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Mittwoch, 13. Dezember 2017

Es geht auch ohne Adventskalender!

Meine Kinder haben dieses Jahr tatsächlich ihren ERSTEN Adventskalender geschenkt bekommen. Ja, ihr habt richtig gelesen: den ERSTEN! Der Große ist 6 3/4 und die Kleine 4 1/2 Jahre alt. Bisher haben wir für sie keinen Adventskalender besorgt gehabt, aus diversen Gründen heraus. Es war kein Dogma oder etwas, was wir von Anfang an so planten, sondern es hat sich einfach so ergeben. In diesem Jahr hat der Große erstmals vorab nach einem Adventskalender gefragt. Natürlich nach einem mit Lego gefüllten... Das kam für uns nicht infrage, aber ich dachte, wir könnten das Konzept Adventskalender doch mal vorsichtig antesten. Also kaufte ich zwei einfache Schoki-Kalender für 99 cent, bei denen ich mich nicht ärgern würde, wenn die Kinder sich darum streiten oder sauer werden, wenn sie nur ein Türchen öffen dürfen oder sie das total doof fänden. Bis zum 30. November war ich mir auch gar nicht sicher, ob wir ihnen die Kalender überhaupt geben oder ungesehen verschwinden lassen. Denn ich finde sie eigentlich überflüssig und unnötig.

In einer Zeit, in der die Kinder mit Nikolaus und Weihnachten schon zwei Anlässe haben, an denen es Geschenke gibt, noch täglich ein kleines Geschenk aus dem Adventskalender zu bekommen, dagegen sträubt sich in mir alles. Schon 10 Wochen nach Weihnachten hat der Große Geburtstag, danach kommt Ostern und es folgt wenig später der Geburtstag der Kleinen. Genug Gelegenheiten also, Geschenke einzuheimsen. Ich finde es einfach zuviel, selbst wenn es sich nur um Kleinigkeiten handelt. Meine Kinder bekommen von uns relativ viel, sowohl zu den Anlässen als auch außer der Reihe. Das liegt vor allem daran, dass wir außer meinen Eltern keinerlei Verwandtschaft haben, die unsere Kinder mit Geschenken überschütten. Da übernehmen wir sozusagen die Rolle der fehlenden Verwandten. Es gibt Menschen, die nicht verstehen können, dass unsere Kinder von uns soviele Geschenke bekommen. Deren Kinder bekommen allerdings viel von mehreren Großeltern, von Geschwistern, Onkeln und Tanten und anderen Verwandten. Das fehlt bei uns völlig. Trotzdem möchte ich gerade die Weihnachtszeit nicht noch überfrachten mit einem Adventskalender mit Geschenken.

Bildquelle: Pixabay

Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich in den letzten Jahren überhaupt keine Lust auf tägliche Diskussionen oder Wutanfälle hatte, weil nur ein Fenster geöffnet werden durfte oder das Geschwisterkind etwas vermeintlich Besseres im Kalender hatte. Unser Alltag mit den Kindern ist anstrengend genug, der Große war lange Zeit ein für uns sehr schwer zu händelndes Kind und jetzt, nachdem er ruhiger und verträglicher geworden ist, dreht die Kleine völlig am Rad. Wir haben weder Kraft noch Nerven für zusätzliche Baustellen und Belastungen und versuchen möglichst alles zu vermeiden, was zu noch mehr Konflikten im Familienalltag führen könnte. Das ist eine reine Überlebensstrategie;-)

Außerdem fand ich es wirklich spannend, auszuprobieren, wie lange es ohne Adventskalender geht, d.h. wann die Kinder von selbst nachfragen würden. Schon vor 2 Jahren habe ich in diesem Text unsere adventskalenderlose Taktik beschrieben und ich hätte nicht gedacht, dass wir es so lange schaffen würden. Das zeigt, dass man nicht jede Tradition mitmachen muss und die Kinder, wenn sie etwas nicht kennen, auch nichts vermissen. Oft geht sowas ja eh' von den Eltern aus oder der gesellschaftliche Druck ist zu stark. Das war jedenfalls eine interessante Erfahrung. Durch die Kita müssen sie eigentlich schon oft darauf gestoßen sein, dort gab es Adventskalender und andere Kinder erzählen ja auch davon. Aber bisher wurde nichts mit Nachdruck eingefordert und so ließen wir das Thema einfach unter den Tisch fallen. Erfolgreich.

Nun fragte eben dieses Jahr der Große erstmals danach und wir schenkten den Kindern besagte simple und billige Exemplare. Sie freuten sich sehr über ihren allerersten Adventskalender, öffnen seitdem täglich ein Fensterchen und naschen das Ministück Schoki noch vor dem Frühstück. Es gab ein paar kleinere Dispute über die Motive der Teilchen, aber insgesamt lief alles friedlich und geordnet ab. Für den Großen ist die Schokolade nicht attraktiv genug, um sich darüber zu streiten, und selbst die Kleine, die eigentlich ein Süßmäulchen ist, hält sich an die Tagesration. Wenn ich mir aber vorstelle, dass Spielzeug oder andere Utensilien enthalten wären, würde es hier jeden Morgen Zeter und Mordio geben. Insofern verläuft der Adventskalendertestlauf erstaunlich friedlich, so dass wir in Betracht ziehen, das im nächsten Jahr zu wiederholen. Aber eigentlich auch nur dann, wenn vorher danach gefragt wird. Denn: es geht auch ohne Adventskalender - das ist die erstaunliche Erkenntnis aus den letzten Jahren.

Montag, 23. Oktober 2017

Gartenfrust 2017

Unser Garten hat uns in diesem Jahr mehr Frust als Freude gebracht. Nur Arbeit, fast ohne ihn nutzen zu können. Wegen miesen Wetters mehrmals abgesagte Einladungen und Verabredungen. Bei jedem Besuch neue Baustellen wie riesengroße Wespennester, ein kaputter Sichtschutz oder ein aufgewühlter Rasen. Bis auf's Blut streitende Kinder, die erst überhaupt nicht hinfahren wollten und sich dort nur in der Wolle hatten. Wuchernde Pflanzen, unzählige Nacktschnecken, aggressive Mücken, deren Stiche den Kindern dicke Beulen bescherten, Unkraut überall. Eine so geringe Obst- und Gemüseernte wie noch nie zuvor, ich staunte immer über die Instagram-Bilder anderer Gartenbesitzer. Selbst unser Apfelbaum, der im letzten Jahr wunderschöne Schneewittchen-Äpfel hervorgebracht hatte, produzierte nur Ausschuss. Es war frustrierend.


Einerseits lag es am wirklich schlechten Frühlings- und Sommerwetter in Berlin. Ich lebe jetzt seit 23 Jahren hier, aber so einen miesen Sommer habe ich noch nie erlebt. Und wenn mal schönes Wetter war, dann unter der Woche, doch an den Wochenenden regnete es oft. Da wir aber meist nur am Wochenende hinaus in den Garten fahren können, ist das natürlich ungünstig, gelinde gesagt. Die Gartenarbeit, für die Elektro-Geräte benötigt werden, dürfen wir auch nur bis Samstag Mittag machen, danach und am Sonntag ist Ruhezeit. So mussten wir dieses Jahr oft im Nieselregen am Samstag Vormittag den Rasen mähen. Andere Arbeiten wie Hecke schneiden haben wir dann meist händisch (nicht elektrisch) erledigt, da die mögliche Arbeitszeit schon wieder vorbei war. Und ein Genießen des Gartens war fast nie möglich, wir mussten uns oft im Haus aufhalten, da es am Wochenende immer wieder regnete. Das haben wir in den letzten 7 Jahren als Gartenbesitzer noch nie so extrem erlebt.

Symbolbild des Sommers

Auf meiner Mutter-Kind-Kur hatte ich mir vorgenommen, im Sommer MEHRMALS! ALLEIN! im Garten zu übernachten, um ab und zu etwas Abstand vom Familientrubel zu haben. Im letzten Jahr hatte ich zum ersten Mal, seit wir den Garten haben, jeweils mit einem Kind im Garten übernachtet und das klappte gut. Genau das wollte ich in diesem Sommer allein machen und freute mich drauf. Was soll ich sagen: es scheiterte nicht am Willen, sondern am Wetter bzw. den Umständen. Es gab kein Wochenende, wo alles passte, wo es auch nachts warm genug war, man nicht von Mücken zerstochen wurde und kein Regen angekündigt war. Dass es überhaupt nicht heiß war, merkten wir auch in unserer Dachgeschosswohnung, die sich sonst im Sommer total schnell aufheizt. Dieses Jahr gar nicht. Von der Sonne verbranntes Gras im Garten und in unserem Park existierte 2017 nicht. Außerdem sind wir natürlich auch nicht jedes Wochenende zuhause gewesen. Unter der Woche wiederum geht das mit dem Übernachten nicht, da die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel sehr schlecht ist. Ich bin echt frustriert, dass ich meine Vorsätze diesbezüglich nicht umsetzen konnte. Nun hoffe ich sehr auf nächstes Jahr.


Die Kinder hatten oft keine Lust, in den Garten zu fahren, und haben sich dann aus ihrer schlechten Laune heraus geärgert und gepiesackt. Wir mussten viel schimpfen und waren genervt. Die Mittagspause klappt im Garten nicht so wie zuhause und geschlafen wird ja sowieso nicht mehr. Auch der Mann verlor immer mehr den Antrieb hinzufahren, und selbst ich dachte zum ersten Mal ans Abgeben des Gartens. Das hatte ich noch nie, schließlich ist er meine Ruheoase und Ausgleich zum Großstadtleben. Außerdem würde dann nicht nur der Garten fehlen, sondern auch die Felder hinter unserem Garten, die Heckrinder, Wildpferde und Störche, die Spazierwege, die Heuballen, wilden Obstbäume und die Weite des Landes. Ich war total traurig über meine eigenen Gedanken des Aufgebens, aber die Umstände waren dieses Jahr wirklich bescheiden.


Nur ein einziges Mal haben wir so richtig, nämlich einen ganzen Nachmittag, geplanscht, nur zweimal überhaupt Besuch im Garten gehabt. Selten gegrillt, nicht übernachtet, oft in der Hütte gesessen, um den Regenschauer abzuwarten und uns jedesmal geärgert. Über die viele Arbeit, die seltenen Gelegenheiten, hinzufahren und eben das Wetter. Ich weiß, das kann man nicht ändern, aber noch nie hat der Frust so deutlich die Freude am Garten überwogen. Und nicht zuletzt ist das auch ein finanzieller Posten, der umso mehr weh tut, je weniger man den Garten nutzen kann.

Tja, was sollen/ können wir tun? Aufgeben? Auf ein neues, besseres Jahr hoffen? Öfter mal spontan unter der Woche rausfahren im nächsten Sommer? Das wiederum lohnt sich zeitlich kaum und bringt meist Stress und abends schreiende Kinder. Außerdem hatten die Kinder sowieso meist keine Lust und meckerten, dass sie nicht in den Garten wollten. Ich verstehe absolut nicht, warum sie zunehmend ungern hinfahren, es ist eigentlich ein Paradies für Kinder, mit dem Spielturm*, der Wasserbahn*, dem Sandkasten* und jeder Menge Spielzeug. Sie dürfen jedesmal bei der Gartenarbeit helfen, haben auch spezielle Gartenutensilien* für Kinder.


Sie dürfen natürlich direkt von den Sträuchern naschen, sie pflanzen mit mir zusammen und wir gehen oft in die wunderschöne Umgebung auf unsere Felder hinaus, wo wir Drachen steigen lassen, die Tiere besuchen, den Kreislauf der Landwirtschaft beobachten und wildes Obst pflücken. Für mich ist das wirklich traumhaft, aber es fällt mir zunehmend schwer, die schlechte Laune der Kinder im Garten auszugleichen und sie zu motivieren. Denn ich selbst möchte genießen und nicht an meinem Ruheort vollgemeckert werden. Die Streiereien der Kinder hört man schon im ganzen Umfeld und das ist zermürbend.


Das Gartenjahr 2017 ist vorbei, wir haben den Garten schon winterfest gemacht und kommen nur noch für kleine Arbeiten vorbei. Ich hoffe ganz sehr, dass das nächste Jahr in jeder Hinsicht besser wird und vor allem die Kinder wieder mehr Freude am Garten empfinden können. Wenn nicht, weiß ich nicht, ob wir ihn behalten. Wir haben ihn damals im Frühjahr 2010 übernommen, kurz bevor ich mit dem Großen schwanger wurde. Mir bedeutet er sehr viel, aber ich kann ihn nicht gegen den Widerstand meiner Familie, vor allem der Kinder, halten. Ich verstehe diese Abneigung, diesen Unwillen der Kinder nicht und weiß auch nicht, was man da tun kann. Nun warten wir einfach mal ab, was das nächste Jahr bringt. Mehr Frust als Freude ist jedenfall auf Dauer unbefriedigend!


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Samstag, 3. Dezember 2016

Weihnachtsgeschenke für meine Kinder 2016

Wie im letzten Jahr möchte ich euch gern einige Nikolaus- und Weihnachtsgeschenke zeigen, die meine Kinder bekommen werden. Vielleicht kriegt ihr noch ein paar Inspirationen, ein bisschen Zeit ist ja noch bis Weihnachten. Was ich hier zeige, wird auf Nikolaus und Weihnachten verteilt und von uns sowie meinen Eltern geschenkt. Wem das vielleicht viel vorkommt: bei uns gibt es dafür keinen Adventskalender, d.h. keine täglichen Geschenke in der Vorweihnachtszeit.

Beim Großen, der jetzt 5 3/4 Jahre alt ist, ist es vollkommen klar, dass er Lego bekommt. Lego - seine erste große Spielzeug-Liebe, das erste Spielzeug, für das er sich aktiv interessiert und wovon er immer mehr haben möchte. Das hat sich in diesem Jahr so enorm entwickelt und obwohl mir seine Schnelligkeit beim Bauen und daraus resultierend die vielen unerfüllten Wünsche etwas Angst einjagen, finde ich es toll, dass er endlich etwas gefunden hat, was ihn fordert und wo er eintauchen und sich verwirklichen kann. Er war ja nie ein Spielkind und all die typischen Kleinkindspielsachen wurden nie lange bespielt. Insofern möchten wir das schon fördern und schauen immer, wo wir Lego etwas preiswerter bekommen können. Denn sein Wunschzettel umfasst ca. 80% des Lego-Kataloges.

Wir haben für ihn gebraucht ein Lego Star Wars 3in1 Superpack gekauft, mit dem er drei verschiedene Star Wars-Szenarien bauen kann und hoffentlich eine Weile beschäftigt sein wird. Lego Star Wars, Ninjago und Nexo Knights stehen hoch im Kurs.


Daneben wünschte er sich schon lange das Lego Creator Wohnmobil 3in1, das für ein Alter ab 9 Jahren angegeben ist. Ich bin gespannt, ob er damit schon klar kommt. Es lässt sich in ein Ferienhaus oder eine Yacht umbauen. Die Großeltern werden dieses Geschenk mitbringen, wenn sie uns einen Tag in unserem Weihnachtsurlaub in unserem Stamm-Ferienpark besuchen, und er wird damit gut beschäftigt sein. Dafür brauchen wir weniger Spielzeug mitzunehmen...


Weiterhin bekommt er ein Olchi-Buch, nämlich "Die Olchis. Gefangen auf der Pirateninsel", weil er sich über diese Wesen köstlich amüsieren kann, sowie ein neues Tiptoi-Buch, entweder "Mein großer Weltatlas" oder "Mathe 1.Klasse", weil er sich so intensiv für Zahlen und für's Rechnen interessiert. Das entscheiden wir kurz vorher, wir haben beide Bücher schon da.




Da er Gesellschaftsspiele eigentlich mag, auch wenn er es hasst, zu verlieren, kriegt er auch ein Spiel geschenkt, wahrscheinlich "Kakerlakak", was ihn im Urlaub im Kinderhaus immer amüsierte. Da gibt es seit letztem Jahr übrigens auch ein Nachfolgespiel namens "Kakerlaloop", wo die batteriebetriebene Kakerlake durch Loopings klettert.


Die Kleine, jetzt 3 1/2 Jahre alt, ist schon seit einiger Zeit eine Pferdenärrin und möchte am liebsten immer zu den Pferdekoppeln fahren, wo wir manchmal spazieren gehen, oder auf einen Pferdehof. Ich finde das lustig, denn ich selbst war früher nie ein Pferde-Mädchen und ich weiß nicht, woher sie das hat. Aber ihre Begeisterung ist total niedlich und deshalb bekommt sie als Hauptgeschenk das süße Baby Born Pferd mit Fohlen und natürlich auch den passenden Stall dazu.


Natürlich kriegt sie auch ein Tiptoi-Buch, schließlich ist sie von beiden Kindern die Tiptoi-Begeisterte. Wir haben "Unsere Jahreszeiten" für sie ausgesucht, da sie es liebt, die Lieder des Jahreskreislaufs zu singen und sich für alles rund um die Jahreszeiten interessiert. Sie weiß schon genau, dass es nach ihrem Geburtstag im Mai endlich wieder Erdbeeren gibt!


Desweiteren bekommt sie Lego Juniors Emmas Eiswagen. Ich vermute mal, dass der Große ihr diesen zusammenbauen wird, aber das Eis zu verkaufen wird sie sich nicht nehmen lassen, das macht sie im Garten in ihrem Spielhaus auch immer gern. Und vielleicht kann man sie so auch schon ein wenig für Lego begeistern und irgendwann sitzen beide Kinder ruhig im Kinderzimmer und bauen vertieft vor sich hin. Ein frommer Wunsch, ich weiß;-)

Weiterhin wünscht sie sich eine Prinzessinnenkutsche, die sie eigentlich von den Großeltern bekommen soll, aber da haben wir noch nicht die Richtige gefunden. Zwei Kleinigkeiten erhält sie noch, nämlich die CD "Funkelnde Sterne für die Prinzessin" und das Buch "Prinzessin Maja und das magische Reitturnier", was ihre Pferde- und Prinzessinnenliebe vereint. Ich finde diese Leidenschaften sehr süß und trotzdem fremd, weil ich als Kind anders war. Für mich ist das eine neue Welt.



Ein bisschen Kleinkram kommt noch dazu und wie gesagt, es wird auf Nikolaus, Weihnachten und die Großeltern aufgeteilt. Vielleicht war noch eine Idee für euch dabei?
Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausdenken und Besorgen der Weihnachtsgeschenke! Habt ihr schon alles zusammen oder seid ihr eher der Typ "auf den letzten Drücker"?

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Dienstag, 1. November 2016

Helfende Eltern - unselbstständige Kinder?

Neulich gab es eine kleine Diskussion mit dem Großen, in der es darum ging, dass die Kinder uns so wenig bei alltäglichen Tätigkeiten mithelfen. Es war überhaupt nicht als Vorwurf formuliert, sondern lediglich als Feststellung. Darauf sagte der Große: "Aber ihr fragt uns ja auch gar nicht, ob wir euch mal helfen könnten!" Da musste ich ihm Recht geben, und das ist eines der Dinge, die ich mir schon länger vorgenommen habe zu ändern und nicht so richtig schaffe. Also die Kinder in praktische Alltagsaufgaben einzubeziehen, ihnen Verantwortung zu übertragen und sie mithelfen zu lassen. Damit sie ein Gefühl dafür kriegen, was hier im Haushalt alles zu tun ist und nicht alles für selbstverständlich nehmen. Damit sie sehen, wieviel Zeit und Mühe manche Tätigkeiten kosten. Damit sie merken, dass sie einen kleinen, aber wertvollen Beitrag zum Familienleben leisten können und lernen, wie Abläufe funktionieren. Damit sie selbstständig und eigenverantwortlich werden.

Mein Mann und ich, wir sind Menschen, die Dinge am liebsten selbst und allein machen, anstatt im Team zusammenzuarbeiten. Wir bitten nicht gern um Hilfe, sondern sind froh, wenn wir in Ruhe etwas abarbeiten können. Ich kann es z.B. nicht haben, wenn jemand in der Küche herumwuselt, wenn ich koche. Ich räume den Geschirrspüler lieber selbst aus, anstatt jemandem zu erklären, wo das Geschirr hinkommt. Ich habe gern selbst die Kontrolle, anstatt hinterher kontrollieren zu müssen, ob eine Tätigkeit korrekt und vollständig erledigt wurde. Ich arbeite gern Aufgaben schnell, effektiv und hintereinander ab, möglichst störungsfrei. Ich bin kein Prokrastinator, nicht bei Haushaltstätigkeiten und sonst eigentlich auch kaum. Mein Motto ist: Mach es selbst, dann weißt du, dass alles in deinem Sinne geschieht. Das führte dazu, dass wir unsere Kinder immer in recht wenige Haushaltstätigkeiten eingebunden haben und sie wahrscheinlich fast das Gefühl haben, "das bisschen Haushalt macht sich von allein...";-)

Daneben bin ich auch eine Mama, die tendenziell gern bemuttert, die Kinder umsorgt und lieber ein Mal mehr hilft, als sie zu überfordern. Ich nehme ihnen viele Kleinigkeiten und manchmal auch Herausforderungen ab, die sie schon selbst schaffen könnten. Ich mag sie gern noch ein wenig in ihrer unbeschwerten Kindheitsblase lassen und die Anforderungen der Umwelt von ihnen fern halten. Ich helfe ihnen beim Anziehen, ich räume lieber selbst schnell auf, ich schmiere ihre Brote und schneide ihr Essen. Das hat sowohl den Grund, dass ich allein schneller, gründlicher und fehlerfreier bin, als auch, dass ich sie gern umsorge und ihnen u.a. dadurch meine Zuwendung und Nähe gebe. Manche Dinge sind auch schlicht nicht möglich oder sehr stressig. Staubsaugen geht zum Beispiel nicht, wenn die Kinder da sind, weil die Kleine Angst vor der Lautstärke hat und weint. Beim Wäsche aufhängen haben sie früher für jedes Kleidungsstück, das ich aufhängte, eins wieder runtergezogen. Beim Obst schneiden ist es mühsam, auf 20 Finger zu achten, wenn beide mit scharfen Messern hantieren. Vor allem, wenn man selbst auch vorankommen will. Und so weiter. Das ist alles effizienter, schneller und nervenschonender als mit den beiden zusammen. Vielleicht wäre es mit nur einem Kind anders, aber zwei Kinder bringen einfach soviel durcheinander, man kann sie nicht in jeder Sekunde im Auge behalten und sie stecken sich gegenseitig mit "Blödsinn" an. Das einzige, wo ich sie immer gern eingespannt habe, war und ist das Putzen ihres Spielzeugs. Wenn ich sie im Kinderzimmer still beschäftigen musste, weil beispielsweise mein Mann krank war, habe ich ihnen Putzlappen gegeben und wir haben zu dritt das Spielzeug gesäubert. Das haben sie meist gut und ausdauernd mitgemacht. Insgesamt aber haben wir ihnen viel abgenommen, viel geholfen und unsererseits viel selbst gemacht.

Irgendwann, als sie etwas älter waren, wollte ich nicht mehr alle Haushaltstätigkeiten in meiner Freizeit machen und habe angefangen, in der Anwesenheit der Kinder kleinere Dinge abzuarbeiten. Ich habe auch mehrfach den Papa dazu angehalten, vor oder nach dem Spielen mit den Kindern Aufgaben zu erledigen, um ihnen zu zeigen, was es alles zu tun gibt. Es fiel und fällt ihm schwer, und auch ich erledige bis heute meine Aufgaben am liebsten in Ruhe, ohne Unterbrechungen, ohne Anliegen und Fragen der Kinder. Das mag gut für uns sein, aber die Kinder lehrt es nichts. Wir haben uns jetzt also vorgenommen, einerseits die Kinder mehr in leichtere Tätigkeiten mit einzubeziehen als auch unsere Arbeiten in ihrer Anwesenheit zu erledigen. Dann müssen sie warten oder sich selbst beschäftigen.

Die Kleine hilft sehr gern, z.B. beim Tischdecken und -abräumen, Geschirrspüler ausräumen, Einkäufe verstauen etc. Statt dass ich mich ärgere, wenn sie mir in der Küche zwischen den Beinen herumwuselt, frage ich sie lieber, ob sie mir helfen will. Das ist zwar manchmal nervenaufreibend, aber irgendwie auch befriedigend und es macht Spaß, gemeinsam abzuarbeiten. Der Große ist da unwilliger, er hilft nur, wenn er selbst bereit dazu ist, nicht aus Gemeinschaftssinn oder weil er uns eine Freude machen will. Das tangiert ihn nicht. Er war nie ein Kind, was gern im Hauhalt geholfen oder sich für Haushaltsdinge interessiert hat. Ihn muss man also ganz freilassend anfragen und es, wenn er nicht will (wie meist), akzeptieren. Vielleicht ist die Erfahrung seiner Unwilligkeit auch einer der Gründe dafür, dass wir die Kinder tendenziell kaum in Alltagsarbeiten einbeziehen? Die Kleine ist jedenfalls ein anderer Charakter und wir müssen nun erst wieder lernen, dass ein Kind auch gern und bereitwillig hilft. Das ist ein Prozess, den wir erst begonnen haben. Und jedesmal muss ich mich selbst ermahnen und erinnern, es anders zu machen als bisher.

Manchmal hat man keine Nerven dafür. Wir haben im Sommer den Zaun unserer Gartenterrasse gestrichen und beide Kinder wollten helfen. Immer und immer wieder haben sie sich trotz mehrfacher Erinnerung an den frischgestrichenen Zaun gelehnt, haben sich mit Farbe bekleckst und Farbpaletten umgeworfen. Normal für Kinder, aber da sagt man sich dann schon, mach es lieber allein, warum tust du dir den Stress an. Ähnlich ist es beim Plätzchen backen und anderen Dingen. Kommt dann noch der eine oder andere Wutanfall dazu, ist es schnell vorbei mit dem Spaß. Trotzdem sollten wir es immer wieder versuchen, gerade bei dem bereitwilligen unserer Kinder. Ich selbst war als Kind und Jugendliche ziemlich unselbstständig und hilflos, wahrscheinlich, weil meine Eltern mir auch vieles abgenommen und mich wenig einbezogen haben. Ich sehe einige Aspekte davon schon jetzt beim Großen. Das kann nicht gut sein und ich möchte das bewusst anders machen.

Der andere Punkt ist das elterliche Helfen. Ich helfe meinen Kindern gern und viel, einige würden sagen, zu viel. Manchmal bemuttere ich sie. Klar können sie sich schon allein die Schuhe anziehen und die Jacke zumachen, aber ich übernehme das trotzdem oft für sie. Besonders wenn sie das Bedürfnis nach Zuwendung und Anlehnen haben, wie z.B. nach der Kita oder morgens, wenn sie mit dem Papa das Haus verlassen. Dann helfe ich ihnen, weil ich weiß, dass ihnen diese Situationen eh' schon schwer genug fallen. Es ist aber manchmal schwierig, zu entscheiden, ob ein Bedürfnis nach Zuwendung dahinter steckt oder schlicht Bequemlichkeit. Letzteres möchte ich nicht fördern, ein Bedürfnis aber gern erfüllen. Ich will aber auch nicht, wie manche Eltern das gern tun, sie auf Teufel komm raus dazu anhalten, Dinge selbst zu machen, von denen ich weiß, dass sie sie schon allein können. Ich sehe das oft, dass Eltern dann einfach ihr Ding durchziehen wollen. Ich habe das auch schon versucht, aber es widerspricht mir und fühlt sich für mich und die Kinder natürlich nicht gut an. Es ist aber tatsächlich eine Gratwanderung, zu entscheiden, wann dieser oder jener Beweggrund für Verweigerung vorhanden ist.

Der Große ist z.B. ein Kind, das sich gern helfen lässt und darüber seinen Aufmerksamkeitstank füllt (siehe dieser Text "Warum Kinder ständig unsere Aufmerksamkeit verlangen"). Dem bin ich meist nachgekommen, als ich verstanden hatte, warum er das braucht. Manchmal ist er aber auch bequem und ruht sich auf meiner Hilfe aus. Was ist wann der Fall? Einmal hat er auf dem Heimweg von der Kita alles verweigert und boykottiert, ich wusste nicht warum, und bin laut und ungeduldig geworden. Zuhause merkte ich dann, dass er Fieber hat und es ihm nicht gut geht. Das hat mich sehr betroffen gemacht und ich habe mich geschämt. Also lieber doch ein Mal zuviel helfen und die Gefahr der Unselbstständigkeit oder Bequemlichkeit des Kindes in Kauf nehmen, wie ich es meist mache? Sehr schwierig! Ich glaube, es gibt dafür keine Lösung und auch meine beiden Kinder werden sich sehr unterschiedlich entwickeln, bei gleichen häuslichen Bedingungen. Das ist ja jetzt schon der Fall. Die Kleine zieht sich viel bereitwilliger allein an und entwickelt tendenziell mehr Ehrgeiz darin, Dinge allein und selbstständig zu schaffen, als der Große. Was das Mithelfen unserer Kinder betrifft, können wir bewusst etwas mehr Hilfe von ihnen bei alltäglichen Aufgaben anfragen, aber völlig freilassend, und dabei auch die unterschiedliche Bereitschaft der Kinder berücksichtigen. Was unser Umsorgen angeht, ist das nicht so eindeutig, weil sie sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben und es schwierig ist, ihre "Hilfsbedürftigkeit" einzuschätzen. Brauchen Sie Unterstützung, weil sie etwas noch nicht können, zu bequem sind oder weil sie Zuwendung und Nähe benötigen? Oder sollten wir mehr ihre Selbstständigkeit fördern? Ich lerne noch...

Wie handhabt ihr das, seid ihr auch so, dass ihr Dinge am liebsten allein macht? Bemuttert ihr eure Kinder gern? Helfen sie bereitwillig oder haben sie kein Interesse an alltäglichen Aufgaben? Oder wollt ihr eure Kinder um jeden Preis zur Selbstständigkeit und Unabhängigkeit anhalten? Müssen eure Kinder schon bestimmte Aufgaben übernehmen? Schildert mal eure Erfahrungen mit dem Thema.

Bildquelle: Pixabay

Montag, 6. Juni 2016

Leben und leben lassen!

Es gibt unter der Elternschaft viele Sorten von Eltern, wenn es um die Frage des Beurteilens anderer Erziehungsvorstellungen und -ansätze geht: ignorante Eltern, die sich nicht dafür interessieren, wie der Nebenmann mit seinem Kind umgeht, sehr tolerante Eltern, die fast jede Erziehungsart interessiert betrachten und akzeptieren und diejenigen, die eine ganz bestimmte Überzeugung haben, zu wissen, was für ihre eigenen und die Kinder anderer Eltern gut und richtig ist. Unter diesen wiederum gibt es die, die aus dieser Überzeugung heraus meinen, überall ihr Urteil abgeben zu müssen, und jene, die ihren Weg einfach gehen und sich zwar ein stilles Urteil erlauben, aber dieses nie oder äußerst selten, im vertrauten Kreis, äußern würden. Auf keinen Fall jedoch gegenüber Fremden direkt ihre Art von "richtiger" Erziehungsvorstellung zum Besten geben. Leider scheint es sehr verbreitet zu sein, die eigenen Überzeugungen auf andere Familien zu übertragen und zu erwarten, dass andere sich diesen anpassen. Ich mag das überhaupt nicht.

Aktueller Anlass war ein Vorfall am Badesee, bei dem es (wie so oft) um die Spielzeugfrage ging. Nun hat ja jeder seine individuelle Auffassung, was die Benutzung des Sand- und Wasserspielzeugs anderer Kinder betrifft. Gemeinsam oder nicht, mit vorherigem Fragen oder nicht, darf das Spielzeug weggeschleppt werden oder nicht etc. Jeder hat Gründe für seine Überzeugung und kennt seine Kinder am besten. Man kann und darf aber nicht automatisch davon ausgehen, dass eine fremde Familie die gleiche Überzeugung vertritt wie man selbst, und vor allem sollte man nicht anderen die eigenen Anschauungen aufpfropfen. Nun war es so, dass eine Gruppe von mehreren Müttern mit Kindern sich keinen halben Meter neben unsere Decke gesetzt hatte, was definitiv nicht dem Platzmangel geschuldet war. Es war noch Vormittag und der Strand war fast leer. Als nächstes schütteten sie ihr Spielzeug direkt neben unserem aus, so dass eine klare Spielzeugtrennung für ihre 1-2jährigen Kinder nicht zu erkennen war (der ganze weitere Strandabschnitt war leer). Ihre Kinder schnappten sich natürlich sofort Teile unseres Spielzeugs. Um Konflikte, Tränen und eine spätere Suchaktion zu vermeiden, räumte ich unser Spielzeug weg und planschte mit meinen Kindern einfach im Wasser. Wir hatten viel Spaß, es war wirklich herrlich im Wasser und meine Kinder waren sehr mutig.

Eine ähnliche Situation gab es später noch einmal, als die Mütter-Gruppe eigentlich aufbrechen wollte. Als unser Spielzeug wieder ungefragt und wie selbstverständlich beschlagnahmt und weggeschleppt wurde, räumte ich es wieder weg. Das war für diese Mütter anscheinend ein Affront gegen ihre Kinder. Nicht direkt zu mir, sondern untereinander regten sie sich darüber auf und konstatierten, dass IHRE Kinder ja immer alles gegenseitig benutzen dürften und warum denn ANDERE (meine, also fremde!) Kinder nicht lernen müssten, zu teilen. Wäre es nicht so absurd gewesen, hätte man darüber lachen können. Es zeigte aber wieder einmal die Selbstbezogenheit vieler Eltern (Mütter?) und die Einstellung, alle müssen alles so machen wie man selbst es handhabt. Selbst wenn man seine Kinder grundsätzlich mit allen fremden Kindern das Spielzeug teilen lässt, statt sie beispielsweise zur "Verteidigung" des Eigentums anzuhalten, und weder eine Frage für nötig hält noch darauf achtet, dass das Zeug nicht weggeschleppt wird, selbst wenn man also diese Grundsätze vertritt, kann man doch noch lange nicht davon ausgehen, dass andere das auch so sehen?! Jeder mag seine Auffassung haben, was richtig und angemessen ist, aber dieser Maßstab gilt doch dann nicht automatisch für andere! Ich sage doch auch nicht zu denen, dass ihre Kinder mal lernen müssen, das Eigentum anderer Kinder zu respektieren, und vorher gern fragen dürfen, so wie sie über mich (nicht zu mir) grummelten, meine Kinder müssten teilen lernen. Keiner muss etwas, jeder macht die Dinge so, wie er oder sie sie für richtig hält. Basta! Kann dies bitte mal in der Elternwelt Allgemeingut werden?

Es geht nicht um die Frage, ob Spielzeug-Eigentum geteilt werden sollte und ob die eine Einstellung zu engstirnig oder die andere zu Laisser-Faire ist. Es geht um die Akzeptanz anderer Modelle und Wege, auch wenn einem vielleicht das Verständnis dafür fehlt. Und vor allem geht es um Zusammenarbeit statt Gegeneinander. Wir teilen sehr gerne unser Spielzeug, wenn wir gefragt werden und dieses auch vor Ort bleibt. Aber nicht, wenn wie selbstverständlich davon ausgegangen wird, dass fremdes Spielzeug Allgemeingut ist. Auch Kindern kann man schon ein Bewusstsein für Eigentum vermitteln, auch wenn es nur um Plastik- oder Holzkram geht. Daraus besteht ihre Welt! Ich gehe doch auch nicht zur Decke der anderen Mütter und nehme etwas von ihrem Eigentum weg! Das ist was anderes? Für sie vielleicht schon, für mich nicht. Das meine ich: Warum gehen manche davon aus, dass fremde Familien die gleichen Maßstäbe zugrunde legen wie sie selbst? Mich schockiert so wenig Zurückhaltung und Selbstreflektion immer. Wir machen uns damit gegenseitig nur das Leben schwer. Es geht ja nicht um grundsätzliche Fragen wie das Ferbern oder Gewalt gegen Kinder, sondern einfach um Nuancen von Erziehung, die jeder unterschiedlich sieht und praktiziert. Etwas mehr Toleranz, Verständnis und Rücksichtnahme wäre bei einigen Eltern sehr angebracht. Auch ich übe das, jeden Tag.

Aktuelle Texte zu dem gleichen Thema:
Eine ganz normale Mama: Immer diese Besserwisserei – es nervt!
Neverlookedsobeautiful: Empathie zwischen Müttern

Bildquelle: Pixabay

Dienstag, 27. Oktober 2015

Unser Freund Freddie der Kinderkoffer - mit Verlosung

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Ab und zu packt uns die Lust auf einen Ortswechsel und dann machen wir einen Kurztrip zu einem möglichst schon bekannten Ziel, wo die Kinder sich auskennen und wohlfühlen und es deshalb für uns auch nicht stressig ist. Immer mit dabei: unser Trunki Kinderkoffer Freddie. Freddie begleitet uns nun schon seit bestimmt anderthalb Jahren und ist für meinen Sohn ein treuer Reisefreund geworden. Wir waren seinerzeit auf der Suche nach einem Koffer speziell für das Spielzeug unseres Großen und sind schnell auf die ansprechende und originelle Reihe der Trunki Koffer gestoßen. Da er zu diesem Zeitpunkt ein großer Feuerwehrfan war, entschieden wir uns für den roten Freddie im Feuerwehrlook.

 
Die Trunki Koffer sind Hartschalenkoffer für Kinder zum Ziehen und zum Tragen, mit leichtgängigen Verschlüssen und in verschiedenen tollen Designs und Farben, z.B. Tierdesigns wie Tiger, Trunkisaurous Rex, Zebra oder Grüffelo. Unser Sohn hat sich sofort in seinen Freddie verliebt und nutzt ihn bei jeder Reise. Das Kind kann seinen Koffer selbstständig befüllen und durch die gut gängigen Rollen auch allein ziehen. Besonders sinnvoll erschien uns die Möglichkeit, dass das Kind sich bei längeren Wartezeiten, z.B. am Flughafen, darauf setzen kann. Auf einem Flughafen hatten wir ihn nämlich auch zum ersten Mal entdeckt, als ein anderes Kind in einer langen Schlange am Check-In darauf saß. Die Koffer sind sehr stabil und robust, genau richtig für Kinder.


Mein Großer fand ihn sofort toll und befüllt ihn nun vor jeder Reise mit Spielzeug für sich selbst und die Schwester. Die Kleidung der Kinder wird bei uns in den Elternkoffern untergebracht. Der ungeteilte Innenraum birgt Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist, dass man größere Dinge wie Puzzles, Bücher oder Spiele gut unterbringen kann. Der Nachteil ist: kleinere Sachen fliegen durcheinander, spätestens dann, wenn der Koffer zusammengeklappt wird. Da mein Sohn gerne einzelne Autos, Ritterfiguren oder anderen Kleinkram einpackt, ist es jedes Mal eine Kunst, den Koffer unbeschadet zusammenzukriegen. Dies betrifft natürlich speziell die Nutzung als Spielzeugkoffer, bei der Unterbringung von Kleidung tritt das Problem nicht auf. Ich würde mir eventuell eine Unterteilung in kleinere Fächer, vielleicht sogar mit Deckeln, wünschen. Es gibt zwar eine kleine Innentasche, aber da passen wirklich nur Kleinigkeiten hinein. Auf einer Seite ist ein Gummiverschluss vorhanden, der allerdings eher für Kleidung sinnvoll ist.


Man kann den Koffer an den Griffen oder mit dem (abnehmbaren) Tragegurt tragen oder hinter sich her ziehen. Unser Sohn ist jedesmal ganz stolz, wenn er seinen Freddie selbstständig in eine Ferienwohnung zieht. Auch wenn er zu den Großeltern fährt, ist der Koffer immer dabei. Im Urlaub fungiert er auch gern mal als Spielgerät, mit dem sich beide Kinder teilweise länger als mit ihrem Spielzeug beschäftigen. Die Verschlüsse sind für meinen nun 4 1/2-jährigen Sohn gut zu öffnen, man kann sie sogar mit einem Schlüssel, der innovativ im Tragegurt integriert ist, verschließen. Der Koffer ist im leeren Zustand nicht zu schwer. Er hat 18 Liter Stauraum und entspricht den Maßen eines Handgepäckstückes. Er ist leicht abwaschbar. Nach anderthalb Jahren Gebrauchs sieht man einige Abriebspuren, aber das beeinträchtigt ja nicht die Funktionstüchtigkeit. Leider sind die Räder sehr hart, d.h. wenn die Kinder den Koffer zuhause viel benutzen, sieht man auf unserem Laminat einige Spuren.


Wir sind sehr zufrieden mit unserem Trunki Koffer und können ihn wärmstens weiterempfehlen. Er zieht durch seine farbenfrohe und originelle Optik immer Blicke auf sich und ist wirklich sehr gut zu handhaben. Kleine Sortierfächer oder eine Innenaufteilung würden die Nutzung noch verbessern. Empfehlenswert ab 3 Jahren. Die Garantie beträgt 5 Jahre und die Koffer kosten zwischen 40 und 70 Euro.

Auf der bislang nur englischen Seite von Trunki könnt ihr euch über die verschiedenen Produkte informieren. Die britische Firma bietet auch Rucksäcke, Taschen und Kindersitze an. Bestellen könnt ihr zum Beispiel über Amazon oder Knorrtoys. Vielleicht wäre das mal eine Idee für ein schönes, praktisches Weihnachtsgeschenk?

Verlosung:

Damit eins von euren Kindern auch in den Genuss eines Trunki Kinderkoffers kommt, verlose ich zusammen mit Trunki einen Biene-Maja-Koffer (siehe Bild):


Um in den Lostopf zu hüpfen, hinterlasst mir bitte hier einen Kommentar, wohin ihr gern mit euren Kindern verreist, wie oft im Jahr ihr wegfahrt und wie sich das Reisen verändert hat, seit ihr Kinder habt. Zusätzlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir auf Facebook folgt und mir hier ein Herzchen gebt. Ist aber keine Bedingung. Bitte gebt euren Namen an!

Die Verlosung läuft bis zum 8. November 2015, 24 Uhr. Unter allen bis dahin eingehenden Kommentaren wird der Gewinner/die Gewinnerin ausgelost und hier sowie auf Facebook bekanntgegeben. Deine Adresse wird dann an Trunki weitergeleitet, der Versand erfolgt direkt von dort aus. Viel Glück! Die Verlosung steht in keinem Zusammenhang mit Facebook. Mindestalter 18 Jahre. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Dieser Text entstand in Kooperation mit Trunki.

Bildrechte: Trunki (1., 3., 4., 8. Bild), Frühlingskindermama (4 private Bilder)

09.11.2015:
Der Gewinner wurde ausgelost und steht fest. Bitte schaut hier nach, ob ihr es vielleicht seid. An die Gewinnerin: bitte melde Dich per Mail bei mir. Danke!