Ich kann mich noch genau an die Schulanmeldung des Großen vor 2 Jahren erinnern. Wir haben das damals wie eine feierliche Zeremonie vollzogen. Wir waren sehr aufgeregt und etwas nervös. Zum ersten Mal haben wir an diesem Tag das Schulhaus betreten, das unsere beiden Kinder insgesamt 8 Jahre beherbergen sollte. Ich war sehr skeptisch und noch nicht im Reinen mit unserer Entscheidung, ihn auf der regulären Einzugsgrundschule anzumelden, statt auf einer freien oder privaten Schule. Und überhaupt war ja gar nicht sicher, ob er einen Platz bekommen würde, da die Zahl der Anmeldungen die der Plätze weit überstieg.
Viele gemischte Emotionen charakterisierten also diesen Nachmittag im Oktober vor 2 Jahren. Ich hatte die Kinder von der Kita abgeholt und wir trafen uns mit dem Papa vor der Schule. Natürlich sollte der Papa mit dabei sein! Wir nahmen uns Zeit, schauten uns alles an, füllten andächtig die Formulare aus, ließen das Schulhaus auf uns wirken und die Kinder malten eine Zuckertüte aus. Das Schulhaus war schon total leer. Wir schrieben jede Menge Namen von Wunschkindern auf, die möglichst mit dem Großen in eine Klasse kommen sollten. Wir fragten die Sekretärin nach dem Prozedere aus und waren geschockt, dass wir erst im Mai Bescheid bekommen sollten, ob es klappt mit dem Platz an dieser Grundschule. Ich fotografierte, um Erinnerungen an den Tag zu haben, und wir spielten hinterher noch etwas auf dem Schulhof. Ingesamt war die Schulanmeldung des Großen schon ein einschneidendes und bewegendes Ereignis für uns gewesen.
Nun, 2 Jahre später, sollte auch die Kleine angemeldet werden. Sie kommt nächstes Jahr in die Schule und es war klar, dass sie auf die gleiche Schule gehen soll wie der Große. Erstens sind wir insgesamt zufrieden und zweitens freue ich mich schon auf die logistische Erleichterung, wenn beide Kinder an einem Ort abzuholen sind. Ganz andere Voraussetzungen also im Vergleich zur Situation vor 2 Jahren, keine Skepsis, keine Angst, kein Gefühl, eine falsche Entscheidung zu treffen, einfach nur Normalität, Vertrautheit und Rationalismus. Und so waren nicht nur die Voraussetzungen diesmal andere, sondern auch die Schulanmeldung an sich fühlte sich total anders an.
Von den vier möglichen Nachmittagsterminen kamen schon zwei nicht infrage, wegen anderweitiger Verpflichtungen. Ich dachte nun, es wäre eine gute Idee, einen Termin beim Bürgeramt mit der Schulanmeldung zu verbinden, da ich die Kleine an diesem Tag sowieso zuerst von der Kita abholen musste und danach den Großen von der Schule. Sonst mache ich das ja immer anders herum. So könnten wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und vor dem Bürgeramt noch "schnell" die Schulanmeldung der Kleinen absolvieren. Ich sollte eigentlich erfahren genug sein, um zu wissen, dass zwei Termine am Nachmittag zuviel sind.
Nun ja, es artete in Stress aus und wurde dem für die Kleine doch wichtigen Tag nicht wirklich gerecht. Und der Papa war auch nicht dabei, anders als beim Großen. Ich hatte extra früh Schluss auf der Arbeit gemacht und die Kleine früher als sonst abgeholt. Wir kamen in der Schule an und fragten den Großen, ob er mitkommen möchte oder noch weiter Fußball spielen wollte. Natürlich wollte er Letzteres. Also meldete ich ihn noch nicht im Hort ab, sondern ging mit der Kleinen zum Sekretariat. 40 Minuten sollten doch eigentlich für die Schulanmeldung ausreichen. Bis 16 Uhr geht der Hortplatz des Großen, dann muss er abgeholt sein.
Zuerst mussten wir 10 Minuten warten, weil noch jemand vor uns war. Dann durften wir reinkommen, mussten aber nochmal warten, weil die Sekretärin mit einem sehr penetranten Elternteil telefonierte. Dann ging sie mit uns lang und breit die Formulare durch, die wir draußen ausfüllen sollten. Also wieder hinaus. Ich füllte total in Eile die Bögen aus, die Kleine malte ihre Zuckertüte ebenso schnell aus. Ich wollte sie eigentlich dabei fotografieren, als Erinnerung, hatte aber keinen Nerv dafür. Der Uhrzeiger tickte, der Große war noch nicht abgeholt und unser Termin beim Bürgeramt saß uns im Nacken. Und wir mussten ja noch einmal hinein zur Sekretärin. Die Familie, die eigentlich vor uns war, sagte, dass sie uns vorlassen würden. Das war total nett. Trotzdem war es schon kurz vor 16 Uhr.
Ich schickte also die Kleine allein hinunter auf den Schulhof, um der Horterzieherin des Großen Bescheid zu geben, dass wir gleich kommen würden. Sie sollte dann gleich wieder hoch kommen. Ich beobachtete sie durchs Fenster des Schulhauses, wie sie vor ihr stand und mit ihr redete. Dann musste ich hinein zur Sekretärin. Ich bat diese noch zweimal, aus dem Fenster zu schauen, aber die Kleine kam nicht wieder hoch. Zum Glück ging der Rest auch ohne sie und die Sekretärin nahm die Unterlagen entgegen. Ich hatte Angst, dass die Kleine mich suchen würde, wenn sie wieder hochkommt, und verabschiedete mich schnell. Als ich die Treppe hinunterlief, kam sie mir entgegen. Um 15:59 Uhr holten wir den Großen auf dem Schulhof ab. Puh! Dass eine Sache von 10 Minuten nun 40 Minuten in Anspruch nahm, hätte ich doch nicht für möglich gehalten.
Es tat mir total leid, dass die Kleine nicht noch einmal mit hinein zur Sekretärin kommen konnte und somit bei der Abgabe der Unterlagen nicht zugegen war. Es tat mir leid, dass alles so hektisch war und ich sie allein runter auf den Schulhof schicken musste. Es tat mir leid, dass es keine Fotos von ihrer Anmeldung geben würde. Es tat mir leid, dass nur zwei statt vier Familienmitglieder zugegen waren. Es tat mir leid, dass sie wegen ihres Schulkind-Bruders jeden Morgen so
früh aufstehen musste, obwohl sie einen längeren Schlaf brauchen würde. Es tat mir leid, dass bei ihr als Zweitgeborener immer alles so nüchtern und unaufregend abläuft. Es tat mir leid, dass wir uns bei ihr nicht monatelang den Kopf über die richtige Schule zerbrochen hatten, sondern sie ganz selbstverständlich in die Schule des Großen steckten. Ach, es tat mir leid, dass ihre Schulanmeldung so "nebenbei" erledigt wurde.
Das war so symbolisch für all das, was bei Zweitgeborenen "nebenbei" abgehandelt wird oder aus logistischen oder sonstigen Notwendigkeiten erwächst. Sie müssen sich quasi dem Rhythmus, den Gegebenheiten, die durch das ältere Geschwisterkind schon da sind, anpassen. Und da man alles schon ein Mal durch hat, ist man einfach abgeklärter; der Zauber des Neuen oder die Angst vor dem Unbekannten fehlt. Das tut mir leid für die Kleine, denn sie soll natürlich auch die Erfahrung machen, dass ihre ersten Male aufregend und toll sind!
Wenigstens schoss ich auf dem Schulhof noch zwei Fotos, als Erinnerung an diesen Tag. Dann gingen wir kurz Eis essen und eilten weiter zum Bürgeramt, wo wir trotz Termins weitere 40 Minuten warten durften. Die Kinder waren unruhig und es war sehr stressig für mich. Als wir endlich zuhause ankamen, fühlte ich mich wie nach einem Marathonlauf. Die Schulanmeldung war schon völlig in den Hintergrund getreten. Die Kleine war natürlich trotzdem stolz. Aber ich hätte mir deutlich mehr Aufmerksamkeit für diesen großen Schritt gewünscht. Zumindest werde ich keine zweier solcher Termine hintereinander mehr anvisieren. Man braucht ja auch eine gewisse Zeit zum Runterkommen und Verarbeiten. Und die Zweitgeborenen haben es genauso verdient, dass man so ein Ereignis würdigt. Die Kleine freut sich jedenfalls schon sehr auf die Schule. Und ich hoffe einfach mal inständig, dass wir aufgrund des Geschwisterbonusses einen Platz bekommen. Trotz 150 Anmeldungen auf ca. 80 Plätze. Wahnsinn! Und krass, dass meine Kleine nächstes Jahr ein Schulkind wird!
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Samstag, 13. Oktober 2018
Dienstag, 19. September 2017
Unsere Geschenke zur Einschulung
Bevor alle Geschenke, die der Große zu seiner Einschulung bekommen hat, in den Untiefen seines Kinderzimmers verschwinden, möchte ich sie euch noch zeigen. Vielleicht ist ja die eine oder andere Idee für euch mit dabei. Ich hatte mir dafür übrigens eine Liste bei Amazon angelegt, die ich über Wochen mit Anregungen befüllt hatte, um dann die endgültigen Geschenke herauszusuchen. So entstand am Ende keine Panik, sondern es war sogar zuviel vorhanden, was ich aber gut für die nächsten Geburtstage von Freunden des Großen nutzen kann.
Da zur Einschulung nur meine Eltern zu Besuch kamen und wir auch sonst kaum Geschenke erwarteten, hatten wir vorab beschlossen, dass der Große zu diesem Anlass durchaus auch ein paar größere Dinge von uns und den Großeltern bekommen kann. Da war zum einen dieses tolle Grundschullexikon* vom Duden Verlag, das ich vor kurzem schon in einem gesonderten Beitrag vorstellte. Ich finde es super und denke, das Lexikon wird in den nächsten Jahren noch oft zum Einsatz kommen.
Des Weiteren bekam er, da er aktuell im Nexo Knights und Ninjago-Fieber ist, das Lego Nexo Knights Buch der Ritter*, was er vor etlicher Zeit mal in einem Spielwarengeschäft entdeckt und sich sehr gewünscht hatte. Und er erinnerte sich tatsächlich noch daran! Schon lange herbeigesehnt war das Lego Nexo Knights Set Axls mobiler Verteidigungsturm, was er gleich am Nachmittag der Einschulung begann zusammenzubauen. Daneben hat er von den Großeltern noch ein weiteres Lego-Set bekommen. Er freute sich wahnsinnig.
Nun aber zu den kleineren Geschenkideen, die die beiden Zuckertüten von uns und den Großeltern füllten. Da wir diese nicht mit Süßigkeiten oder den Schulsachen, die er schon kannte, vollstopfen wollten, haben wir einen Mix aus kleinen Büchern, Spielen für die Tasche und kleineren Utensilien für die Schule zusammengestellt.
Hier eine Auswahl:



Daneben gab es natürlich noch etliche Stifte, Radiergummis, Anspitzer etc., obwohl davon eigentlich in den Schulranzen-Sets schon genug enthalten ist. Aber es kann ja nicht verkehrt sein, dem sicherlich einsetzenden Schwund vorzubeugen. Ein Langarmshirt und Socken sowie diverser Kleinkram war auch noch enthalten. Der Große hat sich über jedes Teil sehr gefreut und alles einzeln gewürdigt. Natürlich kann man nicht alles sofort ausprobieren bzw. bespielen, sondern die Dinge werden in den nächsten Wochen/Monaten nach und nach entdeckt werden.
Der Schulranzen des Großen ist von Ergobag und heißt KoBärnikus. In dem Set sind ein gefülltes Federmäppchen, ein Schlampermäppchen und ein Sportbeutel enthalten.
Unsere Einschulungs-Torte haben wir bei deineTorte.de bestellt.
Vielleicht war die eine oder andere Anregung für die nächste Einschulung mit dabei.
*Affiliate Links
Des Weiteren bekam er, da er aktuell im Nexo Knights und Ninjago-Fieber ist, das Lego Nexo Knights Buch der Ritter*, was er vor etlicher Zeit mal in einem Spielwarengeschäft entdeckt und sich sehr gewünscht hatte. Und er erinnerte sich tatsächlich noch daran! Schon lange herbeigesehnt war das Lego Nexo Knights Set Axls mobiler Verteidigungsturm, was er gleich am Nachmittag der Einschulung begann zusammenzubauen. Daneben hat er von den Großeltern noch ein weiteres Lego-Set bekommen. Er freute sich wahnsinnig.
Nun aber zu den kleineren Geschenkideen, die die beiden Zuckertüten von uns und den Großeltern füllten. Da wir diese nicht mit Süßigkeiten oder den Schulsachen, die er schon kannte, vollstopfen wollten, haben wir einen Mix aus kleinen Büchern, Spielen für die Tasche und kleineren Utensilien für die Schule zusammengestellt.
Hier eine Auswahl:
- Rechenschieber von Quercetti*
- Die Duden-Minis Mitmach-Bücher*
- Kartenspiel Verkehrszeichen. Abenteuer Schule*
- Geolino Experimente*
- Der Buchstaben-Pirat. ABC-Geschichten*
- Spiel ABC Zauberei*
- Ninjago Minitaschenlampe*
- Lego Ninjago Hausaufgabenheft*, Lego Ninjago Bleistifte*
- Lego Ninjago Trinkflasche*
- QuizDetektiv Allgemeinwissen für Grundschüler*
- Super Neo Kaleidoskop*
- Schablone Buchstaben*
- Reihe Benny Blu Kinderleicht Wissen oder Pixi Wissen*
- Das kleine Einmaleins mit Stift (abwischbar)*
- Vulkanosaurus*
Daneben gab es natürlich noch etliche Stifte, Radiergummis, Anspitzer etc., obwohl davon eigentlich in den Schulranzen-Sets schon genug enthalten ist. Aber es kann ja nicht verkehrt sein, dem sicherlich einsetzenden Schwund vorzubeugen. Ein Langarmshirt und Socken sowie diverser Kleinkram war auch noch enthalten. Der Große hat sich über jedes Teil sehr gefreut und alles einzeln gewürdigt. Natürlich kann man nicht alles sofort ausprobieren bzw. bespielen, sondern die Dinge werden in den nächsten Wochen/Monaten nach und nach entdeckt werden.
Der Schulranzen des Großen ist von Ergobag und heißt KoBärnikus. In dem Set sind ein gefülltes Federmäppchen, ein Schlampermäppchen und ein Sportbeutel enthalten.
Unsere Einschulungs-Torte haben wir bei deineTorte.de bestellt.
Vielleicht war die eine oder andere Anregung für die nächste Einschulung mit dabei.
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Montag, 11. September 2017
Die Einschulung des Großen am 9. September 2017
Endlich, 6 lange Wochen nach seinem Kita-Ende, war es soweit. Am Samstag, den 9. September 2017, wurde mein Großer in seine Grundschule eingeschult. Und obwohl ich dem Thema Schule gegenüber ja schon lange mit Bauchschmerzen und Bedenken entgegensah, war dieser Tag trotzdem für mich eine Erleichterung. Denn nun wurde es real und endgültig, nun konnte ich vorwärts blicken, anstatt die Schule wie ein Damoklesschwert über uns schweben zu sehen und mich ausgeliefert zu fühlen.
Die lange Pause zwischen Kita-Ende und Einschulung verstärkte mein Bangen und meine Unsicherheit eher noch, weil ich in dieser Zeit nicht viel tun konnte, außer mich und den Großen mental, so gut es eben ging, vorzubereiten. Dem Großen hat die lange Pause sicherlich unheimlich gut getan, er hatte 4 Wochen frei, so lange wie noch nie zuvor, war mit uns und bei den Großeltern im Urlaub, wirkte erholt und ausgeglichen. Für mich dagegen war es ein "Kaninchen-vor-der-Schlange-Gefühl". Etwas besser wurde es, als er 2 Wochen vor der Einschulung schon im Hort startete und das neue Schul-Leben nun greifbarer wurde. Ein Schock war sein Unfall an seinem 5. Horttag, bei dem er sich 1 Woche vor der Einschulung das Nasenbein brach. Glücklicherweise sah man äußerlich weniger als befürchtet und er hat das erstaunlich gut verkraftet. Nichtsdestotrotz beginnt er seinen Schulalltag nun mit einer Sportbefreiung und ich hoffe, dass er sich deshalb nicht ausgeschlossen fühlt.
Als der große Tag nun endlich da war, fühlte ich mich nach der ganzen Aufregung eigentlich ganz gut und mehr oder weniger im Reinen. Ich war total erleichtert und befreit, weil das Warten nun ein Ende hatte. In den letzten Wochen und Monaten hatte ich wieder einmal deutlich gemerkt, wie ich es hasse, wenn neue, unbekannte Situationen, Herausforderungen, Umstellungen auf mich zukommen und ich dem einfach nur passiv entgegen sehen kann. Das war vergleichbar mit den letzten Wochen vor der Geburt des Großen, als der Zug unaufhaltsam auf mich zuraste und ich nichts tun konnte außer zu warten. Sowas belastet mich ungemein. An diesem Einschulungs-Samstag ließ ich das alles hinter mir und ging mit überwiegend guten Gefühlen zur Feierstunde in die Schule.
Wir waren gleich morgens um 9 Uhr dran, so dass wir früh aufstehen mussten, aber auch dies war sicherlich besser als ein langes Warten. Im letzten Jahr schaute ich mir mit dem Großen vor der Schule das Spektakel an, um ihn schon ein wenig vorzubereiten. Und im Oktober 2016 meldeten wir ihn dort an.
Dieses Jahr kamen nun wir mit Schulranzen und Zuckertüte zur Schule gelaufen. In der Aula der Schule wurden die Erstklässler vorn platziert und wir suchten uns einen Platz. Der Große saß zwischen einigen Kitafreunden und wirkte ruhig, gefasst und zufrieden. Es war so toll, ihn so selbstbewusst und gelassen zu sehen! Die eigentliche Feier dauerte nur eine halbe Stunde, mit einer kurzen Vorstellungsrunde der Pädagogen, einer Ansprache der Direktorin und dann wurden die Kinder mit Namen aufgerufen, um sich auf die kleine Bühne zu stellen. Der Große war gleich als zweiter dran und er lachte, als er vorn stand! Auf einer Bühne! Ist das zu glauben?!
Die Kinder gingen mit ihrer Lehrerin und Horterzieherin in den Klassenraum, wo sie eine kleine Zuckertüte sowie Infoblätter für den ersten Elternabend und Hortschließtage bekamen. Die Eltern sahen in der Aula eine kleine Präsentation über die Schule. Alles war recht sachlich und nüchtern gehalten, was mir eigentlich zupasse kam, denn der Tag war eh' schon emotional genug. Und das war's schon. Im Flur warteten alle bei Kaffee und Getränken auf ihre Kinder, die kurze Zeit später kamen. Auch hier wirkte der Große total selbstsicher und fröhlich, wie insgesamt den ganzen Tag über. Wir machten noch einige Familienfotos und verließen dann das Schulgebäude.
Da es regnete und wir noch Zeit bis zum Mittagessen hatten, gingen wir nach Hause, wo der Große als erstes die Zuckertüte der Großeltern auspackte. Auch die Kleine war mit ihrer Geschwistertüte beschäftigt. Mittagessen hatten wir in einem Restaurant mit Brunch Buffet bestellt, da unser ursprünglich reserviertes Restaurant uns kurzfristig, nämlich 2 Tage vor der Einschulung, abgesagt hatte. Der Brunch erwies sich aber als perfekt, da die Kinder sofort Essen bekamen und auch wir sehr abwechslungsreich speisen konnten. Es war unheimlich lecker!
Nach dem Essen streiften wir noch kurz über das jährliche Fest in unserem Stadtbezirk, gaben etwas Geld für Ponyreiten, Büchsenwerfen und Entenangeln aus und machten zurück nach Hause eine kleine Mittagspause, in der der Große sein Lego Nexo Knights-Geschenk* auspackte. Am Nachmittag gab es trotz allgemeiner Sättigung noch ein gemeinsames Kaffeetrinken. Wir hatten eine tolle Schultüten-Torte bestellt, die klasse aussah und lecker schmeckte.
Der weitere Nachmittag verlief wegen schlechten Wetters ruhig zuhause, mit Lego bauen, spielen und quatschen. Da nur meine Eltern anwesend waren, klappte das gut in der Wohnung. Vor dem Abendbrot verabschiedeten sich meine Eltern und wir ließen den Tag ruhig ausklingen.
Im Gegensatz zu anderen Feier-Tagen gab es keine überdrehten Kinder und auch unsere Erschöpfung hielt sich in Grenzen. Das war sehr angenehm. Und so werde ich den Tag, an dem mein Großer eingeschult wurde, als zwar aufregenden, aber dennoch unaufgeregten Tag in Erinnerung behalten. Am meisten staunte ich über meinen Großen: er wirkte kein bisschen überfordert von der Situation, war gut gelaunt, gelassen und sehr stolz. Es war trotz des Unfalls absolut richtig, ihn schon vor der Einschulung in den Ferienhort zu geben. So konnte er die Schule, die Erzieher und ein paar andere Kinder schon kennenlernen. Glücklicherweise traf er meist auch einige Kita-Freunde an. All das gab ihm Sicherheit und Vertrauen. Dass er in seiner gewohnten Umgebung bleiben konnte, war sicherlich ein ganz wichtiger Baustein für den reibungslosen Start. In den nächsten Wochen wird noch soviel Neues auf ihn einstürmen, was ihn fordern wird. Ein vertrautes Umfeld hilft da hoffentlich, mit den Herausforderungen klarzukommen.
Für mich war es beruhigend zu sehen, dass er sich grundsätzlich nicht von meiner Skepsis und Aversion gegen das System Schule anstecken ließ. Vielleicht ist es für seinen abwartenden, beobachtenden Charakter sogar besser, wenn man ihn nicht mit naiver oder gar geheuchelter Euphorie überschüttet. Der Tag der Einschulung war insgesamt sehr angenehm und mir selbst geht es nun, mit der konkreten Aufgabe, besser als in den letzten Monaten. Nun sind wir gespannt, wie die ersten Wochen für den Großen werden. Die Einschulung ist erstmal geschafft. Etwas über 3 1/2 Jahre alt war er, als ich zu bloggen anfing. Sehr schwierig und anstrengend war das Leben mit ihm zu dieser Zeit. Nun ist er so reif, verständig und selbstsicher, fröhlich und offen. Er ist nicht nur körperlich, sondern vor allem seelisch so dermaßen gewachsen in den letzten Jahren. Und nun ist er ein Schulkind!
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Die lange Pause zwischen Kita-Ende und Einschulung verstärkte mein Bangen und meine Unsicherheit eher noch, weil ich in dieser Zeit nicht viel tun konnte, außer mich und den Großen mental, so gut es eben ging, vorzubereiten. Dem Großen hat die lange Pause sicherlich unheimlich gut getan, er hatte 4 Wochen frei, so lange wie noch nie zuvor, war mit uns und bei den Großeltern im Urlaub, wirkte erholt und ausgeglichen. Für mich dagegen war es ein "Kaninchen-vor-der-Schlange-Gefühl". Etwas besser wurde es, als er 2 Wochen vor der Einschulung schon im Hort startete und das neue Schul-Leben nun greifbarer wurde. Ein Schock war sein Unfall an seinem 5. Horttag, bei dem er sich 1 Woche vor der Einschulung das Nasenbein brach. Glücklicherweise sah man äußerlich weniger als befürchtet und er hat das erstaunlich gut verkraftet. Nichtsdestotrotz beginnt er seinen Schulalltag nun mit einer Sportbefreiung und ich hoffe, dass er sich deshalb nicht ausgeschlossen fühlt.
Als der große Tag nun endlich da war, fühlte ich mich nach der ganzen Aufregung eigentlich ganz gut und mehr oder weniger im Reinen. Ich war total erleichtert und befreit, weil das Warten nun ein Ende hatte. In den letzten Wochen und Monaten hatte ich wieder einmal deutlich gemerkt, wie ich es hasse, wenn neue, unbekannte Situationen, Herausforderungen, Umstellungen auf mich zukommen und ich dem einfach nur passiv entgegen sehen kann. Das war vergleichbar mit den letzten Wochen vor der Geburt des Großen, als der Zug unaufhaltsam auf mich zuraste und ich nichts tun konnte außer zu warten. Sowas belastet mich ungemein. An diesem Einschulungs-Samstag ließ ich das alles hinter mir und ging mit überwiegend guten Gefühlen zur Feierstunde in die Schule.
Wir waren gleich morgens um 9 Uhr dran, so dass wir früh aufstehen mussten, aber auch dies war sicherlich besser als ein langes Warten. Im letzten Jahr schaute ich mir mit dem Großen vor der Schule das Spektakel an, um ihn schon ein wenig vorzubereiten. Und im Oktober 2016 meldeten wir ihn dort an.
Dieses Jahr kamen nun wir mit Schulranzen und Zuckertüte zur Schule gelaufen. In der Aula der Schule wurden die Erstklässler vorn platziert und wir suchten uns einen Platz. Der Große saß zwischen einigen Kitafreunden und wirkte ruhig, gefasst und zufrieden. Es war so toll, ihn so selbstbewusst und gelassen zu sehen! Die eigentliche Feier dauerte nur eine halbe Stunde, mit einer kurzen Vorstellungsrunde der Pädagogen, einer Ansprache der Direktorin und dann wurden die Kinder mit Namen aufgerufen, um sich auf die kleine Bühne zu stellen. Der Große war gleich als zweiter dran und er lachte, als er vorn stand! Auf einer Bühne! Ist das zu glauben?!
Die Kinder gingen mit ihrer Lehrerin und Horterzieherin in den Klassenraum, wo sie eine kleine Zuckertüte sowie Infoblätter für den ersten Elternabend und Hortschließtage bekamen. Die Eltern sahen in der Aula eine kleine Präsentation über die Schule. Alles war recht sachlich und nüchtern gehalten, was mir eigentlich zupasse kam, denn der Tag war eh' schon emotional genug. Und das war's schon. Im Flur warteten alle bei Kaffee und Getränken auf ihre Kinder, die kurze Zeit später kamen. Auch hier wirkte der Große total selbstsicher und fröhlich, wie insgesamt den ganzen Tag über. Wir machten noch einige Familienfotos und verließen dann das Schulgebäude.
Da es regnete und wir noch Zeit bis zum Mittagessen hatten, gingen wir nach Hause, wo der Große als erstes die Zuckertüte der Großeltern auspackte. Auch die Kleine war mit ihrer Geschwistertüte beschäftigt. Mittagessen hatten wir in einem Restaurant mit Brunch Buffet bestellt, da unser ursprünglich reserviertes Restaurant uns kurzfristig, nämlich 2 Tage vor der Einschulung, abgesagt hatte. Der Brunch erwies sich aber als perfekt, da die Kinder sofort Essen bekamen und auch wir sehr abwechslungsreich speisen konnten. Es war unheimlich lecker!
Nach dem Essen streiften wir noch kurz über das jährliche Fest in unserem Stadtbezirk, gaben etwas Geld für Ponyreiten, Büchsenwerfen und Entenangeln aus und machten zurück nach Hause eine kleine Mittagspause, in der der Große sein Lego Nexo Knights-Geschenk* auspackte. Am Nachmittag gab es trotz allgemeiner Sättigung noch ein gemeinsames Kaffeetrinken. Wir hatten eine tolle Schultüten-Torte bestellt, die klasse aussah und lecker schmeckte.
Der weitere Nachmittag verlief wegen schlechten Wetters ruhig zuhause, mit Lego bauen, spielen und quatschen. Da nur meine Eltern anwesend waren, klappte das gut in der Wohnung. Vor dem Abendbrot verabschiedeten sich meine Eltern und wir ließen den Tag ruhig ausklingen.
Im Gegensatz zu anderen Feier-Tagen gab es keine überdrehten Kinder und auch unsere Erschöpfung hielt sich in Grenzen. Das war sehr angenehm. Und so werde ich den Tag, an dem mein Großer eingeschult wurde, als zwar aufregenden, aber dennoch unaufgeregten Tag in Erinnerung behalten. Am meisten staunte ich über meinen Großen: er wirkte kein bisschen überfordert von der Situation, war gut gelaunt, gelassen und sehr stolz. Es war trotz des Unfalls absolut richtig, ihn schon vor der Einschulung in den Ferienhort zu geben. So konnte er die Schule, die Erzieher und ein paar andere Kinder schon kennenlernen. Glücklicherweise traf er meist auch einige Kita-Freunde an. All das gab ihm Sicherheit und Vertrauen. Dass er in seiner gewohnten Umgebung bleiben konnte, war sicherlich ein ganz wichtiger Baustein für den reibungslosen Start. In den nächsten Wochen wird noch soviel Neues auf ihn einstürmen, was ihn fordern wird. Ein vertrautes Umfeld hilft da hoffentlich, mit den Herausforderungen klarzukommen.
Für mich war es beruhigend zu sehen, dass er sich grundsätzlich nicht von meiner Skepsis und Aversion gegen das System Schule anstecken ließ. Vielleicht ist es für seinen abwartenden, beobachtenden Charakter sogar besser, wenn man ihn nicht mit naiver oder gar geheuchelter Euphorie überschüttet. Der Tag der Einschulung war insgesamt sehr angenehm und mir selbst geht es nun, mit der konkreten Aufgabe, besser als in den letzten Monaten. Nun sind wir gespannt, wie die ersten Wochen für den Großen werden. Die Einschulung ist erstmal geschafft. Etwas über 3 1/2 Jahre alt war er, als ich zu bloggen anfing. Sehr schwierig und anstrengend war das Leben mit ihm zu dieser Zeit. Nun ist er so reif, verständig und selbstsicher, fröhlich und offen. Er ist nicht nur körperlich, sondern vor allem seelisch so dermaßen gewachsen in den letzten Jahren. Und nun ist er ein Schulkind!
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