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Montag, 5. März 2018

WMDEDGT? am 5. März 2018 - Geburtstagsvorbereitungen

Es ist der Tag vor dem 7. Geburtstag meines Großen und ich habe volles Programm. Zum Glück ist Montag mein freier Tag und alle sind gesund! Als die Kinder außer Haus sind, fange ich an. Zuerst backe ich 50 Muffins für die Schule, die der Große morgen mitnimmt, und noch einen kleinen Geburtstagskuchen für den Großen. Zum ersten Mal seit 4 Jahren keinen Motivkuchen! Ich habe zu den vergangenen Geburtstagen einen Feuerwehr-, einen Polizei-, einen Piratenschiff- und einen Drachenkuchen gebacken. Diese Zeiten scheinen jetzt vorbei zu sein.



Zwischenzeitlich kommt der Rewe Lieferservice und bringt Nachschub. Die beiden Lieferanten wollen sich gleich zu Kaffee und Kuchen einladen, weil es so nach Backstube duftet.


Nach dem Ausräumen fange ich an, die Geschenke für den Großen zusammenzusuchen und einzupacken. Er bekommt natürlich wieder ein großes Lego-Set (Bergbauprofis)*, zwei Erstlesebücher, ein neues Ninjago-Freundebuch*, da sein altes aus der Kita-Zeit voll ist, das Spiel "Die Siedler von Catan Junior"* (ab 6 Jahre), ein Puzzle, das Buch "Die alten Griechen"* aus der Was ist Was-Reihe und ein Cryptex* vom Kosmos Verlag. Es dauert eine Weile, bis alles fertig ist.



Danach packe ich gleich weiter ein, denn ich bin am vergangenen Donnerstag zum zweiten Mal Tante geworden und das Baby und sein Bruder sollen ein paar Kleinigkeiten bekommen.


Anschließend wird die Wohnung gesaugt, die Geburtstagsdeko zusammengesucht und ich blase schon die Luftballons auf.

Mittags pflanze ich mich nach dem Mittagessen mit einem Kaffee und dem neuen Wunschkind-Buch* auf die Couch.


Und ich freue mich darüber, dass Susanne Mierau meine gestrige Rezension des tollen Buches von Mary Sheedy Kurcinka auf Twitter teilt.


Gegen 15:30 Uhr gehe ich los, um die Kinder nacheinander abzuholen. Zuerst den Großen aus der Schule, dann gehen wir gemeinsam zur Kita. Es ist herrlich mild, der erste Frühlingstag nach den kalten Wintertagen und wir können in unserem Stammcafè sogar erstmals draußen sitzen und Eis schlecken. Wir sehen noch den letzten Schnee dieses Winters.


Später geht es noch auf den Spielplatz, wo wir Freunde treffen und viele andere Kinder, die sich alle freuen, endlich wieder länger draußen sein zu können.


Zuhause malt die Kleine ein Bild für den Geburtstag des Bruders und dann wird das normale Abendprogramm absolviert.


Nachdem die Kinder schlafen, dekoriere ich das Wohnzimmer und den Geburtstagstisch. Nun kann der 7. Geburtstag des Großen kommen!


Mehr #wmdedgt gibt es wie immer bei Frau Brüllen zu lesen.

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Dienstag, 5. September 2017

WMDEDGT? am 5. September 2017

Es ist der 5. des Monats und bei Frau Brüllen werden wieder unter #wmdedgt (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?) Berichte des Tagesablaufes von Bloggern gesammelt. Hier kommt meiner:

6:30 Uhr
Ich wache auf, es war wieder viel zu spät am Vorabend und ich bin hundemüde. Auch die Kleine will nicht aufstehen. Der Einzige, der schon fröhlich plappert, ist der Große, der Frühaufsteher der Familie.

7 Uhr
Es gibt Frühstück, danach Zähneputzen, anziehen, fertig machen für den Ferienhort, die Kita und die Arbeit.

7:45 Uhr
Der Mann verlässt mit den Kindern die Wohnung. Ab nächster Woche wird es noch ein wenig früher sein, da der Große dann schon um 7:45 Uhr an der Schule sein muss. Der Mann bringt erst den Großen in den Ferienhort, dann die Kleine in die Kita, die sich aktuell damit sehr schwer tut, und fährt dann zur Arbeit.

8 Uhr
Ich fahre ebenfalls zur Arbeit.

8:15 bis 13:45 Uhr
Ich bin auf der Arbeit und erzähle von dem Unfall des Großen am Freitag. Da die Schulferien zuende sind, sind alle Kollegen aus dem Urlaub wieder da.

14 Uhr
Ich bin wieder zuhause und mache mir ein kleines Mittagessen, räume den Geschirrspüler aus, falte Wäsche und bereite eine Einschulungskarte für die Freundin vom Großen vor, die im Juni ins Ausland gezogen ist.

15 Uhr
Ich hole den Großen aus dem Ferienhort ab. Er beschäftigt sich ruhig mit seiner Horterzieherin und ein paar anderen Kindern im Schulhof an einem Tisch. Ich bin beruhigt, dass darauf geachtet wird, dass er nach seinem Nasenbeinbruch nicht tobt. Er zeigt mir nochmal den Ort, wo sein Unfall passiert ist.


15:30 Uhr
Wir beide gehen ganz kurz ein paar Sachen einkaufen. Normalerweise hätte er einen Zahnarzttermin gehabt. Den habe ich gestern abgesagt, da seine Lippe genäht wurde und noch nicht verheilt ist.

15:45 Uhr
Er hat einen Friseurtermin, damit er zur Einschulung am Samstag schick aussieht.

16:15 Uhr
Wir holen die Kleine von der Kita ab, die dienstags nun bis 16:05 Uhr Musikgarten in der Kita hat, und gehen Eisessen in unser Stamm-Cafè. Es ist voll und wie fast immer treffen wir ein paar Leute, die wir kennen. Es zieht sich alles etwas, bis wir endlich aufbrechen. Für den Spielplatz ist es jetzt schon zu spät. Wir treffen noch einen Freund vom Großen, der in eine andere Schule kommt, und quatschen ein wenig.

17:30 Uhr
Wir kommen zuhause an. Auch der Mann kehrt gerade von der Arbeit zurück.

18 Uhr
Abendbrot auf dem Balkon. Die Kinder unterschreiben noch die Karte für die Einschulung der Freundin. Die Kleine schreibt ihren Namen neuerdings selbst, hurtig malt sie einen Buchstaben nach dem anderen. Sehr süß!

19 Uhr
Unser Abendritual fängt an und dauert wie immer seine Zeit.

20 Uhr
Die Kinder schlafen. Feierabend. Nur noch 3 Tage bis zur Einschulung des Großen!

Sonntag, 26. Februar 2017

Unser Wochenende in Bildern 24./ 25./ 26. Februar 2017

Mein letztes Wochenende in Bildern war das Silvester-Wochenende, also gibt es nun wiedermal eines, da es ein wenig anders verlief als sonst. Wir hatten einen Kurztrip an einen See am Stadtrand Berlins gebucht, um mal ein wenig Waldluft zu schnuppern und aufzutanken. Ich finde den Winter diesmal extrem lang und wir wissen bald nicht mehr, was wir an den Wochenenden mit den Kindern machen sollen. Sonst saßen wir manchmal im Februar schon im Garten! Am Freitag schüttete es bis mittags wie aus Eimern und ich fürchtete, dass wir nur im Ferienhaus hocken würden. Aber auf der Fahrt zum See im Südosten Berlins zog es auf und wir hatten am Nachmittag wunderbaren Sonnenschein.

Freitag:
Nachdem wir nach kurzer Fahrt angekommen waren, schickten wir den Mann wieder nach Hause. Er sollte sich mal ein paar Stunden ohne Kinder zuhause erholen und am Samstag Nachmittag wieder zu uns stoßen. Ich ging dann mit den Kindern zum tollen Spielplatz und zum See, wo wir die Sonne genossen, den klirrenden Eisschollen auf dem Wasser zuhörten und uns austobten.




Am Bootsanleger muss im Sommer jede Menge los sein. Es gibt auch einen Bootsverleih, ein Restaurant und einen kleinen Strand. Jetzt im Winter war es natürlich total ruhig. Im Nachbar-Ferienhaus wohnte lustigerweise die Familie von Kinderchaos Familienblog, was ich aus den passenden Instagram-Fotos schloss. Die Welt ist ein Dorf:-)




Wir blieben, bis die Sonne unterging (bzw. bis die Schippe des Großen dank seiner Werkeleien mit den Eisschollen zerbrach) und gingen dann zurück in unser Ferienhaus.


Die Kleine hatte allerdings große Probleme mit der Abgeschiedenheit und Dunkelheit mitten im Wald. Das ist schon sehr ungewohnt für Stadtkinder. Sie hatte richtige Angst und wollte nach Hause fahren. Erst, als ich alle Gardinen schloss und sie lange tröstete, ging es wieder. Auch der Große hatte leichte Ansätze, dass es ihm nicht ganz geheuer war. Nun fehlte natürlich auch der Papa als Beschützer. Zum Glück schliefen beide aber dann problemlos ein und die Nacht war ruhig. Am späten Abend hatte es noch Schneegriesel gegeben.

Samstag:
Am Samstag waren die Kinder relativ früh wach und beendeten ganz allein und ohne zu streiten (!) ihr neues Puzzle. Wir puzzeln alle total gern und ich suche ständig neue Motive.


Nach dem Frühstück gingen wir wieder zum Spielplatz. Es war erneut schönes Wetter, allerdings am See etwas zu windig. Nach vielen Tagen mit richtigem Mistwetter war die Sonne eine wahre Wonne.



Es trieben immer noch viele Eisschollen auf dem Wasser. Diese waren am Sonntag, als es wärmer wurde, alle weg.


Wir aßen im Restaurant Mittag und nach der Mittagspause kam der Papa nach 20 Stunden kinderfrei wieder. Am Nachmittag machten wir einen gemeinsamen Ausflug und wollten eigentlich einen Turm besteigen. Da die Kinder allerdings im Auto eingeschlafen waren, disponierten wir um, denn wer will schon direkt nach einem Schläfchen einen Turm besteigen?!

Also fuhren wir ans Südufer des Müggelsees, wo wir seit vielen Jahren nicht mehr waren, und das war die richtige Entscheidung, denn die nach dem Aufwachen grummeligen Kinder hatten hier viel zu gucken: eine Eisbahn, ein riesiger Abenteuerspielplatz, ein Biergarten, ein Bootsanleger, Schwäne und Enten. Mittlerweile war der Himmel wieder grau, aber wir hatten trotzdem einen schönen Nachmittag dort.




Zurück im Ferienhaus, ging es dem Mann am Abend sehr schlecht und das war auch schon während seiner kinderfreien Zeit so gewesen, wie ich dann erfuhr. So ein Mist! Die Nacht war ruhig.

Sonntag:
Am Sonntag nieselte es und dem Mann ging es weiterhin schlecht. Eigentlich hatte ich noch ein Ausflugsziel ansteuern und erst nachmittags zuhause ankommen wollen. Das machte unter diesen Umständen keinen Sinn. Ich packte, wir gingen noch kurz zum Spielplatz und fuhren dann nach Hause. Die Kinder schliefen um 10:45 Uhr im Auto ein;-). Als wir ankamen, graute mir etwas vor dem noch langen, trüben Tag allein mit den unausgelasteten Kindern. Aber zum Glück regnete es in Berlin nicht mehr und ich konnte am Nachmittag mit ihnen rausgehen.

Zuerst besuchten wir unseren Kinderbauernhof und kamen gerade recht zur Fütterungs- und Saubermach-Zeit. Der Große half tatkräftig beim Säubern des Schafgeheges.



Danach ging es nochmal in unseren Park und die Kinder jagten auf Fahrrad und Laufrad die Wege entlang. Es war zwar grau, aber frühlingshaft mild, die Vögel zwitscherten, es war nicht zu voll und die Kinder hatten gute Laune. Ein richtig schöner Nachmittag.


Am Abend spielten wir noch unser neues Spiel Der zerstreute Pharao und morgen hat die Kita zu, d.h. ich bin mit den Kindern zuhause.

Und wie war euer Wochenende? Braucht ihr auch manchmal kleine Auszeiten woanders?

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Geborgen Wachsen.

Freitag, 17. Februar 2017

Eine Spielplatzbegebenheit und die Frage der richtigen Reaktion

Seit Tagen grübele ich über eine Begebenheit auf dem Spielplatz nach und über der Frage, ob und wie ich (richtig) darauf hätte reagieren können/ müssen. Gestern las ich dann den Text der Grummelmama "Kinder müssen Grenzen erkennen: die anderer Menschen" und er passte so gut auf die begrübelte Situation, dass ich mir klarer darüber wurde, falsch (nämlich nicht) reagiert zu haben. Daraufhin sprach ich mit meinem Großen darüber, der betroffen gewesen war, sagte ihm, dass ich einen Fehler gemacht hatte, indem ich nicht reagiert hatte, und versprach ihm, mich beim nächsten Mal anders zu verhalten. Er wirkte sichtlich erleichtert. Ganz sicher bin ich mir aber immer noch nicht, was nun richtig gewesen wäre.

Wir waren gerade auf dem Spielplatz angekommen, als ein gleichaltriger Freund des Großen (knapp 6) mit Papa und Schwester kam. Der Freund schlich miesepetrig herum und der Papa warnte uns schon, dass er schlechte Laune habe und "bockig" sei. Er brachte also eine Hypothek mit, die nichts mit uns zu tun hatte. Mein Großer versuchte vorsichtig, Kontakt zu ihm aufzunehmen. Dabei trat der Freund ihn grundlos, ohne Vorwarnung und heftig vor's Schienbein. Er hat sich wahrscheinlich bedrängt gefühlt. Der Große kam verwirrt zu uns und ich sagte lediglich zu ihm: "Hat ... Dich getreten? Der hat schlechte Laune, am besten, wir lassen ihn erstmal in Ruhe." Mehr nicht. Der Papa sagte auch nichts, weder zu seinem Sohn noch zu meinem Großen. Nur zu mir, dass das jetzt öfter ein Problem wäre und sein Sohn auch zu den Eltern körperlich aggressiv sei. Wir beließen es dabei, der Freund kriegte sich wieder ein, die Kinder näherten sich wieder etwas an und spielten noch miteinander. Ich aber hatte den ganzen Nachmittag/ Abend und am nächsten Tag ein komisches Gefühl, spürte eigentlich, dass meine Reaktion nicht zufriedenstellend war, wusste aber auch nicht genau, wie ich besser und angemessener hätte reagieren können.

 Bildquelle: Pixabay

Einerseits will ich definitiv nicht, dass mein Sohn einfach grundlos getreten wird und ich sollte einschreiten. Andererseits hätte ja der anwesende Papa reagieren müssen. Und zum Dritten war mein eigener Sohn beim letzten Besuch des Freundes zwar nicht körperlich aggressiv ihm gegenüber gewesen, hatte ihn aber komplett ignoriert und geschnitten. Das war auch überhaupt nicht in Ordnung gewesen, und ich habe ihm das hinterher deutlich gesagt. Dazu kamen Gedanken wie, dass die Kinder das unter sich regeln müssten und man ein Kind, was in einer schlechten Laune und Aggression feststeckte, nicht noch durch Zurechtweisen weiter reizen sollte. Es waren also vielerlei Impulse, die dazu führten, dass ich nicht reagierte bzw. nur so, wie oben geschildert. Aber richtig fühlte sich das nicht an. Ich hatte mit dem, was ich zu meinem Großen sagte, Verständnis für die Miesepetrigkeit des Freundes gezeigt, ohne ihm oder jenem zu sagen, dass körperliche Aggression nicht tolerierbar ist. Was macht man in solchen Fällen? Den anwesenden Papa, der den Hergang auch gesehen hatte, um Reaktion bitten? Ich wusste, dass der Papa des Freundes ein weniger großes Problem mit körperlichen Aggressionen hat als ich und eine in seinen Augen "übertriebene" Reaktion meinerseits nicht verstehen wird. Oder selbst das fremde Kind unter den Augen des Papas zurechtweisen? Aber hätte ich das gut gefunden, wenn der Papa des Freundes meinen Großen beim letzten Besuch zurechtgewiesen hätte, als er wirklich unhöflich zu seinem Freund war? Hätte ich das selbst in der Situation deutlicher tun müssen und nicht erst danach? Hat der Papa das vielleicht damals genauso von mir erwartet wie ich nun von ihm?

Es ist wirklich schwer, in solchen Situationen schnell alle Aspekte abzuwägen, um angemessen reagieren zu können. Ich hatte nach diesem Spielplatzereignis ein schlechtes Gefühl und der Text der Grummelmama hat mich darin bestärkt, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Allerdings habe ich auch schon erlebt, wie schnell man als überbesorgte Mama abgestempelt wird (siehe dieser Text). Das schlimmste Gefühl ist jedoch, das eigene Kind im Stich zu lassen. Das war zum Glück diesmal nicht so stark, weil der Große es relativ gut weggesteckt hatte (was ungewöhnlich für ihn ist). Ich greife eigentlich immer recht schnell ein, wenn ich ein Missverhältnis oder Gewalt sehe, zumal meine Kinder sehr zurückhaltend und eher passiv sind. Außerdem möchte ich ihnen natürlich zeigen und vorleben, dass bestimmte Dinge nicht tolerierbar sind. Vor nun schon fast 2 Jahren hatten wir mal den Fall der Störenfriede in der Kita, die meinen Großen und andere Kinder ärgerten und wo ich deutlich eingriff. Bei der geschilderten Spielplatz-Begebenheit konnte ich das irgendwie nicht, da es um seinen Freund ging, der gerade mit sich zu kämpfen hatte, was natürlich keine Entschuldigung für das Treten ist. Der Ärger auf meinen Sohn beim letzten Treffen mit seinem Freund, als er diesen komplett ignorierte, trug dazu bei, dass ich den Großen nicht deutlicher in Schutz nahm. Bei einem fremden Kind wäre meine Reaktion mit Sicherheit anders ausgefallen. Es sind also immer sehr viele verschiedene Aspekte, die in solche Situationen hineinspielen, und ich finde es wahnsinnig schwierig, schnell den richtigen Weg zu finden. Das habe ich am nächsten Tag mit dem Großen nochmal geklärt und ihm versprochen, in solch einem Fall anders zu reagieren. Ganz genau wie, weiß ich aber immer noch nicht.

Was würdet ihr machen, wie löst ihr solche Situationen? Verhaltet ihr euch gegenüber befreundeten Kindern anders als gegenüber fremden? Bekommt ihr Verständnis für eure Reaktionen oder eher ein Kopfschütteln?

Montag, 23. Januar 2017

Was für ein schöner Sonntag!

Oft genug gab es hier von anstrengenden, nervenaufreibenden Wochenenden, Urlauben und Ferien zu lesen, ja selbst einzelne Schließtage brachten mich, genauso wie den Mann, manchmal an den Rand unserer Nerven. Deshalb möchte ich heute ganz bewusst mal von einem wunderschönen Tag mit den Kindern erzählen, als positiven Gegenpart zu manchem Negativbericht hier und für mich selbst als Erinnerung daran, dass diese Tage existieren, dass vieles jetzt möglich ist, was früher undenkbar war, dass ich mittlerweile viel mehr Dinge als früher ohne Nervenzusammenbrüche oder völlige Erschöpfung schaffe und dass es nicht nur anstrengend, sondern auch richtig toll mit den Kindern sein kann. Ich kam gestern so zufrieden, ausgeglichen, erfüllt, selig, vollgetankt mit frischer Luft, Kinderteamgeist und Stärke von meinem Ausflug mit den Kindern nach Hause und dachte, warum kann es nicht immer so sein? Nicht mal meine Erkältung hat gestört...

Als der Mann sich morgens mit Migräne ins Bett legte, spielten wir erst noch ein bisschen zuhause, aber mich zog es raus, denn das Wetter war grandios, Sonne, blauer Himmel, eiskalt, aber trocken und die Vögel zwitscherten, als wäre schon Frühling. Wir packten uns total dick ein, denn ich wollte mit den Kindern in den Zoo fahren. Erst fürchtete ich, dass der Große bei der Bekanntgabe des Ausflugsziels mosern würde, denn bekanntlich ist er nicht gerade tiervernarrt und hat noch vor wenigen Wochen kundgetan: "Boah nee, für Zoo bin ich zu alt!" Aber die Kleine war beim letzten Besuch eines Zoos in einer anderen Stadt (in unserem Weihnachtsurlaub) total traurig gewesen, dass sie keine Elefanten gesehen hatte (wir hatten ein Abendticket und keine Zeit mehr), so dass ich ihr versprochen hatte, bald Elefanten zu besuchen. Erstaunlicherweise kam der Große bereitwillig mit und so fuhren wir drei mit Bus und U-Bahn zum Zoo, wo wir um 11:30 Uhr ankamen. Ich war gespannt, wie lange die Kinder durchhalten würden (zwar schlafen sie nun mittags nicht mehr, aber wir machen immer eine Mittagspause zuhause) und besonders war ich auf die Laune des Großen gespannt, denn er hatte tatsächlich von Anfang an bei jedem Zoobesuch schlechte Laune gehabt. Früher fragten wir uns immer, was denn mit ihm los sei, immerhin begeisterten sich doch "ALLE" anderen Kinder für Tiere, nur er nicht und war im Gegenteil immer total motzig und mies drauf. Mittlerweile wissen wir, dass Tiere ihn eben nicht so superdoll interessieren und es ihm sicherlich auch oft alles zu viel und zu fremd war, die strengen Gerüche, das Gedrängel vor den Gehegen etc. Ehrlich gesagt, ging mir das auch oft so. Je älter er wird, umso mehr fragt er aber, wo bestimmte Tiere leben, wie alt sie werden etc., interessiert sich also mehr für die Fakten als die Lebewesen. Ich glaube, auch dies war bei mir früher ähnlich.

Die Kleine war selig, als sie ihre Elefanten sah, und auch der Große zeigte keine Ansätze seiner sonstigen Zoo-Aversion. Wir gingen zu den Giraffen und schauten lange zu; dass die eine Giraffe den Urin der anderen, gerade pullernden Giraffe mitten im Strahl mit der Zunge auffing, fanden sie natürlich zum Schießen und erzählten es dem Papa abends überschwänglich. Dann ging es an einigen anderen Freigehegen entlang zum Restaurant, denn wir hatten Hunger. Nach dem Mittagessen schwächelten beide Kinder etwas, der Große jammerte, die Beine täten ihm weh, obwohl wir gerade gesessen hatten, und die Kleine wollte immer öfter in den Buggy. Wir besuchten noch die Fütterung im Affenhaus...

und waren kurz im Raubtierhaus, aber dann ging erstmal nichts mehr - außer: Spielplatz! Auf dem (wirklich tollen Abenteuer-) Spielplatz war alle Müdigkeit vergessen und die Kinder turnten ausgelassen herum. Auch dieser Spielplatz hatte den Großen wegen seiner Größe und Vielfältigkeit lange Zeit überfordert. Man kann /muss sehr viel klettern, es gibt verschlungene Wege durch die Holztürme, wackelige Hängebrücken in luftiger Höhe und schnelle und hohe Rutschen, vor denen er immer Respekt hatte. Nun entfernt er sich sogar freiwillig von mir, probiert alles aus, traut sich Dinge zu und schaut, was die größeren Jungs machen. Immer mehr findet er die Herausforderungen klasse. Es ist so schön, solche Entwicklungen zu sehen. Naja, und die Kleine hat ja sowieso kaum Berührungsängste und klettert manchmal sogar dem Großen voran. Auch für mich war es total schön, denn ich musste zwar aufpassen und die Kinder im Auge behalten, aber hatte ansonsten mental Ruhe und konnte die Luft und Sonne genießen.

Nach dem Spielplatz gingen wir noch einen Kakao trinken und anschließend nochmal in eine andere Ecke des Zoos, wo wir selten waren. Es gab kein Gemecker und Gejaule, sie machten alles super mit. Um 16:30 Uhr fuhren wir wieder nach Hause. Ich fürchtete, dass die Kleine in der U-Bahn einschläft, aber das war zu aufregend. Kurz nach 17 Uhr kamen wir zuhause an und waren über 6 Stunden unterwegs gewesen. Solche Ganztagesausflüge machen wir eigentlich sehr selten, wegen der (uns wichtigen) Mittagspause und weil das auch für die Kinder anstrengend ist, aber diesmal bot es sich aufgrund des grandiosen Wetters wirklich an und ich war begeistert, dass es so gut klappte.

Zuhause angekommen, hatten wir alle rote Wangen und glänzende Augen, auch die Kinder waren ausgeglichen, fröhlich und gar nicht überdreht, wie sonst manchmal, wenn alles zuviel war. Sie berichteten dem Papa ausgelassen von ihren Erlebnissen. Und ich selbst war so richtig glücklich und erfüllt. Dass so etwas jetzt geht, dass ich es genieße und dass ich nicht abends völlig erschöpft zusammenbreche, ist ein unglaublicher Fortschritt auf allen Ebenen. Nun nehme ich diese positive Energie mit in die Woche und wenn wiedermal ein Ausflug so richtig mies lief, die Kinder nur meckerten und nichts klappte, dann lese ich diesen Text und erinnere mich an diesen WUNDERSCHÖNEN SONNTAG, der wirklich so war, wie ich es mir immer wünschen würde.

Samstag, 27. Februar 2016

Kurzzeitig vertauschte Rollen

In der letzten Woche war ich zum ersten Mal, seit beide Kinder in der Kita sind (Juni 2014), nicht für das tägliche Abholen zuständig, ohne selbst krank zu sein. Unsere normale Aufteilung im Alltag ist folgendermaßen: mein Mann bringt die Kinder täglich zur Kita und ich hole sie bis auf freitags immer ab und betreue sie bis zum Abendbrot. Freitags ist dafür mein Mann zuständig und ich kann etwas länger arbeiten. Ausnahmen gibt es nur ganz selten, z.B. bei schwerer Krankheit eines Elternteils oder wenn wir die Kinder im Sommer manchmal zusammen abholen, um nachmittags noch in unseren Garten zu fahren. Da wir keine Großeltern in der Stadt haben, gibt es auch sonst niemanden, mit dem man sich mal abwechseln könnte. Und wenn ein Kind krank oder der Große verreist ist oder mit zu einem Freund geht, haben wir trotzdem den gleichen Rhythmus wie sonst, da das andere Kind ja auch in die Kita gebracht und abgeholt werden muss.

Deshalb war es eine ganz und gar ungewohnte Situation, eine Pause von der täglichen Abholerei zu bekommen, ohne schwerkrank im Bett zu liegen. Mein Mann hat täglich die Kinder zur Kita gebracht und außer am Freitag auch abgeholt. Er war letzte Woche krankgeschrieben, noch angeschlagen, aber nicht bettlägerig und sah sich in der Lage, das Abholen sowie einen kurzen Spielplatz- und Cafèbesuch zu schaffen. Außerdem wollte er mich etwas entlasten, weil ich die Kinder in der letzten Zeit, selbst oft ziemlich krank, noch mehr allein als ohnehin schon hatte, wegen zweimaliger Krankheit meines Mannes an Wochenenden und der Fahrten wegen des Ablebens meines Schwiegervaters. Ich habe an 2 Tagen länger gearbeitet und am Donnerstag einen größeren Einkauf erledigt und hatte somit jeden Tag ca. 1,5 - 2 h Freizeit bis zum Eintreffen der Kinder. Zu einer Uhrzeit, wo ich sonst immer mit den Kindern auf Spielplätzen, im Cafè, im Park oder bei Freunden bin, saß ich auf dem heimischen Sofa. Das war sehr skurril.

Quelle: Pixabay

Folgende Erkenntnisse habe ich aus der Woche gewonnen:

1. Es ist schön, mal eine Abwechslung zu haben, und erschreckend, dass es die erste mehrtägige dieser Art seit fast 1 3/4 Jahren war. Es war herrlich, am späten Nachmittag mal zuhause die Füße hochzulegen. Erleichternd kam natürlich dazu, dass kaum Haushaltstätigkeiten anfielen, weil mein Mann diese im Laufe des Tages schon erledigt hatte, so dass es sich wirklich wie Freizeit anfühlte, was sonst oft nicht der Fall ist, wenn ich mal 2 h frei habe. Um den Tausch beim Abholen vielleicht von Zeit zu Zeit zu wiederholen, müsste ich die Kinder morgens ab und zu wegbringen, damit mein Mann früher mit der Arbeit starten kann. Andererseits ist es gerade der feste Rhythmus, den die Kinder brauchen und auf den sie sich verlassen können.

2. Als die Kinder gegen 17 Uhr eintrafen, war ich gerade im Entspannungsmodus angekommen und sehr müde, so dass es mir schwer fiel, wieder aktiv zu werden und umzuschalten. Anscheinend fehlte mir auch die tägliche Portion frischer Luft und Bewegung, die ich ja sonst gewöhnt bin. Dazu kommt, dass auch die Kinder beim Nachhausekommen müde und geschafft sind sowie abschalten, runterkommen und nicht bespielt werden wollen. Die Kleine ist dann auch sehr anhänglich, wenn sie mich am Nachmittag nicht hatte.

3. Mir fällt es aktuell schwerer, mich auf die Kinder einzustellen, wenn ich weniger Zeit mit ihnen verbringe. Ich bin dann mehr in meiner Welt und deutlich ungeduldiger und genervter als sonst, wenn ich viel mit ihnen zusammen bin, was in letzter Zeit wegen der häufigen Krankheiten der Fall war. Das ist merkwürdig, weil ich früher immer ganz schnell genervt war, wenn ich keine Pause von ihnen bekam (also das Gegenteil). Die Erfahrung, dass durch weniger gemeinsam verbrachte Zeit das Verständnis für die Kinder nachlässt, zeigte mir, wie es Vätern manchmal gehen mag, die ihre Kinder noch weniger, vielleicht nur 1 h täglich sehen. Man ist dann einfach so in der selbstbestimmten, logischen Erwachsenenwelt drin, dass man sich an umgeschmissene Becher, sinnlos erscheinende Bockanfälle und die vielen kleinen Scharmützel erst wieder gewöhnen muss. In manchen Fällen kann das auch die Gelassenheit des geringer in die Kinderbetreuung involvierten Elternteils steigern. Bei mir ist es im Moment so, dass ich umso gelassener bin, je mehr ich in der "Kinderwelt" drin bin. Das war nicht immer so.

4. Wenn ich den Nachmittag mit den Kindern verbringe und nur für sie da bin, habe ich kein schlechtes Gewissen, wenn ich zuhause nicht mehr intensiv mit ihnen spiele, sondern Abendbrot mache oder andere Kleinigkeiten für mich selbst. Das klappt mittlerweile auch ziemlich gut. Wenn ich sie aber erst abends sehe, habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich mit anderen Dingen beschäftige, anstatt sie zu bespaßen (obwohl sie dies gar nicht wollen, weil sie auch erschöpft sind). Das ist irgendwie blöd. Ich bekomme auch wirklich ein ungutes Gefühl, wenn ich nur 2 h am Tag mit den Kindern verbringe, obwohl ich es mir manchmal auch wünsche. Das ist vielleicht so ein "Mütterproblem"...

5. Mein Mann hat gesehen, dass man sich jeden Nachmittag überlegen muss, was man mit den Kindern anstellt, je nach Wetter, nach Laune, nach Kraft etc. Dass man schauen muss, nicht zu früh nach Hause zu kommen, aber auch nicht zu spät, damit die Kinder noch Zeit zum Entspannen haben. Dass man nie vorher weiß, wie die Kinder drauf sind, was einen in der Kita erwartet und wie der Nachmittag verläuft. Das fühlt sich anders an, als einmal in der Woche die Kinder abzuholen.

Am Freitag habe ich die Kinder dann wieder abgeholt und es war komisch, nach so vielen (4...) Tagen Pause wieder in die Kita zu kommen. Es fand ein Kuchenbasar statt und wir kauften einige Kuchenstücke, die wir dann auf dem Spielplatz zusammen mit Freunden verspeisten. Zuhause angekommen konnte ich mich ohne schlechtes Gewissen anderen Dingen widmen und mein Mann hat übernommen. Also alles wie immer. Die Pause hat trotzdem mal gut getan. So etwas wird aber leider auch zukünftig nur äußerst selten vorkommen. Prinzipiell mag ich unsere gemeinsamen Nachmittage ja wirklich gern. Aber jeder Mensch braucht auch mal eine Abwechslung.

Wie ist das bei euch, habt ihr auch einen festen Rhythmus oder wechselt ihr euch öfter mal ab? 

Samstag, 28. November 2015

Weihnachtsgeschenke für meine Kinder

Auch in diesem Jahr haben wir wieder frühzeitig angefangen, uns über die Geschenke für unsere dann 4 3/4- und 2 1/2-jährigen Kinder Gedanken zu machen. Da wir keine nachfragende Verwandtschaft haben, geht es tatsächlich nur um Geschenke von uns und höchstens noch meinen Eltern. Wir überlegen uns und kaufen die Geschenke meist schon viele Wochen vorher und wählen dann aus, was zu Nikolaus, zu Weihnachten und zu den Geburtstagen der Kinder im Frühjahr geschenkt werden kann und verteilen das zwischen den Großeltern und uns.