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Dienstag, 8. Januar 2019

CAVALLUNA - ein magisches Showerlebnis auf Tournee (Werbung und Verlosung)

Copyright: Cavalluna

Habt ihr auch so pferdeverrückte Kinder? Meine Tochter ist fasziniert von diesen Tieren und der Besuch eines Reiterhofes und einer Pferdekoppel sind für sie absolute Highlights. Im letzten Jahr war ich zum ersten Mal mit ihr in einer großen Pferdeshow und sie war noch tagelang begeistert. Deshalb freue ich mich sehr, dass ich die CAVALLUNA-Show bald mit meinen Kindern zusammen besuchen darf.

Copyright: Cavalluna

CAVALLUNA - das ist Europas größte und beliebteste Pferdeshow, die in den nächsten Monaten in 34 Städten ein Gastspiel gibt, bestimmt auch in eurer Nähe. Wunderschöne Pferde, gefühlvolle Musik und eine berührende Geschichte machen die Show aus und lassen sie zu einem großartigen Highlight für alle großen und kleinen Besucher werden.

Copyright: Cavalluna

In einer fantasievollen Geschichte begleiten wir den jungen Tahin auf seiner Reise in ein fernes Reich, wo er der schönen Naia begegnet. Kann er Naia für sich gewinnen und mit in seine Welt nehmen? Findet es heraus und besucht diese beeindruckende Show!

Copyright: Cavalluna

90 Mitwirkende vor und hinter der Bühne, 56 Pferde und ein Esel, atemberaubende Kostüme, mitreißende Musik und beeindruckende Show-Elemente auf dem Rücken der Pferde machen dieses magische und unvergessliche Pferdespektakel möglich und lassen die Zuschauer verzaubert zurück.

Tickets können auf der Cavalluna-Webseite oder unter 01806-733333 (0,20 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Festnetz, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus den Mobilfunknetzen) bestellt werden.

Viel Vergnügen bei der großen Pferdeshow CAVALLUNA !

Copyright: Cavalluna

Verlosung

Ich freue mich unglaublich, denn ich darf an eine/n von euch

1 x 2 Tickets für die Cavalluna-Show 
am 27.01.2019 um 18:30 Uhr 
in der Mercedes-Benz-Arena in Berlin 

verlosen!

Die Verlosung findet auf Facebook, Instagram und hier auf dem Blog statt. Um in den Lostopf zu hüpfen, hinterlasst mir bitte auf einem dieser Kanäle einen Kommentar, mit wem ihr die Show gern besuchen würdet. Falls ihr hier mobil Probleme beim Kommentieren habt, klickt einfach auf "Web-Version anzeigen".

Zusätzlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir auf Facebook, Pinterest oder Instagram folgt und die Verlosung teilt. Ist aber keine Bedingung. Bitte gebt hier auf dem Blog euren Namen zur Zuordnung an (wenn ihr anonym kommentiert, dann im Kommentar)!

Die Verlosung läuft bis zum 11. Januar 2019, 23:59 Uhr. Unter allen bis dahin eingehenden Kommentaren wird der Gewinner/die Gewinnerin am 12. Januar 2019 per random.org ausgelost und hier per Kommentar sowie auf Facebook bzw. Instagram benachrichtigt. Ich sehe hier keine Mailadressen, kann euch also nicht per Mail benachrichtigen. Ihr müsst also ggf. nochmal reinschauen oder die Folgekommentare abonnieren, damit ihr eine Benachrichtigung erhaltet. Auf Facebook und Instagram markiere ich euch natürlich.

Die 2 Tickets werden an der Abendkasse für euch hinterlegt, d.h. euer Name wird von mir zu diesem Zweck an die Pressestelle der Show weitergegeben. Mit eurer Teilnahme erklärt ihr euch damit einverstanden. Die Verlosung steht in keinem Zusammenhang zu Facebook oder Instagram. Mindestalter 18 Jahre. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Viel Glück!

Copyright: Cavalluna

Dieser Beitrag ist eine Kooperation mit der Cavalluna-Show und damit Werbung. Wir dürfen die Show in Berlin auf Einladung besuchen.

Sonntag, 26. November 2017

Die erste Kita-Übernachtung der Kleinen

Die Kleine, die sehr lange Zeit ohne mich nicht einschlief, geschweige denn die ganze Nacht ohne mich geschafft hätte, hat nun tatsächlich zum ersten Mal allein auswärts geschlafen. In unserer Kita werden mehrmals im Jahr Kita-Übernachtungen veranstaltet, die natürlich völlig freiwillig sind, aber von vielen Kindern geliebt werden. Ich selbst finde die Idee an sich schön, stehe aber einer sehr frühen Übernachtung eher skeptisch gegenüber und halte es eigentlich für überflüssig, so kleine Kinder nach der anstrengenden Kitawoche noch dem Stress einer Fremd-Übernachtung auszusetzen. Aber für viele Kinder ist das ein absolutes Highlight und auch die meisten Eltern sind begeistert.

Als die Kleine noch im kleinen Elementarbereich war, haben wir sie nie für eine Kita-Übernachtung eingetragen. Das war uns einfach noch zu früh und es hätte wahrscheinlich auch nicht funktioniert.  Nun ist sie 4 1/2 Jahre alt, kann seit ca. einem Jahr ohne mich einschlafen und hat in diesem Jahr mehrfach, u.a. bei meiner Mutter-Kind-Kur, gezeigt, dass sie auch nachts ohne mich auskommt. Eine auswärtige Übernachtung hielt ich trotzdem lange für sehr heikel, denn sie benötigt viel Körperkontakt und hat am liebsten jemanden, der direkt neben ihr schläft. Sie hat auch noch nie bei den Großeltern übernachtet, was der Große ab 3 1/4 Jahre gemacht hat. Trotzdem wollten wir es nun zum ersten Mal mit einer Kita-Übernachtung probieren; einerseits wollte sie selbst gern und außerdem wird sie nächstes Jahr mit auf die Kitareise fahren, so dass man es schon vorher mal testen muss. Wäre es schwierig geworden, sind wir in 10 Minuten an der Kita und hätten sie abgeholt. Darauf haben wir uns auch eingestellt.

Der Große hat zweimal an Kita-Übernachtungen teilgenommen, die ihn so überfordert haben, dass er beide Male anschließend eine Woche krank war. Und er ist kein Kind, was oft krank wird, und selbst wenn, dann ist er meist nach 2 Tagen wieder fit. Das war für uns sehr ernüchternd und anstrengend, solch eine Quote hat für uns keinen Sinn gemacht. Hier könnt ihr über seine erste Kita-Übernachtung nachlesen und hier über die zweite. Da es bei den Kitafahrten und Großelternübernachtungen keine Probleme mit ihm gab, haben wir nach diesen Malen auf Kita-Übernachtungen für ihn verzichtet. Das hat er problemlos akzeptiert und wir sind mit dieser Entscheidung glücklich gewesen.

Nun sollte die Kleine es mal versuchen. Der Mann holte die Kinder am Freitag ab und brachte sie beizeiten nach Hause, damit die Kleine sich noch ein wenig ausruhen konnte. Ich hatte damit gerechnet, dass wir sie nicht wieder loseisen würden können, aber sie schnappte sich ihren Rucksack, sagte fröhlich, sie wolle jetzt losgehen und wurde vom Mann um 18 Uhr wieder in die Kita gebracht bzw. davor abgegeben. Und dann konnten wir nur abwarten.

Da das Motto der Übernachtung "Tiere" war, hatte sie ein Pandakostüm dabei, was ich mir von einer Freundin ausgeliehen hatte. Die Kinder aßen in der Kita Abendbrot, dann wurde ein Film geschaut und irgendwann scheinen alle geschlafen zu haben. Am nächsten Morgen wurde gefrühstückt und um 9:30 Uhr durften die Kinder wieder abgeholt werden. Es war sehr süß, wie alle fertig angezogen und mit stolzen Gesichtern die Treppe herunter kamen. Auch meine Kleine war sehr sehr stolz, dass sie es geschafft hatte, und ich muss sagen, dass sie mich damit ein bisschen überrascht hat. Also, ich habe schon geglaubt, dass sie es schaffen könnte, wusste aber nicht, ob sie wirklich wollte oder sich nicht doch lieber nach Hause sehnen würde. In ganz kleinen Schritten entwickelt sich das Thema "Schlafen ohne Mama" bei ihr weiter und manchmal muss man eben auch etwas probieren, um zu sehen, ob es schon funktioniert. Gut gemacht!

Am Samstag wirkte sie völlig normal, weder überdreht noch verwirrt. Sie erzählte auf Nachfrage einiges von der Übernachtung und wollte das unbedingt wiederholen. Nicht einmal besonders müde wirkte sie, das war beim Großen anders gewesen. Dennoch bestanden wir auf einem Mittagsschlaf, den sie eigentlich seit einem Jahr nicht mehr hält, und sie schlief auch anderthalb Stunden. Das hatte allerdings zur Folge, dass sie am Abend sehr lange brauchte, um einzuschlafen. Als sie endlich eingeschlafen war und ich mich rausschleichen wollte, wachte sie wieder auf. Das kommt sonst nie vor! Der Mann legte sich dann nochmal mit ihr hin, bis sie fest schlief. Doch auch dann wachte sie nach einer halben Stunde wieder auf, weinte und klammerte sehr, bis sie wieder eingeschlafen war. Ich denke schon, dass solche Herausforderungen ihr ziemlich viel abverlangen, auch wenn man ihr äußerlich nichts anmerkt. Ich weiß mittlerweile auch aus der Erfahrung mit dem Großen, dass es immer irgendwelche Nachwirkungen gibt. Je nachdem, wie groß diese ausfallen, wird man ein Experiment nochmal oder nicht mehr stattfinden lassen.

Ich bin sehr stolz auf sie und freue mich, dass sie die Kita-Übernachtung so gut gemeistert hat. Die nächste Herausforderung wird sein, sie mal bei den Großeltern schlafen zu lassen. Mal sehen, wann es dazu kommen wird. Schritt für Schritt geht der Abnabelungsprozess weiter, in ihrem Tempo, mit unserer Unterstützung, mit Herausforderung und Sicherheit. So wie sie es braucht.

Montag, 4. September 2017

Eine Reise nur für mich und die Kleine

In meinem Bericht über unseren Sommerurlaub an der Ostsee hatte ich ja am Ende erwähnt, dass ich noch anderthalb Tage Exklusivzeit mit der Kleinen rangehangen hatte, um sie eventuell etwas aus ihrem wütenden, unausgeglichenen Zustand herauszuholen, in dem sie nun schon seit vielen Wochen steckt. In den Reaktionen auf meine Klagen über ihre Wandlung, wie hier beschrieben, wurde mein Gedanke von mehr Exklusivzeit für sie positiv aufgenommen und im Laufe unseres Urlaubs entschloss ich mich, ihr ein kleines Abenteuer, aus dem sie vielleicht etwas positive Energie ziehen könnte, zu ermöglichen.

Der Große hatte seinerzeit auch mit 4 1/4 Jahren das erste Mal allein mit dem Papa einen anderthalb-Tage-Trip mit Hotelübernachtung gemacht und auch im vergangenen Jahr war er ein paar Tage mit dem Papa allein verreist. Zusammen mit den Aufenthalten bei den Großeltern, den 3 Kitafahrten und unseren gemeinsamen 3 Wochen Mutter-Kind-Kur im Frühjahr war er doch schon vergleichsweise oft auf Reisen, im Gegensatz zur Kleinen, die all das noch nie gemacht hatte. Deshalb hielt ich es für einen guten Ansatz, ihr das mal zu ermöglichen und einfach zu schauen, ob es etwas an ihrer Unzufriedenheit bewirkt.

Die Umstände waren für mich sehr bequem, ich buchte noch im Urlaub eine Hotelübernachtung in Rostock, in dessen Nähe wir urlaubten, und besprach mit dem Mann, dass er uns am Abreisetag dort am Zoo absetzen sollte, den ich mit der Kleinen besuchen wollte, da sie im Gegensatz zum Großen Zoobesuche und Tiere liebt. Ich sparte mir also eine Anreisestrecke, kannte das Hotel schon und die Stadt sowieso. So war ich mental entspannt, auch wenn ich etwas Bauchschmerzen bezüglich der Kleinen hatte. Denn mit ihrem schrillen Gekreische und den vielen Schimpfwörtern ist sie zur Zeit nicht gerade die ideale Reisebegleitung.


Am Abreisetag fuhren wir also vormittags nach Rostock und verbrachten zu viert noch etwas Zeit am Stadthafen, bevor sich die Männer auf die Autobahn verabschiedeten. Die Kleine und ich gingen in den Zoo Rostock, der recht groß ist, da er aus zwei Teilen besteht. Zum Glück hatte ich mir vorher schon überlegt, einen Bollerwagen auszuleihen, da ich das Gepäck ja dabei hatte und die Kleine in der Mittagszeit müde und lauffaul sein würde. Das war goldrichtig, so konnten wir fast den ganzen Zoo durchwandern. Ich hoffte, dass sie im Bollerwagen einschlafen würde, weil ich eigentlich auch eine kleine Pause brauchte, aber den Gefallen tat sie mir nicht. Besonders glücklich war sie, als wir durch das Darwineum stromerten; ein Besuch bei den Menschenaffen ist doch immer wieder ein Highlight.




Nach 5 Stunden Zoomarathon fuhren wir mit der Straßenbahn in unser Hotel. Eigentlich wollte ich unterwegs noch mit ihr essen gehen, aber wir waren zu kaputt und kauften nur ein Brötchen für's Zimmer. Im Hotel angekommen, begeisterte sie sich gleich wieder für die hoteleigenen Meerschweinchen und bestand darauf, eine Zeitlang allein bei ihnen in der Rezeption zu bleiben, während ich hoch in unser Zimmer ging. Zuletzt waren wir zur Beerdigung meines Schwiegervaters dort gewesen. Ich war sehr müde und als sie schlief, las ich nur noch eine Weile im dunklen Zimmer am Handy.


Insgesamt war sie seit der Verabschiedung der Männer sehr ruhig gewesen, um nicht zu sagen scheu, was mich sehr wunderte und irritierte. Es gab klitzekleine Konfliktsituationen, aber nichts im Vergleich zu dem, was wir seit Wochen mit ihr durchmachten. Sie war wieder wie ausgewechselt, ein komplett anderes Kind. Allerdings auch anders als früher, viel zurückhaltender, unsicherer. Mir schien, als ginge es ihr nicht gut, aber sie sagte, es sei alles in Ordnung. Wahrscheinlich hat sie die ungewohnte Situation auch eingeschüchtert, vielleicht hat sie gemerkt, dass das, was sie sich gewünscht hat, doch ganz schön aufregend ist. Ich weiß es nicht. Es war jedenfalls ein für die Nerven ruhiger, aber körperlich ziemlich anstrengender Tag gewesen.

Am nächsten Morgen frühstückten wir gemütlich im Hotel und währenddessen hörte auch der Regen auf. Ich wollte eigentlich einen kleinen Stadtbummel mit ihr machen und hoffte, dass das mit ihr möglich sei. Schon nach wenigen Metern jammerte sie, dass sie nicht mehr laufen konnte. Auf einem kleinen Spielplatz fiel sie hin und danach war die Laune endgültig durchwachsen. Wir schafften es gerade mal bis knapp hinter's Kröpeliner Tor, gingen dann zu Hugendubel, um sie ein wenig abzulenken, und danach hatte sie schon wieder Hunger, so dass ich Pommes für sie kaufte. Alles in allem hatten wir eine Strecke von 15 Minuten in anderthalb Stunden zurückgelegt. Ich plante also lieber großzügig für den Weg zurück zum Hotel und zum Busbahnhof...


Ich war ziemlich enttäuscht, dass wir nicht wenigstens eine kleine Innenstadtrunde geschafft hatten. Nichts hatten wir gesehen, alles war mühsam gewesen. Wäre es eine fremde Stadt für mich gewesen, die ich kennenlernen wollte, wäre ich sehr frustriert gewesen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass ihr es Spaß machen würde, mit Mama allein eine andere Stadt zu erkunden. Wir gingen zurück ins Hotel, checkten aus und machten uns auf den Weg zum Busbahnhof. Diese Strecke ging sie bereitwillig, wenn auch langsam, mit, und wir hatten noch etwas Zeit zum Essen, als wir ankamen. Ich hatte ja wohlweislich auch anderthalb Stunden Puffer angesetzt. Die Rückfahrt mit dem Fernbus war von einem vorhersehbaren Stau geprägt, der uns eine Stunde später als geplant ankommen ließ. Wenigstens schlief sie eine Stunde. Da wir nach Ankunft noch mit dem Nahverkehr nach Hause fahren mussten, waren wir vom Hotel bis zur Ankunft zuhause insgesamt 6 Stunden unterwegs gewesen, für eine reine Fahrtstrecke von etwas über 2 Stunden. Ich war sehr erschöpft und dankbar, dass es schon Abend war.


Auch an diesem Tag erschien die Kleine mir sehr ruhig und verhalten und nichts ließ auf die aktuelle "Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand"-Mentalität schließen. Wieder gab es normale kleinere Differenzen, aber keine Wutausbrüche, Beleidigungen, Schimpfwörter oder körperliche Aggressionen aus ihrem üblichen Repertoire. Ich fand es merkwürdig, sie so zu erleben, und empfand sie fast als ein wenig verstört, als hätte ihr Selbstbewusstsein einen Dämpfer bekommen. Obwohl sie mit mir, ihrer Bindungsperson Nr. 1, zusammen war, schien sie mir aus ihrer üblichen Routine und damit auch aus aktuellen Verhaltensweisen herausgerissen zu sein. Natürlich fehlte auch der große Bruder, mit dem sie sich sonst ein Scharmützel nach dem anderen liefert.

Insgesamt hatte ich nicht den Eindruck, dass diese kleine Exklusivreise nun das gewesen ist, was ihr fehlte und was sie unbedingt wollte. Dafür war sie zu verhalten gewesen, sie, die sonst immer so begeisterungsfähig ist und ihre Emotionen auf der Zunge trägt. Auf Nachfrage hat es ihr zwar gefallen, aber man hat gemerkt, dass sie ihre Selbstsicherheit nur in ihrem gewohnten Umfeld an den Tag legt. Die große Frage, ob sich nun etwas in ihrem Verhalten geändert hat, lässt sich gar nicht so leicht beantworten. Denn nach unserer Rückkehr fuhr der Große eine Woche zu Oma und Opa und es war insgesamt ruhiger. Danach war sie krank und letzten Freitag hatte der Große einen Unfall im Schulhort mit der Folge Nasenbeinbruch, so dass bei uns sowieso Ausnahmezustand war. Ich werde beobachten, wie sich alles weiter entwickelt.

Obwohl ich selbst überhaupt nichts von diesem Kurztrip hatte und mich wirklich geärgert hätte, wenn ich die Stadt noch nicht so gut kennen würde, finde ich es trotzdem gut, es mal ausprobiert zu haben. So hat sie gemerkt, wie das ist und was alles dazu gehört. Mir ist bewusst, dass eine Exklusivzeit allein nicht ausreicht, um ihre generelle Lebensunzufriedenheit ("Alles ist blöd!" sagt sie ständig) umzuwandeln, und ich hätte gedacht, dass sie mehr aus dem Häuschen sein würde. Aber es ist, wie es ist, und wir haben es zumindest probiert. Mit etwas Abstand werde ich sie auch später nochmal befragen, wie sie die anderthalb Tage denn fand. Jetzt machen wir erstmal mit kleinen Exklusivzeiten im Alltag weiter. Und hoffen weiter auf Beruhigung ihres Gemüts.

Montag, 23. Januar 2017

Was für ein schöner Sonntag!

Oft genug gab es hier von anstrengenden, nervenaufreibenden Wochenenden, Urlauben und Ferien zu lesen, ja selbst einzelne Schließtage brachten mich, genauso wie den Mann, manchmal an den Rand unserer Nerven. Deshalb möchte ich heute ganz bewusst mal von einem wunderschönen Tag mit den Kindern erzählen, als positiven Gegenpart zu manchem Negativbericht hier und für mich selbst als Erinnerung daran, dass diese Tage existieren, dass vieles jetzt möglich ist, was früher undenkbar war, dass ich mittlerweile viel mehr Dinge als früher ohne Nervenzusammenbrüche oder völlige Erschöpfung schaffe und dass es nicht nur anstrengend, sondern auch richtig toll mit den Kindern sein kann. Ich kam gestern so zufrieden, ausgeglichen, erfüllt, selig, vollgetankt mit frischer Luft, Kinderteamgeist und Stärke von meinem Ausflug mit den Kindern nach Hause und dachte, warum kann es nicht immer so sein? Nicht mal meine Erkältung hat gestört...

Als der Mann sich morgens mit Migräne ins Bett legte, spielten wir erst noch ein bisschen zuhause, aber mich zog es raus, denn das Wetter war grandios, Sonne, blauer Himmel, eiskalt, aber trocken und die Vögel zwitscherten, als wäre schon Frühling. Wir packten uns total dick ein, denn ich wollte mit den Kindern in den Zoo fahren. Erst fürchtete ich, dass der Große bei der Bekanntgabe des Ausflugsziels mosern würde, denn bekanntlich ist er nicht gerade tiervernarrt und hat noch vor wenigen Wochen kundgetan: "Boah nee, für Zoo bin ich zu alt!" Aber die Kleine war beim letzten Besuch eines Zoos in einer anderen Stadt (in unserem Weihnachtsurlaub) total traurig gewesen, dass sie keine Elefanten gesehen hatte (wir hatten ein Abendticket und keine Zeit mehr), so dass ich ihr versprochen hatte, bald Elefanten zu besuchen. Erstaunlicherweise kam der Große bereitwillig mit und so fuhren wir drei mit Bus und U-Bahn zum Zoo, wo wir um 11:30 Uhr ankamen. Ich war gespannt, wie lange die Kinder durchhalten würden (zwar schlafen sie nun mittags nicht mehr, aber wir machen immer eine Mittagspause zuhause) und besonders war ich auf die Laune des Großen gespannt, denn er hatte tatsächlich von Anfang an bei jedem Zoobesuch schlechte Laune gehabt. Früher fragten wir uns immer, was denn mit ihm los sei, immerhin begeisterten sich doch "ALLE" anderen Kinder für Tiere, nur er nicht und war im Gegenteil immer total motzig und mies drauf. Mittlerweile wissen wir, dass Tiere ihn eben nicht so superdoll interessieren und es ihm sicherlich auch oft alles zu viel und zu fremd war, die strengen Gerüche, das Gedrängel vor den Gehegen etc. Ehrlich gesagt, ging mir das auch oft so. Je älter er wird, umso mehr fragt er aber, wo bestimmte Tiere leben, wie alt sie werden etc., interessiert sich also mehr für die Fakten als die Lebewesen. Ich glaube, auch dies war bei mir früher ähnlich.

Die Kleine war selig, als sie ihre Elefanten sah, und auch der Große zeigte keine Ansätze seiner sonstigen Zoo-Aversion. Wir gingen zu den Giraffen und schauten lange zu; dass die eine Giraffe den Urin der anderen, gerade pullernden Giraffe mitten im Strahl mit der Zunge auffing, fanden sie natürlich zum Schießen und erzählten es dem Papa abends überschwänglich. Dann ging es an einigen anderen Freigehegen entlang zum Restaurant, denn wir hatten Hunger. Nach dem Mittagessen schwächelten beide Kinder etwas, der Große jammerte, die Beine täten ihm weh, obwohl wir gerade gesessen hatten, und die Kleine wollte immer öfter in den Buggy. Wir besuchten noch die Fütterung im Affenhaus...

und waren kurz im Raubtierhaus, aber dann ging erstmal nichts mehr - außer: Spielplatz! Auf dem (wirklich tollen Abenteuer-) Spielplatz war alle Müdigkeit vergessen und die Kinder turnten ausgelassen herum. Auch dieser Spielplatz hatte den Großen wegen seiner Größe und Vielfältigkeit lange Zeit überfordert. Man kann /muss sehr viel klettern, es gibt verschlungene Wege durch die Holztürme, wackelige Hängebrücken in luftiger Höhe und schnelle und hohe Rutschen, vor denen er immer Respekt hatte. Nun entfernt er sich sogar freiwillig von mir, probiert alles aus, traut sich Dinge zu und schaut, was die größeren Jungs machen. Immer mehr findet er die Herausforderungen klasse. Es ist so schön, solche Entwicklungen zu sehen. Naja, und die Kleine hat ja sowieso kaum Berührungsängste und klettert manchmal sogar dem Großen voran. Auch für mich war es total schön, denn ich musste zwar aufpassen und die Kinder im Auge behalten, aber hatte ansonsten mental Ruhe und konnte die Luft und Sonne genießen.

Nach dem Spielplatz gingen wir noch einen Kakao trinken und anschließend nochmal in eine andere Ecke des Zoos, wo wir selten waren. Es gab kein Gemecker und Gejaule, sie machten alles super mit. Um 16:30 Uhr fuhren wir wieder nach Hause. Ich fürchtete, dass die Kleine in der U-Bahn einschläft, aber das war zu aufregend. Kurz nach 17 Uhr kamen wir zuhause an und waren über 6 Stunden unterwegs gewesen. Solche Ganztagesausflüge machen wir eigentlich sehr selten, wegen der (uns wichtigen) Mittagspause und weil das auch für die Kinder anstrengend ist, aber diesmal bot es sich aufgrund des grandiosen Wetters wirklich an und ich war begeistert, dass es so gut klappte.

Zuhause angekommen, hatten wir alle rote Wangen und glänzende Augen, auch die Kinder waren ausgeglichen, fröhlich und gar nicht überdreht, wie sonst manchmal, wenn alles zuviel war. Sie berichteten dem Papa ausgelassen von ihren Erlebnissen. Und ich selbst war so richtig glücklich und erfüllt. Dass so etwas jetzt geht, dass ich es genieße und dass ich nicht abends völlig erschöpft zusammenbreche, ist ein unglaublicher Fortschritt auf allen Ebenen. Nun nehme ich diese positive Energie mit in die Woche und wenn wiedermal ein Ausflug so richtig mies lief, die Kinder nur meckerten und nichts klappte, dann lese ich diesen Text und erinnere mich an diesen WUNDERSCHÖNEN SONNTAG, der wirklich so war, wie ich es mir immer wünschen würde.

Donnerstag, 4. Februar 2016

Sind alle Kinder tiervernarrt?

Irgendwie dachte ich früher immer, alle Kinder interessieren sich für Tiere. Haustiere, Wildtiere, im Zoo, im Wald, auf dem Bauernhof. Ein Ausflug in den Tierpark würde bei Kindern höchste Begeisterungsstürme und größte Dankbarkeit auslösen. Tierbücher werden exzessiv angeschaut, Tierstimmen nachgeahmt, auf der Weltkarte nachgesehen, wo die Tiere leben etc. Es wird mit Tierfiguren gespielt, Kuscheltiere werden gesammelt, Tierverkleidungen werden geliebt. Nur wenig davon ist bei uns der Fall.

Der Große hat sich eigentlich nie für Tiere interessiert. Schon als Baby schaute ich mit ihm niedliche Tierbücher wie Mein erstes großes Fühlbuch an, machte Tiergeräusche nach und wartete darauf, dass er nachahmen würde. Das erfolgte nie. Er bekam eine Arche Noah ähnlich der von PLAYMOBIL 123 und spielte kaum damit (erst die Kleine nutzte sie später). An seinem 1. Geburtstag besuchten wir mit ihm den Zoo und meinten, ihm ein unvergessliches Erlebnis zu bescheren. Er hat sich nicht nur NULL für die Tiere interessiert, er hat sogar die ganze Zeit gemeckert und gequengelt. Es war ein wenig enttäuschend. Auch die wenigen darauffolgenden Male wurden nicht besser. Ich dachte, er müsste sich vielleicht erst dran gewöhnen und vertrauter mit den Wildtieren werden, aber dem war nicht so. Nach der Geburt der Kleinen hatten wir eine vergünstigte Babycard für den Zoo gekauft (die es jetzt wohl nicht mehr gibt). Wir nutzten sie aber nicht sehr oft, da der Große sich weiterhin mehr oder weniger nur für den Spielplatz im Zoo interessierte. Und die Kleine war ja sowieso noch ein Baby.

Der Große an seinem 1. Geburtstag im Zoo. Sein Gesichtsausdruck sagt alles.

Es war nicht so, dass wir ihn nicht an Tiere herangeführt hätten. Oft besuchten wir in unserem Park die Ziegen und die Vogelvoliere, aber auch das konnte ihn nicht hervorlocken. In unserer Nähe gibt es einen Kinderbauernhof mit Schafen, Ziegen, Eseln, Hasen, Gänsen und vielen Spielgeräten. Nach ca. 3 Versuchen ließ ich es bleiben und ging kaum noch mit ihm hin. Es war einfach zu frustrierend, er wusste nicht, was er dort machen sollte, er ging weder von selbst noch mit mir von Gehege zu Gehege, wollte immer auf den Arm. Er hat sich nicht gemerkt, wo welche Tiere untergebracht waren, fragte nie danach und bat nie darum, wieder zum Kinderbauernhof gehen zu können. Wir hatten ihm viele Tierfiguren gekauft, weil wir davon ausgingen, dass alle Kinder gern damit spielen. Nicht ein Mal hat er sie selbstständig angerührt, und auch, wenn wir ihm was vorgespielt haben, kam kein Interesse auf. Wir fanden das sehr ungewöhnlich. Fragt man ihn nach seinem Lieblingstier (wir müssen jetzt oft Freundebücher ausfüllen), kommt lange gar nichts und dann zögerlich sein Kuscheltiger und der T-Rex (von Kitafreund aufgeschnappt). Also nichts, was man sich unter einem Lieblingstier vorstellt. In unserem Garten hat er nie Ameisen gejagt oder Regenwürmer gesammelt. Schneckenhäuser sammelt er ganz gern :). Im Kurzurlaub mit dem Papa hatte dieser ihm sogar eine exklusive Kinderführung durch den örtlichen Zoo organisiert, inklusive hautnaher Fütterungen. Auch dies stieß nicht auf große Begeisterung.

Die Kleine war anders, sie schaute gern Tierbücher an, ahmte auch Tierstimmen nach und hörte fasziniert zu, wenn wir Tiergeräusche machten. Sie interessierte sich schon früh für die Tiere im Kinderbauernhof und mit ihr machte es Spaß, diesen zu besuchen, da sie eigenständig von Stall zu Stall lief. Sie kennt die Namen der Tiere und weiß, wo sie sich aufhalten. Sie liebt Pferde, allerdings hat sie Angst, wenn sie zu nahe kommen. Anfangs ist sie gern auf Ponys geritten, im letzten halben Jahr wollte sie dies aber auch kaum noch. Der Große sowieso nicht. Ihr Lieblingsbuch war lange Zeit Die Eule mit der Beule. Wenn wir im Garten sind, drängt sie immer darauf, die Heckrinder zu besuchen, die in einem Freigehege in dem Naturschutzgebiet hinter unserem Garten leben. Vor Ort überwiegt dann wieder die Angst. Ähnlich wie der Große hat sie auch nie oder selten mit unseren Tierfiguren gespielt. Insgesamt war/ist sie aber Tieren gegenüber deutlich aufgeschlossener und interessierter als der Große.

Am letzten Sonntag gab es die Aktion "Berlin sagt danke", in deren Rahmen man viele Attraktionen Berlins kostenlos besuchen konnte. Im Zoo Berlin wurden kostenlose Early Bird-Tickets an die ersten 1500 Besucher vergeben und ich versuchte, die Kinder für ein schnelles Anziehen nach dem Frühstück zu motivieren. Die Kleine war Feuer und Flamme, der Große stöhnte und meinte: "Och nö, ich will nicht in den Zoo, da muss man immer bei den Tieren stehenbleiben und weitergehen und wieder stehenbleiben." Stimmt ja irgendwie, aber wir wollten es halt wiedermal probieren und die kostenlose Gelegenheit nutzen. Wir waren um 9:30 Uhr da und ergatterten Early-Bird-Tickets. Ich freute mich sehr, ist doch der normale Eintrittspreis heftig, vor allem, wenn man nicht so tierbegeisterte Kinder hat und eh' nur bis zum Mittagsschlaf bleiben möchte. Beim Großen war alles wie immer, er interessierte sich kaum und fragte die ganze Zeit nach dem Spielplatz. Am ehesten faszinierten ihn die ungewöhnlichen Tiere wie der Ameisenbär, und die Fütterungen. Die Kleine, die sich so auf den Zoo gefreut hatte, skandierte die ganze Zeit "Weiter, weitergehn!", wenn wir irgendwo stehenblieben. Auch ihr schienen die Wildtiere eher fremd zu sein. Auf dem Spielplatz blühten beide Kinder dann auf und stellten ihr Gemecker ein. Naja, aber für den ohne Frage tollen Spielplatz werden wir mit Sicherheit zukünftig nicht die teuren Eintrittspreise bezahlen.

Insgesamt hält sich die Tierliebe und -Begeisterung meiner Kinder also in Grenzen. Sie füttern gern Enten und sammeln gern Feuerkäfer. Sie beobachten gern Katzen, die sich unter Autos verstecken. Sie fanden es spannend, mal die Hasen der Nachbarn in den Ferien zu hüten. Dann hört es schon fast auf. Ein Urlaub auf dem Bauernhof wäre also wohl im Moment nicht das Richtige für uns. Oder vielleicht doch? Vielleicht entwickeln sie dann ein Gefühl und Interesse für Tiere? Ich kann mich leider nicht zurück erinnern, wie ich selbst in dieser Hinsicht als Kleinkind war. Sehe aber viele andere, tierbegeisterte Kinder, die auch schon viel mehr über Tiere wissen als meine Kinder. Wir haben Tierbücher, Tierpuzzles, Tierfiguren, eine tolle Weltkarte mit Tieren, Tierbuchstaben etc. Aber irgendwie springt der Funke nicht über. Ist ja nicht dramatisch, wir finden es eben nur ungewöhnlich. Weil es nicht unserer Erwartungshaltung grundsätzlich tierlieber Kinder entspricht. Wahrscheinlich werden wir dereinst noch froh darüber sein: wenn es nämlich um den Wunsch nach Haustieren geht. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass meine Kinder diesen äußern werden. Mein Bruder und ich waren auch nicht sehr haustierbegeistert. Wir besaßen erst Fische und dann einen wegen eines Umzugs geschenkten Wellensittich. Den meisten Spaß damit hatte mein Vater. Und spätestens, seit mir ein Hamster in einem Haus, das ich im Urlaub hüten sollte, durch die morschen Bodendielen entwischt ist und erst am nächsten Tag wieder auftauchte, bin ich gegenüber Tieren im Haushalt voller Vorbehalte. Insofern wäre es mir nur recht, wenn meine Kinder keine Haustiere einfordern würden.

Wie ist das bei euch, lieben eure Kinder Tiere oder sind sie auch eher desinteressiert oder skeptisch? Wie hat sich der Bezug eurer Kinder zu Tieren entwickelt/ verändert? Haben sie Angst? Habt ihr schon einmal Urlaub auf dem Bauernhof gemacht? Wie war das? Möchten eure Kinder Haustiere haben?

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Sonntag, 8. November 2015

Unser Wochenende in Bildern 7./8. November 2015

An diesem Wochenende waren die Kinder gottseidank gesund und guter Laune und "nur" die Eltern angeschlagen. Wir machten trotzdem das Beste daraus. Am Samstag vormittag beschäftigte ich die Kinder allein bis zum Mittagessen in der Wohnung, nachdem sich mein Mann bei mir krankgemeldet hatte. Das Schwierigste daran ist immer, sie möglichst in einem Zimmer zu halten, weil sie sonst wie wilde Hühner durch die Wohnung jagen, sich lautstark necken und ärgern, Türen schlagen, ständig etwas wollen und so gar keine Rücksicht auf kranke Eltern, Toilettengänger oder sonstiges nehmen. Das gelang aber ganz gut und ich konnte sogar noch die Wäsche und das Mittagessen nebenbei machen.

Nach Mittagsschlaf und Vesper rafften wir uns auf und fuhren in die Innenstadt zu den Märchentagen im Nikolaiviertel. Wir wussten aus vergangenen Besuchen schon, dass das Programm nicht besonders ergiebig ist, nutzten aber die Gelegenheit, um wieder einmal ein bisschen Berlin-Mitte-Luft zu schnuppern. Für das ausgemalte Programmzettelchen der Märchentage bekam jedes Kind eine Kugel Florida-Eis geschenkt, was bei 17 Grad Außentemperatur eine Wohltat war. Im schlecht belüfteten Märchenzelt gab es gegen teuren Eintritt Zaubershows und Märchengeschichten. Man konnte malen, basteln und menschliche Märchenfiguren beobachten.

 
Durch's Nikolaiviertel zu schlendern ist einfach anheimelnd und in der hereinbrechenden Dämmerung sehr romantisch. Danach spazierten wir noch ein bisschen an der Spree entlang, versuchten, den tatsächlich sehr lauen Spätnachmittag und die tollen Anblicke zu genießen und fuhren dann zurück nach Hause. Ich genieße es, wenn ich außerhalb der Arbeit in der Innenstadt unterwegs bin. Zwar wächst dann auch immer meine Museums- und Kultursehnsucht, aber ein kleines Häppchen Sightseeing tut auch schon gut.


Am Sonntag schien die Sonne und wir fuhren gleich nach dem Frühstück in unseren Garten, um nach dem Rechten zu sehen und die letzten Herbstarbeiten zu erledigen. Die Kinder halfen tatkräftig mit und wir harkten Unmengen an Blättern zusammen, beschnitten Thuja-Bäume und brachten Rindenmulch aus. Gegen Mittag wurde es richtig warm und die Kinder dachten wohl, es würde bald Frühling.


Da es zum Kochen schon zu spät war, stoppten wir an einem kleinen Bistro und versorgten uns mit leckerem Essen.

Nach spätem Mittagsschlaf und Vesper war es schon 15:30 Uhr und ich beschloss kurzerhand, mit der Kleinen allein in unseren Kinderbauernhof zu gehen, wie wir es letzten Sonntag schon gemacht hatten. Die Kleine zieht sich nämlich meist bereitwillig und schnell an, man ist mit ihr innerhalb von 10 min. draußen, wohingegen es beim Großen oft 30-45 min. dauert, bis er unter Jaulen und Motzen fertig ist. Darauf habe ich keine Lust, gerade wenn es nachmittags so früh dunkel wird. Außerdem konnte so der angeschlagene Papa mit dem Großen zuhause bleiben und der Große genießt es immer mehr, wenn er von der Kleinen ungestört zuhause spielen kann. Insgesamt ist es für alle ruhiger, auch die Kleine ist entspannter, wenn sie mit einem von uns allein unterwegs ist, und sie liebt den Kinderbauernhof. Es macht auch mir Spaß, mit ihr dorthin zu gehen, weil sie sich für die Tiere und die Spielgeräte interessiert, im Gegensatz zum Großen, den man mit dem Kinderbauernhof lange Zeit nicht reizen konnte.



Es war wieder sehr friedlich und geruhsam mit ihr, wir blieben bis zum Schluss (17:30 Uhr) und spazierten dann im Dunkeln nach Hause. Die Männer hatten eine gemütliche Zeit verbracht und waren auch ausgeglichen. Die Aufteilung der Familie ist einfach im Moment eine gute Möglichkeit, Stress und Konflikte zu vermeiden und tut allen ganz gut. Da ich nachmittags auch in der Dämmerung noch gerne mal "Luft schnappe", kommt mir die Kleine da gerade recht, um vor die Tür zu gehen.

Dennoch vermisse ich ein wenig freie Zeit speziell am Wochenende, was in den letzten Wochen aufgrund der ständigen Krankheiten schwierig war. Die letzten 2 freien Stunden an einem Wochenende waren, abgesehen von dem Magen-Darm-Tag vor 4 Wochen, am 6. September. Ich hoffe, dass es bald wieder besser wird.

Mehr tolle Wochenenden in Bildern gibt es unter #wib und bei Geborgen Wachsen.

Alle Fotos sind wie immer mein Eigentum. Das Foto vom Wollschwein hat übrigens die Kleine gemacht;)

Sonntag, 13. September 2015

Unser Wochenende in Bildern 12./13. September 2015

Tatsächlich zum ersten Mal beteilige ich mich an der Initiative #wib von Susanne von Geborgen Wachsen, weil unser Wochenende nicht nur sehr ereignisreich, sondern auch noch wirklich schön war. Wie ihr wisst, bin ich kein Fan unserer Wochenenden, sondern mag vielmehr unseren strukturierten Alltag, wo jedes Familienmitglied stundenweise eigene Wege geht und man am Nachmittag viel entspannter wieder zueinander findet, als wenn man ständig zusammen hockt. Dieses Wochenende war total durchgeplant und bot so gut wie keine Zeit zum Durchschnaufen, aber es war abwechslungsreich und echt erfüllend. Das fühlt sich so gut an und ich bedauere, dass es selten so ist. Vielleicht brauche ich einfach ein von Samstag früh bis Sonntag abend durchstrukturiertes Wochenende, um nicht in diesem sonst oft vorherrschenden Gefühl: "Waaah, mit den Kindern kann man ja eh' nix machen und Zeit für sich selbst hat man auch nicht!" zu versacken. Wie auch immer: es war schön! Und das tolle Spätsommerwetter trug dazu bei.

An diesem Wochenende gab es bei uns ein alljährlich stattfindendes Fest, das wir wohlweislich ob des üblichen Gedränges gleich am Samstag vormittag besuchten. Das war auf jeden Fall richtig, aber leider waren die Kinder recht müde und quengelig. Hinzu kam, dass der Große nach kurzer Zeit wegen der Reizüberflutung komplett dicht machte und ab der Hälfte keinerlei Aktionen mehr wollte. Als wir dann wieder nach Hause gingen und ich ihn kurz auf den Arm nahm, sagte er auch direkt das, was ich ja wusste und ebenso empfand: "Es ist alles zuviel, es ist alles zu laut!"

 

Danach packten wir die Kinder gleich ins Auto, wo sie einschliefen, und fuhren in unseren Garten, um das traumhafte Wetter zu genießen. Dort entdeckte ich meinen wundervollen Riesen-Hibiskus wieder, den ich letztes Jahr gepflanzt hatte, aber nicht mehr wusste, wo. Das Schild hatte anscheinend den Winter nicht überstanden und da er sehr spät austreibt, erkannte ich die Pflanze nicht. Vor 2 Wochen blühte er auch noch nicht, aber jetzt stand er in voller Blüte. Habe natürlich gleich noch einmal die Stelle markiert...

 

Wir werkelten ein bisschen, spielten und am späten Nachmittag ging ich mit den Kindern auf's Feld hinaus. Dort leben keine 100 Meter von unserem Garten entfernt Heckrinder und Pferde in einem weitläufigen Freigehege. Außerdem waren zwei Kraniche erst zu hören, später auch gut zu sehen. Sie lieben ja abgeerntete Felder und die Ernte war in vollem Gange. Ein Paradies. Es gibt viele wilde Obstbäume, schöne Wege, eine kleine Sanddüne und ganz viel Natur. Wir machten einen ausgedehnten Rundgang und der Große lief die gesamte Strecke ohne zu meckern, was wirklich weit war.

 

Am Abend kam dann noch der Lebensmittel-Lieferservice, so dass auch der Kühlschrank wieder voll war. Außerdem bügelte ich sämtliche Klamotten für die am Sonntag anstehende Taufeinladung. Zum ersten Mal Kinderkleidung gebügelt;)

Der Sonntag startete aufgeregt. Nach dem Frühstück und dem Zähneputzen warfen wir uns alle in Schale und fuhren zu der nahegelegenen Kirche, wo die Taufe stattfand. Da ich die Taufpatin des kleinen Täuflings war, bedeutete es noch einmal etwas ganz Besonderes. Gleichzeitig war es ein Einschulungsgottesdienst, was ich aus Berlin gar nicht kannte. Es waren also viele Kinder anwesend. Meine Kinder, besonders die Kleine, waren sehr unruhig, aber ich war froh, dass sie überhaupt so lange durchhielten. 1 1/2 h finde ich echt zu lang. Als der kleine Täufling unruhig wurde, zauberten seine Großeltern dies hier aus dem Ärmel (Affiliate Link):


Ich musste fast laut loslachen. Ein Playmobil-Luther ist doch wirklich zu lustig. Naja, es half jedenfalls kurzzeitig. Kurz vor Schluss musste ich auch noch eine Banane für die Kleine köpfen, weil sie so arg (und laut) über Hunger klagte. Was soll's!

Nach dem Gottesdienst stand der Restaurantbesuch an, bei dem wir uns am Brunchbuffet bedienen konnten, was eine sehr gute Sache war, weil wir es den Kindern nicht mehr hätten zumuten können, noch lange auf eine Bestellung zu warten. Ich hatte schon vorher angekündigt, dass wir uns danach verabschieden würden, damit die Kinder sich ausruhen können. So machten wir es auch.

Wir nutzten wieder das schöne Wetter aus und fuhren in den Garten, die Kinder schliefen im Auto, leider im Fall der Kleinen trotz der vielen Eindrücke deutlich zu kurz. Am Nachmittag machten der Große und ich ein wenig Gartenarbeit und ernteten längliche Kohlrabis und Mini-Möhren. Irgendwie werden die Möhren bei mir nicht groß, ich muss nochmal nachlesen, was man da anders machen muss. Die Kohlrabis schmeckten gar nicht schlecht, aber den Großteil packten wir in unser Futterkörbchen für die Tiere.


Da unsere Plastik-Kindergartenausstattung (Rutsche, Spielhaus) so langsam das Zeitliche segnet, beschlossen wir, vielleicht schon nächstes Jahr einen Spielturm (so ähnlich wie ein Baumhaus) zu bauen. Eine kurze Recherche ergab: sparen!

Später ging ich dann wieder mit den Kindern auf die Felder hinaus und spannenderweise waren gerade verschiedene Erntefahrzeuge im Einsatz. Das war natürlich toll für die Kinder! Ein Traktor sammelte herumliegendes Heu auf und öffnete von Zeit zu Zeit seinen Anhänger, um einen fertig gepressten Heuballen freizugeben. Ein anderer pflügte das Feld. Später wurden die Heuballen noch eingeschweißt, aufgespießt und auf einen Anhänger verladen. Über 2 Stunden hinweg gab es immer etwas zu sehen. Auch für mich ist das sehr interessant.

 

Wir besuchten wieder die Heckrinder, die unsere Kohlrabis nur sehr skeptisch aufnahmen, gingen weiter zu den wilden Obstbäumen, pflückten einen Korb voll Mini-Birnen und brachten auch diese den Heckrindern. Wir trafen den Gartenfreund des Großen mit seiner Familie und sahen einige Drachen am Himmel. Beim nächsten Mal müssen wir unbedingt auch mal die Drachen steigen lassen.

 

Die Kinder waren fröhlich und gut gelaunt, ich war ausgeglichen und später stieß dann noch - angelockt von den Traktorengeräuschen - der Papa zu uns. Ich stellte wieder einmal fest, was für ein Glücksfall nicht nur der Garten, sondern auch die Lage ist. Ein Naturschutzgebiet mit fast frei lebenden Tieren, eine vielfältige Flora und Fauna, wunderbare Radwege und spannende Einblicke in die Landwirtschaft der angrenzenden Bauern- und Reiterhöfe kurz hinter unserem Garten zu haben ist schon wahnsinnig toll. Ich liebe die Gegend sehr und die Kinder genießen es auch. Spät ging es zurück in den Garten und nach Hause. Die Kinder schliefen zum Glück schnell.

Ein wirklich schönes Wochenende mit viel Abwechslung, viel Struktur und viel Natur, also allem, was ich liebe und brauche.

Weitere Wochenenden könnt ihr bei Geborgen Wachsen nachlesen.