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Mittwoch, 5. September 2018

WMDEDGT? am 5. September 2018 - Alltag

Heute ist der 5. des Monats und somit heißt es wieder einmal: "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" Es ist Mittwoch, ein normaler Arbeits-, Schul- und Kitatag für alle. Aber normal ist wohl im Familienleben fast nichts, oder?

6:30 Uhr

Der Wecker klingelt und ich stehe auf. Ich mache mich fertig, fülle die Brotdose des Großen und wecke dann die Kinder. Dass ich sie jetzt immer öfter morgens wecken muss, ist immer noch total ungewohnt für mich. Viele Jahre lang war vor allem der Große immer sehr sehr früh und vor uns wach. Wir frühstücken, die Kinder ziehen sich an und machen sich abmarschbereit.

7:30 Uhr

Der Papa kommt wie jeden Morgen zu uns und holt die Kinder ab. Leider hat die Kleine wiedermal einen emotionalen Meltdown beim Abschied und er verlässt mit einem schreienden und um sich schlagenden Kind, das sich keinen Schritt bewegt, und dem Großen, der pünktlich um 7:50 Uhr in der Schule sein muss und dem schon Tränen im Auge stehen, weil seine Schwester so fürchterlich wütet, das Haus. Es ist schrecklich. Als ich sie am Nachmittag frage, warum sie so außer sich war, sagt sie wie immer: "Weil ich wollte bei dir bleiben!" Solche Situationen hat man oft schon hinter sich, bevor man als Eltern überhaupt außer Haus geht.

8:00 Uhr

Ich verlasse ebenfalls die Wohnung und fahre zur Arbeit. An diesem Arbeitstag sitze ich ca. 1,5 h in einer Präsentation, da wir ein neues Programm einführen wollen und uns verschiedenste Programme zeigen lassen.

14:00 Uhr

Ich komme wieder zuhause an und hänge eine Maschine Wäsche auf, die ich programmiert habe und die fertig ist. Danach spüle ich endlich das Geschirr der letzten Tage ab, da unsere neue Geschirrspülmaschine nach einem Sicherungsausfall einen Fehler anzeigt, den ich nicht selbst beheben kann. Auf den Reparaturdienst muss ich nun mehr als eine Woche warten. Ätzend!

14:30 Uhr

Das Handy klingelt, auf dem Display erscheint die Schule des Großen. Ich kriege einen kleinen Herzkasper, weil ich seit seinem Unfall im Hort mit Folge Nasenbeinbruch immer an das Schlimmste denke. Aber seine Erzieherin wollte mir nur mitteilen, dass die Schnupperstunde der Fußball-AG heute ausfällt. Was gut zu wissen war, weil ich ihn eigentlich direkt vom Sportplatz abholen wollte.

15:00 Uhr

Ich habe mir etwas zu essen gemacht und sitze auf dem Sofa. Kurze Pause für's Essen und Social Media.

15:30 Uhr

Ich breche zur Schule auf und hole den Großen ab. Als wir die Schule verlassen, wirkt er schlapp und blass. Ich frage ihn, was er hat und ob ich ihn schnell nach Hause bringen und danach erst die Kleine abholen soll. Nein, er ist nur schlapp und er will mitkommen. Also auf zur Kita. Ich sehe aber, dass es ihm nicht gut geht. Da er selten kränkelt, merkt man sofort, wenn er nicht auf der Höhe ist. Morgens war noch nichts.

16:00 Uhr

Wir sind in der Kita der Kleinen angekommen. Da sie noch seelenruhig zu Ende malt, setze ich mich zu ihr und warte. Sie hat gerade einen unglaublichen Schub beim Malen gemacht und malt jetzt richtig schön und gut.

16:30 Uhr

Wir verlassen die Kita und gehen zum Eis essen in unser Stamm-Cafè. Wegen eines miniklitzekleinen Anlasses bekommt die Kleine auf einmal schlechte Laune und wird total grätig. Sämtliche Angebote, Kompromisse und Beschwichtigungsversuche meinerseits scheitern. Sie weigert sich, vom Cafè loszugehen. Wir warten. Da ich sehe, dass es dem Großen nicht gut geht, möchte ich schnell nach Hause kommen und versuche, sie zum Aufstehen zu bewegen. Der arme Große muss warten und sich angiften lassen. Irgendwann darf ich sie endlich in den Fahrradkindersitz setzen; ihren Roller klappe ich zusammen und packe ihn ins Körbchen. Wir gehen nach Hause, sie motzt immer noch herum.

17:15 Uhr

Wir sind an unserem Wohnhaus angekommen und ich will schnell mit den Kindern nach oben. Wir schließen unsere Räder/ Roller an - und da fällt die Kleine mit ihrem Roller im Hausflur um. Das Geschrei ist groß, der neue Anlass wird genutzt, um wieder herumzuwüten. Zur Erinnerung: sie ist 5 1/4 Jahre alt (und erinnert mich in ihren Ausbrüchen an den Großen im Alter von 1,5 - 3,5 Jahren). Da ich sie absolut nicht zum Aufstehen und Hochkommen bewegen kann, MUSS ich mich jetzt erstmal um den Großen kümmern. Ich bringe ihn hoch in die Wohnung, setze ihn auf's Sofa, stelle ihm Essen und Trinken hin, messe Temperatur (nichts) und spreche kurz mit ihm. Er hat keine Schmerzen oder sonstiges, fühlt sich nur sehr schlapp. Er sieht angeschlagen aus. Im Hintergrund höre ich die Kleine im Hausflur schreien, aber es geht jetzt gerade nicht anders.

Ich weiß, dass die Kleine, wenn ich sie jetzt in die Wohnung bringe, dem Großen keine Ruhe gönnen wird. Deshalb frage ich ihn, ob es okay für ihn ist, wenn ich noch kurz mit der Kleinen etwas einkaufen gehe. Es ist okay und so verlasse ich die Wohnung wieder und gehe wieder runter zur wütenden Kleinen. Ich sage ihr, dass wir zusammen einkaufen gehen und wundersamerweise hört das Geschrei auf.

Wir gehen los und sie hat super gute Laune beim Einkaufen und auf dem Rückweg;-). Während ich selbst total traurig bin, dass ich mich nicht angemessen um mein angeschlagenes Kind kümmern kann, sondern nur um das (nun nicht mehr) wütende, aufmerksamkeitsheischende Kind kreise. Es sogar allein zuhause lasse, um es vor dem Geschwisterkind zu schützen. Keine schöne Situation im Elterndasein! Wir sind vielleicht 20 Minuten weg und mit dem Großen ist alles okay, als wir wiederkommen. Er hat sogar alle Snacks aufgegessen.

18:00 Uhr

Wir sind wieder zuhause, ich packe aus, mache Abendbrot, die Kinder essen, der Papa ruft kurz an, sie haben ihre Medienzeit und dann bringe ich sie ins Bett.

20:00 Uhr

Die Kinder schlafen. Ich muss noch einige Kleinigkeiten machen und einiges per WhatsApp mit dem Papa abstimmen. Zwischendurch meldet sich die Kleine nochmal, was ungewöhnlich für sie ist, weil ihr Bein weh tut. Ich massiere und sie schläft wieder ein. Ich schreibe dieses WMDEDGT und gehe wie meistens zu spät ins Bett.

Mehr #wmdedgt gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

Mein letztes WMDEDGT? findet ihr hier.

Montag, 5. März 2018

WMDEDGT? am 5. März 2018 - Geburtstagsvorbereitungen

Es ist der Tag vor dem 7. Geburtstag meines Großen und ich habe volles Programm. Zum Glück ist Montag mein freier Tag und alle sind gesund! Als die Kinder außer Haus sind, fange ich an. Zuerst backe ich 50 Muffins für die Schule, die der Große morgen mitnimmt, und noch einen kleinen Geburtstagskuchen für den Großen. Zum ersten Mal seit 4 Jahren keinen Motivkuchen! Ich habe zu den vergangenen Geburtstagen einen Feuerwehr-, einen Polizei-, einen Piratenschiff- und einen Drachenkuchen gebacken. Diese Zeiten scheinen jetzt vorbei zu sein.



Zwischenzeitlich kommt der Rewe Lieferservice und bringt Nachschub. Die beiden Lieferanten wollen sich gleich zu Kaffee und Kuchen einladen, weil es so nach Backstube duftet.


Nach dem Ausräumen fange ich an, die Geschenke für den Großen zusammenzusuchen und einzupacken. Er bekommt natürlich wieder ein großes Lego-Set (Bergbauprofis)*, zwei Erstlesebücher, ein neues Ninjago-Freundebuch*, da sein altes aus der Kita-Zeit voll ist, das Spiel "Die Siedler von Catan Junior"* (ab 6 Jahre), ein Puzzle, das Buch "Die alten Griechen"* aus der Was ist Was-Reihe und ein Cryptex* vom Kosmos Verlag. Es dauert eine Weile, bis alles fertig ist.



Danach packe ich gleich weiter ein, denn ich bin am vergangenen Donnerstag zum zweiten Mal Tante geworden und das Baby und sein Bruder sollen ein paar Kleinigkeiten bekommen.


Anschließend wird die Wohnung gesaugt, die Geburtstagsdeko zusammengesucht und ich blase schon die Luftballons auf.

Mittags pflanze ich mich nach dem Mittagessen mit einem Kaffee und dem neuen Wunschkind-Buch* auf die Couch.


Und ich freue mich darüber, dass Susanne Mierau meine gestrige Rezension des tollen Buches von Mary Sheedy Kurcinka auf Twitter teilt.


Gegen 15:30 Uhr gehe ich los, um die Kinder nacheinander abzuholen. Zuerst den Großen aus der Schule, dann gehen wir gemeinsam zur Kita. Es ist herrlich mild, der erste Frühlingstag nach den kalten Wintertagen und wir können in unserem Stammcafè sogar erstmals draußen sitzen und Eis schlecken. Wir sehen noch den letzten Schnee dieses Winters.


Später geht es noch auf den Spielplatz, wo wir Freunde treffen und viele andere Kinder, die sich alle freuen, endlich wieder länger draußen sein zu können.


Zuhause malt die Kleine ein Bild für den Geburtstag des Bruders und dann wird das normale Abendprogramm absolviert.


Nachdem die Kinder schlafen, dekoriere ich das Wohnzimmer und den Geburtstagstisch. Nun kann der 7. Geburtstag des Großen kommen!


Mehr #wmdedgt gibt es wie immer bei Frau Brüllen zu lesen.

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Mittwoch, 24. Mai 2017

Eine Fahrradtour mit und ohne Launen

Wir sind gerade im Urlaub und haben für den Vormittag eine Fahrradtour mit den Kindern geplant. Wir wollen uns dafür 2 Fahrräder ausleihen; der Große hat sein eigenes mit und die Kleine will in den Kindersitz. Die Sonne scheint, es ist wunderbares Fahrradwetter und wir freuen uns auf eine schöne Runde um den See mit vielen Zwischenstationen. Die Strecke von ca. 9 km kennen wir schon, denn das war unsere erste gemeinsame Fahrradtour mit dem damals 4-jährigen Großen, der frisch Fahrradfahren gelernt hatte. So können wir die Kinder gut vorbereiten und sie wissen, worauf sie sich freuen können (Bisons, Spielplatz, Eisessen).

Tour 1:

Wir sind alle fertig und bereit zum Losgehen, während der Große wieder einmal beim Anziehen streikt. Trotz Klamotten-Alternativen, viel Geduld und der Aussicht auf einen schönen Tag weint er, verweigert und wälzt sich wie immer herum. Irgendwann ist er vor der Tür, wütet und beschimpft uns und sein Fahrrad, das er zum 6. Geburtstag bekam, und schreit, dass er nicht mitfährt und überhaupt, dass er gar nichts mehr mit uns machen will. Wer jetzt denkt, er wolle nur keinen Fahrradausflug machen, irrt. Diese Situation haben wir fast jeden Tag, egal ob Alltag oder Urlaub, und es wird einfach nicht besser.

Die Kleine und ich gehen schon zur Rezeption, um die Fahrräder auszuleihen. Es dauert alles ein wenig, bis die Räder angepasst sind. Der Große weint die ganze Zeit vor unserem Ferienhaus. Der Mann versucht ihn zu animieren und hat schon jetzt keine Lust mehr. Irgendwann kommen sie dann doch heulend. Der Fahrradkindersitz befindet sich auf dem größeren Fahrrad, das der Mann fahren soll. Waaahh, die Kleine will aber bei Mama sitzen! Der Sattel lässt sich nicht niedriger (für mich) einstellen. Es geht nicht. Die Kleine steht kurz vor einem Heul-Wutausbruch. Ich zeige ihr, dass ich mit dem großen Fahrrad wirklich nicht fahren kann. Sie grummelt, aber sagt dann: "Na gut, dann fahr ich bei Papa". Puh!

Der Große jammert immer noch, aber nun geht es endlich los. Das erste Stück der Tour ist eine herrliche Bergab-Strecke. Ich fahre mit dem Großen zusammen und wir brausen den Berg hinunter. Das macht Spaß und er hört auf zu meckern. Auf den ersten Kilometern sind dann tatsächlich alle ruhig und zufrieden. Die Natur ist wunderbar, aber die Anspannung steckt noch in allen drin und ich nehme nur einen Bruchteil meiner Umgebung wahr. Da unsere Starts in den Tag fast immer so anstrengend sind, lässt sich das nicht mehr so einfach abschütteln.


Wir machen eine kleine Pause an einem Skulpturen-Aussichtspunkt. Der Große möchte auf einen Säbelzahntiger klettern. Die Kleine kommt dazu und will auch oben sitzen. Das findet aber der Große nicht gut: "Immer will sie das, was ich mache!", und geht meckernd weg. Der Mann faucht irgendwas Genervtes und der Große ist noch beleidigter. Er beschimpft erneut den Papa und die ganze Welt. Die Stimmung ist schon wieder unterirdisch. Irgendwann schaffe ich es, den Großen wieder zu beruhigen, und wir fahren weiter.

Wir kommen zu einem Aussichtspunkt an einer Bisonweide. Die Kleine wollte unbedingt Bisons sehen, darauf hat sie sich die ganze Zeit gefreut. Es sind keine zu sehen. Ihre Laune rutscht in den Keller. Auf Familien-Fotos hat sie nun keine Lust mehr und knatscht vor sich hin. Zum Glück ist sie mit Snacks zufriedenzustellen. Weiter geht es wieder eine tolle Brausestrecke entlang. Auf den Wiesen am Westufer des Sees grasen cremefarbene Charolais-Kühe. Das sieht sehr idyllisch aus, ich mache Fotos, aber die Kleine hat darauf weiterhin keine Lust.


Wir machen Halt an einem Aussichtspunkt mit Kletterparcours. Leider gibt es nur einen für meine 2 Kinder. Das reicht nicht. Sie fangen an zu streiten und ärgern sich gegenseitig, bis der Große wieder schimpfend das Weite sucht. Es ist so nervend. Die Umgebung ist wunderschön und ich versuche krampfhaft, das Gute-Laune-Fähnchen hochzuhalten. Der Mann hat längst aufgegeben und gibt nur noch eskalationsfördernde Bemerkungen von sich. Wir fahren in Richtung Seepromenade und kommen zu einem Spielplatz. Dort wird konfliktfrei (!) geklettert. Beim Aufbruch merkt man allerdings schon der Kleinen an, dass etwas in ihr gärt, sie jammert, will nicht in den Kindersitz, sich nicht anschnallen lassen, keinen Helm aufsetzen. Ich glaube, sie ist müde und will zu mir, also schnalle ich sie an, aber mitfahren muss sie weiterhin beim Mann. Sie weint etwas, aber als wir Pferde sehen, geht es wieder.


Unsere letzte Station ist der Eisladen an der Seepromenade. Jeder bekommt ein leckeres Eis und wir sitzen herrlich im Schatten auf einer Bank am See. Ein Traum. Die Kleine bedient sich an meinem Eis, naja, was soll's. Wir sind jetzt echt kaputt und die zunehmende Mittagswärme wird unangenehm. Es gibt Streit ums Getränk, die Kleine gibt es nicht frei, der Große hat Durst. Wieder will sie nicht in den Kindersitz, sondern mit mir fahren bzw. es ist jetzt alles doof. Sie schreit und schimpft und bockt und verweigert. Ich versuche mit Engelszungen, sie zu beruhigen, wir wollen losfahren, es ist heiß, wir haben Hunger und noch einen Anstieg vor uns. Der Mann ist super genervt, ich rede auf die Kleine ein, sie schreit und der Große grummelt. Wir unterhalten die halbe Seepromenade mit unserem Schauspiel.

Irgendwann geht es nicht mehr, wir kriegen sonst einen Sonnenstich. Es sind nur ca. 23 Grad, aber die Sonne hat Kraft und wir sind direkt am See. Die Kleine muss jetzt in den Kindersitz, schreit, weint, tritt, tobt und boxt den Papa für den Rest der Strecke in den Rücken. Sie schnallt sich selbst den Helm ab und fährt helmlos. Das letzte Stück ist ein Anstieg, wir keuchen alle, der Große fängt an zu meckern. Der Mann strampelt mit der schreienden Kleinen den Berg hinauf. Nach insgesamt 2,5 h wieder im Ferienhaus angekommen, dirigieren wir die Kinder ins dunkle, kühle Schlafzimmer. Dort beruhigen sie sich schnell und machen erstmal Pause. Wir Eltern kümmern uns ums Mittagessen und unsere eigene Verfassung und sind fix und fertig - weniger von der Fahrradtour als vielmehr von den Launen und Befindlichkeiten der Kinder. Ein Genuss war das nicht, für keinen. Im Gegenteil. Ich erzähle dem Mann, was für Touren andere Eltern mit ihren Kindern machen, sei es mit Fahrrad, im Auto, mit dem Zug oder Flugzeug. Nichts davon würde mit unseren Kindern funktionieren. Wir hatten reichlich Proviant mit, haben Pausen gemacht, Spielgelegenheiten und Interessantes für die Kinder eingebaut, die Strecke war nicht zu schwer und sehr abwechslungsreich, das Wetter eigentlich ideal. Trotzdem kann man das nur als gescheiterten Vormittag bezeichnen.

Tour 2:

Am Nachmittag wagen wir uns nicht nochmal auf eine Familien-Fahrradtour. Da wir die Räder aber bis zum nächsten Morgen gemietet haben, sage ich zum Mann, er solle doch abends nochmal alleine die Runde um den See fahren. Das macht er und kommt nach 25 Minuten wieder. Huch, ich hatte gedacht, er genießt es und ist den ganzen Abend unterwegs. Da er schon wieder zurück ist und die Kleine schnell einschläft, kriege ich auch noch Lust auf eine Tour. Also nach kurzer Überwindung um 20:20 Uhr noch auf's Rad geschwungen, um allein die gleiche Runde wie am Vormittag abzufahren.

Ich brause den Berg hinunter und spüre die Freiheit, die Geschwindigkeit und die laue Abendluft. Die Sonne schimmert über dem See, der friedlich daliegt. Bald geht es in den Wald hinein. Ruhe und Einsamkeit umfängt mich. Zwei Hasen flüchten vor mir, ein Bussard steigt auf. Es duftet nach Blüten. Ich merke, dass ich diesen Geruch auf der Tour mit den Kindern nicht wahrgenommen hatte, so wie ich vieles nicht wahrnehme, wenn ich mit ihnen unterwegs bin. Ich empfinde viel tiefer und intensiver, wenn ich allein, ohne Kinder bin. Die frisch-grünen Blätter, die Stille des Waldes, das Bei-Mir-Sein, das Freiheitsgefühl, es ist herrlich. Ich genieße die Abendstimmung mit allen Fasern.


Ich fahre an den Skulpturen vorbei und denke mit Grauen an die Streitereien der Kinder am Vormittag. Ich treffe andere Fahrradfahrer, die ebenfalls den Abend genießen. Am Bison-Aussichtspunkt mache ich Halt, es sind immer noch keine Bisons zu sehen, aber das Panorama ist phantastisch. Es ist absolut herrlich, ich bin total glücklich. Der Blick auf den See in einer fast menschenleeren Gegend. Dann geht es mit Geschwindigkeit bergab, ich jauchze und strecke die Beine ab. Die Charolais-Kühe sind immer noch da und grasen in der Abenddämmerung. Auf der großen Wiese am See haben sich Wildgänse eingefunden, die ich eine Weile beobachte. Diese Stille!

Auch die letzte Etappe fahre ich ruhig und glücklich und lasse die Tour auf einer Bank mit Blick auf den See ausklingen. Am Wegesrand sind Getreidefelder, Vögel zwitschern, Pärchen gehen spazieren, Rennradfahrer und Inline-Skater nutzen die tollen Routen. Nach etwas über einer Stunde komme ich zuhause an und bin selig. So fühlt sich für mich Glück, Genuss und Freiheit an. Der Kontrast zu der Tour am Vormittag ist krass. Nicht nur empfinde ich es mit den Kindern viel einschränkender und weniger intensiv und nach nun 6 Jahren des Mamaseins denke ich, das wird sich auch nicht mehr ändern, sondern es ist auch höchst anstrengend, ständig zwei oder vielmehr drei Menschen in ihren Missstimmungen, Emotionen und Launen regulieren und vermitteln zu müssen. Es saugt mich aus, es kostet unheimlich viel Kraft, die mir beim Genießen schöner Momente dann fehlt. Aber bei der Abend-Tour allein habe ich mich gespürt, habe Kraft getankt und genossen. Das war so schön!


Sonntag, 26. Februar 2017

Unser Wochenende in Bildern 24./ 25./ 26. Februar 2017

Mein letztes Wochenende in Bildern war das Silvester-Wochenende, also gibt es nun wiedermal eines, da es ein wenig anders verlief als sonst. Wir hatten einen Kurztrip an einen See am Stadtrand Berlins gebucht, um mal ein wenig Waldluft zu schnuppern und aufzutanken. Ich finde den Winter diesmal extrem lang und wir wissen bald nicht mehr, was wir an den Wochenenden mit den Kindern machen sollen. Sonst saßen wir manchmal im Februar schon im Garten! Am Freitag schüttete es bis mittags wie aus Eimern und ich fürchtete, dass wir nur im Ferienhaus hocken würden. Aber auf der Fahrt zum See im Südosten Berlins zog es auf und wir hatten am Nachmittag wunderbaren Sonnenschein.

Freitag:
Nachdem wir nach kurzer Fahrt angekommen waren, schickten wir den Mann wieder nach Hause. Er sollte sich mal ein paar Stunden ohne Kinder zuhause erholen und am Samstag Nachmittag wieder zu uns stoßen. Ich ging dann mit den Kindern zum tollen Spielplatz und zum See, wo wir die Sonne genossen, den klirrenden Eisschollen auf dem Wasser zuhörten und uns austobten.




Am Bootsanleger muss im Sommer jede Menge los sein. Es gibt auch einen Bootsverleih, ein Restaurant und einen kleinen Strand. Jetzt im Winter war es natürlich total ruhig. Im Nachbar-Ferienhaus wohnte lustigerweise die Familie von Kinderchaos Familienblog, was ich aus den passenden Instagram-Fotos schloss. Die Welt ist ein Dorf:-)




Wir blieben, bis die Sonne unterging (bzw. bis die Schippe des Großen dank seiner Werkeleien mit den Eisschollen zerbrach) und gingen dann zurück in unser Ferienhaus.


Die Kleine hatte allerdings große Probleme mit der Abgeschiedenheit und Dunkelheit mitten im Wald. Das ist schon sehr ungewohnt für Stadtkinder. Sie hatte richtige Angst und wollte nach Hause fahren. Erst, als ich alle Gardinen schloss und sie lange tröstete, ging es wieder. Auch der Große hatte leichte Ansätze, dass es ihm nicht ganz geheuer war. Nun fehlte natürlich auch der Papa als Beschützer. Zum Glück schliefen beide aber dann problemlos ein und die Nacht war ruhig. Am späten Abend hatte es noch Schneegriesel gegeben.

Samstag:
Am Samstag waren die Kinder relativ früh wach und beendeten ganz allein und ohne zu streiten (!) ihr neues Puzzle. Wir puzzeln alle total gern und ich suche ständig neue Motive.


Nach dem Frühstück gingen wir wieder zum Spielplatz. Es war erneut schönes Wetter, allerdings am See etwas zu windig. Nach vielen Tagen mit richtigem Mistwetter war die Sonne eine wahre Wonne.



Es trieben immer noch viele Eisschollen auf dem Wasser. Diese waren am Sonntag, als es wärmer wurde, alle weg.


Wir aßen im Restaurant Mittag und nach der Mittagspause kam der Papa nach 20 Stunden kinderfrei wieder. Am Nachmittag machten wir einen gemeinsamen Ausflug und wollten eigentlich einen Turm besteigen. Da die Kinder allerdings im Auto eingeschlafen waren, disponierten wir um, denn wer will schon direkt nach einem Schläfchen einen Turm besteigen?!

Also fuhren wir ans Südufer des Müggelsees, wo wir seit vielen Jahren nicht mehr waren, und das war die richtige Entscheidung, denn die nach dem Aufwachen grummeligen Kinder hatten hier viel zu gucken: eine Eisbahn, ein riesiger Abenteuerspielplatz, ein Biergarten, ein Bootsanleger, Schwäne und Enten. Mittlerweile war der Himmel wieder grau, aber wir hatten trotzdem einen schönen Nachmittag dort.




Zurück im Ferienhaus, ging es dem Mann am Abend sehr schlecht und das war auch schon während seiner kinderfreien Zeit so gewesen, wie ich dann erfuhr. So ein Mist! Die Nacht war ruhig.

Sonntag:
Am Sonntag nieselte es und dem Mann ging es weiterhin schlecht. Eigentlich hatte ich noch ein Ausflugsziel ansteuern und erst nachmittags zuhause ankommen wollen. Das machte unter diesen Umständen keinen Sinn. Ich packte, wir gingen noch kurz zum Spielplatz und fuhren dann nach Hause. Die Kinder schliefen um 10:45 Uhr im Auto ein;-). Als wir ankamen, graute mir etwas vor dem noch langen, trüben Tag allein mit den unausgelasteten Kindern. Aber zum Glück regnete es in Berlin nicht mehr und ich konnte am Nachmittag mit ihnen rausgehen.

Zuerst besuchten wir unseren Kinderbauernhof und kamen gerade recht zur Fütterungs- und Saubermach-Zeit. Der Große half tatkräftig beim Säubern des Schafgeheges.



Danach ging es nochmal in unseren Park und die Kinder jagten auf Fahrrad und Laufrad die Wege entlang. Es war zwar grau, aber frühlingshaft mild, die Vögel zwitscherten, es war nicht zu voll und die Kinder hatten gute Laune. Ein richtig schöner Nachmittag.


Am Abend spielten wir noch unser neues Spiel Der zerstreute Pharao und morgen hat die Kita zu, d.h. ich bin mit den Kindern zuhause.

Und wie war euer Wochenende? Braucht ihr auch manchmal kleine Auszeiten woanders?

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Geborgen Wachsen.

Samstag, 3. Dezember 2016

Weihnachtsgeschenke für meine Kinder 2016

Wie im letzten Jahr möchte ich euch gern einige Nikolaus- und Weihnachtsgeschenke zeigen, die meine Kinder bekommen werden. Vielleicht kriegt ihr noch ein paar Inspirationen, ein bisschen Zeit ist ja noch bis Weihnachten. Was ich hier zeige, wird auf Nikolaus und Weihnachten verteilt und von uns sowie meinen Eltern geschenkt. Wem das vielleicht viel vorkommt: bei uns gibt es dafür keinen Adventskalender, d.h. keine täglichen Geschenke in der Vorweihnachtszeit.

Beim Großen, der jetzt 5 3/4 Jahre alt ist, ist es vollkommen klar, dass er Lego bekommt. Lego - seine erste große Spielzeug-Liebe, das erste Spielzeug, für das er sich aktiv interessiert und wovon er immer mehr haben möchte. Das hat sich in diesem Jahr so enorm entwickelt und obwohl mir seine Schnelligkeit beim Bauen und daraus resultierend die vielen unerfüllten Wünsche etwas Angst einjagen, finde ich es toll, dass er endlich etwas gefunden hat, was ihn fordert und wo er eintauchen und sich verwirklichen kann. Er war ja nie ein Spielkind und all die typischen Kleinkindspielsachen wurden nie lange bespielt. Insofern möchten wir das schon fördern und schauen immer, wo wir Lego etwas preiswerter bekommen können. Denn sein Wunschzettel umfasst ca. 80% des Lego-Kataloges.

Wir haben für ihn gebraucht ein Lego Star Wars 3in1 Superpack gekauft, mit dem er drei verschiedene Star Wars-Szenarien bauen kann und hoffentlich eine Weile beschäftigt sein wird. Lego Star Wars, Ninjago und Nexo Knights stehen hoch im Kurs.


Daneben wünschte er sich schon lange das Lego Creator Wohnmobil 3in1, das für ein Alter ab 9 Jahren angegeben ist. Ich bin gespannt, ob er damit schon klar kommt. Es lässt sich in ein Ferienhaus oder eine Yacht umbauen. Die Großeltern werden dieses Geschenk mitbringen, wenn sie uns einen Tag in unserem Weihnachtsurlaub in unserem Stamm-Ferienpark besuchen, und er wird damit gut beschäftigt sein. Dafür brauchen wir weniger Spielzeug mitzunehmen...


Weiterhin bekommt er ein Olchi-Buch, nämlich "Die Olchis. Gefangen auf der Pirateninsel", weil er sich über diese Wesen köstlich amüsieren kann, sowie ein neues Tiptoi-Buch, entweder "Mein großer Weltatlas" oder "Mathe 1.Klasse", weil er sich so intensiv für Zahlen und für's Rechnen interessiert. Das entscheiden wir kurz vorher, wir haben beide Bücher schon da.




Da er Gesellschaftsspiele eigentlich mag, auch wenn er es hasst, zu verlieren, kriegt er auch ein Spiel geschenkt, wahrscheinlich "Kakerlakak", was ihn im Urlaub im Kinderhaus immer amüsierte. Da gibt es seit letztem Jahr übrigens auch ein Nachfolgespiel namens "Kakerlaloop", wo die batteriebetriebene Kakerlake durch Loopings klettert.


Die Kleine, jetzt 3 1/2 Jahre alt, ist schon seit einiger Zeit eine Pferdenärrin und möchte am liebsten immer zu den Pferdekoppeln fahren, wo wir manchmal spazieren gehen, oder auf einen Pferdehof. Ich finde das lustig, denn ich selbst war früher nie ein Pferde-Mädchen und ich weiß nicht, woher sie das hat. Aber ihre Begeisterung ist total niedlich und deshalb bekommt sie als Hauptgeschenk das süße Baby Born Pferd mit Fohlen und natürlich auch den passenden Stall dazu.


Natürlich kriegt sie auch ein Tiptoi-Buch, schließlich ist sie von beiden Kindern die Tiptoi-Begeisterte. Wir haben "Unsere Jahreszeiten" für sie ausgesucht, da sie es liebt, die Lieder des Jahreskreislaufs zu singen und sich für alles rund um die Jahreszeiten interessiert. Sie weiß schon genau, dass es nach ihrem Geburtstag im Mai endlich wieder Erdbeeren gibt!


Desweiteren bekommt sie Lego Juniors Emmas Eiswagen. Ich vermute mal, dass der Große ihr diesen zusammenbauen wird, aber das Eis zu verkaufen wird sie sich nicht nehmen lassen, das macht sie im Garten in ihrem Spielhaus auch immer gern. Und vielleicht kann man sie so auch schon ein wenig für Lego begeistern und irgendwann sitzen beide Kinder ruhig im Kinderzimmer und bauen vertieft vor sich hin. Ein frommer Wunsch, ich weiß;-)

Weiterhin wünscht sie sich eine Prinzessinnenkutsche, die sie eigentlich von den Großeltern bekommen soll, aber da haben wir noch nicht die Richtige gefunden. Zwei Kleinigkeiten erhält sie noch, nämlich die CD "Funkelnde Sterne für die Prinzessin" und das Buch "Prinzessin Maja und das magische Reitturnier", was ihre Pferde- und Prinzessinnenliebe vereint. Ich finde diese Leidenschaften sehr süß und trotzdem fremd, weil ich als Kind anders war. Für mich ist das eine neue Welt.



Ein bisschen Kleinkram kommt noch dazu und wie gesagt, es wird auf Nikolaus, Weihnachten und die Großeltern aufgeteilt. Vielleicht war noch eine Idee für euch dabei?
Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausdenken und Besorgen der Weihnachtsgeschenke! Habt ihr schon alles zusammen oder seid ihr eher der Typ "auf den letzten Drücker"?

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Montag, 12. September 2016

12 von 12 im September 2016

Meine ersten #12 von 12 nach der Aktion bei Draußen nur Kännchen und ich habe es nur auf 11 Bilder geschafft. Peinlich! Aber egal, hier ist mein Alltag am heutigen Montag, einem wundervollen warmen Spätsommertag.

Montag ist mein freier Tag. Um 8 Uhr sind alle aus dem Haus und ich räumte ein wenig auf. Da ich mit der Kleinen von Samstag auf Sonntag im Garten übernachtete und somit 2 Tage kaum zuhause war, fällt bei mir immer einiges an. Um 8:45 Uhr ging ich zur Physiotherapie, wo ich um 10 Uhr fertig war.


Danach war ich kurz einkaufen, obwohl der Rewe Lieferservice bald kommen sollte. Aber einiges muss man ja doch noch frisch im Markt kaufen. Ab und zu fotografiere ich mir ein Produkt schnell ab, welches ich dann später auf die Einkaufsliste meiner Rewe App speichern will.


Und natürlich bringe ich meiner Kleinen diese Ü-Eier mit;-)


Wieder zuhause legte ich Wäsche zusammen, hängte die fertige Maschine auf und fing an, Mittagessen zu kochen. Montag ist der einzige Tag, wo ich ganz in Ruhe kochen UND essen kann und ich genieße dies immer sehr. Es gab zum ersten Mal in diesem Herbst Kürbis! Zwischendurch bereitete ich noch ein paar Angebote von zu klein gewordenen Schuhen für den Verkauf bei Ebay vor.


Gegen 12:45 Uhr klingelte der Rewe Lieferservice und ich war eine Weile mit Einräumen und Verstauen beschäftigt. Für uns ist das eine riesen Erleichterung, sich die ständig wiederkehrenden und schweren Sachen liefern zu lassen. Hätte ich das mal schon in der Babyzeit des Großen gemacht (gab's das damals schon?)!


Danach war Entspannung angesagt und ich las und surfte auf dem Sofa. Kurz bevor ich die Kinder abhole, denke ich montags immer, jetzt könnte ich noch einen freien Tag ohne To Dos hinterher gebrauchen. Ich komme immer nur sehr schwer und langsam in den Erholungsmodus und möchte noch so vieles machen.

Um 15:30 Uhr holte ich die Kinder ab und wir gingen unser obligatorisches Nachmittagseis essen. Die Koalabärchen haben wir selbst oben raufgesteckt. Man kann sie im Café aber auch bestellen.


Danach wollte ich heute mal wieder in den Park, weil die Hitze dort am erträglichsten ist. Der Große hatte zwar schlechte Laune und maulte immer wieder, aber irgendwann hatten wir den Weg von eigentlich 10 Minuten geschafft. Am Springbrunnen kühlten wir uns erstmal ab


und hielten die Beine ins Wasser. Die Laune wurde besser.


Der Große schaute pikiert zwei Gleichaltrigen zu, die heftigst mit den Füßen planschten und sich komplett nass spritzten. Das würde er nicht im Traum machen!

Später gab es natürlich noch ein Eis im Parkcafè bzw. für mich eine Eisschokolade, von der ich allerdings nicht mal die Hälfte abbekam. Typisch! Die Kinder spielten tatsächlich allein im großen Sandkasten (eine Seltenheit!) und ich konnte auf der Bank sitzen.

Um 18 Uhr gingen wir heim und aßen Abendbrot. Danach spielte der Papa noch kurz mit den Kindern "Schnappt Hubi"


und ich bügelte 15 Teile,


bis es für die Kinder ins Bett ging. Um 20:30 Uhr war Feierabend.


Gute Nacht!