Eigentlich wäre der erste Kinobesuch der Kleinen keinen eigenen Blogpost wert, da er so ziemlich wie erwartet ablief. Da es aber meinem Gerechtigkeitsempfinden widerspricht, über das erste Mal Kino beim Großen vor fast genau einem Jahr ausführlich zu berichten und bei der Kleinen nicht, folgt hier nun doch ein kleiner Text darüber. Irgendwie bekommen die Entwicklungsfortschritte der Zweitgeborenen nie soviel Aufmerksamkeit wie beim ersten Kind und das finde ich schade. Andererseits empfinde ich ihre Schritte auch oft als nicht so spektakulär, schwierig oder berichtenswert wie beim Großen, da sie vieles wie nebenbei meistert, mit dem er sich selbst oder wir uns mit ihm arg gequält haben.
Übrigens hat sie auch gerade problemlos ihre zweite Kita-Übernachtung gemeistert, die die Feuerprobe für ihre erste Kitafahrt im Mai war. Nun werden wir bald erfahren, ob sie mitfahren darf. Im November 2017 übernachtete sie zum ersten Mal in der Kita (hier zum Nachlesen) und nach Weihnachten erstmals bei den Großeltern. Wir machten uns also diesmal keine Sorgen und es klappte auch alles wunderbar. Wenn ich da an die schwierigen Begleitumstände der Kita-Übernachtungen des Großen denke, staune ich, wie unspektakulär mit ihr vieles abläuft. Der Tag danach ist zwar immer ziemlich durcheinander, aber insgesamt wirft so ein Ereignis weder sie noch uns so aus der Bahn, wie es beim Großen immer war.
Nun aber zu ihrem ersten Kinobesuch: Bekanntlich bin ich grundsätzlich kein Freund von sehr frühen Kinobesuchen und habe zudem noch als erstes Kind ein Kind, mit dem ich sehr vorsichtig in diesen Dingen vorgehen musste. So habe ich seinerzeit einen Kinobesuch des Großen mit der Kita im Alter von gerade 5 Jahren abgelehnt und lieber noch ein Jahr gewartet, bis ich das Gefühl hatte, dass er jetzt bereit dazu war. Sein erstes Mal Kino mit 6 Jahren wurde dann ein absolut positives Erlebnis, wir hatten einen schönen Nachmittag mit der "Häschenschule" und er erinnert sich bis heute daran. Nun ist die Kleine nicht nur ein anderer Charakter als er, sondern aufgrund ihres Zweitgeborenen-Status' sowieso auch von Anfang an vieles gewöhnt, was beim Großen erst später begann. Waren wir mit ihm mit knapp 3 Jahren das erste Mal im Kindertheater, so begleitete sie uns zwangsläufig schon in einem jüngeren Alter dahin. Auch Shows und sonstige Ereignisse bekam sie schon früher zu sehen als er. Das ist, glaube ich, normal bei den zweiten (und weiteren) Kindern. Sie wird nun in knapp 2 Monaten 5 Jahre alt.
Dazu kommt, dass sie anders auf visuellen Input reagiert als er. Zwar ist sie sehr begeisterungsfähig, saugt aber nicht im gleichen Maße auf wie der Große und wird nach einer Weile sehr unruhig, was zwar nervend für uns ist, sie aber wahrscheinlich zumindest teilweise vor der Überreizung durch zu viele Eindrücke schützt. Auch achtet sie selbst sehr gut auf sich, was die Geräuschkulisse angeht, und fordert sofort den Peltor Kid-Gehörschutz ein, den wir bei lauten Veranstaltungen immer dabei haben. Sie schafft es also gut, sich zu schützen und ich kann mich nicht erinnern, dass sie jemals nach einer Veranstaltung überreizt war oder durchgedreht ist. Sie kann das einfach besser verarbeiten als der Große und hat, was das betrifft, eine recht gute Selbstregulation. Wenn ihr etwas zuviel wird, macht sie dies sehr deutlich. Das wiederum kann für uns sehr anstrengend sein, weil sie dann herumläuft, stört, essen und gehen will. Jedes Kind hat halt so seine Macken;-)
Ich habe einen schönen Anfänger-Film für ihren ersten Kinobesuch herausgesucht, nämlich "Die Biene Maja 2 - Die Honigspiele". Wichtig ist mir immer, dass wir in ein kleines Programmkino gehen und glücklicherweise wurde der Film bei uns in der Nähe in unserem "Stamm-Programmkino" gezeigt. Am Sonntag 11. März, dem Tag nach der Kindergeburtstagsfeier des Großen, verbrachte ich mit ihr bei herrlichem Frühlingswetter erst 5 Stunden im Garten, wo wir uns an der frischen Luft austobten, und fuhr dann mit ihr gemütlich zu dem kleinen Kino, wo der Kinosaal wie erhofft wegen des schönen Wetters fast leer war. Perfekt! Sie suchte sich ihren Platz aus, wobei ich wieder einen Randplatz vorschlug, und war sichtlich stolz, dass sie nun auch endlich mal im Kino war.
Der Film (80 Min.) war wirklich niedlich und auch absolut geeignet als Einsteigerfilm, aber sie hält eben tatsächlich noch nicht so lange durch wie der Große. Nach 45 Minuten wollte sie das erste Mal aufstehen. Ich zog sie dann nochmal 20 Minuten mit knabbern und Schoß sitzen, aber sie fing an aufzustehen, herumzulaufen und laut zu reden, so dass wir kurz vor Schluss das Kino verließen. Sie hatte wirklich genug gesehen und wollte nicht mehr. Obwohl ich mich zugegebenermaßen ein bisschen geärgert habe, dass wir das Ende verpassten, finde ich es eigentlich grundsätzlich positiv und auch bewundernswert, dass sie deutlich zeigt, wann es für sie genug ist. Wenn sie nun noch lernt, das ohne zu stören und andere in Mitleidenschaft zu ziehen zu kommunizieren, wäre es für alle angenehmer. In diesem Fall war es auch insofern einfach, weil ich allein mit ihr schaute und entsprechend ihrer Bedürfnisse auf sie reagieren konnte. Was aber, wenn der Große dabei ist und noch bis zum Ende schauen will? Schwierig. Dann müssen wir entweder einen Kompromiss schließen oder eines der Kinder hat das Nachsehen. Hier wäre das der Große gewesen, weil sie sonst weiter gestört und im schlimmsten Fall das Kino zusammengeschrien hätte. Der Große war übrigens an diesem Tag mit dem Papa unterwegs und nachmittags auf einen Kindergeburtstag eingeladen. Insofern passte das super.
Hinterher wirkte sie fröhlich und zufrieden, aber nicht aufgedreht oder durcheinander. Ich glaube, sie hat das sehr gut weggesteckt. Ein bisschen hatte ich auch den Eindruck, ihr ging es vor allem darum, das Gleiche zu machen wie der Große;-). Ich finde, das war trotz des vorfristigen Aufbrechens ein erfolgreicher erster Kinobesuch für die Kleine. Längere Filme werde ich mit ihr aber tunlichst meiden. Dafür ist sie einfach noch zu unruhig. Nun war ich also mit einem meiner Kinder schon vor dem 5. Geburtstag im Kino. Die Umstände passten einfach und vor allem, das Kind ist anders. Das ist der ausschlaggebende Punkt. Sehr spannend, diese Unterschiede, und man lernt nie aus.
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Montag, 19. März 2018
Sonntag, 26. November 2017
Die erste Kita-Übernachtung der Kleinen
Die Kleine, die sehr lange Zeit ohne mich nicht einschlief, geschweige denn die ganze Nacht ohne mich geschafft hätte, hat nun tatsächlich zum ersten Mal allein auswärts geschlafen. In unserer Kita werden mehrmals im Jahr Kita-Übernachtungen veranstaltet, die natürlich völlig freiwillig sind, aber von vielen Kindern geliebt werden. Ich selbst finde die Idee an sich schön, stehe aber einer sehr frühen Übernachtung eher skeptisch gegenüber und halte es eigentlich für überflüssig, so kleine Kinder nach der anstrengenden Kitawoche noch dem Stress einer Fremd-Übernachtung auszusetzen. Aber für viele Kinder ist das ein absolutes Highlight und auch die meisten Eltern sind begeistert.
Als die Kleine noch im kleinen Elementarbereich war, haben wir sie nie für eine Kita-Übernachtung eingetragen. Das war uns einfach noch zu früh und es hätte wahrscheinlich auch nicht funktioniert. Nun ist sie 4 1/2 Jahre alt, kann seit ca. einem Jahr ohne mich einschlafen und hat in diesem Jahr mehrfach, u.a. bei meiner Mutter-Kind-Kur, gezeigt, dass sie auch nachts ohne mich auskommt. Eine auswärtige Übernachtung hielt ich trotzdem lange für sehr heikel, denn sie benötigt viel Körperkontakt und hat am liebsten jemanden, der direkt neben ihr schläft. Sie hat auch noch nie bei den Großeltern übernachtet, was der Große ab 3 1/4 Jahre gemacht hat. Trotzdem wollten wir es nun zum ersten Mal mit einer Kita-Übernachtung probieren; einerseits wollte sie selbst gern und außerdem wird sie nächstes Jahr mit auf die Kitareise fahren, so dass man es schon vorher mal testen muss. Wäre es schwierig geworden, sind wir in 10 Minuten an der Kita und hätten sie abgeholt. Darauf haben wir uns auch eingestellt.
Der Große hat zweimal an Kita-Übernachtungen teilgenommen, die ihn so überfordert haben, dass er beide Male anschließend eine Woche krank war. Und er ist kein Kind, was oft krank wird, und selbst wenn, dann ist er meist nach 2 Tagen wieder fit. Das war für uns sehr ernüchternd und anstrengend, solch eine Quote hat für uns keinen Sinn gemacht. Hier könnt ihr über seine erste Kita-Übernachtung nachlesen und hier über die zweite. Da es bei den Kitafahrten und Großelternübernachtungen keine Probleme mit ihm gab, haben wir nach diesen Malen auf Kita-Übernachtungen für ihn verzichtet. Das hat er problemlos akzeptiert und wir sind mit dieser Entscheidung glücklich gewesen.
Nun sollte die Kleine es mal versuchen. Der Mann holte die Kinder am Freitag ab und brachte sie beizeiten nach Hause, damit die Kleine sich noch ein wenig ausruhen konnte. Ich hatte damit gerechnet, dass wir sie nicht wieder loseisen würden können, aber sie schnappte sich ihren Rucksack, sagte fröhlich, sie wolle jetzt losgehen und wurde vom Mann um 18 Uhr wieder in die Kita gebracht bzw. davor abgegeben. Und dann konnten wir nur abwarten.
Da das Motto der Übernachtung "Tiere" war, hatte sie ein Pandakostüm dabei, was ich mir von einer Freundin ausgeliehen hatte. Die Kinder aßen in der Kita Abendbrot, dann wurde ein Film geschaut und irgendwann scheinen alle geschlafen zu haben. Am nächsten Morgen wurde gefrühstückt und um 9:30 Uhr durften die Kinder wieder abgeholt werden. Es war sehr süß, wie alle fertig angezogen und mit stolzen Gesichtern die Treppe herunter kamen. Auch meine Kleine war sehr sehr stolz, dass sie es geschafft hatte, und ich muss sagen, dass sie mich damit ein bisschen überrascht hat. Also, ich habe schon geglaubt, dass sie es schaffen könnte, wusste aber nicht, ob sie wirklich wollte oder sich nicht doch lieber nach Hause sehnen würde. In ganz kleinen Schritten entwickelt sich das Thema "Schlafen ohne Mama" bei ihr weiter und manchmal muss man eben auch etwas probieren, um zu sehen, ob es schon funktioniert. Gut gemacht!
Am Samstag wirkte sie völlig normal, weder überdreht noch verwirrt. Sie erzählte auf Nachfrage einiges von der Übernachtung und wollte das unbedingt wiederholen. Nicht einmal besonders müde wirkte sie, das war beim Großen anders gewesen. Dennoch bestanden wir auf einem Mittagsschlaf, den sie eigentlich seit einem Jahr nicht mehr hält, und sie schlief auch anderthalb Stunden. Das hatte allerdings zur Folge, dass sie am Abend sehr lange brauchte, um einzuschlafen. Als sie endlich eingeschlafen war und ich mich rausschleichen wollte, wachte sie wieder auf. Das kommt sonst nie vor! Der Mann legte sich dann nochmal mit ihr hin, bis sie fest schlief. Doch auch dann wachte sie nach einer halben Stunde wieder auf, weinte und klammerte sehr, bis sie wieder eingeschlafen war. Ich denke schon, dass solche Herausforderungen ihr ziemlich viel abverlangen, auch wenn man ihr äußerlich nichts anmerkt. Ich weiß mittlerweile auch aus der Erfahrung mit dem Großen, dass es immer irgendwelche Nachwirkungen gibt. Je nachdem, wie groß diese ausfallen, wird man ein Experiment nochmal oder nicht mehr stattfinden lassen.
Ich bin sehr stolz auf sie und freue mich, dass sie die Kita-Übernachtung so gut gemeistert hat. Die nächste Herausforderung wird sein, sie mal bei den Großeltern schlafen zu lassen. Mal sehen, wann es dazu kommen wird. Schritt für Schritt geht der Abnabelungsprozess weiter, in ihrem Tempo, mit unserer Unterstützung, mit Herausforderung und Sicherheit. So wie sie es braucht.
Als die Kleine noch im kleinen Elementarbereich war, haben wir sie nie für eine Kita-Übernachtung eingetragen. Das war uns einfach noch zu früh und es hätte wahrscheinlich auch nicht funktioniert. Nun ist sie 4 1/2 Jahre alt, kann seit ca. einem Jahr ohne mich einschlafen und hat in diesem Jahr mehrfach, u.a. bei meiner Mutter-Kind-Kur, gezeigt, dass sie auch nachts ohne mich auskommt. Eine auswärtige Übernachtung hielt ich trotzdem lange für sehr heikel, denn sie benötigt viel Körperkontakt und hat am liebsten jemanden, der direkt neben ihr schläft. Sie hat auch noch nie bei den Großeltern übernachtet, was der Große ab 3 1/4 Jahre gemacht hat. Trotzdem wollten wir es nun zum ersten Mal mit einer Kita-Übernachtung probieren; einerseits wollte sie selbst gern und außerdem wird sie nächstes Jahr mit auf die Kitareise fahren, so dass man es schon vorher mal testen muss. Wäre es schwierig geworden, sind wir in 10 Minuten an der Kita und hätten sie abgeholt. Darauf haben wir uns auch eingestellt.
Der Große hat zweimal an Kita-Übernachtungen teilgenommen, die ihn so überfordert haben, dass er beide Male anschließend eine Woche krank war. Und er ist kein Kind, was oft krank wird, und selbst wenn, dann ist er meist nach 2 Tagen wieder fit. Das war für uns sehr ernüchternd und anstrengend, solch eine Quote hat für uns keinen Sinn gemacht. Hier könnt ihr über seine erste Kita-Übernachtung nachlesen und hier über die zweite. Da es bei den Kitafahrten und Großelternübernachtungen keine Probleme mit ihm gab, haben wir nach diesen Malen auf Kita-Übernachtungen für ihn verzichtet. Das hat er problemlos akzeptiert und wir sind mit dieser Entscheidung glücklich gewesen.
Nun sollte die Kleine es mal versuchen. Der Mann holte die Kinder am Freitag ab und brachte sie beizeiten nach Hause, damit die Kleine sich noch ein wenig ausruhen konnte. Ich hatte damit gerechnet, dass wir sie nicht wieder loseisen würden können, aber sie schnappte sich ihren Rucksack, sagte fröhlich, sie wolle jetzt losgehen und wurde vom Mann um 18 Uhr wieder in die Kita gebracht bzw. davor abgegeben. Und dann konnten wir nur abwarten.
Da das Motto der Übernachtung "Tiere" war, hatte sie ein Pandakostüm dabei, was ich mir von einer Freundin ausgeliehen hatte. Die Kinder aßen in der Kita Abendbrot, dann wurde ein Film geschaut und irgendwann scheinen alle geschlafen zu haben. Am nächsten Morgen wurde gefrühstückt und um 9:30 Uhr durften die Kinder wieder abgeholt werden. Es war sehr süß, wie alle fertig angezogen und mit stolzen Gesichtern die Treppe herunter kamen. Auch meine Kleine war sehr sehr stolz, dass sie es geschafft hatte, und ich muss sagen, dass sie mich damit ein bisschen überrascht hat. Also, ich habe schon geglaubt, dass sie es schaffen könnte, wusste aber nicht, ob sie wirklich wollte oder sich nicht doch lieber nach Hause sehnen würde. In ganz kleinen Schritten entwickelt sich das Thema "Schlafen ohne Mama" bei ihr weiter und manchmal muss man eben auch etwas probieren, um zu sehen, ob es schon funktioniert. Gut gemacht!
Am Samstag wirkte sie völlig normal, weder überdreht noch verwirrt. Sie erzählte auf Nachfrage einiges von der Übernachtung und wollte das unbedingt wiederholen. Nicht einmal besonders müde wirkte sie, das war beim Großen anders gewesen. Dennoch bestanden wir auf einem Mittagsschlaf, den sie eigentlich seit einem Jahr nicht mehr hält, und sie schlief auch anderthalb Stunden. Das hatte allerdings zur Folge, dass sie am Abend sehr lange brauchte, um einzuschlafen. Als sie endlich eingeschlafen war und ich mich rausschleichen wollte, wachte sie wieder auf. Das kommt sonst nie vor! Der Mann legte sich dann nochmal mit ihr hin, bis sie fest schlief. Doch auch dann wachte sie nach einer halben Stunde wieder auf, weinte und klammerte sehr, bis sie wieder eingeschlafen war. Ich denke schon, dass solche Herausforderungen ihr ziemlich viel abverlangen, auch wenn man ihr äußerlich nichts anmerkt. Ich weiß mittlerweile auch aus der Erfahrung mit dem Großen, dass es immer irgendwelche Nachwirkungen gibt. Je nachdem, wie groß diese ausfallen, wird man ein Experiment nochmal oder nicht mehr stattfinden lassen.
Ich bin sehr stolz auf sie und freue mich, dass sie die Kita-Übernachtung so gut gemeistert hat. Die nächste Herausforderung wird sein, sie mal bei den Großeltern schlafen zu lassen. Mal sehen, wann es dazu kommen wird. Schritt für Schritt geht der Abnabelungsprozess weiter, in ihrem Tempo, mit unserer Unterstützung, mit Herausforderung und Sicherheit. So wie sie es braucht.
Mittwoch, 20. April 2016
Viele erste Male für die Kleine
Auch meine Kleine wird langsam, aber sicher größer und selbstständiger. In Kürze feiern wir ihren 3. Geburtstag und in den letzten Tagen und Wochen gab es einige erste Male für sie, die im Vergleich zum Großen zwar später, aber nicht weniger aufregend waren. Heute war zum Beispiel erstmals ihre beste Freundin allein mit bei uns. Ich nahm sie direkt aus der Kita mit, was eigentlich die ungewisseste Situation ist, aber problemlos klappte und ging mit den drei Kindern Eis essen, kurz auf den Spielplatz und dann nach Hause. Unterwegs waren meine Kinder abwechselnd ziemlich launisch, ich glaube, sie können es einfach immer noch nicht haben, wenn sie nach der Kita nicht meine volle Aufmerksamkeit kriegen. Die Kleine begab sich sehr in Konkurrenz zur Freundin, die das alles stoisch ertrug, weil sie ein ruhiges und ausgleichendes Naturell hat. Erst zuhause wurde es besser und meine Kinder beobachteten interessiert, wie sie das Kinderzimmer erkundete. Der Große wollte unbedingt mit im Kinderzimmer bleiben, er fürchtete wohl um seine Schätze :-). Ich weiß noch nicht, wie wir das Besuchsproblem zukünftig lösen, da wir ja nur ein Kinderzimmer haben. Jedes Kind soll mit Freund/ Freundin auch mal allein spielen können, ohne von Bruder oder Schwester gestört zu werden. Vielleicht ergibt sich das erst, wenn solche Besuche häufiger werden und nicht mehr so super interessant sind. Jedenfalls war es toll, dass zum ersten Mal ein Besuchskind für die Kleine allein bei uns war. Auch für mich ist das aufregend; natürlich kenne ich das Kind von vielen Spielplatzbesuchen, aber allein verantwortlich zu sein zusätzlich zu meinen beiden Kindern ist schon etwas anderes. Das hatte ich bisher eben nur mit Freunden vom Großen.
Noch viel heikler und ungewisser war die Situation vor 2 Tagen, als die Kita relativ kurzfristig einen Schließtag anberaumte und ich zwar meinen freien Tag, aber einen wichtigen Physio-Doppeltermin hatte. Ich hatte für die fraglichen anderthalb Stunden jedes Kind theoretisch bei jeweils einer befreundeten Familie untergebracht. Nur war es komplett unsicher, ob die Kleine wirklich allein dort bleiben würde. Sie war nämlich noch nie allein irgendwo bei anderen zuhause gewesen und ist ja insgesamt sehr anhänglich an mich. Ich hatte deshalb echt Sorge, dass es klappt und habe mich schon darauf eingestellt, sie mitzunehmen und mit Puzzle und Handy neben meine Physio-Liege zu setzen. Außerdem gab es noch die Option, dass der Große mit ihr zusammen bei der Familie bleibt, falls sie nicht allein bleiben will. Der freute sich aber natürlich auch auf seine Freunde. Ich hatte beide Kinder ausführlich und immer wieder vorbereitet.
Wir brachten zuerst die Kleine zu den Freunden und nach einem kurzen Zögern blieb sie tatsächlich allein. Puh, mir fiel ein Stein vom Herzen! So konnte der Große zu seinen Freunden und ich beruhigt zu meiner Physiostunde gehen. Der Große war auch ganz perplex. Später holte ich jedes Kind wieder einzeln ab und mit der Kleinen hatte alles super geklappt. Das erste Mal allein bei Freunden geblieben! Für sie ein großer Schritt und für mich sehr beruhigend. Das sind alles kleine Bausteinchen hin zu mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Und zwar nicht mit der Holzhammermethode, sondern langsam vorbereitet durch viele Besuche und Annäherung. Das ist mir sehr wichtig.
Daneben gibt es immer wieder Entscheidungen, die ich für sie treffe, weil ich denke, dass sie noch nicht soweit ist. So hatte die Kita vor 2 Wochen die erste Kita-Übernachtung der 2-4jährigen Kinder angesetzt. Abgesehen davon, dass ich das grundsätzlich in diesem Alter für völlig überflüssig und für zu früh halte, wäre sie auch noch gar nicht bereit dafür gewesen. Schließlich darf abends nur ich sie ins Bett bringen und auch nachts will sie nur mich. Sie hat noch nie woanders, bei den Großeltern oder so, geschlafen. Außerdem haben wir mit dem Großen zwei schlechte Erfahrungen mit den Kita-Übernachtungen gemacht. Ich musste überhaupt nicht überlegen, um sie nicht in die Übernachtungsliste einzutragen. Das geht noch nicht, und das ist auch gar nicht schlimm.
Was aber mittlerweile geht, ist, dass der Papa sie in den Mittagsschlaf begleitet. Es klappte vor wenigen Wochen zum ersten Mal und vor 2 Wochen, als sie krank mit Papa zuhause war, dann auch kontinuierlich und zuverlässig jeden Tag. Da war ich allerdings nicht anwesend. Am vergangenen Wochenende funktionierte es tatsächlich erstmals, dass der Papa sie mittags schlafen bringen durfte, obwohl ich zuhause war. Große Klasse! Das lässt hoffen in Bezug auf das abendliche Zubettbringen, was sicherlich nur noch eine Frage der Zeit ist.
Einiges davon klappte beim Großen schon früher, was man gar nicht vermuten würde und mir selbst im Rückblick unwirklich vorkommt. Er blieb ab ca. 2 Jahre allein bei der Familie seines besten Freundes, mit denen viele Treffen und Besuche stattgefunden hatten. Sein Trennungsschmerz war zwar stark, wurde aber aufgefangen und danach klappte alles gut. Ebenso blieb sein bester Freund auch schon mit 2 Jahren allein bei uns. Der Papa brachte den Großen ab dem Alter von 13 Monaten, als das Einschlafstillen nicht mehr funktionierte, ins Bett und spätestens, als die Kleine da war und ich mich um sie kümmerte, war der Papa dafür ausschließlich zuständig. Bei den Großeltern übernachtet hat er aber auch erst ab 3 Jahre und in unbekannten Situationen trennt er sich gar nicht von uns. Jeder dieser Schritte bedarf/bedurfte einer langen, sensiblen Vorbereitung, und das konnten wir bei ihm leisten, als die Kleine noch nicht da bzw. klein war. Sie kam nun in die bestehenden Strukturen hinein, profitierte einerseits davon, brauchte andererseits länger, um selbst diese Schritte gehen zu können. Aber jetzt kommt ihre Zeit.
Viele kleine Schritte, Herausforderungen und Veränderungen für sie, alles in ihrem Tempo und sanft vorbereitet sowie begleitet, führen nun hin zu ihrem baldigen 3. Geburtstag. Mein kleines Mädchen wird groß und ich finde es toll, wie sie sich weiterentwickelt.
Noch viel heikler und ungewisser war die Situation vor 2 Tagen, als die Kita relativ kurzfristig einen Schließtag anberaumte und ich zwar meinen freien Tag, aber einen wichtigen Physio-Doppeltermin hatte. Ich hatte für die fraglichen anderthalb Stunden jedes Kind theoretisch bei jeweils einer befreundeten Familie untergebracht. Nur war es komplett unsicher, ob die Kleine wirklich allein dort bleiben würde. Sie war nämlich noch nie allein irgendwo bei anderen zuhause gewesen und ist ja insgesamt sehr anhänglich an mich. Ich hatte deshalb echt Sorge, dass es klappt und habe mich schon darauf eingestellt, sie mitzunehmen und mit Puzzle und Handy neben meine Physio-Liege zu setzen. Außerdem gab es noch die Option, dass der Große mit ihr zusammen bei der Familie bleibt, falls sie nicht allein bleiben will. Der freute sich aber natürlich auch auf seine Freunde. Ich hatte beide Kinder ausführlich und immer wieder vorbereitet.
Wir brachten zuerst die Kleine zu den Freunden und nach einem kurzen Zögern blieb sie tatsächlich allein. Puh, mir fiel ein Stein vom Herzen! So konnte der Große zu seinen Freunden und ich beruhigt zu meiner Physiostunde gehen. Der Große war auch ganz perplex. Später holte ich jedes Kind wieder einzeln ab und mit der Kleinen hatte alles super geklappt. Das erste Mal allein bei Freunden geblieben! Für sie ein großer Schritt und für mich sehr beruhigend. Das sind alles kleine Bausteinchen hin zu mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Und zwar nicht mit der Holzhammermethode, sondern langsam vorbereitet durch viele Besuche und Annäherung. Das ist mir sehr wichtig.
Daneben gibt es immer wieder Entscheidungen, die ich für sie treffe, weil ich denke, dass sie noch nicht soweit ist. So hatte die Kita vor 2 Wochen die erste Kita-Übernachtung der 2-4jährigen Kinder angesetzt. Abgesehen davon, dass ich das grundsätzlich in diesem Alter für völlig überflüssig und für zu früh halte, wäre sie auch noch gar nicht bereit dafür gewesen. Schließlich darf abends nur ich sie ins Bett bringen und auch nachts will sie nur mich. Sie hat noch nie woanders, bei den Großeltern oder so, geschlafen. Außerdem haben wir mit dem Großen zwei schlechte Erfahrungen mit den Kita-Übernachtungen gemacht. Ich musste überhaupt nicht überlegen, um sie nicht in die Übernachtungsliste einzutragen. Das geht noch nicht, und das ist auch gar nicht schlimm.
Was aber mittlerweile geht, ist, dass der Papa sie in den Mittagsschlaf begleitet. Es klappte vor wenigen Wochen zum ersten Mal und vor 2 Wochen, als sie krank mit Papa zuhause war, dann auch kontinuierlich und zuverlässig jeden Tag. Da war ich allerdings nicht anwesend. Am vergangenen Wochenende funktionierte es tatsächlich erstmals, dass der Papa sie mittags schlafen bringen durfte, obwohl ich zuhause war. Große Klasse! Das lässt hoffen in Bezug auf das abendliche Zubettbringen, was sicherlich nur noch eine Frage der Zeit ist.
Einiges davon klappte beim Großen schon früher, was man gar nicht vermuten würde und mir selbst im Rückblick unwirklich vorkommt. Er blieb ab ca. 2 Jahre allein bei der Familie seines besten Freundes, mit denen viele Treffen und Besuche stattgefunden hatten. Sein Trennungsschmerz war zwar stark, wurde aber aufgefangen und danach klappte alles gut. Ebenso blieb sein bester Freund auch schon mit 2 Jahren allein bei uns. Der Papa brachte den Großen ab dem Alter von 13 Monaten, als das Einschlafstillen nicht mehr funktionierte, ins Bett und spätestens, als die Kleine da war und ich mich um sie kümmerte, war der Papa dafür ausschließlich zuständig. Bei den Großeltern übernachtet hat er aber auch erst ab 3 Jahre und in unbekannten Situationen trennt er sich gar nicht von uns. Jeder dieser Schritte bedarf/bedurfte einer langen, sensiblen Vorbereitung, und das konnten wir bei ihm leisten, als die Kleine noch nicht da bzw. klein war. Sie kam nun in die bestehenden Strukturen hinein, profitierte einerseits davon, brauchte andererseits länger, um selbst diese Schritte gehen zu können. Aber jetzt kommt ihre Zeit.
Viele kleine Schritte, Herausforderungen und Veränderungen für sie, alles in ihrem Tempo und sanft vorbereitet sowie begleitet, führen nun hin zu ihrem baldigen 3. Geburtstag. Mein kleines Mädchen wird groß und ich finde es toll, wie sie sich weiterentwickelt.
Dienstag, 29. Dezember 2015
Jahresrückblick 2015
In guter alter Fernsehtradition will ich mal unser Jahr 2015 Revue passieren lassen und für mich und für euch zusammenfassen, was sich ereignet hat. Insgesamt war es im Vergleich zu den vorherigen Jahren ein eher ruhiges Jahr mit wenigen Veränderungen. Beide Kinder waren in der Kita gesettelt, beide Eltern schon länger zurück auf ihren Arbeitsstellen und es gab keine großartigen Neuerungen. Besonders aufregend waren die erste Kitareise des Großen und besonders zermürbend der schreckliche Herbst mit unseren ständigen Krankheiten. Ich habe im Text die jeweiligen Beiträge verlinkt, so dass ihr noch einmal nachlesen könnt, was euch interessiert.
Im Januar waren wir heilfroh, dass wir die Weihnachtsschließzeit, die uns einige Nerven gekostet hatte, überstanden hatten. Außerdem ließ uns unsere Babysitterin im Stich, die Großeltern waren kurz zu Besuch und die Kinder hatten zum ersten Mal Läuse.
Im Februar hatte der Große seine erste Kita-Übernachtung und wurde danach sehr krank, so dass er den Fasching in der Kita verpasste. Danach hatte er seine U8, als deren Ergebnis wir später noch einmal zur Blutentnahme auftauchen mussten, was aber wider Erwarten sehr problemlos vonstatten ging.
Im März feierte der Große seinen 4. Geburtstag, bekam ein Fahrrad geschenkt, stieg auf und fuhr los. Das war unglaublich toll! Ich schrieb seinen Geburtsbericht, was ein sehr wichtiger Schritt zur Aufarbeitung dieses Traumas für mich war. Außerdem waren wir für ein paar Tage in unserem geliebten kleinen Ferienpark und machten unsere erste richtige Fahrradtour als Familie. Da wir mit dem Großen nie fahrradfahren konnten, weil er den Fahrradkindersitz hasste, war das tatsächlich ein großes und schönes Erlebnis für uns.
Danach, das war schon im April, war der Große noch 3 Tage bei den Großeltern und sie im Anschluss bei uns zu Besuch. Außerdem hatte die Kleine ihre U7, die bestens und so anders verlief als seinerzeit die U7 des Großen, bei der er die ganze Praxis zusammengeschrien hatte. In der Kita gab es leider die unschönen Vorfälle mit den beiden Störenfrieden, die aber gut geklärt worden sind.
Im Mai feierte die Kleine ihren 2. Geburtstag, bekam ihr erstes Laufrad und wir hatten einen schönen Tag in Karl's Erdbeerhof. Danach fuhren wir in der Kitaschließwoche wieder in "unseren" Ferienpark und der Große blieb danach noch 2 Tage bei den Großeltern. Das erste Entwicklungsgespräch über die Kleine fand statt, bei dem wir nachträglich erfuhren, dass sie sich doch schwerer mit der Eingewöhnung getan hatte, als wir mitbekommen hatten.
Im Juni fuhren mein Mann und der Große erstmals allein über Nacht weg und genossen Exklusivzeit. Danach folgte die für alle sehr aufregende allererste Kitareise des Großen, die wir mit sehr gemischten Emotionen durchlebten. Weiterhin wurde die Kleine überraschend und selbstbestimmt tagsüber trocken.
Im Juli gab es einen sehr emotionalen Tag für mich, nämlich, als die Kleine so alt war wie der Große damals, als sie geboren wurde. Das war unvorstellbar! Die Großeltern waren kurz zu Besuch. Ich besuchte mit ihr zum ersten Mal einen Musikgarten-Kurs, wir hatten ein Entwicklungsgespräch über den Großen und fuhren in unseren Ostseeurlaub, in dem wir leider Pech mit dem Wetter hatten, der aber trotzdem schön war und tatsächlich recht entspannt war.
Im August wechselten beide Kinder ihre Gruppen, die Kleine in den kleinen Elementarbereich und der Große in die obere Etage zu den "Großen". Kaum zurück in der Kita, bekamen beide Kinder die Hautkrankheit Eiterflechte und blieben eine Woche total fit und bei schönstem Wetter mit meinem Mann zuhause. Der Gruppenwechsel, verbunden mit der abrupten Abschaffung des Mittagsschlafs, hatte beim Großen eine komplette Überreizung hervorgerufen, so dass ich mit seiner Erzieherin ein klärendes Gespräch führen musste.
Im September bin ich als Scoyo-Blogliebling des Monats August ausgewählt worden, worüber ich mich sehr gefreut habe. Außerdem stillte sich die Kleine selbstbestimmt nach 28 Monaten Stillbeziehung ab. Die Folgen davon bekam ich in den nächsten Wochen zu spüren, brauchte aber lange, bis ich meinen desolaten Zustand damit in Verbindung brachte. Ich war Taufpatin bei einer befreundeten Familie. Ende des Monats fuhren wir wieder in "unseren" Ferienpark. Danach besuchte ich allein mit den Kindern die Großeltern und fuhr mit einem Fernbus zurück, was sehr heikel und aufregend für mich war, aber erfolgreich verlief.
Danach folgten im Oktober schreckliche krankheitsgeprägte Wochen, in denen die ganze Familie oft parallel krank war und wir alle auf dem Zahnfleisch gingen. Tatsächlich war das unser schlimmster Herbst seit Kitastart vor 3 1/2 Jahren. Mir selbst ging es hundeelend und ich kam gar nicht wieder auf die Beine. Endlich arbeitete ich im Blog den Verlust meines ersten Kindes auf. Wir besichtigten zwei potentielle freie Schulen für den Großen, der 2017 eingeschult wird, am Tag der offenen Tür.
Im November feierte ich meinen ersten Bloggeburtstag und wir fuhren in einen Kurzurlaub, der aber leider sehr unglücklich und enttäuschend verlaufen ist. Der Große nahm an seiner zweiten Kita-Übernachtung teil und wurde in deren Folge wieder krank. Es dauerte lange, bis er sich wieder regeneriert hatte.
Im Dezember waren die Großeltern zu Besuch und nahmen den Großen danach für 4 Tage mit zu sich nach Hause. Die Kleine war auf ihren allerersten Kindergeburtstag eingeladen. Am 1. Weihnachtsfeiertag fuhren wir für 3 Tage weg und so war Weihnachten insgesamt recht entspannt. Das war unser Jahr 2015.
Im neuen Jahr wird es keine geplanten großen Veränderungen geben. Der Große wird 5 und die Kleine 3 Jahre alt. Wir (ich) wollen unbedingt einen Flugurlaub versuchen. Aufregend wird sicherlich die Schulanmeldung des Großen im Herbst. Auf dem Blog wird es weiterhin ehrliche, emotionale Gedanken und Geschichten geben und es gibt noch einiges aufzuarbeiten. Ich freue mich darauf!
Im Januar waren wir heilfroh, dass wir die Weihnachtsschließzeit, die uns einige Nerven gekostet hatte, überstanden hatten. Außerdem ließ uns unsere Babysitterin im Stich, die Großeltern waren kurz zu Besuch und die Kinder hatten zum ersten Mal Läuse.
Im Februar hatte der Große seine erste Kita-Übernachtung und wurde danach sehr krank, so dass er den Fasching in der Kita verpasste. Danach hatte er seine U8, als deren Ergebnis wir später noch einmal zur Blutentnahme auftauchen mussten, was aber wider Erwarten sehr problemlos vonstatten ging.
Im März feierte der Große seinen 4. Geburtstag, bekam ein Fahrrad geschenkt, stieg auf und fuhr los. Das war unglaublich toll! Ich schrieb seinen Geburtsbericht, was ein sehr wichtiger Schritt zur Aufarbeitung dieses Traumas für mich war. Außerdem waren wir für ein paar Tage in unserem geliebten kleinen Ferienpark und machten unsere erste richtige Fahrradtour als Familie. Da wir mit dem Großen nie fahrradfahren konnten, weil er den Fahrradkindersitz hasste, war das tatsächlich ein großes und schönes Erlebnis für uns.
Danach, das war schon im April, war der Große noch 3 Tage bei den Großeltern und sie im Anschluss bei uns zu Besuch. Außerdem hatte die Kleine ihre U7, die bestens und so anders verlief als seinerzeit die U7 des Großen, bei der er die ganze Praxis zusammengeschrien hatte. In der Kita gab es leider die unschönen Vorfälle mit den beiden Störenfrieden, die aber gut geklärt worden sind.
Im Mai feierte die Kleine ihren 2. Geburtstag, bekam ihr erstes Laufrad und wir hatten einen schönen Tag in Karl's Erdbeerhof. Danach fuhren wir in der Kitaschließwoche wieder in "unseren" Ferienpark und der Große blieb danach noch 2 Tage bei den Großeltern. Das erste Entwicklungsgespräch über die Kleine fand statt, bei dem wir nachträglich erfuhren, dass sie sich doch schwerer mit der Eingewöhnung getan hatte, als wir mitbekommen hatten.
Im Juni fuhren mein Mann und der Große erstmals allein über Nacht weg und genossen Exklusivzeit. Danach folgte die für alle sehr aufregende allererste Kitareise des Großen, die wir mit sehr gemischten Emotionen durchlebten. Weiterhin wurde die Kleine überraschend und selbstbestimmt tagsüber trocken.
Im Juli gab es einen sehr emotionalen Tag für mich, nämlich, als die Kleine so alt war wie der Große damals, als sie geboren wurde. Das war unvorstellbar! Die Großeltern waren kurz zu Besuch. Ich besuchte mit ihr zum ersten Mal einen Musikgarten-Kurs, wir hatten ein Entwicklungsgespräch über den Großen und fuhren in unseren Ostseeurlaub, in dem wir leider Pech mit dem Wetter hatten, der aber trotzdem schön war und tatsächlich recht entspannt war.
Im August wechselten beide Kinder ihre Gruppen, die Kleine in den kleinen Elementarbereich und der Große in die obere Etage zu den "Großen". Kaum zurück in der Kita, bekamen beide Kinder die Hautkrankheit Eiterflechte und blieben eine Woche total fit und bei schönstem Wetter mit meinem Mann zuhause. Der Gruppenwechsel, verbunden mit der abrupten Abschaffung des Mittagsschlafs, hatte beim Großen eine komplette Überreizung hervorgerufen, so dass ich mit seiner Erzieherin ein klärendes Gespräch führen musste.
Im September bin ich als Scoyo-Blogliebling des Monats August ausgewählt worden, worüber ich mich sehr gefreut habe. Außerdem stillte sich die Kleine selbstbestimmt nach 28 Monaten Stillbeziehung ab. Die Folgen davon bekam ich in den nächsten Wochen zu spüren, brauchte aber lange, bis ich meinen desolaten Zustand damit in Verbindung brachte. Ich war Taufpatin bei einer befreundeten Familie. Ende des Monats fuhren wir wieder in "unseren" Ferienpark. Danach besuchte ich allein mit den Kindern die Großeltern und fuhr mit einem Fernbus zurück, was sehr heikel und aufregend für mich war, aber erfolgreich verlief.
Danach folgten im Oktober schreckliche krankheitsgeprägte Wochen, in denen die ganze Familie oft parallel krank war und wir alle auf dem Zahnfleisch gingen. Tatsächlich war das unser schlimmster Herbst seit Kitastart vor 3 1/2 Jahren. Mir selbst ging es hundeelend und ich kam gar nicht wieder auf die Beine. Endlich arbeitete ich im Blog den Verlust meines ersten Kindes auf. Wir besichtigten zwei potentielle freie Schulen für den Großen, der 2017 eingeschult wird, am Tag der offenen Tür.
Im November feierte ich meinen ersten Bloggeburtstag und wir fuhren in einen Kurzurlaub, der aber leider sehr unglücklich und enttäuschend verlaufen ist. Der Große nahm an seiner zweiten Kita-Übernachtung teil und wurde in deren Folge wieder krank. Es dauerte lange, bis er sich wieder regeneriert hatte.
Im Dezember waren die Großeltern zu Besuch und nahmen den Großen danach für 4 Tage mit zu sich nach Hause. Die Kleine war auf ihren allerersten Kindergeburtstag eingeladen. Am 1. Weihnachtsfeiertag fuhren wir für 3 Tage weg und so war Weihnachten insgesamt recht entspannt. Das war unser Jahr 2015.
Im neuen Jahr wird es keine geplanten großen Veränderungen geben. Der Große wird 5 und die Kleine 3 Jahre alt. Wir (ich) wollen unbedingt einen Flugurlaub versuchen. Aufregend wird sicherlich die Schulanmeldung des Großen im Herbst. Auf dem Blog wird es weiterhin ehrliche, emotionale Gedanken und Geschichten geben und es gibt noch einiges aufzuarbeiten. Ich freue mich darauf!
Dienstag, 8. Dezember 2015
Rückbetrachtung zur zweiten Kita-Übernachtung
Ich habe gestern endlich nach ihrem Urlaub mit der Bezugserzieherin des Großen sprechen können, um die Kita-Übernachtung aufzuarbeiten. Er hatte ja an dieser Übernachtung, seiner zweiten, vom Freitag 27.11. bis Samstag 28.11. teilgenommen und war als Wrack zurückgekehrt, völlig durch den Wind und total krank, wie hier beschrieben. An dem entsprechenden Wochenende und in der letzten Woche hatte er schwankend erhöhte Temperatur, Husten und Heiserkeit und war sehr abgeschlagen, blass und schwach, so dass wir ihn bis auf einen Tag zuhause ließen. Mittlerweile scheint er sich zum Glück wieder aufgerappelt zu haben, nicht nur physisch, sondern auch in mentaler Hinsicht. Wir waren ja sehr schockiert darüber gewesen, was der Große uns von der Kita-Übernachtung erzählt hatte und in welchem Zustand er zurückgekehrt war. Deshalb wollte ich unbedingt noch direkt mit der Bezugserzieherin sprechen und ihren Bericht hören.
Sonntag, 29. November 2015
Unser Wochenende in Bildern 28./29. November 2015
Das erste Adventswochenende war sehr durchwachsen, wie alle unsere Wochenenden seit dem Ende der Gartensaison. Am Freitagabend wurde der Große zu seiner zweiten Kita-Übernachtung in die Kita gebracht. Bis auf einen kleinen Schnupfen wirkte er topfit, gut gelaunt und frohgemut. Mein Mann versuchte wieder einmal, die Kleine ins Bett zu bringen, und scheiterte wie immer. "Nur Mama!" Dafür schlief sie göttlicherweise am Samstag bis 7:40 Uhr und das ist schon ein riesiger Unterschied zum Frühaufsteher-Großen.
Am Samstag nach dem Frühstück holte mein Mann den Großen wieder ab und brachte statt eines begeisterten Jungen ein Wrack mit. Kreidebleich, fix und fertig, völlig apathisch und dann auch noch mit erhöhter Temperatur hing er regungslos auf dem Sofa rum und erzählte nur, dass er nicht geschlafen habe, weil sein Nachbar ihn immer gestört hatte und dass am Abend lange ferngesehen wurde. In mir kochte es sofort, ich schrieb einige andere Eltern an und fragte, was ihre Kinder erzählt hatten und wie es ihnen ging. Nach der ersten Kitaübernachtung hatte es Beschwerden gegeben, dass überhaupt ferngesehen wurde, und nun noch so lange?! Ich werde das unbedingt in der neuen Woche ansprechen.
Am Samstag nach dem Frühstück holte mein Mann den Großen wieder ab und brachte statt eines begeisterten Jungen ein Wrack mit. Kreidebleich, fix und fertig, völlig apathisch und dann auch noch mit erhöhter Temperatur hing er regungslos auf dem Sofa rum und erzählte nur, dass er nicht geschlafen habe, weil sein Nachbar ihn immer gestört hatte und dass am Abend lange ferngesehen wurde. In mir kochte es sofort, ich schrieb einige andere Eltern an und fragte, was ihre Kinder erzählt hatten und wie es ihnen ging. Nach der ersten Kitaübernachtung hatte es Beschwerden gegeben, dass überhaupt ferngesehen wurde, und nun noch so lange?! Ich werde das unbedingt in der neuen Woche ansprechen.
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