Heute ist der 5. des Monats und somit heißt es wieder einmal: "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" Es ist Mittwoch, ein normaler Arbeits-, Schul- und Kitatag für alle. Aber normal ist wohl im Familienleben fast nichts, oder?
6:30 Uhr
Der Wecker klingelt und ich stehe auf. Ich mache mich fertig, fülle die Brotdose des Großen und wecke dann die Kinder. Dass ich sie jetzt immer öfter morgens wecken muss, ist immer noch total ungewohnt für mich. Viele Jahre lang war vor allem der Große immer sehr sehr früh und vor uns wach. Wir frühstücken, die Kinder ziehen sich an und machen sich abmarschbereit.
7:30 Uhr
Der Papa kommt wie jeden Morgen zu uns und holt die Kinder ab. Leider hat die Kleine wiedermal einen emotionalen Meltdown beim Abschied und er verlässt mit einem schreienden und um sich schlagenden Kind, das sich keinen Schritt bewegt, und dem Großen, der pünktlich um 7:50 Uhr in der Schule sein muss und dem schon Tränen im Auge stehen, weil seine Schwester so fürchterlich wütet, das Haus. Es ist schrecklich. Als ich sie am Nachmittag frage, warum sie so außer sich war, sagt sie wie immer: "Weil ich wollte bei dir bleiben!" Solche Situationen hat man oft schon hinter sich, bevor man als Eltern überhaupt außer Haus geht.
8:00 Uhr
Ich verlasse ebenfalls die Wohnung und fahre zur Arbeit. An diesem Arbeitstag sitze ich ca. 1,5 h in einer Präsentation, da wir ein neues Programm einführen wollen und uns verschiedenste Programme zeigen lassen.
14:00 Uhr
Ich komme wieder zuhause an und hänge eine Maschine Wäsche auf, die ich programmiert habe und die fertig ist. Danach spüle ich endlich das Geschirr der letzten Tage ab, da unsere neue Geschirrspülmaschine nach einem Sicherungsausfall einen Fehler anzeigt, den ich nicht selbst beheben kann. Auf den Reparaturdienst muss ich nun mehr als eine Woche warten. Ätzend!
14:30 Uhr
Das Handy klingelt, auf dem Display erscheint die Schule des Großen. Ich kriege einen kleinen Herzkasper, weil ich seit seinem Unfall im Hort mit Folge Nasenbeinbruch immer an das Schlimmste denke. Aber seine Erzieherin wollte mir nur mitteilen, dass die Schnupperstunde der Fußball-AG heute ausfällt. Was gut zu wissen war, weil ich ihn eigentlich direkt vom Sportplatz abholen wollte.
15:00 Uhr
Ich habe mir etwas zu essen gemacht und sitze auf dem Sofa. Kurze Pause für's Essen und Social Media.
15:30 Uhr
Ich breche zur Schule auf und hole den Großen ab. Als wir die Schule verlassen, wirkt er schlapp und blass. Ich frage ihn, was er hat und ob ich ihn schnell nach Hause bringen und danach erst die Kleine abholen soll. Nein, er ist nur schlapp und er will mitkommen. Also auf zur Kita. Ich sehe aber, dass es ihm nicht gut geht. Da er selten kränkelt, merkt man sofort, wenn er nicht auf der Höhe ist. Morgens war noch nichts.
16:00 Uhr
Wir sind in der Kita der Kleinen angekommen. Da sie noch seelenruhig zu Ende malt, setze ich mich zu ihr und warte. Sie hat gerade einen unglaublichen Schub beim Malen gemacht und malt jetzt richtig schön und gut.
16:30 Uhr
Wir verlassen die Kita und gehen zum Eis essen in unser Stamm-Cafè. Wegen eines miniklitzekleinen Anlasses bekommt die Kleine auf einmal schlechte Laune und wird total grätig. Sämtliche Angebote, Kompromisse und Beschwichtigungsversuche meinerseits scheitern. Sie weigert sich, vom Cafè loszugehen. Wir warten. Da ich sehe, dass es dem Großen nicht gut geht, möchte ich schnell nach Hause kommen und versuche, sie zum Aufstehen zu bewegen. Der arme Große muss warten und sich angiften lassen. Irgendwann darf ich sie endlich in den Fahrradkindersitz setzen; ihren Roller klappe ich zusammen und packe ihn ins Körbchen. Wir gehen nach Hause, sie motzt immer noch herum.
17:15 Uhr
Wir sind an unserem Wohnhaus angekommen und ich will schnell mit den Kindern nach oben. Wir schließen unsere Räder/ Roller an - und da fällt die Kleine mit ihrem Roller im Hausflur um. Das Geschrei ist groß, der neue Anlass wird genutzt, um wieder herumzuwüten. Zur Erinnerung: sie ist 5 1/4 Jahre alt (und erinnert mich in ihren Ausbrüchen an den Großen im Alter von 1,5 - 3,5 Jahren). Da ich sie absolut nicht zum Aufstehen und Hochkommen bewegen kann, MUSS ich mich jetzt erstmal um den Großen kümmern. Ich bringe ihn hoch in die Wohnung, setze ihn auf's Sofa, stelle ihm Essen und Trinken hin, messe Temperatur (nichts) und spreche kurz mit ihm. Er hat keine Schmerzen oder sonstiges, fühlt sich nur sehr schlapp. Er sieht angeschlagen aus. Im Hintergrund höre ich die Kleine im Hausflur schreien, aber es geht jetzt gerade nicht anders.
Ich weiß, dass die Kleine, wenn ich sie jetzt in die Wohnung bringe, dem Großen keine Ruhe gönnen wird. Deshalb frage ich ihn, ob es okay für ihn ist, wenn ich noch kurz mit der Kleinen etwas einkaufen gehe. Es ist okay und so verlasse ich die Wohnung wieder und gehe wieder runter zur wütenden Kleinen. Ich sage ihr, dass wir zusammen einkaufen gehen und wundersamerweise hört das Geschrei auf.
Wir gehen los und sie hat super gute Laune beim Einkaufen und auf dem Rückweg;-). Während ich selbst total traurig bin, dass ich mich nicht angemessen um mein angeschlagenes Kind kümmern kann, sondern nur um das (nun nicht mehr) wütende, aufmerksamkeitsheischende Kind kreise. Es sogar allein zuhause lasse, um es vor dem Geschwisterkind zu schützen. Keine schöne Situation im Elterndasein! Wir sind vielleicht 20 Minuten weg und mit dem Großen ist alles okay, als wir wiederkommen. Er hat sogar alle Snacks aufgegessen.
18:00 Uhr
Wir sind wieder zuhause, ich packe aus, mache Abendbrot, die Kinder essen, der Papa ruft kurz an, sie haben ihre Medienzeit und dann bringe ich sie ins Bett.
20:00 Uhr
Die Kinder schlafen. Ich muss noch einige Kleinigkeiten machen und einiges per WhatsApp mit dem Papa abstimmen. Zwischendurch meldet sich die Kleine nochmal, was ungewöhnlich für sie ist, weil ihr Bein weh tut. Ich massiere und sie schläft wieder ein. Ich schreibe dieses WMDEDGT und gehe wie meistens zu spät ins Bett.
Mehr #wmdedgt gibt es wie immer bei Frau Brüllen.
Mein letztes WMDEDGT? findet ihr hier.
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Mittwoch, 5. September 2018
Sonntag, 12. Februar 2017
Meine 12 von 12 im Februar 2017
Heute mache ich seit Ewigkeiten wiedermal bei #12von12 von Draußen nur Kännchen mit und zeige euch 12 Bilder von unserem Sonntag.
Am Vormittag spielten, malten und bastelten wir zuhause. Ein bisschen Proviant gehört auch immer dazu. Und ich versuchte nebenbei, neue Klamotten für die Kinder zu bestellen. Der Große (knapp 6 Jahre) geht gerade zur Gr. 134 über. Er rast nur so durch die Größen durch...
Auch die Eisenbahn wurde wieder einmal hervorgeholt. Eigentlich könnten wir sie verkaufen, so selten, wie sie bespielt wird.
Nach dem Mittagessen wurde der Mittagsschlaf natürlich wieder verweigert und wir machten uns auf den Weg zu einem Ausflugsziel. Es war grau in grau und eiskalt. Ich sehne den Frühling herbei!
Das passiert, wenn die Kinder "nicht müde" sind: sie schlafen im Auto ein.
Angekommen bei unserem Ausflugsziel, probierte die Kleine ihren neuen Roller* aus. Ein tolles Teil, das ich euch demnächst kurz vorstellen werde. Die Räder leuchten im Dunklen!
Die Frühlingsboten zeigen sich schon langsam. Ich kann es kaum erwarten.
Es gab eine kleine Schlittschuh-Bahn aus Kunststoff, die wir ausprobieren wollten. Leider gab es für die Kleine nicht die passende Schuhgröße. Deshalb machten das nur der Große mit dem Papa. Die Kleine führte den Großen zur Bahn.
Es war aber ziemlich schwierig für die beiden Jungs und der Große fiel oft hin.
Dann tobten sich die Kinder noch im Spielhaus aus. Zum Glück war es nicht überfüllt.
Als wir heimfuhren, dämmerte es gerade. Zum Glück ist es schon wesentlich länger hell als noch vor kurzem.
Zuhause angekommen, ging es für die Kleine nach dem Abendbrot in die Badewanne.
Der Große legte sich mit Wärmekissen und Handy auf's Sofa, da er Bauchschmerzen hatte.
Nun hoffen wir, dass die neue Woche ohne Krankheiten durchgehalten wird und sich die Sonne wirklich so viel blicken lässt, wie vorhergesagt. Das wäre toll und gäbe Kraft für den Winterendspurt!
Mehr #12von12 gibt es bei Draußen nur Kännchen.
*Affiliate Link
Am Vormittag spielten, malten und bastelten wir zuhause. Ein bisschen Proviant gehört auch immer dazu. Und ich versuchte nebenbei, neue Klamotten für die Kinder zu bestellen. Der Große (knapp 6 Jahre) geht gerade zur Gr. 134 über. Er rast nur so durch die Größen durch...
Auch die Eisenbahn wurde wieder einmal hervorgeholt. Eigentlich könnten wir sie verkaufen, so selten, wie sie bespielt wird.
Nach dem Mittagessen wurde der Mittagsschlaf natürlich wieder verweigert und wir machten uns auf den Weg zu einem Ausflugsziel. Es war grau in grau und eiskalt. Ich sehne den Frühling herbei!
Das passiert, wenn die Kinder "nicht müde" sind: sie schlafen im Auto ein.
Angekommen bei unserem Ausflugsziel, probierte die Kleine ihren neuen Roller* aus. Ein tolles Teil, das ich euch demnächst kurz vorstellen werde. Die Räder leuchten im Dunklen!
Die Frühlingsboten zeigen sich schon langsam. Ich kann es kaum erwarten.
Es gab eine kleine Schlittschuh-Bahn aus Kunststoff, die wir ausprobieren wollten. Leider gab es für die Kleine nicht die passende Schuhgröße. Deshalb machten das nur der Große mit dem Papa. Die Kleine führte den Großen zur Bahn.
Es war aber ziemlich schwierig für die beiden Jungs und der Große fiel oft hin.
Dann tobten sich die Kinder noch im Spielhaus aus. Zum Glück war es nicht überfüllt.
Als wir heimfuhren, dämmerte es gerade. Zum Glück ist es schon wesentlich länger hell als noch vor kurzem.
Zuhause angekommen, ging es für die Kleine nach dem Abendbrot in die Badewanne.
Der Große legte sich mit Wärmekissen und Handy auf's Sofa, da er Bauchschmerzen hatte.
Nun hoffen wir, dass die neue Woche ohne Krankheiten durchgehalten wird und sich die Sonne wirklich so viel blicken lässt, wie vorhergesagt. Das wäre toll und gäbe Kraft für den Winterendspurt!
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Dienstag, 24. Februar 2015
Die U8 des Großen am 23. Februar 2015
Gestern, 11 Tage vor dem 4. Geburtstag des Großen, hatten wir die U8, die Vierjahresuntersuchung, bei unserer Kinderärztin. Da sie diese Untersuchungen nur vor oder nach ihrer regulären Sprechzeit macht, wählte ich einen Termin um 8 Uhr, damit der Große fit genug ist und ich ihn danach noch in die Kita bringen konnte. Wir verließen die Praxis um 9:35 Uhr, waren zwar nicht die ganze Zeit komplett im Untersuchungsmodus, aber ca. eine Stunde hat das Ganze schon gedauert. Wir waren beide danach ziemlich knülle.
Der Große war irgendwie doch noch ein wenig angeschlagen von seiner Krankheit und klammerte und jammerte die ganze Zeit mehr oder weniger stark. Diesen extremen Klammermodus hatten wir eigentlich halbwegs überstanden, als er ca. 2,5 Jahre alt war. Letztes Jahr bei der U7a mit 3 Jahren war er wesentlich aufgeschlossener. Obwohl ich ihn gut vorbereitet und ihm immer wieder erklärt hatte, was heute passiert, wirkte er insgesamt ziemlich überfahren, wollte ab und zu die Kooperation verweigern und hing immer an mir dran. Morgens hatte er mir "tschüss" gesagt, obwohl ich angezogen im Flur stand und die letzten Tage gebetsmühlenartig gepredigt hatte, dass wir zusammen zur Kinderärztin gehen. Nun ja.
Wir kamen rein, setzten uns hin, ich bekam zwei Fragebögen und fing an, diese auszufüllen, da kam schon eine Sprechstundenhilfe und wollte den Großen alleine mit zum Seh- und Hörtest nehmen. Er weigerte sich mitzukommen. Verständlicherweise. Was ist das für eine Erwartung an ein 4-jähriges Kind, allein mit einer wildfremden Person an einem unbekannten Ort (wir sind zum Glück sehr seltene Gäste bei der Kinderärztin) zu einer nicht einordenbaren Untersuchung mitzugehen?! Das wäre ja genauso, als würde auf dem Spielplatz eine fremde Person ihn zum Mitgehen auffordern, nur dass diese vielleicht noch ein Leckerli als Anreiz bieten würde! Obwohl unsere Kinderarztpraxis wirklich sehr menschlich und nett ist, war ich doch ziemlich entsetzt, ernsthaft von einem kleinen Kind zu erwarten, sich 2 Minuten nach Ankunft von der Mama zu trennen. Ich ging also mit, er setzte sich auf meinen Schoß und die Seh- und Hörtests sowie der Test zum räumlichen Sehen wurden durchgeführt. Wie ich nachher erfuhr, hätte auch noch ein Farberkennungstest stattfinden müssen, wurde aber vergessen und auch nicht nachgeholt. Bei diesen Tests war alles in Ordnung, die Ohren zwar noch etwas erkältungsbeeinträchtigt, aber nur unwesentlich.
Danach warteten wir auf die Ärztin, der Große sollte sich ausziehen und wurde gewogen und gemessen (Körpergröße und Kopfumfang). Alles war sehr schwierig und der Ablauf stotterte immer wieder, weil er sich verweigerte. Zum Glück drängte uns niemand; auch dies habe ich schon bei einem anderen Arzt mit ihm zusammen erlebt, und als Ergebnis verweigerte er sich komplett. Das diesmal zum Glück nicht. Danach stellte die Sprechstundenhilfe ein paar Fragen an mich und an ihn, ich füllte eher nebenbei den zweiten Fragebogen aus. Ich hatte bei diesem einen Schreck bekommen, weil mir die Anforderungen viel zu hoch schienen, bis ich sah, dass er sich auf die Entwicklung 5-jähriger Kinder bezieht. Auf meine Nachfrage teilte man mir mit, dass er trotzdem benutzt wird, aber die Auswertung anders erfolgt. Schon komisch. Gibt es keinen spezifischen Fragebogen, der die Fähigkeiten 4-jähriger Kinder abfragt?! Außerdem datierte er von 1993/1994, was ganze 20 Jahre her ist! Das kann doch logischerweise nicht mehr auf dem neuesten Stand sein, oder?
Die Sprechstundenhilfe machte einige Sprachtests mit ihm, weil ich auf zwei Ausspracheschwierigkeiten hingewiesen hatte. Er spricht "S" und "Sch" noch etwas verwaschen aus und Aneinanderreihungen von Konsonanten, z.B. "Br", "Dr", "Fr", "Tr", tendenziell als "Gr". Dann fragte sie mich, ob ich noch Anliegen oder Probleme hätte, die ich gerne klären würde, und ich schilderte die drei Themen, die mir auf der Seele lagen. Sie dokumentierte alles fleißig.
Danach kam die Ärztin, hörte ihn ab (das Herzgeräusch, was uns bei der U7a noch einen großen Schrecken eingejagt hatte und vom Kardiologen abgeklärt werden musste, war glücklicherweise weg), kontrollierte die Ohren und die Zähne, untersuchte die Füße (rechts ist immer noch ein leichter Knick-Senkfuß, der sich bis in einem Jahr verwachsen sollte), die Wirbelsäule, den Unterbauch und die Genitalien. Eine wirklich umfangreiche und ausführliche körperliche Untersuchung war das, was ich sehr gut finde. Zwischendurch sollte er sich auf die Untersuchungsliege legen und hat dabei fürchterlich geweint. Hinlegen und Ausgeliefert-Sein scheint ein ganz schreckliches Gefühl für ihn zu sein. Ähnliche, zum Teil noch drastischere Erfahrungen haben wir schon oft mit ihm gemacht.
Dann animierte sie ihn noch zum Hüpfen, Ball werfen, Ball fangen (ich musste alles mitmachen, alleine ging nicht viel), testete seine Malfähigkeiten und wertete die Fragebögen kursorisch aus. Er hat ein Strichmännchen gemalt, mit dem sie sehr zufrieden war, da die Beine aus dem Körper herauswuchsen, nicht aus dem Kopf, wie bei den meisten Kindern in dem Alter, und in einem unbeobachteten Moment, als ich mit ihr sprach, malte er ein für die Ärztin interessantes Bild, was er auch erklären konnte. Damit und mit den zwei Fragebögen war sie jedenfalls hochzufrieden. Auf seine Stifthaltung (Stift in der Faust, wird langsam weniger) ist sie nicht eingegangen, ich habe diesmal ehrlich gesagt auch gar nicht darauf geachtet, wie er den Stift hielt.
Das Gewicht (17,1 kg) im Verhältnis zur Größe (108 cm) ist okay, er ist wirklich sehr schlank, aber es ist nicht besorgniserregend wenig. Er isst halt insgesamt sehr wenig, das war schon immer so. Wenn man allerdings bedenkt, wie rasant er im 1. Lebensjahr zugenommen hat (bei der U6 mit einem Jahr 10,4 kg) und dazu im Vergleich die Gewichtszunahme von der U7a mit 3 Jahren zu jetzt von gerade mal einem Kilo sieht, fühlt sich das schon komisch an. Ändern kann man es aber nicht und es ist alles im Rahmen der normalen Perzentilen. Er ist eben sehr groß für sein Alter. Das Gewicht ist da eher normal.
Was die Aussprache betrifft, so habe ich mit ihr vereinbart, dass wir einfach beobachten, wie es sich entwickelt. Man soll ja die Kinder nicht verbessern, sondern die Aussage wiederholen und das betreffende Wort dann korrekt aussprechen. Bei der U7a mit 3 Jahren konnte er das "F" noch nicht korrekt aussprechen (sagte "S"), und das änderte sich ca. ein Vierteljahr nach der Untersuchung. Ich vertraue da wirklich auf die zunehmende Reife und dass sich vieles ganz von allein entwickelt, ohne dass man nachhelfen muss.
Da die Ärztin dann die Untersuchung mit einer Urinprobe abschließen wollte, habe ich von mir aus die zuvor schon geäußerten Anliegen angesprochen, und das Gespräch darüber dauerte dann noch eine ganze Weile. Ein Anliegen betraf das nächtliche Trockenwerden, was noch in weiter Ferne zu sein scheint. Dahingehend beruhigte sie mich und meinte, dafür hätten wir noch Zeit und oft würde das wie alle Entwicklungsschritte von heute auf morgen kommen.
Das zweite Problem betraf das Problem des Anziehens mit dem hier beschriebenen Leidensdruck vom Großen und von uns natürlich auch. Ich sprach die Möglichkeit von eventuell väterlicherseits vererbten Hautproblemen an. Dazu äußerte sie, ohne dass ich jemals das Thema Hochsensibilität bei ihr angedeutet hätte, überraschend einige Gedanken zu einer möglicherweise gesteigerten Sensitivität und veränderten Reizverarbeitung. Ernsthafte Hautprobleme, Neurodermitis etc. schloss sie eigentlich aufgrund ihrer eigenen Untersuchungen und meiner Schilderungen aus. Wäre dies der Fall, müsste das Problem ja immer und überall auftreten, nicht nur zuhause. Wir sollen nun nochmal in der Kita fragen, ob dort schon dahingehende Äußerungen von ihm aufgefallen wären. Wenn nicht, dann äußert er dieses immense Unbehagen tatsächlich nur bei uns (und bei seinen Großeltern), in seinem geschützten Bereich. Das finde ich ja grundsätzlich positiv, mindert aber nicht unseren und seinen immensen Leidensdruck.
Das dritte Anliegen war meine Sorge bezüglich seiner generellen Schlappheit und Kraftlosigkeit. Ich weiß nicht, ob andere 4-jährige Kinder auch ständig sagen: "Ich bin schlapp. Ich habe keine Kraft. Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht laufen." Diese Aussagen gibt er von sich, seit er sich entsprechend artikulieren kann. Und zwar nicht erst in Belastungssituationen, sondern bevor er sich überhaupt in irgendeiner Form betätigen muss. Er konnte beispielsweise mit 11 Monaten frei laufen, läuft aber bis heute mit uns kaum mal eine längere Strecke am Stück. Er fährt meist Laufrad oder will ab und zu auf's Buggyboard. Und wieder ist das ein Verhalten, was er nur bei uns bzw. vertrauten Personen (Großeltern) zeigt. Das heißt aber nicht, dass er simuliert. Ich denke, er empfindet in diesen Momenten tatsächlich so und lässt sich eben einfach in sein persönliches Netz fallen. Auch dies ist für uns oft sehr nervenaufreibend. Der Kardiologe hatte vor einem Jahr eine leichte kindliche Bradykardie infolge von Regulations-Unreife (interessant die Parallele zum Großen als regulationsgestörtem Baby) festgestellt, d.h. sein Herz schlägt etwas langsamer als altersentsprechend normal wäre, woraus eine leichte Kreislaufschwäche resultiert. Das ist vererbt, aber nicht behandlungsbedürftig. Es kann die Ursache für seine Schwäche sein. Um aber ernsthafte körperliche Ursachen auszuschließen, schlug die Kinderärztin ein großes Blutbild vor, um alle Werte einmal durchzuchecken. Wir gehen nun also nächste Woche nochmal nüchtern zur Blutabnahme und ein weiteres Mal zur Auswertung. Dann haben wir hoffentlich Gewissheit. Egal wie es ausgeht: ich kann besser damit umgehen, wenn ich alle Untersuchungsmöglichkeiten ausgeschöpft habe.
Es ist natürlich immer schwierig, solche Probleme vor dem Kind zu besprechen. Zumal er sehr genau zuhört und sicherlich vieles schon versteht. Ich will ihn auch nicht noch mehr problematisieren, mich aber schon mit der ärztlichen Seite darüber beraten. Da wir so selten mit ihm bei der Ärztin sind, musste ich alles in diesen Termin packen. Ich werde hier berichten, wie es nun weitergeht. Die U8 jedenfalls haben wir, trotz seines Klammerns, ganz gut gemeistert. Ärztlicherseits gibt es keinerlei Sorgen, die die Entwicklung des Großen betreffen. Die nächste große Untersuchung ist dann die U9 in einem Jahr.
Der Große war irgendwie doch noch ein wenig angeschlagen von seiner Krankheit und klammerte und jammerte die ganze Zeit mehr oder weniger stark. Diesen extremen Klammermodus hatten wir eigentlich halbwegs überstanden, als er ca. 2,5 Jahre alt war. Letztes Jahr bei der U7a mit 3 Jahren war er wesentlich aufgeschlossener. Obwohl ich ihn gut vorbereitet und ihm immer wieder erklärt hatte, was heute passiert, wirkte er insgesamt ziemlich überfahren, wollte ab und zu die Kooperation verweigern und hing immer an mir dran. Morgens hatte er mir "tschüss" gesagt, obwohl ich angezogen im Flur stand und die letzten Tage gebetsmühlenartig gepredigt hatte, dass wir zusammen zur Kinderärztin gehen. Nun ja.
Wir kamen rein, setzten uns hin, ich bekam zwei Fragebögen und fing an, diese auszufüllen, da kam schon eine Sprechstundenhilfe und wollte den Großen alleine mit zum Seh- und Hörtest nehmen. Er weigerte sich mitzukommen. Verständlicherweise. Was ist das für eine Erwartung an ein 4-jähriges Kind, allein mit einer wildfremden Person an einem unbekannten Ort (wir sind zum Glück sehr seltene Gäste bei der Kinderärztin) zu einer nicht einordenbaren Untersuchung mitzugehen?! Das wäre ja genauso, als würde auf dem Spielplatz eine fremde Person ihn zum Mitgehen auffordern, nur dass diese vielleicht noch ein Leckerli als Anreiz bieten würde! Obwohl unsere Kinderarztpraxis wirklich sehr menschlich und nett ist, war ich doch ziemlich entsetzt, ernsthaft von einem kleinen Kind zu erwarten, sich 2 Minuten nach Ankunft von der Mama zu trennen. Ich ging also mit, er setzte sich auf meinen Schoß und die Seh- und Hörtests sowie der Test zum räumlichen Sehen wurden durchgeführt. Wie ich nachher erfuhr, hätte auch noch ein Farberkennungstest stattfinden müssen, wurde aber vergessen und auch nicht nachgeholt. Bei diesen Tests war alles in Ordnung, die Ohren zwar noch etwas erkältungsbeeinträchtigt, aber nur unwesentlich.
Danach warteten wir auf die Ärztin, der Große sollte sich ausziehen und wurde gewogen und gemessen (Körpergröße und Kopfumfang). Alles war sehr schwierig und der Ablauf stotterte immer wieder, weil er sich verweigerte. Zum Glück drängte uns niemand; auch dies habe ich schon bei einem anderen Arzt mit ihm zusammen erlebt, und als Ergebnis verweigerte er sich komplett. Das diesmal zum Glück nicht. Danach stellte die Sprechstundenhilfe ein paar Fragen an mich und an ihn, ich füllte eher nebenbei den zweiten Fragebogen aus. Ich hatte bei diesem einen Schreck bekommen, weil mir die Anforderungen viel zu hoch schienen, bis ich sah, dass er sich auf die Entwicklung 5-jähriger Kinder bezieht. Auf meine Nachfrage teilte man mir mit, dass er trotzdem benutzt wird, aber die Auswertung anders erfolgt. Schon komisch. Gibt es keinen spezifischen Fragebogen, der die Fähigkeiten 4-jähriger Kinder abfragt?! Außerdem datierte er von 1993/1994, was ganze 20 Jahre her ist! Das kann doch logischerweise nicht mehr auf dem neuesten Stand sein, oder?
Die Sprechstundenhilfe machte einige Sprachtests mit ihm, weil ich auf zwei Ausspracheschwierigkeiten hingewiesen hatte. Er spricht "S" und "Sch" noch etwas verwaschen aus und Aneinanderreihungen von Konsonanten, z.B. "Br", "Dr", "Fr", "Tr", tendenziell als "Gr". Dann fragte sie mich, ob ich noch Anliegen oder Probleme hätte, die ich gerne klären würde, und ich schilderte die drei Themen, die mir auf der Seele lagen. Sie dokumentierte alles fleißig.
Danach kam die Ärztin, hörte ihn ab (das Herzgeräusch, was uns bei der U7a noch einen großen Schrecken eingejagt hatte und vom Kardiologen abgeklärt werden musste, war glücklicherweise weg), kontrollierte die Ohren und die Zähne, untersuchte die Füße (rechts ist immer noch ein leichter Knick-Senkfuß, der sich bis in einem Jahr verwachsen sollte), die Wirbelsäule, den Unterbauch und die Genitalien. Eine wirklich umfangreiche und ausführliche körperliche Untersuchung war das, was ich sehr gut finde. Zwischendurch sollte er sich auf die Untersuchungsliege legen und hat dabei fürchterlich geweint. Hinlegen und Ausgeliefert-Sein scheint ein ganz schreckliches Gefühl für ihn zu sein. Ähnliche, zum Teil noch drastischere Erfahrungen haben wir schon oft mit ihm gemacht.
Dann animierte sie ihn noch zum Hüpfen, Ball werfen, Ball fangen (ich musste alles mitmachen, alleine ging nicht viel), testete seine Malfähigkeiten und wertete die Fragebögen kursorisch aus. Er hat ein Strichmännchen gemalt, mit dem sie sehr zufrieden war, da die Beine aus dem Körper herauswuchsen, nicht aus dem Kopf, wie bei den meisten Kindern in dem Alter, und in einem unbeobachteten Moment, als ich mit ihr sprach, malte er ein für die Ärztin interessantes Bild, was er auch erklären konnte. Damit und mit den zwei Fragebögen war sie jedenfalls hochzufrieden. Auf seine Stifthaltung (Stift in der Faust, wird langsam weniger) ist sie nicht eingegangen, ich habe diesmal ehrlich gesagt auch gar nicht darauf geachtet, wie er den Stift hielt.
Das Gewicht (17,1 kg) im Verhältnis zur Größe (108 cm) ist okay, er ist wirklich sehr schlank, aber es ist nicht besorgniserregend wenig. Er isst halt insgesamt sehr wenig, das war schon immer so. Wenn man allerdings bedenkt, wie rasant er im 1. Lebensjahr zugenommen hat (bei der U6 mit einem Jahr 10,4 kg) und dazu im Vergleich die Gewichtszunahme von der U7a mit 3 Jahren zu jetzt von gerade mal einem Kilo sieht, fühlt sich das schon komisch an. Ändern kann man es aber nicht und es ist alles im Rahmen der normalen Perzentilen. Er ist eben sehr groß für sein Alter. Das Gewicht ist da eher normal.
Was die Aussprache betrifft, so habe ich mit ihr vereinbart, dass wir einfach beobachten, wie es sich entwickelt. Man soll ja die Kinder nicht verbessern, sondern die Aussage wiederholen und das betreffende Wort dann korrekt aussprechen. Bei der U7a mit 3 Jahren konnte er das "F" noch nicht korrekt aussprechen (sagte "S"), und das änderte sich ca. ein Vierteljahr nach der Untersuchung. Ich vertraue da wirklich auf die zunehmende Reife und dass sich vieles ganz von allein entwickelt, ohne dass man nachhelfen muss.
Da die Ärztin dann die Untersuchung mit einer Urinprobe abschließen wollte, habe ich von mir aus die zuvor schon geäußerten Anliegen angesprochen, und das Gespräch darüber dauerte dann noch eine ganze Weile. Ein Anliegen betraf das nächtliche Trockenwerden, was noch in weiter Ferne zu sein scheint. Dahingehend beruhigte sie mich und meinte, dafür hätten wir noch Zeit und oft würde das wie alle Entwicklungsschritte von heute auf morgen kommen.
Das zweite Problem betraf das Problem des Anziehens mit dem hier beschriebenen Leidensdruck vom Großen und von uns natürlich auch. Ich sprach die Möglichkeit von eventuell väterlicherseits vererbten Hautproblemen an. Dazu äußerte sie, ohne dass ich jemals das Thema Hochsensibilität bei ihr angedeutet hätte, überraschend einige Gedanken zu einer möglicherweise gesteigerten Sensitivität und veränderten Reizverarbeitung. Ernsthafte Hautprobleme, Neurodermitis etc. schloss sie eigentlich aufgrund ihrer eigenen Untersuchungen und meiner Schilderungen aus. Wäre dies der Fall, müsste das Problem ja immer und überall auftreten, nicht nur zuhause. Wir sollen nun nochmal in der Kita fragen, ob dort schon dahingehende Äußerungen von ihm aufgefallen wären. Wenn nicht, dann äußert er dieses immense Unbehagen tatsächlich nur bei uns (und bei seinen Großeltern), in seinem geschützten Bereich. Das finde ich ja grundsätzlich positiv, mindert aber nicht unseren und seinen immensen Leidensdruck.
Das dritte Anliegen war meine Sorge bezüglich seiner generellen Schlappheit und Kraftlosigkeit. Ich weiß nicht, ob andere 4-jährige Kinder auch ständig sagen: "Ich bin schlapp. Ich habe keine Kraft. Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht laufen." Diese Aussagen gibt er von sich, seit er sich entsprechend artikulieren kann. Und zwar nicht erst in Belastungssituationen, sondern bevor er sich überhaupt in irgendeiner Form betätigen muss. Er konnte beispielsweise mit 11 Monaten frei laufen, läuft aber bis heute mit uns kaum mal eine längere Strecke am Stück. Er fährt meist Laufrad oder will ab und zu auf's Buggyboard. Und wieder ist das ein Verhalten, was er nur bei uns bzw. vertrauten Personen (Großeltern) zeigt. Das heißt aber nicht, dass er simuliert. Ich denke, er empfindet in diesen Momenten tatsächlich so und lässt sich eben einfach in sein persönliches Netz fallen. Auch dies ist für uns oft sehr nervenaufreibend. Der Kardiologe hatte vor einem Jahr eine leichte kindliche Bradykardie infolge von Regulations-Unreife (interessant die Parallele zum Großen als regulationsgestörtem Baby) festgestellt, d.h. sein Herz schlägt etwas langsamer als altersentsprechend normal wäre, woraus eine leichte Kreislaufschwäche resultiert. Das ist vererbt, aber nicht behandlungsbedürftig. Es kann die Ursache für seine Schwäche sein. Um aber ernsthafte körperliche Ursachen auszuschließen, schlug die Kinderärztin ein großes Blutbild vor, um alle Werte einmal durchzuchecken. Wir gehen nun also nächste Woche nochmal nüchtern zur Blutabnahme und ein weiteres Mal zur Auswertung. Dann haben wir hoffentlich Gewissheit. Egal wie es ausgeht: ich kann besser damit umgehen, wenn ich alle Untersuchungsmöglichkeiten ausgeschöpft habe.
Es ist natürlich immer schwierig, solche Probleme vor dem Kind zu besprechen. Zumal er sehr genau zuhört und sicherlich vieles schon versteht. Ich will ihn auch nicht noch mehr problematisieren, mich aber schon mit der ärztlichen Seite darüber beraten. Da wir so selten mit ihm bei der Ärztin sind, musste ich alles in diesen Termin packen. Ich werde hier berichten, wie es nun weitergeht. Die U8 jedenfalls haben wir, trotz seines Klammerns, ganz gut gemeistert. Ärztlicherseits gibt es keinerlei Sorgen, die die Entwicklung des Großen betreffen. Die nächste große Untersuchung ist dann die U9 in einem Jahr.
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