Ihr Lieben,
gestern endete meine Verlosung des tollen Trunki-Kinderkoffers im Design Biene Maja. Es gab insgesamt 17 Teilnehmer bei meiner ersten Verlosung, wovon einer leider anonym war und deshalb nicht berücksichtigt werden konnte.
Heute habe ich nun den Gewinner ausgelost und es ist:
GABRIELE BADACIN !! Herzlichen Glückwunsch!
Bitte melde Dich bis spätestens Sonntag, 15.11.2015, 24 Uhr per Mail (fruehlingskindermama@mail.de) bei mir und teile mir Deine Adresse mit, damit ich sie an Trunki weiterleiten kann. Falls die Gewinnerin sich bis dahin nicht meldet, wird neu ausgelost.
Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben! Es hat Spaß gemacht!
Montag, 9. November 2015
Sonntag, 8. November 2015
Unser Wochenende in Bildern 7./8. November 2015
An diesem Wochenende waren die Kinder gottseidank gesund und guter Laune und "nur" die Eltern angeschlagen. Wir machten trotzdem das Beste daraus. Am Samstag vormittag beschäftigte ich die Kinder allein bis zum Mittagessen in der Wohnung, nachdem sich mein Mann bei mir krankgemeldet hatte. Das Schwierigste daran ist immer, sie möglichst in einem Zimmer zu halten, weil sie sonst wie wilde Hühner durch die Wohnung jagen, sich lautstark necken und ärgern, Türen schlagen, ständig etwas wollen und so gar keine Rücksicht auf kranke Eltern, Toilettengänger oder sonstiges nehmen. Das gelang aber ganz gut und ich konnte sogar noch die Wäsche und das Mittagessen nebenbei machen.
Nach Mittagsschlaf und Vesper rafften wir uns auf und fuhren in die Innenstadt zu den Märchentagen im Nikolaiviertel. Wir wussten aus vergangenen Besuchen schon, dass das Programm nicht besonders ergiebig ist, nutzten aber die Gelegenheit, um wieder einmal ein bisschen Berlin-Mitte-Luft zu schnuppern. Für das ausgemalte Programmzettelchen der Märchentage bekam jedes Kind eine Kugel Florida-Eis geschenkt, was bei 17 Grad Außentemperatur eine Wohltat war. Im schlecht belüfteten Märchenzelt gab es gegen teuren Eintritt Zaubershows und Märchengeschichten. Man konnte malen, basteln und menschliche Märchenfiguren beobachten.
Durch's Nikolaiviertel zu schlendern ist einfach anheimelnd und in der hereinbrechenden Dämmerung sehr romantisch. Danach spazierten wir noch ein bisschen an der Spree entlang, versuchten, den tatsächlich sehr lauen Spätnachmittag und die tollen Anblicke zu genießen und fuhren dann zurück nach Hause. Ich genieße es, wenn ich außerhalb der Arbeit in der Innenstadt unterwegs bin. Zwar wächst dann auch immer meine Museums- und Kultursehnsucht, aber ein kleines Häppchen Sightseeing tut auch schon gut.
Am Sonntag schien die Sonne und wir fuhren gleich nach dem Frühstück in unseren Garten, um nach dem Rechten zu sehen und die letzten Herbstarbeiten zu erledigen. Die Kinder halfen tatkräftig mit und wir harkten Unmengen an Blättern zusammen, beschnitten Thuja-Bäume und brachten Rindenmulch aus. Gegen Mittag wurde es richtig warm und die Kinder dachten wohl, es würde bald Frühling.
Da es zum Kochen schon zu spät war, stoppten wir an einem kleinen Bistro und versorgten uns mit leckerem Essen.
Nach spätem Mittagsschlaf und Vesper war es schon 15:30 Uhr und ich beschloss kurzerhand, mit der Kleinen allein in unseren Kinderbauernhof zu gehen, wie wir es letzten Sonntag schon gemacht hatten. Die Kleine zieht sich nämlich meist bereitwillig und schnell an, man ist mit ihr innerhalb von 10 min. draußen, wohingegen es beim Großen oft 30-45 min. dauert, bis er unter Jaulen und Motzen fertig ist. Darauf habe ich keine Lust, gerade wenn es nachmittags so früh dunkel wird. Außerdem konnte so der angeschlagene Papa mit dem Großen zuhause bleiben und der Große genießt es immer mehr, wenn er von der Kleinen ungestört zuhause spielen kann. Insgesamt ist es für alle ruhiger, auch die Kleine ist entspannter, wenn sie mit einem von uns allein unterwegs ist, und sie liebt den Kinderbauernhof. Es macht auch mir Spaß, mit ihr dorthin zu gehen, weil sie sich für die Tiere und die Spielgeräte interessiert, im Gegensatz zum Großen, den man mit dem Kinderbauernhof lange Zeit nicht reizen konnte.
Es war wieder sehr friedlich und geruhsam mit ihr, wir blieben bis zum Schluss (17:30 Uhr) und spazierten dann im Dunkeln nach Hause. Die Männer hatten eine gemütliche Zeit verbracht und waren auch ausgeglichen. Die Aufteilung der Familie ist einfach im Moment eine gute Möglichkeit, Stress und Konflikte zu vermeiden und tut allen ganz gut. Da ich nachmittags auch in der Dämmerung noch gerne mal "Luft schnappe", kommt mir die Kleine da gerade recht, um vor die Tür zu gehen.
Dennoch vermisse ich ein wenig freie Zeit speziell am Wochenende, was in den letzten Wochen aufgrund der ständigen Krankheiten schwierig war. Die letzten 2 freien Stunden an einem Wochenende waren, abgesehen von dem Magen-Darm-Tag vor 4 Wochen, am 6. September. Ich hoffe, dass es bald wieder besser wird.
Mehr tolle Wochenenden in Bildern gibt es unter #wib und bei Geborgen Wachsen.
Alle Fotos sind wie immer mein Eigentum. Das Foto vom Wollschwein hat übrigens die Kleine gemacht;)
Nach Mittagsschlaf und Vesper rafften wir uns auf und fuhren in die Innenstadt zu den Märchentagen im Nikolaiviertel. Wir wussten aus vergangenen Besuchen schon, dass das Programm nicht besonders ergiebig ist, nutzten aber die Gelegenheit, um wieder einmal ein bisschen Berlin-Mitte-Luft zu schnuppern. Für das ausgemalte Programmzettelchen der Märchentage bekam jedes Kind eine Kugel Florida-Eis geschenkt, was bei 17 Grad Außentemperatur eine Wohltat war. Im schlecht belüfteten Märchenzelt gab es gegen teuren Eintritt Zaubershows und Märchengeschichten. Man konnte malen, basteln und menschliche Märchenfiguren beobachten.
Durch's Nikolaiviertel zu schlendern ist einfach anheimelnd und in der hereinbrechenden Dämmerung sehr romantisch. Danach spazierten wir noch ein bisschen an der Spree entlang, versuchten, den tatsächlich sehr lauen Spätnachmittag und die tollen Anblicke zu genießen und fuhren dann zurück nach Hause. Ich genieße es, wenn ich außerhalb der Arbeit in der Innenstadt unterwegs bin. Zwar wächst dann auch immer meine Museums- und Kultursehnsucht, aber ein kleines Häppchen Sightseeing tut auch schon gut.
Am Sonntag schien die Sonne und wir fuhren gleich nach dem Frühstück in unseren Garten, um nach dem Rechten zu sehen und die letzten Herbstarbeiten zu erledigen. Die Kinder halfen tatkräftig mit und wir harkten Unmengen an Blättern zusammen, beschnitten Thuja-Bäume und brachten Rindenmulch aus. Gegen Mittag wurde es richtig warm und die Kinder dachten wohl, es würde bald Frühling.
Da es zum Kochen schon zu spät war, stoppten wir an einem kleinen Bistro und versorgten uns mit leckerem Essen.
Nach spätem Mittagsschlaf und Vesper war es schon 15:30 Uhr und ich beschloss kurzerhand, mit der Kleinen allein in unseren Kinderbauernhof zu gehen, wie wir es letzten Sonntag schon gemacht hatten. Die Kleine zieht sich nämlich meist bereitwillig und schnell an, man ist mit ihr innerhalb von 10 min. draußen, wohingegen es beim Großen oft 30-45 min. dauert, bis er unter Jaulen und Motzen fertig ist. Darauf habe ich keine Lust, gerade wenn es nachmittags so früh dunkel wird. Außerdem konnte so der angeschlagene Papa mit dem Großen zuhause bleiben und der Große genießt es immer mehr, wenn er von der Kleinen ungestört zuhause spielen kann. Insgesamt ist es für alle ruhiger, auch die Kleine ist entspannter, wenn sie mit einem von uns allein unterwegs ist, und sie liebt den Kinderbauernhof. Es macht auch mir Spaß, mit ihr dorthin zu gehen, weil sie sich für die Tiere und die Spielgeräte interessiert, im Gegensatz zum Großen, den man mit dem Kinderbauernhof lange Zeit nicht reizen konnte.
Es war wieder sehr friedlich und geruhsam mit ihr, wir blieben bis zum Schluss (17:30 Uhr) und spazierten dann im Dunkeln nach Hause. Die Männer hatten eine gemütliche Zeit verbracht und waren auch ausgeglichen. Die Aufteilung der Familie ist einfach im Moment eine gute Möglichkeit, Stress und Konflikte zu vermeiden und tut allen ganz gut. Da ich nachmittags auch in der Dämmerung noch gerne mal "Luft schnappe", kommt mir die Kleine da gerade recht, um vor die Tür zu gehen.
Dennoch vermisse ich ein wenig freie Zeit speziell am Wochenende, was in den letzten Wochen aufgrund der ständigen Krankheiten schwierig war. Die letzten 2 freien Stunden an einem Wochenende waren, abgesehen von dem Magen-Darm-Tag vor 4 Wochen, am 6. September. Ich hoffe, dass es bald wieder besser wird.
Mehr tolle Wochenenden in Bildern gibt es unter #wib und bei Geborgen Wachsen.
Alle Fotos sind wie immer mein Eigentum. Das Foto vom Wollschwein hat übrigens die Kleine gemacht;)
Samstag, 7. November 2015
Erinnerungsfetzen II - Überreizung der Kleinen
Eine weitere Situation, die sich unauslöschbar in mein Gedächtnis eingebrannt hat, betrifft einen überraschenden, unstillbaren Schreivormittag der Kleinen ca. 6 Wochen nach ihrer Geburt. Das war deshalb so aufwühlend, weil sie eigentlich bis auf den 3-stündigen unberuhigbaren Schreiabend am Tag ihrer Geburt in den ersten Wochen und Monaten so gut wie gar keine längeren Schreianfälle hatte. Sie war sehr ausgeglichen, ließ sich schnell von mir beruhigen und war leicht zu händeln. Das war ja ein extremer Kontrast zum Großen. Ich genoss das bei ihr sehr, fühlte mich überhaupt nicht hilflos und mein Mama-Vertrauen wuchs. Ich konnte mit ihr in der Trage einkaufen gehen, ohne dass sie aufwachte, man konnte sie in der Babyschale hinstellen und sie schlief weiter, und am liebsten und längsten schlief sie zuhause auf meinem Bett. Alles Dinge, die beim Großen völlig utopisch waren.
Grundsätzlich war sie sowieso zuhause am zufriedensten, aber ich meinte, es wäre kein Problem, wenn ich mit ihr eine Freundin besuchen fahre. Da sie vormittags am längsten, tiefsten und einfachsten schlief, entschied ich mich für den Vormittag und fuhr nach dem Frühstück los. Ich packte sie in die Trage und sie schlief die gesamte Anfahrtstrecke von ca. 50 min. (S-Bahn und Fußweg) durch. Ich rechnete überhaupt nicht damit, dass es schwierig mit ihr werden könnte; entweder würde sie weiterschlafen oder hätte eben genug Schlaf bekommen, um erstmal eine Weile zufrieden wach zu sein. Pustekuchen.
Kaum in der Wohnung meiner Freundin angekommen, schlug sie die Augen auf. Das Radio dudelte, es roch ungewohnt, da waren ein fremder Mensch und ein fremdes Baby (die Tochter meiner Freundin war 2,5 Monate älter), es wurde gekocht, vielleicht klang meine Stimme für sie auch anders als sonst, jedenfalls schlief sie nicht wieder ein. Sie wurde ziemlich schnell unruhiger und ich nahm sie aus der Trage, stillte und wiegte sie. Sie fing an zu schreien, ungewohnt schrill und unstillbar. Sie wollte schlafen, kam aber in der fremden Umgebung nicht zur Ruhe, selbst mit Mama nicht. Ich versuchte es im abgedunkelten Schlafzimmer meiner Freundin, mehrfach beim Stillen und Herumtragen und als alles nichts half, zog ich mich wieder an, nahm sie in die Trage und ging wieder raus. Nach ein paar Minuten draußen kam sie runter und schlief ein. Ich ging noch ein wenig spazieren und meinte, jetzt wäre der Schlaf tief genug, um in der Wohnung weiterzuschlafen. Wieder Pustekuchen. Oben angekommen, schlug sie die Augen auf und fing wieder mörderisch an zu schreien. Ich wusste mir nicht mehr zu helfen. Die gleiche Hilflosigkeit und Verzweiflung, die ich beim Großen durchgehend im ersten Babyjahr gespürt hatte, kam hoch und machte mich genauso ratlos und wütend wie bei ihm damals. So eine Situation hatte ich außer am Geburtsabend mit ihr noch nie gehabt. Ich war doch die Expertin für sie! Es war zum Verzweifeln.
Meine Freundin hatte derweil ihre Tochter zum Schlafen gebracht und aß zu Mittag. Als sie fertig war, schlang ich mein Mittagessen rein und als das andere Baby aufgewacht war, brachen wir das Experiment ab und meine Freundin begleitete uns zur S-Bahn. Auf der Fahrt war die Kleine auch ziemlich unruhig und ich fürchtete mehrmals, aussteigen zu müssen. Ich war so froh, als ich endlich zuhause war und sie beruhigte sich schnell. Sie schlief dann sehr lange am Nachmittag auf meinem Bett und war danach wieder völlig normal. Das versöhnte mich. Es war also kein Sprung oder Zahnen oder sonstiges Unwohlsein, was sie so durcheinander gebracht hatte, sondern tatsächlich eine komplette Überreizung in einer fremden Umgebung. Da ich so etwas von ihr nicht kannte, war ich sehr überrascht. Zwar wollte sie vormittags bis zum Alter von 6 Monaten immer lange schlafen, und zwar möglichst zuhause. Sie war aber trotzdem beileibe kein Baby, das immer und überall schlafen konnte, wie ich in meiner Erleichterung über ihr pflegeleichtes Wesen anfangs annahm. Das habe ich aus dieser Erfahrung gelernt und sie nie wieder solchen Situationen ausgesetzt.
Erinnerungsfetzen I
Erinnerungsfetzen III
Grundsätzlich war sie sowieso zuhause am zufriedensten, aber ich meinte, es wäre kein Problem, wenn ich mit ihr eine Freundin besuchen fahre. Da sie vormittags am längsten, tiefsten und einfachsten schlief, entschied ich mich für den Vormittag und fuhr nach dem Frühstück los. Ich packte sie in die Trage und sie schlief die gesamte Anfahrtstrecke von ca. 50 min. (S-Bahn und Fußweg) durch. Ich rechnete überhaupt nicht damit, dass es schwierig mit ihr werden könnte; entweder würde sie weiterschlafen oder hätte eben genug Schlaf bekommen, um erstmal eine Weile zufrieden wach zu sein. Pustekuchen.
Kaum in der Wohnung meiner Freundin angekommen, schlug sie die Augen auf. Das Radio dudelte, es roch ungewohnt, da waren ein fremder Mensch und ein fremdes Baby (die Tochter meiner Freundin war 2,5 Monate älter), es wurde gekocht, vielleicht klang meine Stimme für sie auch anders als sonst, jedenfalls schlief sie nicht wieder ein. Sie wurde ziemlich schnell unruhiger und ich nahm sie aus der Trage, stillte und wiegte sie. Sie fing an zu schreien, ungewohnt schrill und unstillbar. Sie wollte schlafen, kam aber in der fremden Umgebung nicht zur Ruhe, selbst mit Mama nicht. Ich versuchte es im abgedunkelten Schlafzimmer meiner Freundin, mehrfach beim Stillen und Herumtragen und als alles nichts half, zog ich mich wieder an, nahm sie in die Trage und ging wieder raus. Nach ein paar Minuten draußen kam sie runter und schlief ein. Ich ging noch ein wenig spazieren und meinte, jetzt wäre der Schlaf tief genug, um in der Wohnung weiterzuschlafen. Wieder Pustekuchen. Oben angekommen, schlug sie die Augen auf und fing wieder mörderisch an zu schreien. Ich wusste mir nicht mehr zu helfen. Die gleiche Hilflosigkeit und Verzweiflung, die ich beim Großen durchgehend im ersten Babyjahr gespürt hatte, kam hoch und machte mich genauso ratlos und wütend wie bei ihm damals. So eine Situation hatte ich außer am Geburtsabend mit ihr noch nie gehabt. Ich war doch die Expertin für sie! Es war zum Verzweifeln.
Meine Freundin hatte derweil ihre Tochter zum Schlafen gebracht und aß zu Mittag. Als sie fertig war, schlang ich mein Mittagessen rein und als das andere Baby aufgewacht war, brachen wir das Experiment ab und meine Freundin begleitete uns zur S-Bahn. Auf der Fahrt war die Kleine auch ziemlich unruhig und ich fürchtete mehrmals, aussteigen zu müssen. Ich war so froh, als ich endlich zuhause war und sie beruhigte sich schnell. Sie schlief dann sehr lange am Nachmittag auf meinem Bett und war danach wieder völlig normal. Das versöhnte mich. Es war also kein Sprung oder Zahnen oder sonstiges Unwohlsein, was sie so durcheinander gebracht hatte, sondern tatsächlich eine komplette Überreizung in einer fremden Umgebung. Da ich so etwas von ihr nicht kannte, war ich sehr überrascht. Zwar wollte sie vormittags bis zum Alter von 6 Monaten immer lange schlafen, und zwar möglichst zuhause. Sie war aber trotzdem beileibe kein Baby, das immer und überall schlafen konnte, wie ich in meiner Erleichterung über ihr pflegeleichtes Wesen anfangs annahm. Das habe ich aus dieser Erfahrung gelernt und sie nie wieder solchen Situationen ausgesetzt.
Erinnerungsfetzen I
Erinnerungsfetzen III
Montag, 2. November 2015
Der stille Beobachter
Wer meinen Blog kennt, weiß, dass das Muttersein für mich nicht die absolute Erfüllung gebracht hat, die ich mir erhofft oder sogar erwartet hatte. Das ist eine Realität, die nichts damit zu tun hat, dass ich meine Kinder liebe und sie ins Leben begleiten möchte. Über die Jahre habe ich mich zwar besser in die Mutterrolle eingefunden, habe viele starre Vorstellungen über Bord geworfen, bin geduldiger und leidensfähiger, manchmal sogar eine richtige Löwenmama geworden und habe mich mit vielen im Moment nicht änderbaren Dingen arrangiert. Ich bin sukzessive besser angekommen im Mamasein, nach langer Zeit und vielen mühsamen und schmerzhaften Erfahrungen. Trotzdem merke ich in vielen kleinen Situationen, dass ich nicht hundertprozentig darin aufgehe und auch wohl nie aufgehen werde. Das mag man merkwürdig, traurig oder bedauernswert finden, es ändert aber nichts an den Empfindungen.
In vielen Momenten mit den Kindern stehe ich wie neben mir und beobachte mich von oben. Momente, die manchmal harmonisch, manchmal lustig, manchmal stressig und nervenaufreibend, aber oft einfach normal sind, durchlebe ich quasi doppelt, einmal als die beteiligte Mama, die mittendrin steckt und mehr oder weniger gut mitmacht und funktioniert, und zum anderen als die beobachtende Person, die aus einer Zeit vor den Kindern (oder ohne Kinder) stammt und hämisch lacht, den Kopf schüttelt, die Stirn in Falten legt oder leise weint. Die sagt: "Was zum Teufel machst Du da?!" Leider hat diese Hintergrundstimme meist keine guten Auswirkungen, weil sie die Naivität aus vermeintlich schönen, unbeschwerten Situationen entfernt und schwierige Augenblicke noch verstärkt. Ausschalten kann ich sie aber auch nicht. Das wäre so, als würde ich zu meinem Sohn sagen (was ich nicht tue), er braucht keine Angst vor dem Hund zu haben. Die Angst geht ja davon nicht weg.
1. Letzte Woche hatte ich neue Laternen zum Basteln gekauft. Nachdem sie fertig gebastelt waren, wollten die Kinder unbedingt mit uns in der Wohnung Laterne laufen. Wir löschten also alle Lichter, nahmen jeder eine Laterne in die Hand und zogen singend durch die Wohnung. Die Kinder freuten sich sehr! Das war eine durchaus schöne, lustige, harmonische Situation und alle hatten Spaß. Doch der stille Beobachter meldete sich auch hier und grummelte, wie weit es mit mir schon gekommen sei, dass ich so etwas nicht nur mitmachen würde, sondern auch noch Spaß daran hätte! Dem Blick meines Mannes nach zu urteilen, dachte er dasselbe;)
2. Wenn meine beiden Kinder gleichzeitig auf der Toilette sitzen (die Kleine auf der Kindertoilette) und ich vor ihnen auf dem Badfußboden hocke, um darauf zu warten, ihnen die Popos abzuwischen, und sie sitzen und sitzen und grinsen und sitzen, und ich warte und meine Lebenszeit verrinnt, aber wehe, ich gehe weg, dann wird gebrüllt, dann sagt die Stimme, wie erniedrigend das Mamadasein doch ist und warum ich mir das antue. Und doch kann ich natürlich nichts anderes tun, als dazusitzen und zu warten und meine Mama-Aufgabe zu erfüllen.
3. Ich vermisse ja viele Aktivitäten, Ausflüge und Abwechslungen, die wir früher ohne Kinder gemacht haben, und versuche immer, wenigstens einen klitzekleinen, kinderkompatiblen Teil davon im Wochenende unterzubringen. Inklusive Beachtung der Schlafenszeiten, des Hungers, der möglichst kurzen Autofahrt und der für Kinder interessanten Aspekte kommen da leider nicht viele Dinge aus meinem früheren Leben infrage. Wenn ich dann die Kinder befrage und sie einen Ausflug zu den Pferdekoppeln aus verschiedenen Möglichkeiten auswählen, ich mich dann halbkrank (wie oft in letzter Zeit) aufraffe und wir den wunderschönen, bekannten, früher schon geliebten Weg entlang der Pferdekoppeln zu einem kleinen See spazieren, ein Kind aber nur am Nölen und Meckern ist, man ihm nichts recht machen kann und es damit allen die Laune verdirbt, weil wir eben alle nicht so dickfellig sind, als dass uns das nicht beeinträchtigen würde, dann wird der stille Beobachter wieder lauter und konstatiert, wie undankbar, sinnlos und kräftezehrend das ist, was ich mache.
Das waren einige wenige Beispiele aus unzähligen Situationen, die im Leben mit Kindern entstehen. Da rede ich gar nicht von täglichen Situationen wie, dass immer ein andersfarbiges Besteck gewünscht wird, zum Abendbrot nichts gegessen, aber eine halbe Stunde später über Hunger geklagt wird, man manchmal von den Kindern hin und her gescheucht und dirigiert wird wie ein Diener, man sich zum 50. Mal am Tag anhören darf, dass man eine böse Mama resp. ein blöder Papa ist, man extra vor dem Kitaabholen noch zum Bäcker eilt, das gekaufte Teilchen dann aber genau das Falsche ist, man mit einer Engelsgeduld (meist) jeglichen Marotten und Attitüden begegnet, Tobsuchtsanfälle an der Supermarktkasse aushält usw. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, und sicherlich kennt jede Mama/ jeder Papa viele solcher Situationen. Das ist dann immer Wasser auf die Mühlen meines stillen Beobachters, der hämisch lacht, ungläubig zuschaut und vorwurfsvoll fragt: "Was zum Teufel machst Du da?!"
Das führt dazu, dass ich so gut wie keine Situation mit den Kindern richtig genießen kann. Abgesehen davon hat meine Fähigkeit zu Genießen sowieso mit der Anzahl und Länge der Gelegenheiten abgenommen. Der Unterschied zu früher ist, dass die Stimme des Beobachters zwar immer präsent ist, aber sich nicht mehr so in den Vordergrund drängt wie früher und mich deshalb auch weniger hadern lässt, als es lange Zeit der Fall war. Trotzdem bleibt sie mir auch nach 4 1/2 Jahren Mutterseins konstant erhalten. Kennt ihr das? Geht das mal weg oder wird mich das weiterhin begleiten? Geht ihr völlig in dem auf, was ihr mit den Kindern und für die Kinder macht, und seien es die aberwitzigsten, skurrilsten, ekligsten oder undankbarsten Dinge? Unterdrückt ihr die Stimme eures früheren Ichs, oder meldet sie sich gar nicht? Gebt mir mal ein Feedback, ob ihr euch auch manchmal so von außen beobachtet.
In vielen Momenten mit den Kindern stehe ich wie neben mir und beobachte mich von oben. Momente, die manchmal harmonisch, manchmal lustig, manchmal stressig und nervenaufreibend, aber oft einfach normal sind, durchlebe ich quasi doppelt, einmal als die beteiligte Mama, die mittendrin steckt und mehr oder weniger gut mitmacht und funktioniert, und zum anderen als die beobachtende Person, die aus einer Zeit vor den Kindern (oder ohne Kinder) stammt und hämisch lacht, den Kopf schüttelt, die Stirn in Falten legt oder leise weint. Die sagt: "Was zum Teufel machst Du da?!" Leider hat diese Hintergrundstimme meist keine guten Auswirkungen, weil sie die Naivität aus vermeintlich schönen, unbeschwerten Situationen entfernt und schwierige Augenblicke noch verstärkt. Ausschalten kann ich sie aber auch nicht. Das wäre so, als würde ich zu meinem Sohn sagen (was ich nicht tue), er braucht keine Angst vor dem Hund zu haben. Die Angst geht ja davon nicht weg.
Quelle: Pixabay
Einige Beispiele:1. Letzte Woche hatte ich neue Laternen zum Basteln gekauft. Nachdem sie fertig gebastelt waren, wollten die Kinder unbedingt mit uns in der Wohnung Laterne laufen. Wir löschten also alle Lichter, nahmen jeder eine Laterne in die Hand und zogen singend durch die Wohnung. Die Kinder freuten sich sehr! Das war eine durchaus schöne, lustige, harmonische Situation und alle hatten Spaß. Doch der stille Beobachter meldete sich auch hier und grummelte, wie weit es mit mir schon gekommen sei, dass ich so etwas nicht nur mitmachen würde, sondern auch noch Spaß daran hätte! Dem Blick meines Mannes nach zu urteilen, dachte er dasselbe;)
2. Wenn meine beiden Kinder gleichzeitig auf der Toilette sitzen (die Kleine auf der Kindertoilette) und ich vor ihnen auf dem Badfußboden hocke, um darauf zu warten, ihnen die Popos abzuwischen, und sie sitzen und sitzen und grinsen und sitzen, und ich warte und meine Lebenszeit verrinnt, aber wehe, ich gehe weg, dann wird gebrüllt, dann sagt die Stimme, wie erniedrigend das Mamadasein doch ist und warum ich mir das antue. Und doch kann ich natürlich nichts anderes tun, als dazusitzen und zu warten und meine Mama-Aufgabe zu erfüllen.
3. Ich vermisse ja viele Aktivitäten, Ausflüge und Abwechslungen, die wir früher ohne Kinder gemacht haben, und versuche immer, wenigstens einen klitzekleinen, kinderkompatiblen Teil davon im Wochenende unterzubringen. Inklusive Beachtung der Schlafenszeiten, des Hungers, der möglichst kurzen Autofahrt und der für Kinder interessanten Aspekte kommen da leider nicht viele Dinge aus meinem früheren Leben infrage. Wenn ich dann die Kinder befrage und sie einen Ausflug zu den Pferdekoppeln aus verschiedenen Möglichkeiten auswählen, ich mich dann halbkrank (wie oft in letzter Zeit) aufraffe und wir den wunderschönen, bekannten, früher schon geliebten Weg entlang der Pferdekoppeln zu einem kleinen See spazieren, ein Kind aber nur am Nölen und Meckern ist, man ihm nichts recht machen kann und es damit allen die Laune verdirbt, weil wir eben alle nicht so dickfellig sind, als dass uns das nicht beeinträchtigen würde, dann wird der stille Beobachter wieder lauter und konstatiert, wie undankbar, sinnlos und kräftezehrend das ist, was ich mache.
Das waren einige wenige Beispiele aus unzähligen Situationen, die im Leben mit Kindern entstehen. Da rede ich gar nicht von täglichen Situationen wie, dass immer ein andersfarbiges Besteck gewünscht wird, zum Abendbrot nichts gegessen, aber eine halbe Stunde später über Hunger geklagt wird, man manchmal von den Kindern hin und her gescheucht und dirigiert wird wie ein Diener, man sich zum 50. Mal am Tag anhören darf, dass man eine böse Mama resp. ein blöder Papa ist, man extra vor dem Kitaabholen noch zum Bäcker eilt, das gekaufte Teilchen dann aber genau das Falsche ist, man mit einer Engelsgeduld (meist) jeglichen Marotten und Attitüden begegnet, Tobsuchtsanfälle an der Supermarktkasse aushält usw. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, und sicherlich kennt jede Mama/ jeder Papa viele solcher Situationen. Das ist dann immer Wasser auf die Mühlen meines stillen Beobachters, der hämisch lacht, ungläubig zuschaut und vorwurfsvoll fragt: "Was zum Teufel machst Du da?!"
Das führt dazu, dass ich so gut wie keine Situation mit den Kindern richtig genießen kann. Abgesehen davon hat meine Fähigkeit zu Genießen sowieso mit der Anzahl und Länge der Gelegenheiten abgenommen. Der Unterschied zu früher ist, dass die Stimme des Beobachters zwar immer präsent ist, aber sich nicht mehr so in den Vordergrund drängt wie früher und mich deshalb auch weniger hadern lässt, als es lange Zeit der Fall war. Trotzdem bleibt sie mir auch nach 4 1/2 Jahren Mutterseins konstant erhalten. Kennt ihr das? Geht das mal weg oder wird mich das weiterhin begleiten? Geht ihr völlig in dem auf, was ihr mit den Kindern und für die Kinder macht, und seien es die aberwitzigsten, skurrilsten, ekligsten oder undankbarsten Dinge? Unterdrückt ihr die Stimme eures früheren Ichs, oder meldet sie sich gar nicht? Gebt mir mal ein Feedback, ob ihr euch auch manchmal so von außen beobachtet.
Samstag, 31. Oktober 2015
Unsere wieder krankheitsgeprägte Woche
Am Sonntag nachmittag bekam die Kleine wieder Fieber, nachdem sie schon die letzte Woche herumgeschnupft und am vorhergehenden Wochenende Magen-Darm hatte. Wir alle sind ja seit fast 8 Wochen regelrecht außer Gefecht gesetzt und geben uns die Krankheiten direkt und oft parallel weiter. Das ist unser schlimmster Krankheits-Herbst, seit wir Kinder haben, der erste Kitawinter beider Kinder war ein Klacks dagegen. Selbst den Großen, der eigentlich der gesundheitlich Stabilste in unserer Familie ist, hatte es mehrfach erwischt. Ich selbst komme überhaupt nicht mehr auf die Beine und habe für nächste Woche einen Termin bei meinem Hausarzt vereinbart, um meinen Zustand durchzusprechen, abchecken zu lassen und Maßnahmen zu ergreifen. So geht es nicht weiter.
Da die Kleine also fieberte und einen tiefsitzenden, schlimm klingenden Husten hatte, beschloss ich schon am Sonntag, mit ihr am Montag zum Kinderarzt zu gehen. Ich bin sonst nie wegen Erkältungen beim Kinderarzt, aber diesmal war das Fass einfach voll. Ich konnte auch selbst nicht mehr. Wir bekamen am Montag glücklicherweise einen abgesagten Termin und mussten nicht lange warten. Zum Glück war es noch keine Bronchitis, aber ein handfester Infekt und sie schrieb uns erstmal minimal bis einschließlich Mittwoch krank. Obwohl ich sehr ungern mit einem kranken Kind zuhause bin, war ich diesmal regelrecht erleichtert.
Zum Glück war sie trotz des Infektes relativ gut drauf, nicht übermäßig anhänglich oder quengelig, sondern einfach schlapp und hustete stark. Nachmittags stieg die Temperatur immer und sie wurde knatschiger. Mein Mann kam jeden Tag so früh wie möglich von der Arbeit und nahm sie zweimal mit zur Kita, um den Großen abzuholen, so dass ich dann wenigstens 1,5 h Pause hatte. Das war wunderbar, weil mir ja mein freier Montag, meine wichtigste Kraftquelle für die Woche, entgangen war. Am Mittwoch wollte sie nicht nachmittags raus und ich holte deshalb den Großen allein ab, während sie mit dem Papa zuhause blieb. Das war auch mal schön, so konnten wir mal unsere örtliche Kinderbuchhandlung durchstöbern, was mit der Kleinen wegen akuter Grabsch-Gefahr sonst nicht möglich ist;).
Obwohl nun bei ihr noch ein Schnupfen dazugekommen war, wirkte sie insgesamt - zumindest vormittags - recht fit, weshalb wir beschlossen, sie am Donnerstag wieder in die Kita zu geben und nach dem Mittagsschlaf abzuholen. Das war sicherlich richtig. Die Erzieher meinten zwar, sie wäre völlig normal gewesen, überhaupt nicht leidend, aber man kennt das ja, man reißt sich zusammen und dann gibt's einen Rückfall. Also machte ich früher Schluss bei der Arbeit, holte sie um 13:45 Uhr ab und brachte sie nach Hause, wo mein Mann, der seit Mittwoch Abend eine fette Bindehautentzündung hatte und nun auch krankgeschrieben ist, sie bespaßte. Er holte dann später mit ihr den Großen von der Kita ab und ich hatte noch etwas Freizeit. Am Freitag blieb sie schon den ganzen Tag da. Leider geht es ihr heute wieder schlechter und sie war extrem wehleidig und jammernd drauf, klagt über Ohrenschmerzen und hustet weiterhin stark.
Insgesamt waren die 3 Tage mit der Kleinen zuhause recht entspannt, also nicht so, wie es eigentlich mit kranken Kindern ist. Wir waren vormittags immer draußen unterwegs und das Wetter war herrlich. Von Tag zu Tag wurde es aber schwieriger, sie zum Mittagsschlaf zu bewegen, und ich wette, wäre sie länger zuhause, würde sie diesen verweigern. Für mich ist es immer wieder doof, dass ich beim Mittagsschlaf neben ihr liegen bleiben muss, weil sie sonst nicht über ihren 30 min.-Schlafzyklus kommt. Dadurch habe ich zwar Ruhe, aber keinen Abstand vom Kind, was ich eigentlich brauche. Auch merkte man mit jedem Tag, dass es ihr langweiliger wurde, da ich sie bewusst nicht ständig bespaßte. Man sieht also, welchen mehrfach positiven Effekt die Kita für Kinder hat;). Sie freute sich dann auch am Donnerstag, wieder unter Kindern zu sein. Meine Geduld nahm in dem Maße ab, je langweiliger ihr wurde. Ich habe ja kein Problem damit, ein Kind zu versorgen und Nähe zu geben, aber ständige Bespaßung (oder Quengelei wie heute) raubt mir den letzten Nerv. Deshalb bin ich lieber mit ihr rausgegangen. Das geht allerdings ins Geld; hier mal einkaufen, da mal zum Bäcker oder ins Center, alles Dinge, die man sonst in der Arbeitswoche nicht oder selten macht. Das Positive ist, dass es mit einem Kind am Vormittag wesentlich nervenschonender ist, ein paar Besorgungen zu machen, als mit zwei erschöpften Kindern nach der Kita. Insofern eine angenehme Abwechslung.
Jetzt hoffen wir, dass bald der Husten und Schnupfen bei ihr aufhört, dann wären wenigstens beide Kinder erstmal gesund. Wie wir Eltern allerdings jemals wieder auf die Beine kommen, steht in den Sternen. Selten haben wir uns über Wochen so krank und kaputt gefühlt. Ein Infekt jagt den nächsten und der körperliche Gesamtzustand ist bescheiden. Da es den Mann genauso betrifft wie mich, sehe ich, dass es nicht daran liegt, dass ich wenig belastbar bin, sondern dass die Situation so belastend ist, weil so wenig Entlastung da ist. Immer alles allein stemmen zu müssen, ist nicht nur anstrengend, sondern auch psychisch belastend. Ich sehe nur nicht, an welchen Stellschrauben ich drehen kann, damit sich die Lage verbessert. Wir werden sehen, ob der Arzttermin etwas ergibt.
Da die Kleine also fieberte und einen tiefsitzenden, schlimm klingenden Husten hatte, beschloss ich schon am Sonntag, mit ihr am Montag zum Kinderarzt zu gehen. Ich bin sonst nie wegen Erkältungen beim Kinderarzt, aber diesmal war das Fass einfach voll. Ich konnte auch selbst nicht mehr. Wir bekamen am Montag glücklicherweise einen abgesagten Termin und mussten nicht lange warten. Zum Glück war es noch keine Bronchitis, aber ein handfester Infekt und sie schrieb uns erstmal minimal bis einschließlich Mittwoch krank. Obwohl ich sehr ungern mit einem kranken Kind zuhause bin, war ich diesmal regelrecht erleichtert.
Zum Glück war sie trotz des Infektes relativ gut drauf, nicht übermäßig anhänglich oder quengelig, sondern einfach schlapp und hustete stark. Nachmittags stieg die Temperatur immer und sie wurde knatschiger. Mein Mann kam jeden Tag so früh wie möglich von der Arbeit und nahm sie zweimal mit zur Kita, um den Großen abzuholen, so dass ich dann wenigstens 1,5 h Pause hatte. Das war wunderbar, weil mir ja mein freier Montag, meine wichtigste Kraftquelle für die Woche, entgangen war. Am Mittwoch wollte sie nicht nachmittags raus und ich holte deshalb den Großen allein ab, während sie mit dem Papa zuhause blieb. Das war auch mal schön, so konnten wir mal unsere örtliche Kinderbuchhandlung durchstöbern, was mit der Kleinen wegen akuter Grabsch-Gefahr sonst nicht möglich ist;).
Obwohl nun bei ihr noch ein Schnupfen dazugekommen war, wirkte sie insgesamt - zumindest vormittags - recht fit, weshalb wir beschlossen, sie am Donnerstag wieder in die Kita zu geben und nach dem Mittagsschlaf abzuholen. Das war sicherlich richtig. Die Erzieher meinten zwar, sie wäre völlig normal gewesen, überhaupt nicht leidend, aber man kennt das ja, man reißt sich zusammen und dann gibt's einen Rückfall. Also machte ich früher Schluss bei der Arbeit, holte sie um 13:45 Uhr ab und brachte sie nach Hause, wo mein Mann, der seit Mittwoch Abend eine fette Bindehautentzündung hatte und nun auch krankgeschrieben ist, sie bespaßte. Er holte dann später mit ihr den Großen von der Kita ab und ich hatte noch etwas Freizeit. Am Freitag blieb sie schon den ganzen Tag da. Leider geht es ihr heute wieder schlechter und sie war extrem wehleidig und jammernd drauf, klagt über Ohrenschmerzen und hustet weiterhin stark.
Insgesamt waren die 3 Tage mit der Kleinen zuhause recht entspannt, also nicht so, wie es eigentlich mit kranken Kindern ist. Wir waren vormittags immer draußen unterwegs und das Wetter war herrlich. Von Tag zu Tag wurde es aber schwieriger, sie zum Mittagsschlaf zu bewegen, und ich wette, wäre sie länger zuhause, würde sie diesen verweigern. Für mich ist es immer wieder doof, dass ich beim Mittagsschlaf neben ihr liegen bleiben muss, weil sie sonst nicht über ihren 30 min.-Schlafzyklus kommt. Dadurch habe ich zwar Ruhe, aber keinen Abstand vom Kind, was ich eigentlich brauche. Auch merkte man mit jedem Tag, dass es ihr langweiliger wurde, da ich sie bewusst nicht ständig bespaßte. Man sieht also, welchen mehrfach positiven Effekt die Kita für Kinder hat;). Sie freute sich dann auch am Donnerstag, wieder unter Kindern zu sein. Meine Geduld nahm in dem Maße ab, je langweiliger ihr wurde. Ich habe ja kein Problem damit, ein Kind zu versorgen und Nähe zu geben, aber ständige Bespaßung (oder Quengelei wie heute) raubt mir den letzten Nerv. Deshalb bin ich lieber mit ihr rausgegangen. Das geht allerdings ins Geld; hier mal einkaufen, da mal zum Bäcker oder ins Center, alles Dinge, die man sonst in der Arbeitswoche nicht oder selten macht. Das Positive ist, dass es mit einem Kind am Vormittag wesentlich nervenschonender ist, ein paar Besorgungen zu machen, als mit zwei erschöpften Kindern nach der Kita. Insofern eine angenehme Abwechslung.
Jetzt hoffen wir, dass bald der Husten und Schnupfen bei ihr aufhört, dann wären wenigstens beide Kinder erstmal gesund. Wie wir Eltern allerdings jemals wieder auf die Beine kommen, steht in den Sternen. Selten haben wir uns über Wochen so krank und kaputt gefühlt. Ein Infekt jagt den nächsten und der körperliche Gesamtzustand ist bescheiden. Da es den Mann genauso betrifft wie mich, sehe ich, dass es nicht daran liegt, dass ich wenig belastbar bin, sondern dass die Situation so belastend ist, weil so wenig Entlastung da ist. Immer alles allein stemmen zu müssen, ist nicht nur anstrengend, sondern auch psychisch belastend. Ich sehe nur nicht, an welchen Stellschrauben ich drehen kann, damit sich die Lage verbessert. Wir werden sehen, ob der Arzttermin etwas ergibt.
Donnerstag, 29. Oktober 2015
Mein digitaler Alltag und die Kinder (Blogparade #mydigitalday)
Mama on the Rocks hat zusammen mit der Lernplattform Scoyo eine Blogparade zu unserem Mediennutzungsverhalten gestartet, vor allem in Hinblick auf das Vorbild, das wir für unsere Kinder sind oder vielleicht sein wollen. Ich hatte mich vor längerer Zeit schon einmal zu meiner Online-Erreichbarkeit geäußert und will das Thema nochmal mit anderem Fokus aufgreifen. Meine Mediennutzung hat sich in den letzten Jahren sehr stark verändert. So nutze ich das Smartphone, den PC bzw. Laptop weitaus intensiver als früher, dafür bleibt aber der Fernseher so gut wie immer aus.
Je nachdem, wie mein Tag aussieht, habe ich verschieden viel Zeit, um online zu sein und mich zu vernetzen. An meinen Arbeitstagen bleibt mir meist nur die ca. 15-minütige Hin- und Rückfahrt zur Arbeit, die kurze Zeitspanne zwischen dem Ankommen zuhause und dem Abholen der Kinder aus der Kita sowie der (meist, aber nicht immer ungestörte) Abend zum surfen, twittern und mailen. Da werde ich untertags doch schon manchmal etwas nervös, wenn ich nicht zum Nachlesen der Twitter-Timeline oder der neuesten Blogbeiträge komme und auf Mentions nicht reagieren kann. Noch weniger Zeit bieten manche Wochenendtage, wenn die Kinder nonstop um uns herum sind. Gerade im Sommer, wenn wir auch viel unterwegs sind, zücke ich das Handy oft erst zur Mittagsschlafzeit der Kinder. Wenn ich es tagsüber gar nicht schaffe, mal in Ruhe zu surfen und ein paar Blogartikel zu lesen, dann werde ich ziemlich unzufrieden. Das muss ich dann alles in den Abend packen und komme dann logischerweise selbst nicht zum Bloggen. An meinem freien Tag sowie an manchen Wochenenden, wenn ich mal 2 Stunden kinderfrei habe, bin ich meist up to date und genieße das auch. Ich bin dann tatsächlich ausgeglichener;)
In Anwesenheit der Kinder, also wenn sie spielen, kann ich mich eigentlich nicht an den PC setzen oder mit dem Smartphone surfen, da sie diese Dinge dann sofort für sich selbst beanspruchen und Spiele spielen oder kleine Filme schauen wollen. Für mich wäre es unmöglich, mit den Kindern im Home Office zu arbeiten - höchstens, wenn ich ihnen ein eigenes Gerät in die Hand drücken würde. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie handyaffin schon die allerkleinsten Kinder sind. Beim Besuch bei Freunden verteidigte die 1 1/4-Jährige das Smartphone des befreundeten Papas vehement gegen seine Versuche, es ihr wegzunehmen und gab keine Ruhe, bis er nicht die App mit den Tierstimmen geöffnet hatte. Das ist bei meinen Kindern nicht viel anders, nur dass sie etwas später damit begonnen haben.
Meine Kinder sind 4 1/2 und 2 1/2 Jahre alt und dürfen Spiele auf dem Smartphone spielen und kleine Filme im PC oder Tablet schauen. Die Kleine guckt sich dabei vieles vom Großen ab, das lässt sich bei Geschwistern gar nicht vermeiden. Bei ihr begann die Mediennutzung logischerweise auch früher als beim Großen. Der Große hat sein eigenes (ein altes ausrangiertes) Tablet, wo Hörspiele, seine liebsten Spiele-Apps und eine Auswahl von Youtube-Filmchen drauf sind. Das nutzt er mal mehr, mal weniger intensiv. Er hat da ziemlich schwankende Phasen, das war bei mir früher ähnlich. Wenn er mal wieder um 5:30 Uhr morgens aufwacht, sind wir ehrlich gesagt erleichtert, wenn er nicht laut polternd im Kinderzimmer spielt, sondern sich auf sein Kindersofa kuschelt und sich in ein Ritterspiel vertieft. Noch gibt es keine festen Regeln oder Zeiten für die Nutzung, wir entscheiden das von Fall zu Fall. Da meine Kinder in ihrem Alter natürlich noch nicht allein zuhause sind, bekommen wir ja auch mit, was und wie lange sie schon schauen. Meine Kleine ist vom Typ her nicht exzessiv veranlagt. Mein Großer kann schon in einem Strategiespiel versinken, ist aber dann auch tendenziell wieder erleichtert (nach hartem Protest), wenn wir ein Stop kundtun und uns mit ihm beschäftigen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie versiert die Kinder von heute mit den digitalen Geräten sind. Meine 2 1/2-jährige Tochter benutzt das Smartphone wie ein alter Hase. Wenn man bedenkt, wie spät meine Generation mit Computern in Berührung kam und dass ich selbst noch nicht allzu lange ein onlinefähiges Smartphone besitze, fühlt sich das für mich immer wieder merkwürdig an. Aber das ist eben die heutige Zeit, und die mannigfaltigen Möglichkeiten bieten ja auch unbestreitbar viele Vorteile.
Mein Fernsehkonsum ist dagegen auf einen minimalen Anteil zurückgegangen. Ließ ich mich früher abends gern vor der Glotze berieseln, so hänge ich nun mit dem Laptop und Smartphone auf dem Sofa. Damit bin ich aber sehr aktiv, im Austausch in den sozialen Netzwerken und produktiv auf dem Blog. Das fühlt sich für mich kreativer an als der frühere reine Fernsehkonsum. Meine Kinder schauen übrigens noch gar nicht fern. Der TV blieb von Anfang an aus, wenn die Kinder mit dabei waren, und sie haben bis zum heutigen Tag noch nicht ein Mal gefragt, was das für ein komischer schwarzer Kasten ist, der im Wohnzimmer steht. Die Kleine benutzt ihn vielmehr als Spiegel;). Wir wollen das, so lange es geht, weiter so handhaben, und ich bin erstaunt darüber, dass es bis jetzt geklappt hat. Ich selbst habe das Gefühl, ich kann bei den Kindern die Nutzung des Tablets und Smartphones besser regulieren als es beim TV möglich wäre. Das mag vielleicht täuschen, aber bisher fühlt es sich subjektiv und rein theoretisch so an. Und zwei Youtube-Videos sind in jedem Fall kürzer als ein Disney-Film.
Ich empfinde es als zu unserer Zeit einfach dazugehörig, dass die Kinder wie selbstverständlich mit der digitalen Welt aufwachsen. Und ich finde es auch toll, wie viele Möglichkeiten sie dadurch haben. Wenn ich mich erinnere, wie mühsam ich mir Literatur im Studium zusammengesucht habe, wo man jetzt das Meiste in Google Books findet, eröffnet sich eine ganz andere Welt. Das wird für uns als Eltern auch nochmal eine neue Erfahrung, wenn die Kinder in die Schule kommen und die neuen Medien aktiv nutzen müssen. Über die potentiellen Gefahren bin ich mir schon bewusst und habe noch keinen Plan, wie man durch bestimmte schwierige Situationen hindurchsteuert, ohne die Kinder völlig von der digitalen Welt abzuschneiden. Denn das würde ich selbst nicht ertragen, also kann ich es dereinst auch nicht von meinen Kindern verlangen. Geweckt werde ich übrigens nicht vom Handy, das erledigen die Kinder. Und bei gemeinsamen Mahlzeiten ist es selbstverständlich tabu. Da meine Kinder in der Kita meist im Garten sind und ich auch danach noch mit ihnen auf den Spielplatz, in den Park oder den Kinderbauernhof gehe, bekommen sie viel frische Luft und Bewegung. Das tut allen gut. Es gibt keine Tage, die wir nur drin verbringen. Das finde ich persönlich wichtiger, als die Frage, ob ein Kind eine halbe Stunde am Tablet spielen darf.
In der einsamen und frustrierenden Elternzeit mit meinem Großen, beim stundenlangen Stillen und Kinderwagen-Schieben hätte ich mir so sehr einen Kontakt zur Außenwelt gewünscht, eine Twitter-Community und eine solch tolle und interessante Blogosphäre, wie ich sie mittlerweile habe. Gerade in Phasen, in denen die realen Kontakte aus logistischen und zeitlichen Gründen weniger werden, kommt der Online-Community eine große Bedeutung zu. Ich muss auch feststellen, dass der Kontakt zu den Freunden, die die neuen Medien überhaupt nicht nutzen (weder Facebook, Twitter, Whatsapp etc.), schlechter geworden ist. Erstens der Erreichbarkeit halber, aber auch, weil da eine Welt komplett fehlt, die mittlerweile einen großen Raum in meinem Leben einnimmt. Ich bin gespannt, wie sich das im Laufe der Jahre noch verändern wird. Und wie wir unsere Kinder durch die Möglichkeiten und Gefahren hindurchmanövrieren werden. Ich glaube, da gibt es kein Patentrezept, sondern es muss von Fall zu Fall entschieden werden. Die Charaktere und Vorlieben der Kinder beeinflussen ihr Mediennutzungsverhalten ebenfalls, so wie es auch bei uns Erwachsenen der Fall ist. Es wird eine Herausforderung, je älter die Kinder werden. Aber man kann ihr nicht entgehen. Und das will man ja auch nicht, sondern die vielen Möglichkeiten unserer digitalen Zeit fruchtbar für sich nutzen.
Je nachdem, wie mein Tag aussieht, habe ich verschieden viel Zeit, um online zu sein und mich zu vernetzen. An meinen Arbeitstagen bleibt mir meist nur die ca. 15-minütige Hin- und Rückfahrt zur Arbeit, die kurze Zeitspanne zwischen dem Ankommen zuhause und dem Abholen der Kinder aus der Kita sowie der (meist, aber nicht immer ungestörte) Abend zum surfen, twittern und mailen. Da werde ich untertags doch schon manchmal etwas nervös, wenn ich nicht zum Nachlesen der Twitter-Timeline oder der neuesten Blogbeiträge komme und auf Mentions nicht reagieren kann. Noch weniger Zeit bieten manche Wochenendtage, wenn die Kinder nonstop um uns herum sind. Gerade im Sommer, wenn wir auch viel unterwegs sind, zücke ich das Handy oft erst zur Mittagsschlafzeit der Kinder. Wenn ich es tagsüber gar nicht schaffe, mal in Ruhe zu surfen und ein paar Blogartikel zu lesen, dann werde ich ziemlich unzufrieden. Das muss ich dann alles in den Abend packen und komme dann logischerweise selbst nicht zum Bloggen. An meinem freien Tag sowie an manchen Wochenenden, wenn ich mal 2 Stunden kinderfrei habe, bin ich meist up to date und genieße das auch. Ich bin dann tatsächlich ausgeglichener;)
In Anwesenheit der Kinder, also wenn sie spielen, kann ich mich eigentlich nicht an den PC setzen oder mit dem Smartphone surfen, da sie diese Dinge dann sofort für sich selbst beanspruchen und Spiele spielen oder kleine Filme schauen wollen. Für mich wäre es unmöglich, mit den Kindern im Home Office zu arbeiten - höchstens, wenn ich ihnen ein eigenes Gerät in die Hand drücken würde. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie handyaffin schon die allerkleinsten Kinder sind. Beim Besuch bei Freunden verteidigte die 1 1/4-Jährige das Smartphone des befreundeten Papas vehement gegen seine Versuche, es ihr wegzunehmen und gab keine Ruhe, bis er nicht die App mit den Tierstimmen geöffnet hatte. Das ist bei meinen Kindern nicht viel anders, nur dass sie etwas später damit begonnen haben.
Meine Kinder sind 4 1/2 und 2 1/2 Jahre alt und dürfen Spiele auf dem Smartphone spielen und kleine Filme im PC oder Tablet schauen. Die Kleine guckt sich dabei vieles vom Großen ab, das lässt sich bei Geschwistern gar nicht vermeiden. Bei ihr begann die Mediennutzung logischerweise auch früher als beim Großen. Der Große hat sein eigenes (ein altes ausrangiertes) Tablet, wo Hörspiele, seine liebsten Spiele-Apps und eine Auswahl von Youtube-Filmchen drauf sind. Das nutzt er mal mehr, mal weniger intensiv. Er hat da ziemlich schwankende Phasen, das war bei mir früher ähnlich. Wenn er mal wieder um 5:30 Uhr morgens aufwacht, sind wir ehrlich gesagt erleichtert, wenn er nicht laut polternd im Kinderzimmer spielt, sondern sich auf sein Kindersofa kuschelt und sich in ein Ritterspiel vertieft. Noch gibt es keine festen Regeln oder Zeiten für die Nutzung, wir entscheiden das von Fall zu Fall. Da meine Kinder in ihrem Alter natürlich noch nicht allein zuhause sind, bekommen wir ja auch mit, was und wie lange sie schon schauen. Meine Kleine ist vom Typ her nicht exzessiv veranlagt. Mein Großer kann schon in einem Strategiespiel versinken, ist aber dann auch tendenziell wieder erleichtert (nach hartem Protest), wenn wir ein Stop kundtun und uns mit ihm beschäftigen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie versiert die Kinder von heute mit den digitalen Geräten sind. Meine 2 1/2-jährige Tochter benutzt das Smartphone wie ein alter Hase. Wenn man bedenkt, wie spät meine Generation mit Computern in Berührung kam und dass ich selbst noch nicht allzu lange ein onlinefähiges Smartphone besitze, fühlt sich das für mich immer wieder merkwürdig an. Aber das ist eben die heutige Zeit, und die mannigfaltigen Möglichkeiten bieten ja auch unbestreitbar viele Vorteile.
Mein Fernsehkonsum ist dagegen auf einen minimalen Anteil zurückgegangen. Ließ ich mich früher abends gern vor der Glotze berieseln, so hänge ich nun mit dem Laptop und Smartphone auf dem Sofa. Damit bin ich aber sehr aktiv, im Austausch in den sozialen Netzwerken und produktiv auf dem Blog. Das fühlt sich für mich kreativer an als der frühere reine Fernsehkonsum. Meine Kinder schauen übrigens noch gar nicht fern. Der TV blieb von Anfang an aus, wenn die Kinder mit dabei waren, und sie haben bis zum heutigen Tag noch nicht ein Mal gefragt, was das für ein komischer schwarzer Kasten ist, der im Wohnzimmer steht. Die Kleine benutzt ihn vielmehr als Spiegel;). Wir wollen das, so lange es geht, weiter so handhaben, und ich bin erstaunt darüber, dass es bis jetzt geklappt hat. Ich selbst habe das Gefühl, ich kann bei den Kindern die Nutzung des Tablets und Smartphones besser regulieren als es beim TV möglich wäre. Das mag vielleicht täuschen, aber bisher fühlt es sich subjektiv und rein theoretisch so an. Und zwei Youtube-Videos sind in jedem Fall kürzer als ein Disney-Film.
Ich empfinde es als zu unserer Zeit einfach dazugehörig, dass die Kinder wie selbstverständlich mit der digitalen Welt aufwachsen. Und ich finde es auch toll, wie viele Möglichkeiten sie dadurch haben. Wenn ich mich erinnere, wie mühsam ich mir Literatur im Studium zusammengesucht habe, wo man jetzt das Meiste in Google Books findet, eröffnet sich eine ganz andere Welt. Das wird für uns als Eltern auch nochmal eine neue Erfahrung, wenn die Kinder in die Schule kommen und die neuen Medien aktiv nutzen müssen. Über die potentiellen Gefahren bin ich mir schon bewusst und habe noch keinen Plan, wie man durch bestimmte schwierige Situationen hindurchsteuert, ohne die Kinder völlig von der digitalen Welt abzuschneiden. Denn das würde ich selbst nicht ertragen, also kann ich es dereinst auch nicht von meinen Kindern verlangen. Geweckt werde ich übrigens nicht vom Handy, das erledigen die Kinder. Und bei gemeinsamen Mahlzeiten ist es selbstverständlich tabu. Da meine Kinder in der Kita meist im Garten sind und ich auch danach noch mit ihnen auf den Spielplatz, in den Park oder den Kinderbauernhof gehe, bekommen sie viel frische Luft und Bewegung. Das tut allen gut. Es gibt keine Tage, die wir nur drin verbringen. Das finde ich persönlich wichtiger, als die Frage, ob ein Kind eine halbe Stunde am Tablet spielen darf.
In der einsamen und frustrierenden Elternzeit mit meinem Großen, beim stundenlangen Stillen und Kinderwagen-Schieben hätte ich mir so sehr einen Kontakt zur Außenwelt gewünscht, eine Twitter-Community und eine solch tolle und interessante Blogosphäre, wie ich sie mittlerweile habe. Gerade in Phasen, in denen die realen Kontakte aus logistischen und zeitlichen Gründen weniger werden, kommt der Online-Community eine große Bedeutung zu. Ich muss auch feststellen, dass der Kontakt zu den Freunden, die die neuen Medien überhaupt nicht nutzen (weder Facebook, Twitter, Whatsapp etc.), schlechter geworden ist. Erstens der Erreichbarkeit halber, aber auch, weil da eine Welt komplett fehlt, die mittlerweile einen großen Raum in meinem Leben einnimmt. Ich bin gespannt, wie sich das im Laufe der Jahre noch verändern wird. Und wie wir unsere Kinder durch die Möglichkeiten und Gefahren hindurchmanövrieren werden. Ich glaube, da gibt es kein Patentrezept, sondern es muss von Fall zu Fall entschieden werden. Die Charaktere und Vorlieben der Kinder beeinflussen ihr Mediennutzungsverhalten ebenfalls, so wie es auch bei uns Erwachsenen der Fall ist. Es wird eine Herausforderung, je älter die Kinder werden. Aber man kann ihr nicht entgehen. Und das will man ja auch nicht, sondern die vielen Möglichkeiten unserer digitalen Zeit fruchtbar für sich nutzen.
Dienstag, 27. Oktober 2015
Unser Freund Freddie der Kinderkoffer - mit Verlosung
Sponsored Post / Werbung mit Verlosung
Ab und zu packt uns die Lust auf einen Ortswechsel und dann machen wir einen Kurztrip zu einem möglichst schon bekannten Ziel, wo die Kinder sich auskennen und wohlfühlen und es deshalb für uns auch nicht stressig ist. Immer mit dabei: unser Trunki Kinderkoffer Freddie. Freddie begleitet uns nun schon seit bestimmt anderthalb Jahren und ist für meinen Sohn ein treuer Reisefreund geworden. Wir waren seinerzeit auf der Suche nach einem Koffer speziell für das Spielzeug unseres Großen und sind schnell auf die ansprechende und originelle Reihe der Trunki Koffer gestoßen. Da er zu diesem Zeitpunkt ein großer Feuerwehrfan war, entschieden wir uns für den roten Freddie im Feuerwehrlook.
Die Trunki Koffer sind Hartschalenkoffer für Kinder zum Ziehen und zum Tragen, mit leichtgängigen Verschlüssen und in verschiedenen tollen Designs und Farben, z.B. Tierdesigns wie Tiger, Trunkisaurous Rex, Zebra oder Grüffelo. Unser Sohn hat sich sofort in seinen Freddie verliebt und nutzt ihn bei jeder Reise. Das Kind kann seinen Koffer selbstständig befüllen und durch die gut gängigen Rollen auch allein ziehen. Besonders sinnvoll erschien uns die Möglichkeit, dass das Kind sich bei längeren Wartezeiten, z.B. am Flughafen, darauf setzen kann. Auf einem Flughafen hatten wir ihn nämlich auch zum ersten Mal entdeckt, als ein anderes Kind in einer langen Schlange am Check-In darauf saß. Die Koffer sind sehr stabil und robust, genau richtig für Kinder.
Mein Großer fand ihn sofort toll und befüllt ihn nun vor jeder Reise mit Spielzeug für sich selbst und die Schwester. Die Kleidung der Kinder wird bei uns in den Elternkoffern untergebracht. Der ungeteilte Innenraum birgt Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist, dass man größere Dinge wie Puzzles, Bücher oder Spiele gut unterbringen kann. Der Nachteil ist: kleinere Sachen fliegen durcheinander, spätestens dann, wenn der Koffer zusammengeklappt wird. Da mein Sohn gerne einzelne Autos, Ritterfiguren oder anderen Kleinkram einpackt, ist es jedes Mal eine Kunst, den Koffer unbeschadet zusammenzukriegen. Dies betrifft natürlich speziell die Nutzung als Spielzeugkoffer, bei der Unterbringung von Kleidung tritt das Problem nicht auf. Ich würde mir eventuell eine Unterteilung in kleinere Fächer, vielleicht sogar mit Deckeln, wünschen. Es gibt zwar eine kleine Innentasche, aber da passen wirklich nur Kleinigkeiten hinein. Auf einer Seite ist ein Gummiverschluss vorhanden, der allerdings eher für Kleidung sinnvoll ist.
Man kann den Koffer an den Griffen oder mit dem (abnehmbaren) Tragegurt tragen oder hinter sich her ziehen. Unser Sohn ist jedesmal ganz stolz, wenn er seinen Freddie selbstständig in eine Ferienwohnung zieht. Auch wenn er zu den Großeltern fährt, ist der Koffer immer dabei. Im Urlaub fungiert er auch gern mal als Spielgerät, mit dem sich beide Kinder teilweise länger als mit ihrem Spielzeug beschäftigen. Die Verschlüsse sind für meinen nun 4 1/2-jährigen Sohn gut zu öffnen, man kann sie sogar mit einem Schlüssel, der innovativ im Tragegurt integriert ist, verschließen. Der Koffer ist im leeren Zustand nicht zu schwer. Er hat 18 Liter Stauraum und entspricht den Maßen eines Handgepäckstückes. Er ist leicht abwaschbar. Nach anderthalb Jahren Gebrauchs sieht man einige Abriebspuren, aber das beeinträchtigt ja nicht die Funktionstüchtigkeit. Leider sind die Räder sehr hart, d.h. wenn die Kinder den Koffer zuhause viel benutzen, sieht man auf unserem Laminat einige Spuren.
Wir sind sehr zufrieden mit unserem Trunki Koffer und können ihn wärmstens weiterempfehlen. Er zieht durch seine farbenfrohe und originelle Optik immer Blicke auf sich und ist wirklich sehr gut zu handhaben. Kleine Sortierfächer oder eine Innenaufteilung würden die Nutzung noch verbessern. Empfehlenswert ab 3 Jahren. Die Garantie beträgt 5 Jahre und die Koffer kosten zwischen 40 und 70 Euro.
Auf der bislang nur englischen Seite von Trunki könnt ihr euch über die verschiedenen Produkte informieren. Die britische Firma bietet auch Rucksäcke, Taschen und Kindersitze an. Bestellen könnt ihr zum Beispiel über Amazon oder Knorrtoys. Vielleicht wäre das mal eine Idee für ein schönes, praktisches Weihnachtsgeschenk?
Verlosung:
Damit eins von euren Kindern auch in den Genuss eines Trunki Kinderkoffers kommt, verlose ich zusammen mit Trunki einen Biene-Maja-Koffer (siehe Bild):
Um in den Lostopf zu hüpfen, hinterlasst mir bitte hier einen Kommentar, wohin ihr gern mit euren Kindern verreist, wie oft im Jahr ihr wegfahrt und wie sich das Reisen verändert hat, seit ihr Kinder habt. Zusätzlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir auf Facebook folgt und mir hier ein Herzchen gebt. Ist aber keine Bedingung. Bitte gebt euren Namen an!
Die Verlosung läuft bis zum 8. November 2015, 24 Uhr. Unter allen bis dahin eingehenden Kommentaren wird der Gewinner/die Gewinnerin ausgelost und hier sowie auf Facebook bekanntgegeben. Deine Adresse wird dann an Trunki weitergeleitet, der Versand erfolgt direkt von dort aus. Viel Glück! Die Verlosung steht in keinem Zusammenhang mit Facebook. Mindestalter 18 Jahre. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Dieser Text entstand in Kooperation mit Trunki.
Bildrechte: Trunki (1., 3., 4., 8. Bild), Frühlingskindermama (4 private Bilder)
09.11.2015:
Der Gewinner wurde ausgelost und steht fest. Bitte schaut hier nach, ob ihr es vielleicht seid. An die Gewinnerin: bitte melde Dich per Mail bei mir. Danke!
Ab und zu packt uns die Lust auf einen Ortswechsel und dann machen wir einen Kurztrip zu einem möglichst schon bekannten Ziel, wo die Kinder sich auskennen und wohlfühlen und es deshalb für uns auch nicht stressig ist. Immer mit dabei: unser Trunki Kinderkoffer Freddie. Freddie begleitet uns nun schon seit bestimmt anderthalb Jahren und ist für meinen Sohn ein treuer Reisefreund geworden. Wir waren seinerzeit auf der Suche nach einem Koffer speziell für das Spielzeug unseres Großen und sind schnell auf die ansprechende und originelle Reihe der Trunki Koffer gestoßen. Da er zu diesem Zeitpunkt ein großer Feuerwehrfan war, entschieden wir uns für den roten Freddie im Feuerwehrlook.
Die Trunki Koffer sind Hartschalenkoffer für Kinder zum Ziehen und zum Tragen, mit leichtgängigen Verschlüssen und in verschiedenen tollen Designs und Farben, z.B. Tierdesigns wie Tiger, Trunkisaurous Rex, Zebra oder Grüffelo. Unser Sohn hat sich sofort in seinen Freddie verliebt und nutzt ihn bei jeder Reise. Das Kind kann seinen Koffer selbstständig befüllen und durch die gut gängigen Rollen auch allein ziehen. Besonders sinnvoll erschien uns die Möglichkeit, dass das Kind sich bei längeren Wartezeiten, z.B. am Flughafen, darauf setzen kann. Auf einem Flughafen hatten wir ihn nämlich auch zum ersten Mal entdeckt, als ein anderes Kind in einer langen Schlange am Check-In darauf saß. Die Koffer sind sehr stabil und robust, genau richtig für Kinder.
Man kann den Koffer an den Griffen oder mit dem (abnehmbaren) Tragegurt tragen oder hinter sich her ziehen. Unser Sohn ist jedesmal ganz stolz, wenn er seinen Freddie selbstständig in eine Ferienwohnung zieht. Auch wenn er zu den Großeltern fährt, ist der Koffer immer dabei. Im Urlaub fungiert er auch gern mal als Spielgerät, mit dem sich beide Kinder teilweise länger als mit ihrem Spielzeug beschäftigen. Die Verschlüsse sind für meinen nun 4 1/2-jährigen Sohn gut zu öffnen, man kann sie sogar mit einem Schlüssel, der innovativ im Tragegurt integriert ist, verschließen. Der Koffer ist im leeren Zustand nicht zu schwer. Er hat 18 Liter Stauraum und entspricht den Maßen eines Handgepäckstückes. Er ist leicht abwaschbar. Nach anderthalb Jahren Gebrauchs sieht man einige Abriebspuren, aber das beeinträchtigt ja nicht die Funktionstüchtigkeit. Leider sind die Räder sehr hart, d.h. wenn die Kinder den Koffer zuhause viel benutzen, sieht man auf unserem Laminat einige Spuren.
Wir sind sehr zufrieden mit unserem Trunki Koffer und können ihn wärmstens weiterempfehlen. Er zieht durch seine farbenfrohe und originelle Optik immer Blicke auf sich und ist wirklich sehr gut zu handhaben. Kleine Sortierfächer oder eine Innenaufteilung würden die Nutzung noch verbessern. Empfehlenswert ab 3 Jahren. Die Garantie beträgt 5 Jahre und die Koffer kosten zwischen 40 und 70 Euro.
Auf der bislang nur englischen Seite von Trunki könnt ihr euch über die verschiedenen Produkte informieren. Die britische Firma bietet auch Rucksäcke, Taschen und Kindersitze an. Bestellen könnt ihr zum Beispiel über Amazon oder Knorrtoys. Vielleicht wäre das mal eine Idee für ein schönes, praktisches Weihnachtsgeschenk?
Verlosung:
Damit eins von euren Kindern auch in den Genuss eines Trunki Kinderkoffers kommt, verlose ich zusammen mit Trunki einen Biene-Maja-Koffer (siehe Bild):
Um in den Lostopf zu hüpfen, hinterlasst mir bitte hier einen Kommentar, wohin ihr gern mit euren Kindern verreist, wie oft im Jahr ihr wegfahrt und wie sich das Reisen verändert hat, seit ihr Kinder habt. Zusätzlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir auf Facebook folgt und mir hier ein Herzchen gebt. Ist aber keine Bedingung. Bitte gebt euren Namen an!
Die Verlosung läuft bis zum 8. November 2015, 24 Uhr. Unter allen bis dahin eingehenden Kommentaren wird der Gewinner/die Gewinnerin ausgelost und hier sowie auf Facebook bekanntgegeben. Deine Adresse wird dann an Trunki weitergeleitet, der Versand erfolgt direkt von dort aus. Viel Glück! Die Verlosung steht in keinem Zusammenhang mit Facebook. Mindestalter 18 Jahre. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Dieser Text entstand in Kooperation mit Trunki.
Bildrechte: Trunki (1., 3., 4., 8. Bild), Frühlingskindermama (4 private Bilder)
09.11.2015:
Der Gewinner wurde ausgelost und steht fest. Bitte schaut hier nach, ob ihr es vielleicht seid. An die Gewinnerin: bitte melde Dich per Mail bei mir. Danke!
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