas "hochsensible Kinder" beitragen!

Ihr könnt gewinnen:

1.  "Henry mit den Superkräften ... oder - warum in jedem Kind ein Held steckt"* von Petra Neumann, erschienen im Januar 2015

ODER

2.  "Das Handbuch für SuperFÜHLkrafthelden. Henry und Johanna öffnen ihre Trickkiste"* von Petra Neumann, erschienen im April 2016


Beide Gewinne sind natürlich neu und unbenutzt und wurden mir für die Verlosung von der Autorin zur Verfügung gestellt. Um in den Lostopf zu hüpfen, hinterlasst mir bitte hier auf dem Blog einen Kommentar, in dem ihr euch kurz vorstellt und erzählt, wie ihr das Mamasein empfindet. Gern könnt ihr auch schreiben, welche Themen euch besonders interessieren/ berühren und natürlich bitte nicht vergessen, welches der beiden Bücher ihr gern gewinnen möchtet. Es kann ja sein, dass ihr schon eines habt;-). Zusätzlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir auf Facebook folgt und die Verlosung teilt. Ist aber keine Bedingung. Bitte gebt euren Namen an!

Die Verlosung läuft bis zum 19. November 2017, 23:59 Uhr. Unter allen bis dahin eingehenden Kommentaren werden die beiden GewinnerInnen ausgelost und hier per Kommentar sowie auf Facebook bzw. Twitter bekanntgegeben. (Ich sehe keine Mailadressen, kann euch also nicht per Mail benachrichtigen.) Beide Gewinne werden direkt von mir versendet, d.h. eure Adresse landet nur bei mir. Die Verlosung steht in keinem Zusammenhang mit Facebook. Versand nur innerhalb Deutschlands. Mindestalter 18 Jahre. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Viel Glück!

Vielen Dank an die Autorin Petra Neumann für die Verlosungsexemplare.

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Freitag, 20. Oktober 2017

Die ersten Ferien!

Die ersten Ferien für meinen Großen! Wahnsinn, wie schnell die 6 Wochen seit seiner Einschulung vergangen sind. Ich erinnere mich, wie elend lang für mich als Kind die Schulwochen immer waren und wie weit entfernt die nächsten Ferien schienen. Kinder haben ja doch eine ganz andere Zeitwahrnehmung als Erwachsene. Nun, da ich selbst Mama eines Schulkindes bin, staune ich, wie rasant die Wochen verflogen sind. Aber vor allem staune ich darüber, wie ruhig und problemlos die Umstellung geklappt hat und wie ausgeglichen der Große ist. Das hätte ich niemals so erwartet.

Ich habe erwartet und wurde auch von vielen Seiten darauf vorbereitet, dass die ersten Wochen schwierig und anstrengend werden und es mindestens bis zu den Herbstferien, oft sogar bis zum Ende des ersten Halbjahres, dauern würde, bis sich das eingeschulte Kind und alle Familienmitglieder an die Veränderungen, die neuen Anforderungen, den anderen Rhythmus gewöhnt hätten. Ich habe wahlweise mit völliger Überforderung und Überreizung, mit Aggressionen, mit Wut, mit Verzweiflung, mit Unlust und Boykott oder auch mit Apathie gerechnet und mich auf eine lange, anstrengende Zeit des Tröstens, Ausgleichens und Aufmunterns eingestellt. Ich hatte Angst davor, wieder der Puffer für viele negative Emotionen des Großen zu werden, wie schon so oft. Und ich hatte natürlich auch befürchtet, dass er meine Angst und Skepsis spüren würde.

Nichts davon ist eingetreten. Ich kann es selbst bis heute nicht glauben und erwartete täglich ein Platzen der Bombe, ein Ausrasten, ein Verweigern oder Zusammenbrechen von ihm. Ich erwartete ein Auf und Ab der Emotionen und Stimmungen, Müdigkeit und Erschöpfung, Verwirrung, Überforderung, Frust und Tränen. Dass es anders gekommen ist, finde ich unglaublich toll. Er ist da so pflegeleicht durchgegangen, dass wir, abgesehen vom organisatorischen Kram, fast nichts von der Veränderung gemerkt haben. Überhaupt, schon der Begriff "pflegeleicht" in Zusammenhang mit einer Umstellung im Leben des Großen liest sich fast unglaublich.

Ich glaube weiterhin, dass einen großen Anteil daran das Verbleiben in seinem gewohnten Umfeld inklusive vertrauter Freunde und anderer Kinder hatte. Das macht für Charaktere wie ihn unheimlich viel aus und ich bin froh, dass ich das als eines der ausschlaggebenden Kriterien für die Anmeldung auf der normalen Einzugsgrundschule herangezogen habe. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie verlassen und einsam er sich allein auf einer fremden Schule, in einer völlig neuen Umgebung gefühlt hätte. Er ist nicht der offene Typ, der schnell neue Kontakte knüpft und auf andere zugeht. Hier an seiner Schule geben ihm die Kinder, die er kennt (und das sind nur einige wenige unter 600 Schülern) Halt und er konnte dadurch auch schon ein paar neue Freunde finden. Das ist für mich schön zu sehen.

Er hält mit seinem neuen Wissen, seinen erlernten Kenntnissen und neuen Abläufen ziemlich hinter dem Berg und sprudelt nicht automatisch alles heraus, was er am Tag gelernt und erlebt hat. Manche Fragen über den Schulalltag, die ich ihm so stelle, kann er gar nicht beantworten. Ich denke, sein Gehirn schützt sich vor zuviel Input, indem es alles ausblendet, was nicht direkt "lebensnotwendig" im Schulleben für ihn ist. Das ist okay, ich kenne das selbst auch. Er ist aber ganz stolz, wenn wir seine Aufgabenblätter, bei denen er meist volle Punktzahl erreicht, aus seiner Postmappe rausholen und anschauen. Das Lesen und Schreiben lernen schreitet ganz langsam voran, aber auch das finde ich völlig in Ordnung, ich bin da komischerweise gar nicht so ungeduldig wie sonst. Seine Lehrerin wird es ihm schon beibringen. Bis jetzt gibt es keine Probleme oder Sorgen. Ich würde mir wünschen, dass die Klasse öfter und länger nachmittags rausgeht, aber das ist eben erzieherabhängig. Noch wichtiger ist mir, dass darauf geachtet wird, dass die Hausaufgaben im Hort erledigt werden, und das ist glücklicherweise der Fall. Denn dann kann ich beruhigt nachmittags mit den Kindern genau wie bisher auf den Spielplatz oder in den Park gehen.

In den 6 Wochen seit seiner Einschulung hat er die ersten beiden Milchzähne verloren. Er ist mit einem Nasenbeinbruch gestartet und kann mittlerweile wieder alles regulär mitmachen. Er geht allein (oder mit anderen Kindern) das letzte Stück des Weges bis hoch in seinen Klassenraum, hat aber keine Ambitionen, die darüber hinaus reichen. Er erledigt seine Aufgaben wunderbar, macht aber nichts Zusätzliches. Ich sehe, was ich schon länger wahrnehme, nämlich dass er kaum Ehrgeiz hat, sich selbst etwas Neues beizubringen oder etwas zu machen, was über die Anforderungen hinausgeht. Selbst im Rechnen, was ihm liegt, versucht er nicht selbstständig voranzukommen. Aber solange er die Anforderungen erfüllt, sich Mühe gibt und nicht unwillig dabei ist, bin ich auch zufrieden. Spezielle Interessen und damit eine intrinsische Motivation kommen vielleicht im Laufe der Zeit. In den letzten Wochen ging es vor allem darum, diese große Umstellung so reibungslos wie möglich zu gestalten.

In der ersten Ferienwoche wird er 2 Tage in den Ferienhort gehen, an den restlichen Tagen ist er anderweitig verplant. Und am nächsten Freitag fliegen wir für eine Woche in den Urlaub, da die Kita in der 2. Ferienwoche ebenfalls geschlossen ist. Juhu, wir freuen uns. Und dann beginnt der nächste Abschnitt unseres Schulkindes!

Samstag, 14. Oktober 2017

Förderunterricht für Schulanfänger?

Vor kurzem hatten wir das erste Eltern-Kind-Treffen der Schulklasse unseres Großen. Wir fanden uns informell im Park zusammen, um uns ein wenig kennenzulernen. Abgesehen davon, dass nur ca. die Hälfte der Eltern und Kinder anwesend war und ich mir nur wenige Namen merken konnte, war es trotzdem recht interessant. Mein Großer erzählt ja nicht viel vom Schulalltag und so erfuhr ich einige Dinge, die ich noch nicht wusste. Zum Beispiel, dass seit kurzem zwei Kinder schon Förderunterricht hatten.

Eine Mama berichtete, dass sie ziemlich überrascht, um nicht zu sagen geschockt war, weil ihre Tochter kaum 4 Wochen nach der Einschulung schon eine "Einladung" zum Förderunterricht in der Postmappe hatte. Sie erzählte auch, dass ihre Tochter das nicht gut verkraftet hatte, sondern sich nun "schlechter" und unter Druck gesetzt fühlen würde. Und das alles schon kurz nach Schulstart! Ich war auch überrascht, als ich dies hörte, hätte ich doch nie damit gerechnet, dass so schnell Leistungsdruck aufgebaut wird und "schlechtere" Schüler gefördert werden. Ich muss ehrlich sagen, ich wäre ziemlich perplex gewesen, wenn solch ein Schreiben in unserer Postmappe gewesen wäre und mein Großer nun zum Förderunterricht müsste.

Bildquelle: Pixabay

Der Förderunterricht findet bei uns vor dem regulären Unterricht statt, d.h. startet um 7:25 Uhr. Um 8 Uhr beginnt der normale Schulalltag. Die betroffenen Kinder haben also noch einen längeren Unterrichtstag und merken natürlich, dass sie herausgepickt wurden, weil irgendwas nicht so ganz läuft, wie es optimalerweise laufen sollte. Prinzipiell finde ich es gut, wenn die Pädagogen mit ihrer Erfahrung individuell auf die Kinder schauen und diejenigen unterstützen, denen gewisse Dinge schwerer fallen als anderen. Wir wissen alle selbst, dass es oft nicht ausreicht bzw. nicht funktioniert, wenn die Eltern ihre Kinder zum regelmäßigen Üben anhalten. Viele Kinder reagieren auf die Bemühungen ihrer Eltern mit Abwehr oder machen dicht. Außerdem sind Eltern keine Pädagogen, haben oft wenig Zeit und noch weniger Geduld. Insofern ist es sicherlich sinnvoll, diese "Nachhilfe" in der Schule, von der Klassenlehrerin zu bekommen.

Allerdings war ich (und nicht nur ich) wirklich überrascht, dass damit schon 4 Wochen nach der Einschulung begonnen wird. Sollten die Kinder nicht erstmal ganz langsam den Schulalltag kennenlernen und nach und nach ans Lesen, Schreiben, Rechnen und die Anforderungen des Schulsystems herangeführt werden? Sollte man nicht erstmal Wert auf das Zusammenwachsen der Klasse legen, anstatt einige Kinder nun schon zu stigmatisieren? Kann man so früh überhaupt merken, ob ein Kind wirklich Defizite hat oder vielleicht lediglich noch an der Umstellung auf die Schule zu knabbern hat? 4 Wochen sind wirklich kein langer Zeitraum, die Kinder müssen soviel Neues verarbeiten, und sollen dann noch nach so kurzer Zeit ein bestimmtes Leistungsniveau erfüllen? Das finde ich persönlich ungut.

Andererseits gibt es sicherlich Kinder, die tatsächlich von Anfang an elementare Schwierigkeiten auch mit den einfachsten Schreibanforderungen haben oder nicht mal geometrische Formen erkennen und zuordnen können. Für diese Kinder ist es dann tatsächlich gut, wenn sie schon früh individuell gefördert werden, bevor der Abstand zum Rest der Klasse zu groß wird. Aber kann man das wirklich unterscheiden? Manche Kinder sind einfach schüchtern und zeigen vielleicht nicht ihr wahres Leistungsvermögen. Manche funktionieren unter Druck nicht so gut. Und andere konzentrieren sich möglicherweise am Anfang erstmal auf das ganze soziale Gefüge, bevor sie bereit sind zu lernen. Eine schwierige Gratwanderung, das als Pädagoge zu unterscheiden, und sicherlich auch für die betroffenen Eltern dieser Kinder nicht immer nachvollziehbar.

Die Tochter der Mama, die dies erzählte, fühlt sich jedenfalls schon jetzt verunsichert durch diese Sonderstellung. Diese Verunsicherung äußert sich durchaus auch als Schulunlust und Abwehrhaltung. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei meinem Großen ganz ähnlich wäre, wenn es ihn betreffen würde. Ist so etwas nötig, wenige Wochen nach Schulstart? Ich meine nein, aber ich bin keine Pädagogin. Ich kenne auch nicht die genauen Beweggründe und Umstände, die dazu geführt haben. Ich kann nur hoffen, dass nicht nach einem starren vorgegebenen Schema geurteilt, sondern individuell eingeschätzt wurde. Dass die Förderung für diese Kinder also wirklich unbedingt nötig ist. Ansonsten finde ich persönlich es wichtiger, den Erstklässlern so lange wie möglich die Freude am Lernen und die Lust, in die Schule zu gehen zu erhalten. Auch wenn vielleicht noch nicht alles so perfekt läuft. Aber das muss es doch auch gar nicht. Schließlich sind sie gerade erst in die Schule gekommen!

Was meint ihr dazu?

Mit diesem Text bewerbe ich mich für den scoyo ELTERN! Blog Award 2018. Drückt mir die Daumen!

Dienstag, 19. September 2017

Unsere Geschenke zur Einschulung

Bevor alle Geschenke, die der Große zu seiner Einschulung bekommen hat, in den Untiefen seines Kinderzimmers verschwinden, möchte ich sie euch noch zeigen. Vielleicht ist ja die eine oder andere Idee für euch mit dabei. Ich hatte mir dafür übrigens eine Liste bei Amazon angelegt, die ich über Wochen mit Anregungen befüllt hatte, um dann die endgültigen Geschenke herauszusuchen. So entstand am Ende keine Panik, sondern es war sogar zuviel vorhanden, was ich aber gut für die nächsten Geburtstage von Freunden des Großen nutzen kann.

Da zur Einschulung nur meine Eltern zu Besuch kamen und wir auch sonst kaum Geschenke erwarteten, hatten wir vorab beschlossen, dass der Große zu diesem Anlass durchaus auch ein paar größere Dinge von uns und den Großeltern bekommen kann. Da war zum einen dieses tolle Grundschullexikon* vom Duden Verlag, das ich vor kurzem schon in einem gesonderten Beitrag vorstellte. Ich finde es super und denke, das Lexikon wird in den nächsten Jahren noch oft zum Einsatz kommen.

Des Weiteren bekam er, da er aktuell im Nexo Knights und Ninjago-Fieber ist, das Lego Nexo Knights Buch der Ritter*, was er vor etlicher Zeit mal in einem Spielwarengeschäft entdeckt und sich sehr gewünscht hatte. Und er erinnerte sich tatsächlich noch daran! Schon lange herbeigesehnt war das Lego Nexo Knights Set Axls mobiler Verteidigungsturm, was er gleich am Nachmittag der Einschulung begann zusammenzubauen. Daneben hat er von den Großeltern noch ein weiteres Lego-Set bekommen. Er freute sich wahnsinnig.

Nun aber zu den kleineren Geschenkideen, die die beiden Zuckertüten von uns und den Großeltern füllten. Da wir diese nicht mit Süßigkeiten oder den Schulsachen, die er schon kannte, vollstopfen wollten, haben wir einen Mix aus kleinen Büchern, Spielen für die Tasche und kleineren Utensilien für die Schule zusammengestellt.

Hier eine Auswahl:









Daneben gab es natürlich noch etliche Stifte, Radiergummis, Anspitzer etc., obwohl davon eigentlich in den Schulranzen-Sets schon genug enthalten ist. Aber es kann ja nicht verkehrt sein, dem sicherlich einsetzenden Schwund vorzubeugen. Ein Langarmshirt und Socken sowie diverser Kleinkram war auch noch enthalten. Der Große hat sich über jedes Teil sehr gefreut und alles einzeln gewürdigt. Natürlich kann man nicht alles sofort ausprobieren bzw. bespielen, sondern die Dinge werden in den nächsten Wochen/Monaten nach und nach entdeckt werden.

Der Schulranzen des Großen ist von Ergobag und heißt KoBärnikus. In dem Set sind ein gefülltes Federmäppchen, ein Schlampermäppchen und ein Sportbeutel enthalten.

Unsere Einschulungs-Torte haben wir bei deineTorte.de bestellt.

Vielleicht war die eine oder andere Anregung für die nächste Einschulung mit dabei.

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Montag, 11. September 2017

Die Einschulung des Großen am 9. September 2017

Endlich, 6 lange Wochen nach seinem Kita-Ende, war es soweit. Am Samstag, den 9. September 2017, wurde mein Großer in seine Grundschule eingeschult. Und obwohl ich dem Thema Schule gegenüber ja schon lange mit Bauchschmerzen und Bedenken entgegensah, war dieser Tag trotzdem für mich eine Erleichterung. Denn nun wurde es real und endgültig, nun konnte ich vorwärts blicken, anstatt die Schule wie ein Damoklesschwert über uns schweben zu sehen und mich ausgeliefert zu fühlen.


Die lange Pause zwischen Kita-Ende und Einschulung verstärkte mein Bangen und meine Unsicherheit eher noch, weil ich in dieser Zeit nicht viel tun konnte, außer mich und den Großen mental, so gut es eben ging, vorzubereiten. Dem Großen hat die lange Pause sicherlich unheimlich gut getan, er hatte 4 Wochen frei, so lange wie noch nie zuvor, war mit uns und bei den Großeltern im Urlaub, wirkte erholt und ausgeglichen. Für mich dagegen war es ein "Kaninchen-vor-der-Schlange-Gefühl". Etwas besser wurde es, als er 2 Wochen vor der Einschulung schon im Hort startete und das neue Schul-Leben nun greifbarer wurde. Ein Schock war sein Unfall an seinem 5. Horttag, bei dem er sich 1 Woche vor der Einschulung das Nasenbein brach. Glücklicherweise sah man äußerlich weniger als befürchtet und er hat das erstaunlich gut verkraftet. Nichtsdestotrotz beginnt er seinen Schulalltag nun mit einer Sportbefreiung und ich hoffe, dass er sich deshalb nicht ausgeschlossen fühlt.

Als der große Tag nun endlich da war, fühlte ich mich nach der ganzen Aufregung eigentlich ganz gut und mehr oder weniger im Reinen. Ich war total erleichtert und befreit, weil das Warten nun ein Ende hatte. In den letzten Wochen und Monaten hatte ich wieder einmal deutlich gemerkt, wie ich es hasse, wenn neue, unbekannte Situationen, Herausforderungen, Umstellungen auf mich zukommen und ich dem einfach nur passiv entgegen sehen kann. Das war vergleichbar mit den letzten Wochen vor der Geburt des Großen, als der Zug unaufhaltsam auf mich zuraste und ich nichts tun konnte außer zu warten. Sowas belastet mich ungemein. An diesem Einschulungs-Samstag ließ ich das alles hinter mir und ging mit überwiegend guten Gefühlen zur Feierstunde in die Schule.


Wir waren gleich morgens um 9 Uhr dran, so dass wir früh aufstehen mussten, aber auch dies war sicherlich besser als ein langes Warten. Im letzten Jahr schaute ich mir mit dem Großen vor der Schule das Spektakel an, um ihn schon ein wenig vorzubereiten. Und im Oktober 2016 meldeten wir ihn dort an.

Dieses Jahr kamen nun wir mit Schulranzen und Zuckertüte zur Schule gelaufen. In der Aula der Schule wurden die Erstklässler vorn platziert und wir suchten uns einen Platz. Der Große saß zwischen einigen Kitafreunden und wirkte ruhig, gefasst und zufrieden. Es war so toll, ihn so selbstbewusst und gelassen zu sehen! Die eigentliche Feier dauerte nur eine halbe Stunde, mit einer kurzen Vorstellungsrunde der Pädagogen, einer Ansprache der Direktorin und dann wurden die Kinder mit Namen aufgerufen, um sich auf die kleine Bühne zu stellen. Der Große war gleich als zweiter dran und er lachte, als er vorn stand! Auf einer Bühne! Ist das zu glauben?!

Die Kinder gingen mit ihrer Lehrerin und Horterzieherin in den Klassenraum, wo sie eine kleine Zuckertüte sowie Infoblätter für den ersten Elternabend und Hortschließtage bekamen. Die Eltern sahen in der Aula eine kleine Präsentation über die Schule. Alles war recht sachlich und nüchtern gehalten, was mir eigentlich zupasse kam, denn der Tag war eh' schon emotional genug. Und das war's schon. Im Flur warteten alle bei Kaffee und Getränken auf ihre Kinder, die kurze Zeit später kamen. Auch hier wirkte der Große total selbstsicher und fröhlich, wie insgesamt den ganzen Tag über. Wir machten noch einige Familienfotos und verließen dann das Schulgebäude.

Da es regnete und wir noch Zeit bis zum Mittagessen hatten, gingen wir nach Hause, wo der Große als erstes die Zuckertüte der Großeltern auspackte. Auch die Kleine war mit ihrer Geschwistertüte beschäftigt. Mittagessen hatten wir in einem Restaurant mit Brunch Buffet bestellt, da unser ursprünglich reserviertes Restaurant uns kurzfristig, nämlich 2 Tage vor der Einschulung, abgesagt hatte. Der Brunch erwies sich aber als perfekt, da die Kinder sofort Essen bekamen und auch wir sehr abwechslungsreich speisen konnten. Es war unheimlich lecker!


Nach dem Essen streiften wir noch kurz über das jährliche Fest in unserem Stadtbezirk, gaben etwas Geld für Ponyreiten, Büchsenwerfen und Entenangeln aus und machten zurück nach Hause eine kleine Mittagspause, in der der Große sein Lego Nexo Knights-Geschenk* auspackte. Am Nachmittag gab es trotz allgemeiner Sättigung noch ein gemeinsames Kaffeetrinken. Wir hatten eine tolle Schultüten-Torte bestellt, die klasse aussah und lecker schmeckte.


Der weitere Nachmittag verlief wegen schlechten Wetters ruhig zuhause, mit Lego bauen, spielen und quatschen. Da nur meine Eltern anwesend waren, klappte das gut in der Wohnung. Vor dem Abendbrot verabschiedeten sich meine Eltern und wir ließen den Tag ruhig ausklingen.


Im Gegensatz zu anderen Feier-Tagen gab es keine überdrehten Kinder und auch unsere Erschöpfung hielt sich in Grenzen. Das war sehr angenehm. Und so werde ich den Tag, an dem mein Großer eingeschult wurde, als zwar aufregenden, aber dennoch unaufgeregten Tag in Erinnerung behalten. Am meisten staunte ich über meinen Großen: er wirkte kein bisschen überfordert von der Situation, war gut gelaunt, gelassen und sehr stolz. Es war trotz des Unfalls absolut richtig, ihn schon vor der Einschulung in den Ferienhort zu geben. So konnte er die Schule, die Erzieher und ein paar andere Kinder schon kennenlernen. Glücklicherweise traf er meist auch einige Kita-Freunde an. All das gab ihm Sicherheit und Vertrauen. Dass er in seiner gewohnten Umgebung bleiben konnte, war sicherlich ein ganz wichtiger Baustein für den reibungslosen Start. In den nächsten Wochen wird noch soviel Neues auf ihn einstürmen, was ihn fordern wird. Ein vertrautes Umfeld hilft da hoffentlich, mit den Herausforderungen klarzukommen.

Für mich war es beruhigend zu sehen, dass er sich grundsätzlich nicht von meiner Skepsis und Aversion gegen das System Schule anstecken ließ. Vielleicht ist es für seinen abwartenden, beobachtenden Charakter sogar besser, wenn man ihn nicht mit naiver oder gar geheuchelter Euphorie überschüttet. Der Tag der Einschulung war insgesamt sehr angenehm und mir selbst geht es nun, mit der konkreten Aufgabe, besser als in den letzten Monaten. Nun sind wir gespannt, wie die ersten Wochen für den Großen werden. Die Einschulung ist erstmal geschafft. Etwas über 3 1/2 Jahre alt war er, als ich zu bloggen anfing. Sehr schwierig und anstrengend war das Leben mit ihm zu dieser Zeit. Nun ist er so reif, verständig und selbstsicher, fröhlich und offen. Er ist nicht nur körperlich, sondern vor allem seelisch so dermaßen gewachsen in den letzten Jahren. Und nun ist er ein Schulkind!


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