Sonntag, 24. Dezember 2017

Unser Wochenende in Bildern 23./ 24. Dezember 2017 - Weihnachten

Wann hat man schon mal Gelegenheit, ein Wochenende in Bildern an Heiligabend zu machen? Das nächste Mal erst in 5 Jahren wieder;-). Deshalb gibt es hier ein paar Eindrücke von unserem eigentlich ruhigen Wochenende und gleichzeitig von unserem Weihnachts-Kurztrip.

Freitag

Wir sind seit Donnerstag in unserem Stamm-Ferienpark im Leipziger Neuseenland und besuchen nachmittags das Panorama "Titanic" von Yadegar Asisi im Panometer Leipzig. Sehr beeindruckend und interessant und auch die Kinder machen diesmal gut mit. Die Kleine findet es etwas gruselig, wenn die Lichter ausgehen und schwere Musik ertönt.


Samstag

Vormittags wollen wir bei recht gutem Wetter frische Luft schnappen und fahren in den (kostenlosen) Wildpark Leipzig, wo es Rehe, Wildschweine, Luchse, Bisons und viele Kleintiere zu sehen gibt.



Füttern kann man diese auch und das Highlight ist immer der erlaubte, abenteuerliche Weg mitten durch das Damwildgehege.



Wir essen in der Wildparkgaststätte noch Mittag und erledigen danach auf dem Heimweg die letzten Weihnachtseinkäufe. Alle sind erstaunlich entspannt und vor allem freundlich.

Wieder zuhause im Ferienpark gehen die Kinder ins Kinderhaus zum Basteln. Sie bleiben ganze 3 h allein dort, inklusive einem kleinen Abstecher zum Spielplatz. Abends zeigen sie uns stolz ihre Basteleien.


Ich mache einen langen (1,5 h) Spaziergang bei recht stürmischem Wetter, um den Kopf frei zu kriegen. Ein Surfer trotzt dem Winter und dem Wind, Pferde traben vorbei und es gibt einen kleinen, aber feinen Sonnenuntergang. Ohne die Kinder kann ich in meinem Tempo laufen und genieße die Freiheit.



Auf dem Rückweg treffe ich die Kinder, aber sie lassen sich glücklicherweise wieder von der Betreuerin zum Spielplatz lotsen, so dass ich bis zum Abendbrot noch ein Stündchen im Ferienhaus ausruhen kann.

Sonntag - Heiligabend

Die Kleine will gleich nach dem Frühstück ins Kinderhaus, wo um 10 Uhr der Weihnachtsmann angekündigt ist. Es ist aber noch geschlossen. Kurz vor 10 bin ich mit den Kindern dann hingegangen und wir haben zusammen mit den anderen Kindern und Eltern des Ferienparks den Weihnachtsmann und seinen Engel willkommen geheißen. Jedes Kind und auch die Familien bekommen ein kleines Geschenk, was die Eltern vorher heimlich abgeben mussten.


Obwohl der Weihnachtsmann ziemlich schlecht ist, finden meine Kinder es dennoch gut, denn zuhause hatten wir noch nie einen Weihnachtsmann zu Besuch. Durch das erste kleine Geschenk wird die Wartezeit auch verkürzt.

Danach gehen wir alle noch auf den Spielplatz und spazieren. Zuhause in der Ferienwohnung gibt es Mittagessen und eine normale Mittagspause, in der wir die Geschenke aufbauen. Einen Weihnachtsbaum konnten wir übrigens beim Ferienpark vorab bestellen, das war super.

Die Bescherung findet direkt nach der Mittagspause um 14:30 Uhr statt. Zwar sind die Geschenke innerhalb von 2 Minuten ausgepackt, aber so haben wir danach noch genug Zeit und Muße zum Spielen. Die Kleine probiert begeistert mit ihrer neuen Kamera herum und spielt alle übrigen Geschenke schon durch. Der Große baut natürlich Lego und hat keinen Blick für den Rest seiner Gaben. Ein kurzes Kaffeetrinken und dann wird wieder gespielt. Alles in allem ist es ein ruhiger, gemütlicher Nachmittag.


Am Abend jagt der Mann die Kinder nochmal zum Austoben ums Eck, wir machen Popcorn in der Mikrowelle (zuhause haben wir keine Mikrowelle) und dann gehen sie zu ihrer normalen Zeit ins Bett. Morgen kommen die Großeltern mit einem Weihnachtsmenü zu Besuch und am 2. Feiertag reisen wir schon wieder ab, weil ich ab 27.12. wieder arbeite.


Im Vergleich zu den letzten Jahren war dieser Heiligabend recht entspannt und geruhsam. Letztes Jahr hatte die Kleine Magen-Darm und ich saß den ganzen Tag mit ihr auf der Couch. Und auch in den Jahren davor passierte immer irgendwas Unerfreuliches. Wir sind dieses Jahr zum ersten Mal mit den Kindern über Heiligabend auswärts und empfinden das als angenehm. Hier gibt es mit der stundenweisen Betreuung im Kinderhaus und einem kleinen Schwimmbad etwas Abwechslung und Entlastung in der dunklen Jahreszeit und sogar mehr Weihnachtsstimmung als zuhause.

Morgen werden nun die Großeltern die restlichen Geschenke mitbringen und dann geht es wieder zurück nach Berlin.

Ich wünsche euch Frohe Weihnachten und besinnliche, friedliche Feiertage!

Mehr Wochenenden in Bildern (#wib) findet ihr wie immer bei Geborgen Wachsen.


Freitag, 22. Dezember 2017

Weihnachtsgeschenke für meine Kinder 2017

Wie im letzten Jahr möchte ich euch die Weihnachtsgeschenke für meine Kinder zeigen und verlinken. Vielleicht ist die eine oder andere Inspiration für die nächsten Geburtstage oder das Weihnachtsfest 2018 dabei. Da meine Kinder nur von uns und meinen Eltern Geschenke bekommen, fallen sie vielleicht etwas umfangreicher aus als bei anderen. Dafür fehlen dann eben die typischen Verwandtengeschenke.

Die Kleine hat sich schon lange und sehr heiß eine Kinderkamera gewünscht. Sie hat diesen Wunsch auf jeden Wunschzettel schreiben lassen. Sie liebt es zu fotografieren und leiht sich dafür oft mein Handy aus, was ich nicht so toll finde. Ich freue mich aber darüber, dass sie gern fotografiert und hege die stille Hoffnung, dass ich durch sie später auch auf mehr Fotos zu sehen sein werde als aktuell. In diesem Text hatte ich mich ja darüber beklagt. Ich hätte wohl mit einer simpleren Kamera begonnen, aber der Mann wollte ihr die Digitalkamera Kidizoom Duo von VTech schenken und diese bekommt sie nun als Hauptgeschenk.

Außerdem bringt der Weihnachtsmann ein 100 Teile Puzzle "Fröhlicher Bauernhof" von Schmidt Spiele. Auch ihre geliebten Pferde sind darauf abgebildet.


Dazu bekommt sie noch einige Schleich-Pferde, eine Reiterin und Fohlen für einen Micki Pferdestall, den sie von den Großeltern bekommen wird, sowie das Buch "Mein erstes Pferdebuch". In unserer Familie interessiert sich übrigens außer ihr niemand für Pferde. Dies nur zum Thema Einfluss der Eltern oder Veranlagung.


Mein Großer wünschte sich natürlich Lego. Nur Lego! Nichts anderes. Schon monatelang blätterte er den Legokatalog durch, klebte Sticker und wir haben Listen aufgesetzt. Also bekommt er Lego. Warum soll man ihm etwas anderes schenken, wenn das im Moment seine Leidenschaft ist. Im Aufbau seiner Lego-Sets geht er völlig auf, auch wenn er danach nicht wirklich damit spielt. Aber das kennen wir von ihm ja schon. Sein Hauptgeschenk ist die Lego Nexo Knights Burg. Daran wird er lange zu bauen haben. Mal sehen, ob wir dann seine alte Ritterburg ausmisten können.


Desweiteren bekommt er ein 200 Teile Puzzle von Ravensburger mit Dinosauriermotiv. Phasenweise puzzelt er ganz gern und viel und ich selbst mag das auch sehr. Da sich meine Kinder selten lange mit einer Sache beschäftigen, möchte ich sie mit puzzeln dazu ein wenig anleiten. Ich habe früher stundenlang gepuzzelt.

Ein neues Gesellschaftsspiel darf nicht fehlen. Wir haben diesmal Quirkle ausgewählt, das Spiel des Jahres 2011, das strategisches Geschick erfordert.


Daneben schenken wir ihm das Buch "Wenn der geheime Park erwacht, nehmt euch vor Schabalu in Acht", eine Abenteuergeschichte, die sehr gute Kritiken bekommen hat.


Und von den Großeltern bekommt er natürlich noch ein Lego Set, nämlich Lego Ninjago Schatzgräber. Damit dürfte er legomäßig erstmal bis zu seinem Geburtstag versorgt sein;-)

Ein paar Kleinigkeiten wie Kartenspiele und ein Einhorn-Plüschtier gibt es noch rundherum und damit dürften alle zufrieden sein. Ich wünsche euch schöne Weihnachtstage und eine erholsame Zeit!

Zur Transparenz: Die Links führen zu Amazon und sind Affiliate Links, d.h. ich bekomme beim Kauf eine Mini-Provision, während für euch alles gleich bleibt.

Dienstag, 19. Dezember 2017

Mallorca in den Herbstferien - Traumurlaub mit alptraumhafter Stimmung

In den Herbstferien waren wir zum zweiten Mal mit beiden Kindern auf Mallorca, weil es uns letztes Jahr so gut gefallen hatte und besonders ich und die Kleine gern wieder hin wollten. Ich liebe es, im Herbst/ Winter in den Süden zu fliegen und Sonne zu tanken, das haben wir schon vor den Kindern gemacht, es tut so gut und gibt Kraft für die kalten, dunklen Monate. Zwar sind wir nach unserer Rückkehr alle erstmal krank geworden, aber es lohnt sich trotzdem, aus dem trüben Wetter hier auszubrechen. Wir hatten auch wirklich totales Glück mit dem Wetter auf Mallorca, es gab in der ganzen Woche keinen Regen, es war durchgehend stabiles, warmes Klima, T-Shirt- und Sandalenwetter also, manchmal etwas windig und das Meer war schon ziemlich kühl, aber die Luft lau, die Sonne schien viele Stunden lang und man fühlte sich wie im Frühling oder Spätsommer. Beste Voraussetzungen also, um einen entspannten, traumhaften Urlaub zu verbringen. Das sahen die Kinder anscheinend leider anders.


Der Anreisetag war von einer dreistündigen Verspätung geprägt, die natürlich echt suboptimal war, aber eigentlich äußerlich von allen ganz gut weggesteckt wurde. Morgens gegen 9 Uhr zum Flughafen und erst abends gegen 19 Uhr im Hotel eingecheckt, das schlaucht dennoch und war sicherlich anstrengend für die Kinder. Als sie am nächsten Tag beide unheimlich schlechte Laune hatten, man ihnen nichts Recht machen konnte und sie alles blöd fanden, schoben wir das noch auf die zehrende Anreise und die Umstellung. Es hat uns sehr gestresst, weil wir Eltern die herrliche Sonne und den Urlaub genießen wollten, aber wir haben das noch entschuldigt. Als es aber die ganze Woche so weiter ging, obwohl die äußeren Bedingungen wirklich wundervoll waren, als sie sich nur stritten und ärgerten, sich und uns keine Sekunde Ruhe und Harmonie gönnten und an vielem herummeckerten, waren wir mit unserem Latein (und natürlich auch mit unserer Erholung) am Ende.


Ich glaube, wir haben noch nie soviel geschimpft, soviel herumgeschrien und soviele Konsequenzen angedroht wie in dieser einen Woche. Ich hasse das, ich will harmonisch und friedlich mit meinen Kindern zusammenleben, ich will schöne Erlebnisse mit ihnen haben und die Zeit besonders im Urlaub, der teuer genug ist, genießen. Ich finde es traurig und hasse es wirklich, dass sie nach hundertmaliger friedlicher Ansprache und Aufforderung erst reagieren, wenn man laut wird und ausrastet. Dann heulen wir alle und es ist kurzzeitig Ruhe, bevor das nächste Theater losgeht. Das zog sich durch die gesamte Urlaubswoche, was in dem Fall besonders schizophren war, weil die äußere Umgebung, das Wetter, die Erlebnisse und das Urlaubsfeeling so toll waren. Dankbarkeit kann man nicht erwarten, auch nicht für einen für die Kinder doch außergewöhnlichen Urlaub, aber vielleicht doch wenigstens ein Genießen und Schätzen der gemeinsamen Zeit und der tollen Aktivitäten. Dass man nichts davon merkte, machte mich wirklich traurig, abgesehen von den vielen Nerven, die wir in den Tagen ließen. Ich bekam kaum Schlaf, weil die Kleine jede Nacht durchhustete und ich in dem kleinen Appartment natürlich keine Fluchtmöglichkeit hatte. Entsprechend dünnhäutig war ich.


Wir wohnten in einem schönen Hotel an der Ostküste Mallorcas, das auf einer felsigen Landzunge lag, an drei Seiten umgeben vom Meer. Von unserem Balkon blickten wir auf's Meer und auf den Pool und erlebten sowohl den Sonnenaufgang als auch (fast) den Sonnenuntergang. Es war ein toller Ausblick, an dem ich mich nicht satt sehen konnte. Als wir ankamen, war alles für Halloween geschmückt und die Hotelangestellten waren verkleidet. Das fanden die Kinder natürlich lustig, weil sie es von zuhause nicht kannten. Diesmal hatten sie im Gegensatz zum letzten Jahr etwas Probleme, sich auf das Essen im lauten, unruhigen Speisesaal einzustellen. Außerdem lief die Kleine immer wieder selbstständig zum Buffet und war mehr unterwegs als am Tisch. Die Anlage war sehr schön und am Anfang war auch noch richtig viel los. Es gab Aktivitäten für die Kinder, mehrere Pools und überall was zu schauen und zu holen.


An zwei Tagen hatten wir einen Mietwagen gebucht und schöne Ausflugstage eingeplant, mit Zielen für uns und für die Kinder, damit alle auf ihre Kosten kommen. Wir besuchten die Burg von Capdepera, auf der wir schon vor vielen Jahren ohne Kinder mal waren, und statteten auch wieder dem Safari Park einen Besuch ab, der viel spannender war als letztes Jahr, weil wir ganz viele Tiere hautnah sahen. Außerdem besuchten wir ein Kloster auf einem Berg und eine tolle Höhle bei Porto Christo, die Cuevas dels Hams, die wir noch nicht kannten. Immer wieder legten wir auch Pausen für die Kinder auf Spielplätzen, am Wasser oder zum Essen ein. Von unserem Hotel aus machten wir eine wunderschöne, aber super schlecht gelaunte Schifffahrt, badeten mehrmals im Pool und am Strand sowie wanderten ein kleines Stück auf einer Landspitze entlang. Es gab also ein sehr abwechslungsreiches Programm, keinen Stress, wunderbare Bedingungen und die Erfüllung (fast) aller Wünsche. Trotzdem war die Stimmung grottenschlecht, aggressiv und oft genug sogar gewalttätig unter den Kindern. Ich versuche dann immer, so lange wie möglich die Fahne hochzuhalten, wenn der Mann schon längst resigniert hat, und Geduld, Verständnis und gute Stimmung zu verbreiten. Aber diesmal gelang mir das vor allem gegen Ende auch nicht mehr. Irgendwann ist der Akku leer.


Das ist umso bedauerlicher, weil mir solch eine Auszeit, ein Urlaub in der Sonne, mit Meer, Essen, Freizeit und schönen Erlebnissen eigentlich unheimlich viel Kraft gibt. Ich lade durch die angenehmen äußeren Umstände sehr auf und habe versucht, mich daran festzuklammern und alles andere auszublenden. Vergeblich. In diesem Urlaub wurde jedes Prozent Aufladung sofort wieder durch die Zwistigkeiten der Kinder zunichte gemacht. Ich weiß noch gut, dass sie in ihrem ersten Mallorca-Urlaub letztes Jahr auch sehr unausgeglichen und anstrengend waren. Aber da gab es auch richtig schöne Momente, die mich durch die schlechten hindurchgetragen haben, und das Gesamtgefühl war für mich: anstrengend, aber positiv. Ich habe angenehme Erinnerungen daran. Und immerhin hatte die Kleine seitdem regelmäßig begeistert von ihrem ersten Mallorca-Urlaub erzählt. Diesmal schienen sie überhaupt gar nichts zu genießen, und dies wirkte sich naturgemäß auch irgendwann auf unsere Stimmung aus. Es ist frustrierend, wenn man freudig und dankbar eine solche Reise bucht und antritt und sie dann nicht genießen kann. Das ist fast genauso schlimm, wie vor Ort krank im Bett zu liegen.

Eigentlich will ich nächstes Jahr unbedingt auf meine Lieblingsinsel Gran Canaria zurück, wo ich zuletzt in der Schwangerschaft mit der Kleinen war, also vor 5 Jahren. Nach solch einer Urlaubserfahrung zögern wir sehr stark, denn nichts wäre trauriger, als eine Lieblingsinsel mit miesgelaunten Kindern zu besuchen. Nicht zu vergessen das viele Geld, was das für eine vierköpfige Familie kostet. Ich möchte den Kindern schöne und außergewöhnliche Erlebnisse schaffen, ihnen die Welt zeigen und dabei gleichzeitig etwas für bzw. gegen mein Fernweh tun. Aber so wie diesmal macht das keinen Spaß. Wenn man so gar nichts ändern kann an einer Stimmung, die sich durch die gesamte Zeit zieht. Wenn die Kinder sich bekriegen und damit die gesamte Familie beeinträchtigt wird. Wenn alles Eingehen auf die Kinder nichts hilft.

Was mir auch fehlte, war ein langer Sandstrand, auf dem man entlangspazieren konnte, so wie letztes Jahr in Alcudia. Wir hatten die beiden Badebuchten, aber es fühlt sich anders an. Das werden wir beim nächsten Mal berücksichtigen. Auch wohnten wir beim letzten Mal direkt in der Stadt, wo es einfach mehr Möglichkeiten gab als auf einer abgelegenen Landspitze. Wir wollten aber mal eine neue Region auf Mallorca kennenlernen, und das Wetter war Ende Oktober/Anfang November an der Ostküste besser als im Norden. Der Rückreisetag startete mitten in der Nacht, so dass uns von der kurzen Woche sozusagen zweimal Zeit gestohlen wurde. Die Flüge nahmen die Kinder wieder gelassen hin, aber wir Eltern waren richtig ausgelaugt von der Urlaubswoche, als wir wieder zuhause waren. Der Mann wurde dann auch ein paar Tage später krank, die Kinder kurz darauf und ich selbst schlug mich 3 Wochen  mit einer nicht enden wollenden Erkältung herum. Insgesamt fällt die Bilanz dieses Urlaubs also sehr durchwachsen aus. Und trotzdem möchte ich zukünftig eigentlich nicht auf meine Sonnenurlaube verzichten. Ja, die Kinder werden größer. Sind sie schon und schaffen es trotzdem, einen schönen Urlaub so zu sabotieren. Das ist einfach schade - für uns und nicht zuletzt für sie selbst. Und an den Gedanken, mich von Urlauben mit den Kindern erst wieder erholen zu müssen, kann ich mich immer noch nicht gewöhnen.

Weitere Bilder im Blogpost über unser Wochenende in Bildern aus Mallorca.


Mittwoch, 13. Dezember 2017

Es geht auch ohne Adventskalender!

Meine Kinder haben dieses Jahr tatsächlich ihren ERSTEN Adventskalender geschenkt bekommen. Ja, ihr habt richtig gelesen: den ERSTEN! Der Große ist 6 3/4 und die Kleine 4 1/2 Jahre alt. Bisher haben wir für sie keinen Adventskalender besorgt gehabt, aus diversen Gründen heraus. Es war kein Dogma oder etwas, was wir von Anfang an so planten, sondern es hat sich einfach so ergeben. In diesem Jahr hat der Große erstmals vorab nach einem Adventskalender gefragt. Natürlich nach einem mit Lego gefüllten... Das kam für uns nicht infrage, aber ich dachte, wir könnten das Konzept Adventskalender doch mal vorsichtig antesten. Also kaufte ich zwei einfache Schoki-Kalender für 99 cent, bei denen ich mich nicht ärgern würde, wenn die Kinder sich darum streiten oder sauer werden, wenn sie nur ein Türchen öffen dürfen oder sie das total doof fänden. Bis zum 30. November war ich mir auch gar nicht sicher, ob wir ihnen die Kalender überhaupt geben oder ungesehen verschwinden lassen. Denn ich finde sie eigentlich überflüssig und unnötig.

In einer Zeit, in der die Kinder mit Nikolaus und Weihnachten schon zwei Anlässe haben, an denen es Geschenke gibt, noch täglich ein kleines Geschenk aus dem Adventskalender zu bekommen, dagegen sträubt sich in mir alles. Schon 10 Wochen nach Weihnachten hat der Große Geburtstag, danach kommt Ostern und es folgt wenig später der Geburtstag der Kleinen. Genug Gelegenheiten also, Geschenke einzuheimsen. Ich finde es einfach zuviel, selbst wenn es sich nur um Kleinigkeiten handelt. Meine Kinder bekommen von uns relativ viel, sowohl zu den Anlässen als auch außer der Reihe. Das liegt vor allem daran, dass wir außer meinen Eltern keinerlei Verwandtschaft haben, die unsere Kinder mit Geschenken überschütten. Da übernehmen wir sozusagen die Rolle der fehlenden Verwandten. Es gibt Menschen, die nicht verstehen können, dass unsere Kinder von uns soviele Geschenke bekommen. Deren Kinder bekommen allerdings viel von mehreren Großeltern, von Geschwistern, Onkeln und Tanten und anderen Verwandten. Das fehlt bei uns völlig. Trotzdem möchte ich gerade die Weihnachtszeit nicht noch überfrachten mit einem Adventskalender mit Geschenken.

Bildquelle: Pixabay

Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich in den letzten Jahren überhaupt keine Lust auf tägliche Diskussionen oder Wutanfälle hatte, weil nur ein Fenster geöffnet werden durfte oder das Geschwisterkind etwas vermeintlich Besseres im Kalender hatte. Unser Alltag mit den Kindern ist anstrengend genug, der Große war lange Zeit ein für uns sehr schwer zu händelndes Kind und jetzt, nachdem er ruhiger und verträglicher geworden ist, dreht die Kleine völlig am Rad. Wir haben weder Kraft noch Nerven für zusätzliche Baustellen und Belastungen und versuchen möglichst alles zu vermeiden, was zu noch mehr Konflikten im Familienalltag führen könnte. Das ist eine reine Überlebensstrategie;-)

Außerdem fand ich es wirklich spannend, auszuprobieren, wie lange es ohne Adventskalender geht, d.h. wann die Kinder von selbst nachfragen würden. Schon vor 2 Jahren habe ich in diesem Text unsere adventskalenderlose Taktik beschrieben und ich hätte nicht gedacht, dass wir es so lange schaffen würden. Das zeigt, dass man nicht jede Tradition mitmachen muss und die Kinder, wenn sie etwas nicht kennen, auch nichts vermissen. Oft geht sowas ja eh' von den Eltern aus oder der gesellschaftliche Druck ist zu stark. Das war jedenfalls eine interessante Erfahrung. Durch die Kita müssen sie eigentlich schon oft darauf gestoßen sein, dort gab es Adventskalender und andere Kinder erzählen ja auch davon. Aber bisher wurde nichts mit Nachdruck eingefordert und so ließen wir das Thema einfach unter den Tisch fallen. Erfolgreich.

Nun fragte eben dieses Jahr der Große erstmals danach und wir schenkten den Kindern besagte simple und billige Exemplare. Sie freuten sich sehr über ihren allerersten Adventskalender, öffnen seitdem täglich ein Fensterchen und naschen das Ministück Schoki noch vor dem Frühstück. Es gab ein paar kleinere Dispute über die Motive der Teilchen, aber insgesamt lief alles friedlich und geordnet ab. Für den Großen ist die Schokolade nicht attraktiv genug, um sich darüber zu streiten, und selbst die Kleine, die eigentlich ein Süßmäulchen ist, hält sich an die Tagesration. Wenn ich mir aber vorstelle, dass Spielzeug oder andere Utensilien enthalten wären, würde es hier jeden Morgen Zeter und Mordio geben. Insofern verläuft der Adventskalendertestlauf erstaunlich friedlich, so dass wir in Betracht ziehen, das im nächsten Jahr zu wiederholen. Aber eigentlich auch nur dann, wenn vorher danach gefragt wird. Denn: es geht auch ohne Adventskalender - das ist die erstaunliche Erkenntnis aus den letzten Jahren.

Samstag, 9. Dezember 2017

Interessantes auf dem Buchmarkt 2018

Ich möchte euch zukünftig gern auf interessante Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt aufmerksam machen, die Bücher kurz vorstellen und verlinken. Aktuell werden die Buchvorschauen der Verlage für das Frühjahr 2018 versandt und ich bin schon auf einige spannende Bücher gestoßen. Die Auswahl ist natürlich subjektiv und beruht auf meinen eigenen Interessen. Meine Schwerpunkte sind, wie ihr wisst, die Themen hochsensible Kinder, autonome Kinder, High-Need-Kinder, bindungsorientierte Erziehung und Hochsensibilität allgemein. Außerdem möchte ich auch sehr gern Bücher von lieben Blogger- und Twitterkolleginnen aufnehmen, die für mich interessant sind. Zur Transparenz: die Links führen meist zu Amazon und sind Affiliate Links, d.h. bei einem Kauf bekomme ich eine Mini-Provision. Für euch bleibt alles gleich.

1.) Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn. Gelassen durch die Jahre 5 bis 10

Der Nachfolger des Bestsellers "Der entspannte Weg durch Trotzphasen" wird die Lebensjahre 5-10 behandeln, also die Vorschul- und Grundschulzeit, eine Phase voller Umbrüche für Kinder und Eltern. Wir kennen alle den Begriff der "Wackelzahnpubertät" und durch den Schulstart kommen vielfältige Herausforderungen hinzu. Die Autorinnen des Blogs "Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten" werden es in ihrem neuen Buch sicherlich wieder schaffen, uns gelassen und kompetent durch diese Phase zu begleiten. Das Buch erscheint im März 2018 im Beltz Verlag.



2.) Jesper Juul: Dein selbstbestimmtes Kind. Unterstützung für Eltern, deren Kinder früh nach Autonomie streben

Auf dieses Buch freue ich mich besonders und bin sehr gespannt darauf, denn es wird Juuls in diversen Büchern verstreute Äußerungen zum Thema "Autonome Kinder", das ich auch auf meinem Blog in 4 Blogposts ausführlich behandelt habe, zusammenfassen und bündeln. Ich erhoffe mir neue Erkenntnisse und Ansätze und viele Hilfestellungen für Eltern solcher Kinder. Die Diskussionen unter meinen Texten zeigen, wie verbreitet und dennoch unbekannt das Thema ist und wie viele Kinder, die ein extrem starkes Autonomiestreben haben, es tatsächlich gibt. Das Buch erscheint im Januar 2018 im Kösel Verlag und ich werde es für euch rezensieren. (Nachtrag: Erscheinungstermin wurde auf Januar 2019 verschoben.)



3.) Susanne Mierau, Anja Constance Gaca: Mein Schreibaby verstehen und begleiten. Der geborgene Weg für High Need Babys

Das Thema High Need Babys ist im letzten Jahr, nicht zuletzt durch die Texte auf dem Blog 2Kindchaos, stark in den Focus der Öffentlichkeit gerückt und entsprechend kontrovers diskutiert worden. Da viele Eltern den Begriff "Schreibaby" unglücklich finden, da die Charakteristika dieser Babys weitaus vielfältiger sind als das exzessive Schreien, etabliert sich stattdessen immer mehr der von William Sears geprägte Begriff "High Need Babys" oder auch 24-Stunden-Babys, weil diese Kinder besonders starke Bedürfnisse haben und eine große Herausforderung für deren Eltern darstellen. Die beiden erfahrenen Autorinnen der Blogs Geborgen Wachsen und Von guten Eltern werden sicherlich behutsam und kompetent auf das Thema eingehen und viele praktische Hilfestellungen leisten. Das Buch erscheint im April 2018 im Gräfe und Unzer Verlag.



4.) Nora Imlau: So viel Freude, so viel Wut: Gefühlsstarke Kinder verstehen und begleiten - Mit Einschätzungsbogen

Dieses Buch habe ich im ersten Moment, als ich davon gelesen habe, gar nicht als besonders interessant wahrgenommen. Ich dachte erst, es ist ein weiterer allgemeiner Ratgeber dazu, wie man die Gefühle von Kindern am besten begleiten kann. Als ich dann aber die Tags zum Buch auf der Webseite des Kösel Verlags gelesen hatte, wusste ich, das passt wie die Faust auf's Auge zu den Themen meines Blogs. Auch hier wird es um Kinder mit starken Bedürfnissen gehen, was auf hochsensible, autonome, High Need Kinder gleichermaßen zutrifft. Der Begriff "gefühlsstarke Kinder" ist eine wunderbare Übersetzung des Terminus' "spirited children", der von Mary Sheedy Kurcinka geprägt wurde, deren außerordentliches Buch ich euch bald vorstellen werde. Ich bin also wahnsinnig gespannt darauf, wie Nora Imlau das Thema aufgreifen wird und freue mich, dass das Verständnis für diese Kinder immer mehr wächst. Das Buch erscheint im Mai 2018 im Kösel Verlag.



5.) Elaine N. Aron: Die Kraft der Bindung: Wie die Liebe unseren Selbstwert bestimmt

Elaine N. Aron ist die Pionierin der Forschung über Hochsensibilität und Autorin diverser Standardwerke über Hochsensibilität, z.B. "Das hochsensible Kind" und ich denke, auch in diesem Buch, in dem es über die Liebe zu sich selbst und das eigene Selbstwertgefühl geht, wird sie Bezug auf das Thema Hochsensibilität nehmen bzw. aus der hochsensiblen Perspektive schreiben. Das Buch erscheint im mvg Verlag im Mai 2018.



6.) Brigitte Schorr: Hochsensible im Beruf: Wie empfindsame Menschen leben und arbeiten

Die Autorin des Buches "Hochsensible Mütter" widmet sich in ihrem neuen Buch dem spannenden und wichtigen Thema, wie hochsensible Menschen im Berufsleben zurechtkommen, welchen möglicherweise problematischen Anforderungen sie ausgesetzt sind und wie sie trotzdem ihr Potential im Berufsleben entfalten können. Das Buch erscheint im März 2018 im SCM Hänssler Verlag.



7.) Jesper Juul: Das Kind in mir ist immer da: Mein Leben für die Gleichwürdigkeit

Juuls Autobiographie und das Resümèe seines Lebens, die Beschreibung seines ungewöhnlichen Weges bis hin zum Bestsellerautor, Familientherapeut und "Erziehungs-Guru". Das Buch erscheint im April 2018 im Beltz Verlag.



Ihr seht, 2018 wird ein spannendes Buch-Jahr. Vielleicht wurde euer Interesse für das eine oder andere Buch geweckt und ihr habt Lust bekommen, es schon vorzubestellen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

Sonntag, 3. Dezember 2017

Unser Wochenende in Bildern 2./ 3. Dezember 2017 - 1. Advent

Das erste Adventswochenende und endlich war mal keiner krank, auch wenn ich durch meine Zahnextraktion am Donnerstag noch etwas litt. Nun dauert es nicht mehr lange bis zur Wintersonnenwende, meinem persönlichen Highlight im Winterhalbjahr, denn danach geht es mit großen Schritten wieder Richtung Frühjahr. Juhu!

Samstag

Am Vormittag wurden die Kisten mit der Weihnachtsdeko aus dem Keller geholt und ausgepackt. Alle halfen mit, aber es gab wie jedes Jahr auch einen unschönen Zwischenfall. Als alles fertig war, freute ich mich aber wieder über die schönen Sachen, die man nur einmal im Jahr herausholt.



Vor dem Mittagessen gingen die Kinder mit dem Papa kurz raus, um frische Luft zu tanken und sich zu bewegen. Durch die frühe Dunkelheit können keine Spielplatznachmittage nach der Kita mehr stattfinden und das fehlt den Kindern und auch mir sehr. Ich kochte derweil das Mittagessen.

Um 14:30 wurden die Kinder und ich abgeholt und wir fuhren mit dem besten Freund des Großen und seiner Mama in die Stadt, um die Märchenhütten am Monbijoupark zu besuchen. Das sind Holzhütten, die auf einem Bunkerdach errichtet wurden und in denen Theaterstücke gespielt werden.


Wir sahen zwei Stücke in Kombination, "Dornröschen" und "Hase und Igel". Während "Dornröschen" sehr modern und für Kinder in meinen Augen nicht geeignet war, handelte es sich bei "Hase und Igel" um ein Mitmachstück, das alle Kinder begeisterte. So waren wir am Ende doch noch versöhnt. Das Ambiente ist in jedem Fall sehr urig, draußen gibt es ein Feuer und nebenan fahren erleuchtete Schiffe auf der Spree vorbei.


Zum Austoben waren wir tatsächlich danach noch auf dem Spielplatz nebenan, der recht hell war. Der Große und sein Freund freuten sich darüber, Zeit miteinander zu verbringen, denn die Familie ist nun auch weggezogen. Schon im Sommer mussten wir ja eine befreundete Familie verabschieden.

Sonntag

Der Mann und die Kinder brachen gleich nach dem Frühstück auf, um zu Karl's Erdbeerhof zu fahren. Es war eiskalt, aber es gibt dort einen netten Indoorbereich, wo sich die Kinder austoben können. Sie blieben bis 15 Uhr und schickten mir von Zeit zu Zeit Fotos ihrer Aktivitäten. Sie gingen Eislaufen und trafen sogar den Weihnachtsmann:-)



Ich putzte und haushaltete derweil zuhause, wartete auf eine Käuferin meines alten Handys und schaute Tausende von Bildern durch, um die Best of 2017 herauszusuchen. Ein mühsames Unterfangen; jedes Jahr nehme ich mir vor, das nächstes Jahr anders zu organisieren. Aber das Fotobuch muss sein. Wie so oft fiel mir wieder auf, wie selten ich auf unseren Fotos zu sehen bin. Ich habe hier darüber geschrieben.

Als alle wieder zuhause waren, gab es ein kleines Kaffeetrinken und danach wollte ich mit den Kindern Plätzchen backen. Da das Teigmachen immer etwas zu lange dauert, hatte ich Fertigteig gekauft und dachte, dadurch der Ungeduld und den Streitereien meiner Kinder etwas zuvorzukommen. Pustekuchen, sie finden immer einen Anlass und stritten um jeden Ausstecher, um jedes Streuselchen und zum Schluss heulte wieder einer. Hach ja, so schön ist das Plätzchenbacken mit Kindern;-)


Zumindest sind sie lecker geworden und der Nachmittag ist schnell vergangen. Nach dem Abendbrot ging es schnell ins Bett und morgen beginnt wieder der Schul-, Kita- und Arbeitsalltag. Ich werde mich morgen zum Zahnarzt bemühen müssen und einen Kinderarzttermin haben wir auch. Noch 3 Wochen bis Heiligabend! Kommt gut in die Woche!


Mehr Wochenenden in Bildern (#wib) gibt es wie immer bei Geborgen Wachsen.