Samstag, 13. Januar 2018

Eine Schatztruhe von Ideen: Familienzeit - Entdeckerbuch für glückliche Familien (Rezension)

Heute möchte ich euch abseits meiner sonstigen Rezensionen ein Buch vorstellen, das ich bei einer anderen Bloggerin entdeckte und was mich sofort begeisterte, da es ein ganz ungewöhnliches Werk ist: Familienzeit - Entdeckerbuch für glückliche Familien*, ein Buch, das Familien durch den Jahreskreislauf begleiten und Anregungen für eine tolle Familienzeit in der Natur und zuhause geben soll. Wer ein schönes Buch sucht, das mehr als ein Bastel-, Koch- oder Ratgeberbuch für Drinnen und Draußen ist, sondern auch viele inspirierende Gedanken zum Familienleben allgemein erwähnt, dem lege ich diesen Band wärmstens an Herz.

Das Buch ist nach Monaten aufgeteilt, und zwar nach den Tierkreiszeichen-Monaten (z.B. 21. März bis 19. April). Dies geht auf den französischen Revolutionskalender zurück und war ein kurzlebiges, aber interessantes Projekt, um sich wieder mehr auf die Jahreszeiten zurückzubesinnen. Die Monatsbezeichnungen im Buch sind französischen Ursprungs und klingen in der Übersetzung als Erntemonat, Nebelmonat, Blumenmonat oder Schneemonat viel poetischer als unsere gregorianischen Monatsnamen. Sie unterstreichen das Anliegen des Buches, als Familie wieder mehr im Einklang mit den Jahreszeiten zu leben.


Aktuell befinden wir uns mitten im Winter, wo die Gelegenheiten, sich draußen auszutoben, naturgemäß begrenzter sind als im Sommer. Eltern suchen dann immer nach Beschäftigungsmöglichkeiten für ihre Kinder, nach Ideen und Inspiration für die vielen Stunden, die man in den eigenen vier Wänden verbringt. Dafür bietet das Buch vielerlei Anregungen, z.B. das Basteln eines Eislichtes, das Herstellen von Kräuterseife oder eine Biosphäre im Gurkenglas. Daneben gibt es einladende Rezepte wie die Familien-Friedens-Pizza, ein Entdeckerpicknick oder selbstgemachte Müsliriegel. Diese den Text auflockernden Seiten sind anschaulich und wunderschön bebildert und regen zum Nachmachen an.


Besonders mag ich die teils recht ausführlichen und sehr wertvollen Gedanken und Überlegungen der Autorin zu jedem einzelnen Monat. Wie kann das Familienleben entstresst werden, wie können wir achtsamer und bewusster leben, wie können wir unsere Kinder in den Alltag und unsere Aufgaben einbeziehen, wie können wir Probleme gemeinsam lösen. Es gibt Kapitel namens "Fantasiereisen", "Wir werden Wolkenforscher" und "Sternenwanderung", in denen ein kindgerechter Ansatz für Entdeckungsreisen in der Natur beschrieben wird. Im Feldfruchtmonat geht es um große Entwicklungsschritte von Kindern wie Kitastart und Einschulung, im Keimmonat um das Aufräumen und den Frühjahrsputz. Ihr merkt schon, es handelt sich wirklich um ein ungewöhnliches Buch, das sich in keine Schublade stecken lässt.



Es ist wirklich eine kleine Schatztruhe, auf jeder Seite eröffnen sich neue Inspirationen für einen abwechslungsreichen Familienalltag. Es ist auch völlig undogmatisch: gleich im ersten Kapitel legt die Autorin Wert darauf zu betonen, dass jede Familie unterschiedlich ist und niemals alle Ideen und Vorschläge zu jeder Familie passen. Das finde ich sehr wichtig, denn sonst fühlt man sich von solchen Büchern schnell unter Druck gesetzt. Dieses Gefühl entsteht hier überhaupt nicht. Man kann sich heraussuchen, was zur eigenen Familie oder in der aktuellen Lebensphase passt, man muss es nicht in einem Rutsch "durcharbeiten", sondern holt es einfach hervor, wenn man Inspiration braucht.


Die Autorin schafft es, auf eine leichte Art und Weise vom Stubenhocker-Wetter zum Budenkoller hin zu einer konstruktiven Streitkultur mit einer gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg überzuleiten. Im Kapitel "Nebelmonat" gibt sie nebenbei pädagogische Tipps, z.B. zum Thema Geschwisterstreit, und kombiniert das Monatsthema passenderweise mit dem Rezeptvorschlag "Familien-Friedens-Pizza".


Das Buch ist mit Humor und ohne belehrenden oder bevormundenden Unterton geschrieben. Es macht großen Spaß, durch dieses Werk zu stöbern, sich Anregungen für Beschäftigungen oder einen bewussteren Alltag zu holen. Im Übrigen eignet es sich nicht nur für die eigene Familie, sondern auch wunderbar als Geschenk. Ich empfehle es euch uneingeschränkt!

Die Eckdaten:
Sabine Huth-Rauschenbach: Familienzeit - Entdeckerbuch für glückliche Familien*, Trias Verlag, Oktober 2017, 184 Seiten, ISBN 978-3432103785, € 19,99


Vielen Dank an den Trias Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Mittwoch, 10. Januar 2018

Die Kleine und ihre Malheure

Die Kleine ist ein sehr wacher, umtriebiger und wissbegieriger Geist, ein Kind, das viel ausprobiert, alles selber machen will, nicht viel nachdenkt, bevor sie handelt, entdeckungsfreudig ist und sehr viel Initiative zeigt. Grundsätzlich finde ich diese Eigenschaften sehr positiv und habe es sehr genossen, nach dem eher vorsichtigen, zurückhaltenden Großen, der noch nie ein Ausprobierer und Entdecker war und dies bis heute nicht ist, solch ein aktives und neugieriges Kind zu haben. Allerdings bringt ihr draufgängerischer, unvorsichtiger und ausprobierender Charakter so einiges mit sich, das ich vom Großen überhaupt nicht kenne und auf das ich lieber verzichten würde. Sie fegt oft mit einer sagenhaften Unbedarftheit über wertvolle Gegenstände hinweg, hat überall ihre Finger, verlegt und verstellt Dinge und ist ziemlich unberechenbar in ihren Handlungen.

Ich bin oft richtig sauer auf sie, wenn ihr wieder einmal ein Malheur passiert ist oder sie gedankenlos oder absichtlich Sachen beschädigt, besonders wenn es um Dinge geht, die mir etwas bedeuten, Geld kosten oder Mühe gemacht haben. Oder wenn ich durch Unachtsamkeit körperlich geschädigt werde. Ebenso, wenn ihr Missgeschicke wiederholt passieren, vor denen man schon hundertmal gewarnt hat. Sowas kenne ich vom Großen gar nicht. Er ist da vom Typ her wesentlich bedächtiger, überlegter und dadurch auch vorsichtiger. Missgeschicke passieren ihm selten, so typische Kindersachen hat er nie gemacht und wir hatten deutlich weniger Ärgernisse mit ihm, was das angeht. Ich muss auch sagen, dass es im Laufe der letzten Jahre immer mehr geworden ist, was sie auf dem Kerbholz hat. Über manches kann man schmunzeln und sich freuen, auf was für Ideen sie kommt, über anderes ärgert man sich kurz, ohne dass man es als dauerhaft dramatisch empfindet, und einiges macht so wütend, dass man sich lange nicht beruhigen kann.


Ich will mal einige ganz normale Beispiele beschreiben. Es sind Beispiele von Ungeschicktheit, von gedankenlosen Handlungen und von absichtlichem Beschädigen dabei. Ich muss dazu sagen, dass es keine seltenen Vorkommnisse sind, sondern täglich mindestens eines dieser Art unsere Nerven strapaziert. Dass mich das so sehr stresst, liegt einerseits in dem gehäuften Auftreten dieser "Missgeschicke", andererseits aber auch daran, dass ich grundsätzlich ein sehr gewissenhafter, ordnungsliebender und mit- bzw. vorausschauend denkender Mensch bin, für den z.B. Gegenstände einen materiellen UND ideellen Wert haben, der nicht gedankenlos handelt und nicht wie ein Orkan durch seine Umgebung fegt.

Nun aber einige Beispiele, mehr oder weniger dramatisch, mehr oder weniger ärgerlich, und gleichzeitig Geschichten aus unserem Alltag:

1. Der verstellte Wecker
In der Nacht von Sonntag zu Montag klingelte mein Wecker mitten in der Nacht (um 5 Uhr morgens). Unsere normale Weckzeit ist um 6:30 Uhr. Es musste ihn also jemand verstellt haben. Ich wusste auch gleich, wer das gewesen war. In dem Fall war es besonders ärgerlich, weil ich am Vorabend erst um 0:30 Uhr ins Bett gegangen war, weil die Kleine erst gegen 22 Uhr eingeschlafen war und mich vorher nicht aus dem Zimmer ließ, ich aber noch zu tun hatte. Ich hatte also gerade mal 4 Stunden geschlafen und, wenn ich einmal wach bin, dann schlafe ich nicht mehr ein. Sie weiß übrigens, was der Wecker macht und dass man da nichts verstellen soll. Sie hatte auch schon einmal mitbekommen, dass ich fast verschlafen hätte, weil die Batterie leer war und der Wecker nachging. Also es ist nicht so, dass sie die Konsequenzen ihres Tuns noch nicht einschätzen kann. Es war einfach Gedankenlosigkeit und Herumprobieren mit dem Ergebnis der Beeinträchtigung anderer.

2. Die vermisste Hose
Ich suchte zwei Tage lang eine ihrer gefütterten Winterhosen, die zu diesem Zeitpunkt ihre Lieblingshose war. Ich fragte sie, ob sie eine Idee habe, wo diese sein könnte, ich schaute die Fotos durch, wo sie sie zuletzt getragen hatte, ich suchte in der Kita und wollte schon fast den Kita-Mailverteiler bemühen. Ich recherchierte, ob man sie noch bestellen könne (nein) und schaute hinter und unter Sofas, Betten, Heizungen, in den Kleiderschrank des Großen und überall, wo ich sie eben vermutet hätte. Der Mann fand sie dann letzten Endes in der Verkleidungskiste! Ich war froh, dass sie wieder da war, ärgerte mich aber sehr über den Aufwand und vermutete, dass die Kleine das gewusst, aber nicht gesagt hatte.

3. Der verschüttete Kakao
Beim Essen passieren ihr immer irgendwelche Malheure. Sie ist 4 1/2 Jahre alt und sollte eigentlich schon halbwegs zivilisiert essen können. Konnte der Große in dem Alter auch. Sie ist oft so unbedacht und hört auch nicht auf unsere Warnungen. Letztens waren wir im Zoo. Ich sagte noch scherzhaft zum Mann, dass ich keine Wechselklamotten für die Kinder mitnehmen würde. Nach dem Mittagessen bestellten wir einen Kakao, den sich die Kinder teilten. Die Kleine war unruhig wie immer, ich warnte mehrfach vor dem Umfallen des Kakaos und hielt diesen zeitweise sogar fest. Doch dann: 3 Sekunden nicht hingeschaut und sie hatte ihn tatsächlich umgeschüttet. Über meine Hose, auf meinen Pullover. Zum Glück war er nicht mehr heiß, sonst hätte ich mich arg verbrannt. So durfte ich die zweite Hälfte unseres Zoobesuchs mit nassen, klebrigen, nach Kakao riechenden Klamotten absolvieren. Denn für mich hatte ich natürlich auch keine Wechselklamotten mit.

4. Die zerbrochene Spieldose
Weihnachten 2015 werde ich nie vergessen, denn da passierte ihr ein Missgeschick, was für mich wirklich schlimm war. Ich habe viele schöne erzgebirgische Weihnachtsgegenstände, die mir meine Eltern im Laufe der Jahre schenkten. Diese sind sehr teuer und haben neben dem materiellen auch einen ideellen Wert für mich. Am Heiligabend wusste sie nach der Bescherung trotz vieler Geschenke anscheinend nichts mit sich anzufangen und muss sich in einem kurzen unbeobachteten Moment meine erzgebirgische Spieldose gegriffen haben. Der Große hat das nie gemacht und beide Kinder wissen eigentlich, dass sie an die wertvollen Dinge (> 100 €) nicht rangehen sollen. Sie stand auch extra hinten auf dem Schrank. Ich sah noch aus den Augenwinkeln, wie die Spieldose aus der Hand der Kleinen fiel und dann auf dem Boden zerschellte. So sehr gebrüllt wie in diesem Moment habe ich, glaube ich, noch nie zuvor, und brauchte lange, bis ich mich wieder beruhigt hatte. Die Spieldose wurde repariert und funktioniert noch, der alte Zustand konnte jedoch nicht wieder hergestellt werden. Die Kleine war damals erst 2 1 /2 Jahre alt gewesen, aber diese Tat passt zu ihrer Unbedachtheit und ihrem fehlenden Bewusstsein für Werte. Für mich war das wirklich ein dramatisches Vorkommnis.

5. Das im Klo versenkte Handy
Abends dürfen die Kinder eine halbe Stunde mit dem Kinderhandy bzw. -Tablet spielen. Das Kinderhandy funktionierte nicht und keiner wusste warum. Am Vorabend hatte es noch funktioniert. Der Mann öffnete es und stellte fest, dass es innen ganz nass sei. Ich konnte mir das nicht erklären, denn keiner hatte tagsüber damit etwas gemacht. Nach und nach erfuhren wir dann die Wahrheit. Am Vorabend war ich mit den Kindern allein gewesen und hatte sie im Bad bettfertig gemacht. Höchstens 2 Minuten suchte ich die Schlafklamotten der Kinder zusammen und sie waren allein im Bad. Als ich zurückkam, war nichts Verdächtiges zu merken, sie waren ruhig gewesen und mir fiel absolut nichts auf. Normalerweise habe ich eine feine Spürnase für so etwas. Ich brachte sie normal ins Bett und danach kontrollierte das Handy keiner mehr. Als es am nächsten Abend tot war, zogen wir ihnen nach und nach die Details aus der Nase. Die Kleine muss das Handy mit ins Bad genommen haben, wo es ihr ins Klo fiel (ich frage mich, wie). Dann hatte sie es schnell rausgeholt und abgetrocknet. Der Große war dabei gewesen, hatte aber nichts gesagt. Nun war es kaputt. Wir waren echt sauer und schärften ihnen ein, uns unbedingt Bescheid zu sagen, wenn so etwas passiert. Ich konnte es nicht glauben, dass das in der kurzen Zeit meiner Abwesenheit passiert war. Dass die Kleine so etwas "schaffte" und danach keinen Mucks von sich gab. Ob das Angst vor meiner Reaktion oder mangelndes Fehlerbewusstsein war, wird man nicht herausfinden.

Dies waren einige Beispiele für die Missgeschicke der Kleinen. Von den vielen Nasenstübern, die ich von ihr schon bekommen habe (ich war sogar mal beim HNO-Arzt, weil ich befürchtete, sie habe mir die Nase gebrochen), den absichtlich beschmierten Büchern (meinen!) und den vielen vielen in den Dreck gefallenen Dingen ganz zu schweigen. Sie ist einfach ziemlich chaotisch, quirlig und hibbelig. Sie fasst alles an, guckt überall rein, zieht alles raus und will alles allein machen. Dabei passieren dann eben des Öfteren kleine oder größere Malheure.

Nun mag mancher sagen: es ist eben ein Kind und das ist doch normal für Kinder. Welches Kind hat schon Respekt vor den Wertsachen der Eltern oder macht sich Gedanken darüber, dass gewisse Aktionen jemanden anderen ärgerlich machen könnten? Welches Kind hat noch nie ein Getränk umgeschmissen, ein Buch bemalt oder etwas Wertvolles kaputtgemacht? Welches Kind hat noch nie den Eltern Kakao auf die Hose geschüttet, eine Kopfnuss verpasst oder Dinge absichtlich oder unabsichtlich beschädigt? Wohl keins. Aber es ist ein Unterschied, ob so etwas ein Mal pro Woche oder täglich mehrmals trotz Warnungen auftritt. Es ist auch ein Unterschied, ob man selbst eher gleichgültig oder sehr gewissenhaft ist. Und es macht auch was aus, ob man sieht, dass das Kind daraus lernt oder nicht. All das in der Summe trägt dazu bei, dass wir die Missgeschicke der Kleinen, die wir anfangs noch niedlich oder normal empfunden haben, mittlerweile echt fürchten. Nun ist es soweit gekommen, dass wir sie immer mehr einschränken und aufpassen, was sie in ihre Finger kriegt. Ich will das eigentlich nicht, denn sie soll sich ja frei entfalten. Und wie gesagt, generell finde ich ihren Entdeckerdrang ja positiv. Aber die Nebenwirkungen sind enorm und manchmal sehr schmerzhaft. Und wir haben das Gefühl, es nimmt immer mehr zu.

In der Kita als sie übrigens als sehr vor- und umsichtig bekannt. Auf die Schachtel eines neu gekauften Puzzles raufzutreten oder den Einband eines brandneu geschenkten Buches umzuknicken, würde ihr wohl dort nicht im Traum einfallen. Zuhause schon. Mir rollen sich da echt die Fußnägel hoch. Ich muss manchmal sehr an mich halten und oft genug gelingt mir das auch nicht. Ich ermahne sie öfter, als mir lieb ist, und sage Dinge, die ich nie sagen wollte und auch früher nicht musste, denn der Große war nie so. Dafür war er eben auch kein Ausprobierer und Entdecker und oft genug waren wir verzweifelt, weil er sich für nichts zu interessieren schien. Es hat eben alles zwei Seiten und nun lernen wir durch die Kleine geballt die andere Seite der Medaille kennen. Mit so einigen Kollateralschäden;-).

Im Endeffekt sollten wir vielleicht sogar froh sein, dass sie bisher nur ein Mal Wände bekritzelt hat, nie Gardinen zerschnitten und keine Geldscheine entsorgt hat. Wobei, Letzteres weiß man nicht so genau. Im Mülleimer haben wir jedenfalls schon öfter Dinge von uns oder ihr gefunden. Man muss also auf alles gefasst sein. Und das, nachdem wir vom vernünftigen, vorsichtigen Großen so verwöhnt waren! Er gibt uns seinen Müll vorher in die Hand und wir sollen ihn entsorgen. Auch nicht das Gelbe vom Ei. Das Gute dabei ist: hätten wir nur den Großen, würden wir sein Verhalten unserer "guten Erziehung", unserem Vorbild zuschreiben. Die Kleine lehrt uns, dass dem nicht so ist. Charaktere sind, wie sie sind. Das kann sie uns gern immer wieder zeigen, aber bitte ohne meine Erbstücke zu zerdeppern. Bitte!

Freitag, 5. Januar 2018

Unsere Weihnachtsferien ohne Lagerkoller!

Die Weihnachtsferien sind vorbei und der Schul-, Kita- und Arbeitsalltag hat uns wieder. Seid ihr gut ins neue Jahr gekommen? In guter alter Tradition möchte ich wieder gern festhalten, wie unsere Ferien verlaufen sind, was angenehm und was anstrengend war. Hier findet ihr meine Berichte aus den Jahren 2016 + 2015 + 2014 zum Nachlesen.

Ich muss sagen, das waren mit Abstand die Weihnachtsferien mit dem geringsten Lagerkoller im Vergleich zu den letzten Jahren. Das lag zum einen an einer kleinen Reise über die Weihnachtsfeiertage und zum anderen daran, dass ich diesmal für jeden Tag mindestens einen Programmpunkt organisiert oder eingeplant hatte. Während andere Familien nämlich struktur- und planlos durch die Ferientage driften, es sich zuhause gemütlich machen und einfach mal nichts tun, ist das für uns tödlich. Tage ohne Plan enden bei uns fast immer in Lagerkoller, in Streit, in Unzufriedenheit, in Unausgelastetsein. Besonders für mich gibt es nichts Schlimmeres, als einen Tag mit unruhigen, streitenden Kindern nur zuhause zu verbringen, weil beispielsweise das Wetter grottenschlecht ist. Auch die Kleine will raus und was erleben. Der Große ist ein Stubenhocker, aber gerade für solche Kinder finde ich es immens wichtig, dass sie lernen, sich zu überwinden, um ihren Horizont zu erweitern. Das ist für uns zwar immer extrem stressig, weil er jedesmal großes Theater macht, wenn wir raus wollen. Aber Drinbleiben ist für mich definitiv keine Option. Lieber soviel Programm wie möglich.

Die kleine Reise über die Feiertage hatten wir relativ kurzfristig entschieden. Ursprünglich wollte ich am Heiligabend immer zuhause sein, wegen der Kinder und der Geschenke und so. Da ich aber nach den Feiertagen wieder arbeiten ging und es uns davor graute, fast 2 Wochen nur zuhause zu verbringen, buchten wir 5 Tage in unserem vertrauten Ferienpark im Leipziger Neuseenland, über Heiligabend und die Feiertage. Das war eine sehr gute Entscheidung. Wir fuhren gleich am ersten Ferientag (21.12.) los und kamen in einem leeren Ferienpark an. Wir hatten das Schwimmbad und das Kinderhaus nur für uns! Es war paradiesisch! Die Kinder fühlten sich gleich wieder wohl, weil sie alles kennen, und gingen problemlos allein ins Kinderhaus und morgens Brötchen holen. Was wir unternommen haben, beschrieb ich im Wochenende in Bildern. Am Heiligabend kam im Kinderhaus der Weihnachtsmann und es waren auch ein paar mehr Familien da, so dass für Abwechslung gesorgt war.


Am 1. Weihnachtsfeiertag besuchten uns meine Eltern und dann wurde es spannend für uns. Geplant war nämlich, dass beide Kinder erstmals zusammen mit zu meinen Eltern fahren und dort bleiben. Ich war sehr unsicher, ob das mit der Kleinen klappt. Sie hatte noch nie bei ihnen übernachtet und war selbst sehr wankelmütig, was dieses Thema betrifft. Einerseits wollte sie unbedingt, allerdings nur mit dem Großen zusammen, was für meine Eltern sehr anstrengend ist, andererseits ist es immer noch schwer für sie, ohne Mama zu schlafen. Sie schafft es mittlerweile, das hatte sie vor kurzem bei ihrer ersten Kita-Übernachtung gezeigt. Aber es fällt ihr nicht leicht, sich von mir zu trennen, und sie ist unberechenbar in ihren Anwandlungen. Wir hatten es ihr natürlich komplett freigestellt; es wäre nicht nötig gewesen, bei den Großeltern zu übernachten, aber es war für alle eine komfortable Situation zum Ausprobieren, da wir uns noch eine Nacht in der Nähe aufhielten und danach der Mann noch frei hatte, sie also jederzeit abholen konnte.

Und so kam es tatsächlich dazu, dass die Kleine mit 4 1/2 Jahren ihre erste Nacht bei den Großeltern verbrachte und beide Kinder erstmals zwei Tage und Nächte weg waren. Der Große übernachtete, seit er etwas über 3 Jahre alt war, ab und zu allein bei den Großeltern und war schon mehrmals ein paar Tage weg. Die Kleine bisher noch nie und noch nie waren beide Kinder parallel über Nacht abwesend gewesen. Unfassbar und toll, dass es geklappt hat!

Am nächsten Morgen, dem 2. Weihnachtsfeiertag, mussten wir schon wieder einpacken und fuhren kinderlos nach Hause zurück. Wir schauten noch kurz im Garten vorbei und hatten einen ruhigen Nachmittag. Der Mann ging ins Kino und ich genoss die Ruhe zuhause. Am komischsten fühlte es sich an, zwischen 18 und 20 Uhr frei zu haben, denn dies ist seit fast 7 Jahren eine Zeit, wo wir immer gefordert waren. Und dann folgte die für mich erste Nacht, seit ich Kinder habe, die ich ohne Kind in meiner Wohnung verbrachte. Es war wirklich unglaublich - unglaublich, dass es so lange gedauert hatte, unglaublich, dass mir das niemand bisher ermöglicht hatte, und unglaublich, dass es funktionierte! Ich konnte abends auf dem Sofa allein Pizza essen und einen Film schauen. Ich konnte im Bett lesen. Und ich konnte am nächsten Morgen in Ruhe frühstücken und ausgeglichen zur Arbeit fahren. Es war wirklich paradiesisch, nach fast 7 Jahren!


Die Tage "zwischen den Jahren" war ich arbeiten und der Mann hatte Urlaub. Am 27. holte er die Kinder wieder auf halber Strecke von meinen Eltern ab und abends waren alle wieder zusammen. Am nächsten Tag holten sie mich von der Arbeit ab und wir trafen eine befreundete Familie, die im Sommer ins Ausland gegangen und nun über Weihnachten bei der Familie zu Besuch war. Es war schön, sie wiederzusehen. Am Freitag hatten wir einen Freund des Großen vormittags zu uns eingeladen. Nach meiner Arbeit trafen wir uns in der Stadt und besuchten zum letzten Mal in diesem Jahr einen Weihnachtsmarkt. Für den Samstag hatte ich Tickets für den Berliner Weihnachtscircus gekauft, am Sonntag (Silvester) besuchten wir nachmittags eine befreundete Familie und am Neujahrstag ebenfalls (eine andere). Von dort nahmen wir deren Sohn, den besten Freund des Großen, mit, er übernachtete bei uns, weil die beiden Schulkinder und der Mann am 2. Januar noch frei hatten. Die Kleine und ich dagegen machten uns morgens auf den Weg in die Kita und auf die Arbeit, für uns waren die Ferien vorbei. Und am 3. Januar hieß es auch für den Großen und den Mann wieder: back to Alltag.

Insgesamt empfand ich die Weihnachtsferien als sehr entspannt, abwechslungsreich und angenehm gefüllt. Über die kleine Reise war ich sehr froh, da wir durch sie die zuhause oft zähen Weihnachtstage vermieden. Es war tatsächlich schöner und festlicher in dem Ferienpark als zuhause. Wir haben die Großeltern an einem Tag gesehen, lecker gegessen und tolle Ausflüge unternommen. Wir hatten sogar ein wenig Freizeit, wenn die Kinder im Spielhaus waren, was zuhause ja nicht der Fall ist. Und wir hatten als Abschluss die 2 Tage ohne Kinder, einen entspannten Abreisetag und einen ruhigen Arbeitsstart für mich.

In den restlichen Tagen zuhause kam keine Langeweile, kein Lagerkoller auf. Jeden Tag mindestens ein Programmpunkt ist für uns sehr wichtig, um die Zeit zu strukturieren. Ich bin kein Mensch, der in den Tag hineinleben kann (höchstens, wenn ich allein bin) und auch für die Kinder ist eine gewisse Struktur wichtig. Außerdem ist es ja viel schöner, zu wissen, was täglich ansteht und sich auf etwas freuen und hinterher davon erzählen zu können. Ich glaube, soviel wie diesmal haben wir noch nie in den Weihnachtsferien unternommen. Und trotzdem waren die Kinder hinterher deutlich erholt und selbst ich, die ich arbeiten war, fühlte mich kraftvoll und gut gelaunt.

Es gab keine Katastrophen wie zerbrochene Erbstücke, keine Krankheiten (im Vorjahr hatte die Kleine am Heiligabend Magen-Darm) oder Nervenzusammenbrüche wie in unserem Herbsturlaub auf Mallorca. Für mich war das Arbeiten gar nicht schlecht, so hatte ich ein wenig Abstand und Pause von den Kindern. Auch dies ist für mich sehr wichtig bei so einer langen Zeit zusammen. Wir hatten Außenkontakte, was sonst in den Weihnachtsferien immer schwierig war, weil alle Freunde bei ihren Familien feierten. Und wir haben uns auch ab und zu aufgeteilt, was bei uns ja immer besser funktioniert als das Familien-Konstrukt. Alles in allem war es eine angenehme Zeit, nach der ich überhaupt nicht unwillig und unerholt am 2. Januar wieder in den Alltag des neuen Jahres startete. So könnte es jedes Jahr sein!

Was lernen wir daraus? Uns täglich etwas vorzunehmen und eine Unternehmung einzuplanen, ist gerade im Winter sehr wichtig. Nicht nur zu viert zusammenzuhocken, sondern sich entweder aufzuteilen oder durch Treffen (die aber nicht nur von uns abhängig sind) für etwas Abwechslung zu sorgen, so dass der Fokus der Kinder nicht immer nur auf den Eltern liegt (und umgekehrt). Krankheiten sind natürlich unplanbar, aber diesmal hatten wir Glück. Sicher gab es auch genug Streit, Zickereien, Konflikte, Geschrei und Ärger. Aber die schönen Momente außerhalb unseres Eltern-Kinder-Kosmos' überwogen diesmal. Das Gefühl des Zuhause-Eingesperrtseins mit den Kindern fehlte völlig, was ich oft im Winter habe. Ich denke an diese Weihnachtsferien mit einem durchweg positiven Gefühl zurück. Und das ist zur Abwechslung auch mal ganz nett!

Samstag, 30. Dezember 2017

Mein Jahresrückblick 2017

Auch in diesem Jahr möchte ich das vergangene Jahr Revue passieren lassen und verlinke euch die charakteristischsten Beiträge dazu, falls ihr nochmal den einen oder anderen nachlesen wollt. Die größte Veränderung in diesem Jahr im Vergleich zum Jahr 2016 war der Schulstart meines Großen im September, der viel besser als befürchtet verlief. Absolute Highlights für mich waren die Mutter-Kind-Kur mit dem Großen im Frühjahr sowie meine ersten beiden Kurztrips allein, seit ich Mama bin.

Im Januar starteten wir nach den Weihnachtsferien wieder in unseren Rhythmus und hatten immer noch mit den Nachwehen des durch die Kita abgeschafften Mittagsschlafes der Kleinen zu kämpfen. Am Ende des Monats hatte sie eine kleine OP unter Vollnarkose, was viele Sorgen in uns hervorrief. Es ging aber zum Glück alles gut.

Im Februar absolvierte ich mit dem Großen seine Einschulungsuntersuchung, die bestens verlief. Ich schrieb darüber, dass ich eine andere Mutter geworden bin als gedacht und wir verbrachten am Ende des Monats ein Winter-Wochenende an einem See.

Im März feierte der Große seinen 6. Geburtstag, ich besuchte zum ersten Mal mit ihm eine Kinovorstellung und ließ euch an den Planungen und Vorbereitungen für unsere Mutter-Kind-Kur auf Usedom teilhaben, die am 22. März startete. Das war sehr aufregend im Vorfeld, denn ich fuhr mit dem Großen allein und die Kleine blieb mit dem Papa zuhause. Einen Zwischenstand von der Kur verbloggte ich auch. Wir hatten eine sehr schöne Zeit auf Usedom und kehrten erst kurz vor Ostern zurück.


Im April besuchten uns die Kleine und der Mann auf der Kur, ich schrieb danach einen ausführlichen Erfahrungsbericht mit allen Facetten unserer Mutter-Kind-Kur und kämpfte mit der Umstellung auf den Alltag zuhause und in der Großstadt. Dies habe ich später nochmal in einem ehrlichen Beitrag über den Großstadtkoller und weitere Nachwehen aufgearbeitet.

Im Mai feierte die Kleine ihren 4. Geburtstag und absolvierte ihre U8, die eine traurige Erkenntnis brachte: durch die Trennung von mir während meiner Mutter-Kind-Kur hatte sie eine Stress-Neurodermitis entwickelt. Das rief ein unheimliches schlechtes Gewissen in mir hervor und trotzdem halte ich es immer noch für die richtige Entscheidung, ohne sie zur Kur zu fahren. In den Wochen nach meiner Rückkehr ließ die Neurodermitis langsam nach und ist im Moment komplett verschwunden, aber die Angst bleibt natürlich, dass sie so stark körperlich auf Stress- und Ausnahmesituationen reagiert.

Am Ende des Monats fuhren wir in einen Frühlingsurlaub, dessen Highlight der Besuch des Playmobil-Funparks war. Leider hatte die Kleine ausgerechnet an diesem Tag Magen-Darm, wovon wir dann nach unserer Rückkehr nach Hause alle betroffen waren.

Im Juni verreiste ich zum ersten Mal, seit ich Mama bin, allein und war 2,5 Tage weg. Ich verbrachte einen Kurztrip in Prag, der einerseits unglaublich toll war, weil ich es wirklich endlich geschafft hatte, allein wegzufahren, andererseits leider noch durch Magen-Darm-Nachwehen beeinträchtigt war, so dass das Genießen nicht ganz klappte. Außerdem richteten wir der Kleinen mit nun 4 Jahren ein eigenes Kinderzimmer ein und der Große fuhr auf seine dritte und letzte Kitafahrt.

Im Juli endete die Kitazeit des Großen ausgerechnet an meinem eigenen Geburtstag und ich teilte meine Sorgen und Befürchtungen, seinen nahenden Schulstart betreffend, mit euch. Ich schrieb mir die Veränderungen, die die Kleine, mein ehemaliger Sonnenschein, schon seit geraumer Zeit durchmachte, von der Seele und klagte, dass wir kurz vor unserem gemeinsamen Sommerurlaub eigentlich alle eine Pause voneinander bräuchten.


Der August begann mit dem für mich emotionalsten Beitrag dieses Jahres: "Mama, wo warst du denn da auf dem Foto?". Danach fuhren wir in unseren Sommerurlaub an die Ostsee und hatten endlich mal Glück mit dem Wetter. Es war ein richtiger Sommerurlaub, wenn auch nicht ganz unanstrengend.

Mit der Kleinen machte ich danach noch einen Kurztrip, um ihr etwas Exklusivzeit zu geben. Es half leider nichts. Der Große verbrachte noch eine Woche bei den Großeltern und dann startete er im Ferienhort seiner Schule. Leider hatte er nach nur 5 Tagen im Ferienhort einen Unfall, bei dem er sich das Nasenbein brach. Das war sehr unglücklich, aber ansonsten verlief der Start problemlos und zufriedenstellend.

Im September stand das große Ereignis an: die Einschulung des Großen. Es war ein sehr schöner, aufregender und trotzdem ruhiger Tag und ich war glücklich, dass die Zeit des Bangens nun vorbei war und es endlich in der Schule losging. Nach den beiden ersten Schulwochen zog ich ein Fazit, das positiver ausfiel als gedacht. Auch verlor der Große seine ersten Milchzähne.

Im Oktober konnte ich trotz einer doofen Schnittwunde am Fuß, mit der ich tagelang kaum laufen konnte, in einen zweiten Kurztrip allein verreisen. Mich zog es zurück nach Usedom und ich blieb 2 Tage allein in einem Hotel im Ort meiner Mutter-Kind-Kur. Das war dringend nötig und soll im nächsten Jahr unbedingt wiederholt werden. Dann standen schon die ersten Ferien für meinen Großen an und ich fasste nochmal zusammen, was in meinen Augen zu seinem erfolgreichen Schulstart beigetragen hat. Das war nicht zuletzt der Verbleib in seinem vertrauten Umfeld. Ich klagte über unser frustrierendes Gartenjahr 2017 und dann flogen wir in unseren Herbsturlaub nach Mallorca, der wettermäßig phantastisch, aber leider wahnsinnig nervenaufreibend war.

Im November hatte der Große Schwierigkeiten, sich wieder auf den Schulalltag einzustellen. Ich schrieb über meine Schlafprobleme, die schon lange andauern, über die Angst vor der eigenen Endlichkeit und feierte meinen dritten Blog-Geburtstag. Außerdem schaffte die Kleine ihre erste Kita-Übernachtung, was wir nicht für möglich gehalten hatten. Der beste Freund des Großen zog weg und wir verloren damit nun auch unsere letzte entlastende Familie.

Im Dezember hatte ich Probleme mit den Nachwehen einer Zahn-OP, stellte euch einige Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt 2018 vor und erzählte, dass wir es bis zu diesem Jahr ohne Adventskalender geschafft hatten. Über die Weihnachtstage waren wir zum ersten Mal mit den Kindern verreist und empfanden dies als angenehm. Danach waren erstmals beide Kinder parallel 2 Tage bei den Großeltern - eine Sensation und nach fast 7 Jahren komplette Stille zuhause! Als Jahresabschluss befragte ich 9 Bloggerinnen zu ihren Vorsätzen für 2018 in Hinblick auf das wichtige Thema Selbstfürsorge als Mama und machte mir selbst auch Gedanken darüber.

Ich bin sehr froh darüber, dass ich die Mutter-Kind-Kur verwirklicht habe und auf Usedom eine wunderbare Zeit mit dem Großen hatte. Ich bin erleichtert, dass der Schulstart des Großen weitaus positiver verlaufen ist als befürchtet. Und ich bin dankbar, dass die Kinder nur selten und kurz krank waren. Ich hoffe, dass die Kleine endlich wieder zu mehr Ausgeglichenheit zurück findet. Doch auch sie hat große Fortschritte in diesem Jahr gemacht. Sehr glücklich gewesen bin ich über die Auszeiten allein, in denen ich wieder Kraft tanken konnte für mein Mamasein. Nach den Meilensteinen in diesem Jahr möchte ich die Selbstfürsorge nie mehr aus den Augen verlieren.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und ein gesundes, achtsames und erfüllendes Jahr 2018!

Bildquelle: Pixabay

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade "Mein Jahresrückblick 2017" von Familie Nimmerland.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Selbstfürsorge als Mama - Bloggerinnen und ihre Vorsätze für 2018

In wenigen Tagen beginnt das neue Jahr und wir alle, ob bewusst oder unbewusst, verbinden damit gewisse Erwartungen, Hoffnungen, Vorsätze und Wünsche. Die Kinder werden älter und viele Mamas nehmen sich vor, wieder mehr für sich selbst zu tun. Ja, ich denke, Selbstfürsorge ist ein zentrales Thema des Mamaseins. Deshalb habe ich 9 Bloggerinnen und Mamas befragt, welche Gedanken und Pläne für das Jahr 2018 sie in Hinblick auf die Themen Achtsamkeit und Selbstfürsorge hegen, was sie sich erhoffen, was sie selbst angehen und umsetzen wollen und wo es vielleicht noch hakt. Worauf wollen wir mehr achten im trubeligen Familienalltag und unter all den Anforderungen, die von außen und innen auf uns einströmen? Was sind kleine Stellschrauben, die unser Leben als Mama und Mensch etwas entspannter machen, was sich wiederum positiv auf das gesamte Familienleben auswirkt? Wie können wir besser für uns selbst sorgen, unsere Akkus aufladen und eine gute Balance zwischen unseren verschiedenen Rollen finden? Darum soll es hier gehen, denn: "Gerade wenn wir uns um andere kümmern, müssen wir auch gut für uns sorgen." (Christine von Pusteblumen für Mama, siehe unten)

Im Advent gab es auf dem Blog Filea zum gleichen Thema einen Bloggeradventskalender. Darin haben 24 Bloggerinnen ebenfalls über ihre Vorsätze zur Selbstfürsorge im Jahr 2018 erzählt. Lest gern dort nach! Bei mir kommen nun andere Bloggerinnen zu Wort, die ich allesamt sehr gern und regelmäßig lese. Als Abschluss könnt ihr eine schöne kleine Geschichte von Manuela von Martamam lesen, die uns alle zum Nachdenken anregen soll. Und ganz am Ende berichte ich natürlich auch noch kurz selbst, was ich mir vorgenommen habe. Nun aber viel Spaß beim Lesen!

Frida von 2Kindchaos

Mir ist wichtig, dass ich mehr Balance finde im nächsten Jahr. Eine Balance zwischen mir und meiner Me Time, aber auch mehr Quality Time mit meinen Kindern und meinem Partner. Da die beiden ja etwas älter geworden sind, gibt es mehr Spielraum und ich werde schauen, wie ich das für alle besser hinkriegen kann. Außerdem fehlt mir auch noch die Balance mit dem Job und auch der Umwelt - ich möchte gesünder leben und auch das mit der Nachhaltigkeit angehen. Weniger Müll, mehr regionale Lebensmittel und generell den ökologischen Fußabdruck verringern.

Wiebke von Verflixter Alltag

Grundsätzlich halte ich nicht viel von Vorsätzen für das neue Jahr. Veränderungen sollte man vornehmen, weil man sie für richtig hält, und nicht weil ein bestimmter Tag im Kalender angebrochen ist. Im Prinzip ist das auch bereits eine Form der Achtsamkeit: den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, dass eine Veränderung notwendig ist. Achtsamkeit als Mutter finde ich sehr wichtig. Ich selbst halte mich für achtsam genug zu erkennen, wann mein Körper mir meine Grenzen aufzeigt. Allerdings fehlen mir noch die Strategien, hier entgegen zu steuern. Ohne ein soziales Netz aus ortsansässigen Großeltern ist das schwer realisierbar, da wir nur innerhalb der Kita-Betreuungszeiten etwas ohne Kinder tun können. Meine Strategie (ich nenne es mal bewusst nicht „Vorsatz“) für das neue Jahr: ich möchte mir öfter den Freitag als freien Tag herausarbeiten und an diesem Tag etwas nur für mich tun: zur Massage gehen, Mittagsschlaf machen, mit dem Mann Zeit nur zu zweit verbringen: im Kino oder bei einem schönen Essen. Kurzum: den eigenen Körper und die Beziehung zum Mann kräftigen.

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Quirlimum

Was ich nach meinem Burnout gelernt habe, ist ganz klar mir Zeit zu gönnen! Das "Zeit nehmen" ist nicht immer das schwerste, sie sich aber ohne Selbstvorwürfe zu gönnen schon. Ich bin entspannter geworden und merke deutlich, dass ich die bewusst genutzte Zeit jetzt viel mehr genießen kann. Damit meine ich nicht nur die Zeit für mich! Ich versuche nicht mehr fünf Dinge auf einmal zu machen, sondern mich auf eine Sache zu konzentrieren. Die Zeit rennt nicht weg, sie geht oft nur im Chaos unter.

Beatrice Confuss

Im drei Kleinkinderstrudel habe ich mich selbst ganz aus den Augen verloren und meinen persönlichen Raum freiwillig immer weiter verkleinert. Für die Kinder, für die Familie. Das ging nach hinten los und mir ging es schlecht. Ich horchte in mich hinein und sah, was mir fehlte. Daran arbeite ich nun.

1. Schritt: Ich beantragte eine Mutter-Kind-Kur (die prompt genehmigt wurde) und fahre über den Jahreswechsel mit den Kindern. Einfach um mich und die Kinder gesundheitlich und mental wieder auf stabile Füße zu stellen. 

2. Schritt: Ich habe mir wieder eine Arbeitsecke zu Hause eingerichtet, damit ich meiner Leidenschaft, dem Malen, Basteln, Kreativsein und Schreiben wieder ohne große Räumaktionen nachgehen kann. Es fühlt sich gut an, weil ich mir wieder RAUM gebe und gönne.

3. Schritt: Wieder mehr auf mein Äußeres achten. Viel zu oft denke ich: Ach, ist jetzt egal, was ich anziehe und ob ich Wimperntusche drauf habe. Mich sieht ja eh niemand hier zu Hause. Allerdings fühlt es sich besser an, wenn ich ein bisschen auf mich achte. 

4. Schritt (meine größte Baustelle): Dazu gehört auch Sport. Ich war früher immer in Bewegung und habe Sport gemacht. Das muss wieder regelmäßig so werden, weil es mir und vor allem meinem Rücken gut tut. Leider ist es schwierig, Kurse zu besuchen, weil der Mann so unregelmäßige Arbeitszeiten hat und oft spät kommt. Die Großeltern sind seit einer Weile auch ziemlich angeschlagen, so dass sie auch nicht regelmäßig babysitten können. Und vormittags habe ich noch nichts gefunden, was mir passt. Es muss immer mit Musik und Tanz zu tun haben und einen gewissen Anspruch erfüllen, sonst langweile ich mich und gehe auch nicht mehr hin. Bisher habe ich es aber auch nicht geschafft, für mich alleine zu trainieren. Zuhause, denke ich immer, gibt es genug andere Dinge zu tun und schiebe den Sport wieder auf.

5. Schritt: Ich möchte aufhören, ständig ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich etwas für mich tue. 

Caro von Einfach Carolin

Ich möchte unbedingt mehr Sport machen und mein Studium so weit wie möglich voran bringen. Ich werde ab März wieder arbeiten und hoffe, dass ich gut in den Studium-Familie-Job-Rhythmus rein komme, ohne mich selbst dabei außer Acht zu lassen. Ich möchte auch gerne wieder mehr für meine/unsere Ehe tun. Mehr Zeit zu zweit, mehr Ausflüge und Erlebnisse. Wir leben seit Niclas' Geburt ein bisschen auf Sparflamme, was das angeht, und das möchte ich gerne ändern. Ansonsten hoffe ich, dass wir alle gesund bleiben und viel Spaß miteinander haben.

Christine von Pusteblumen für Mama

Selbstfürsorge bedeutet für mich als hochsensible Mama kein Planen von zwei mal zwei Wochen Urlaub im Jahr, in denen ich dann am Stück auftanke. Selbstfürsorge ist im Idealfall ein permanentes Beobachten meiner Stimmung und Umsetzen von Ruhepausen. Mehrmals am Tag, idealerweise öfter in der Stunde, eigentlich ein ständiges, achtsames Hinschauen. Wie sehr bin ich jetzt gerade gestresst? Wie und wann kann ich mir als nächstes eine kleine Pause in Form einer Tasse Tee oder dem ungestörten Blick aus dem Fenster gönnen? Für mich sind viele kleine kontinuierliche Pausen im Alltag wichtiger als eine Woche Wellnessurlaub.

Trotzdem plane ich für das neue Jahr noch größere Selbstfürsorge-Projekte. Zum einen bekommt mein Jüngster einen Ganztagsplatz in der KiTa und ich somit mehr freie Zeit. Zum anderen gehe ich zwei meiner Herzenswünsche an (der eine beruflich, der andere im Bereich Hobby), die nicht nur Zeit für mich bedeuten, sondern zusätzlich bewusste geistige und auch körperliche Aktivität. Selbstfürsorge hat nichts mit Egoismus zu tun, vor allem dann nicht, wenn wir Mutter sind. Gerade wenn wir uns um andere kümmern, müssen wir auch gut für uns sorgen.


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Leen von Aufbruch zum Umdenken

Als Mama und hochsensible Person spielt das Thema Selbstfürsorge für mich immer eine große Rolle. Ich merke oft, dass ich Pausen brauche, da ich meine Kinder zuhause betreue und wir krippenfrei leben. Um diese Pausen, ein kurzes Für-Mich-Sein, zu erhalten und achtsam mit mir zu sein, habe ich mir Ende des Jahres ein Netz aufgebaut. Anfangs nahm meine Schwiegermutter meine große Tochter einmal in der Woche. Jetzt, mit zwei Kindern, bleibt dieser Tag in der Woche bestehen und an einem anderen kommt zusätzlich noch meine Mama und beschäftigt beide Kinder, während ich, ganz für mich allein bin und in dieser Zeit irgendetwas für mich machen kann. Es kommt jetzt auch vor, dass mein Kind bei Oma und Opa schlafen möchte und meine Eltern ermöglichen es. 

Zusätzlich wird ab 2018 meine Freundin alle zwei Wochen mit ihrem Kind zum Spielen kommen, damit ich etwas putzen kann und mit dem Haushalt voran komme. Es bleibt viel liegen, wenn beide Kinder zuhause sind. Mütternetzwerke sind ein Segen für mich und meine tollen Freundinnen. Jede einzelne könnte ich immer um Hilfe bitten. Für mich bedeutet Selbstfürsorge auch, sich zu trauen, um Hilfe zu bitten. Das war anfangs schwer für mich, aber jetzt werde ich immer besser darin. Ich kann mit meinem Mann nicht alles allein stemmen und ich bin sehr froh und dankbar, diesen Schritt gegangen zu sein und nun solch ein tolles Netzwerk für 2018 zu haben. Wenn es mir gut geht, haben die Kinder eine ausgeglichene Mama, mein Mann eine ausgeglichene Frau und wir profitieren irgendwie alle davon, denke ich. 2018 möchte ich gut auf mich Acht geben und weiterhin meine Gefühle im Blick halten und diese nicht übergehen.

Sabrina von Mit Viel Gefühl

Eines der großen Themen ist die Achtsamkeit. 2017 wählte ich es in meinem Bullet Journal zum Wort des Jahres und machte es damit zu meinem persönlichen Entwicklungsthema. Warum aber finde ich es so wichtig? Ganz bestimmt nicht, weil es gerade in aller Munde ist. Ich bin kein Mode-Mensch. Dafür waren mir Individualität, Freiheit und Stil immer schon zu wichtig.

Nein, ich halte Achtsamkeit für wichtig, weil es hilft, auf dem für mich richtigen Weg zu bleiben. Es ist ein sehr hilfreiches Mittel, gerade auch in der Bedürfnisorientierten Erziehung. Ich muss sowohl spüren können, was brauche ich genau in diesem Moment und auch sehen können, was braucht mein Kind in diesem Moment. Dies kann ich nicht, wenn ich mich von der Hektik des Alltags bestimmen lasse. Mir ist klar, dass wir als berufstätige Eltern in der industrialisierten Welt fernab sind vom achtsamen Leben buddhistischer Mönche. Dennoch haben wir eine Wahl, wie wir mit unserem Stress umgehen. Wir haben die Wahl, täglich für einige Momente innezuhalten und tiefe Dankbarkeit zu spüren, uns auf das Schöne zu konzentrieren - auch an Tagen, die sehr anstrengend waren.

Manuela von Martamam

Unsere Adventswochenenden sind schön und kuschelig und familiär und lichterbunt. Sie sind angefüllt mit Plätzchen, Punsch, Tannengrün und Schnee. Sie hören sich nach Lachen und Singen an, manchmal auch nach Streiten und Verzeihen. Und nach dem historischen Weihnachtszug mit seinem fröhlichen Signalton. Das alles ist wunderbar. Ich bin dankbar dafür, dass wir es so und nicht anders haben können.

Doch eines fällt mir in diesen prall gefüllten Tagen ebenfalls auf. Die Zeit vergeht so irre schnell. Schwupps ist die Woche herum und der nächste Kaffeebesuch, das nächste Vorweihnachtstheatergesangskrippenspiel ist an der Reihe. Den Weihnachtsmarktbesuch planen wir sorgfältig ein, um ihn nicht zu verpassen, und der Bummel durch den verschneiten Park passt jetzt eigentlich so gar nicht. Hätte es nicht etwas später schneien können?  

Ich stehe am Kinderkarussel und warte ungeduldig darauf, dass die allerletzte Runde wirklich die letzte Runde ist und dass wir noch schnell zum Crepe-Stand weitergehen, denn dann müssen wir auch schon wieder los, weil die To Do - Liste wartet. Meine Kinder lachen und wollen im Vorbeifahren meine  Hände abklatschen. Aber schon sind sie an mir vorbei. Ich winke noch schnell ihren Rücken zu und bin ein wenig traurig, ihr Hände verpasst zu haben.  

Und plötzlich spüre ich sie. Die Eile in all meinen Handlungen. Ich versuche doch tatsächlich, das Genießen zwischen die Besorgungen und Erledigungen einzuschieben. Dabei sollte es genau anders herum sein. Die To do´s sollte ich um das herum planen, was mir am wichtigsten ist. Sonst vergehen diese wunderbaren Tage, ohne dass ich die Schönheit der Dinge richtig erkennen konnte. Sie verschwimmen in meinen Gedanken. Ich möchte sie aber in meinen Erinnerungen festhalten können. Und das bedeutet, ich brauche Zeit zum Nachdenken, zum Wahrnehmen, zum Dasein und zum "immer wieder bei mir ankommen".

Ich kann nur gut sehen, wenn ich ab und zu einmal stehen bleibe, wenn ich nicht umherhetze, sondern mir Zeit nehme. Für meine Kinder, für mich, für die Arbeit, für die Erledigungen. Langsam. Nicht schnell. Nur so sehe ich, was alles da ist. Nur so kann ich aus meiner Energie heraus agieren und nur so werde ich Zeit und Ideen finden für das, was mir wirklich wichtig ist. 
Nachdenklich schaue ich auf meine drei Kinder, die sich lachend auf dem Karrussel drehen. Am Ende der allerletzten Runde rufen sie: "Nochmal. Mama, nochmal." Bis eben wollte ich noch erklären, dass das nicht geht, aber jetzt nicke ich nur und kaufe noch einen Stapel Fahrchips. Und während sie ihre allerallerletzten Runden drehen, fasse ich einen Entschluss: 

Das Jahr 2018 wird mein Jahr der Langsamkeit und ich fange jetzt sofort damit an.

Ich

Und ganz zum Schluss noch ein paar Worte zu meinen eigenen Selbstfürsorge-Vorhaben für 2018. Im Grunde möchte ich den Weg weitergehen, den ich gefühlt erst im Jahr 2017 begonnen habe: nicht darauf warten, dass mir jemand Zeit und Gelegenheit, etwas für mich zu tun, ermöglicht, sondern das selbst in die Hand zu nehmen. Die wichtigsten Schritte in 2017 waren meine Mutter-Kind-Kur und die beiden ersten Kurztrips allein, seit ich Kinder habe. Das waren für mich wirklich Meilensteine in der Entwicklung meiner Selbstfürsorge als Mama. Mindestens eine Reise allein möchte ich auch 2018 verwirklichen.

Außerdem habe ich mir vorgenommen, mich ab und zu am Wochenende rar zu machen und etwas allein zu unternehmen, was ich bisher sehr selten tue. Da es 2017 wegen des schlechten Sommers nicht geklappt hat, in unserem Garten zu übernachten, will ich es 2018 unbedingt nochmal angehen. Wenn mir mein freier Tag durch Krankheit der Kinder, Kitaschließtage o.ä. geklaut wird, möchte ich zukünftig konsequenter entweder in den darauffolgenden Tagen freie Zeit einfordern oder einen Urlaubs- bzw. Überstundentag nehmen, um mir Regeneration zu ermöglichen. Wie Christine glaube ich auch, dass es wichtig ist, täglich Selbstfürsorge zu betreiben und auf sein persönliches Energielevel zu achten, anstatt sich mit einigen wenigen Auszeiten über Wasser zu halten. Ich nehme mir auch vor, die Kinder seltener zu bespaßen, sondern Dinge zu erledigen, auch wenn sie anwesend sind, damit ich in der freien Zeit wirklich entspannen kann. Und das schlechte Gewissen bei jeglicher Art meiner Selbstfürsorge abzuschalten, das wird meine Aufgabe für 2018. Das fällt mir nämlich immer noch sehr schwer.

Ich wünsche uns und euch allen ein Jahr 2018 voller Achtsamkeit und Selbstfürsorge!


Dieser Beitrag von Lotte & Lieke passt gut zu dem Thema, denn im zweiten Teil geht es auch um Selbstfürsorge als Mama: Ziele setzen ohne Stress

Sonntag, 24. Dezember 2017

Unser Wochenende in Bildern 23./ 24. Dezember 2017 - Weihnachten

Wann hat man schon mal Gelegenheit, ein Wochenende in Bildern an Heiligabend zu machen? Das nächste Mal erst in 5 Jahren wieder;-). Deshalb gibt es hier ein paar Eindrücke von unserem eigentlich ruhigen Wochenende und gleichzeitig von unserem Weihnachts-Kurztrip.

Freitag

Wir sind seit Donnerstag in unserem Stamm-Ferienpark im Leipziger Neuseenland und besuchen nachmittags das Panorama "Titanic" von Yadegar Asisi im Panometer Leipzig. Sehr beeindruckend und interessant und auch die Kinder machen diesmal gut mit. Die Kleine findet es etwas gruselig, wenn die Lichter ausgehen und schwere Musik ertönt.


Samstag

Vormittags wollen wir bei recht gutem Wetter frische Luft schnappen und fahren in den (kostenlosen) Wildpark Leipzig, wo es Rehe, Wildschweine, Luchse, Bisons und viele Kleintiere zu sehen gibt.



Füttern kann man diese auch und das Highlight ist immer der erlaubte, abenteuerliche Weg mitten durch das Damwildgehege.



Wir essen in der Wildparkgaststätte noch Mittag und erledigen danach auf dem Heimweg die letzten Weihnachtseinkäufe. Alle sind erstaunlich entspannt und vor allem freundlich.

Wieder zuhause im Ferienpark gehen die Kinder ins Kinderhaus zum Basteln. Sie bleiben ganze 3 h allein dort, inklusive einem kleinen Abstecher zum Spielplatz. Abends zeigen sie uns stolz ihre Basteleien.


Ich mache einen langen (1,5 h) Spaziergang bei recht stürmischem Wetter, um den Kopf frei zu kriegen. Ein Surfer trotzt dem Winter und dem Wind, Pferde traben vorbei und es gibt einen kleinen, aber feinen Sonnenuntergang. Ohne die Kinder kann ich in meinem Tempo laufen und genieße die Freiheit.



Auf dem Rückweg treffe ich die Kinder, aber sie lassen sich glücklicherweise wieder von der Betreuerin zum Spielplatz lotsen, so dass ich bis zum Abendbrot noch ein Stündchen im Ferienhaus ausruhen kann.

Sonntag - Heiligabend

Die Kleine will gleich nach dem Frühstück ins Kinderhaus, wo um 10 Uhr der Weihnachtsmann angekündigt ist. Es ist aber noch geschlossen. Kurz vor 10 bin ich mit den Kindern dann hingegangen und wir haben zusammen mit den anderen Kindern und Eltern des Ferienparks den Weihnachtsmann und seinen Engel willkommen geheißen. Jedes Kind und auch die Familien bekommen ein kleines Geschenk, was die Eltern vorher heimlich abgeben mussten.


Obwohl der Weihnachtsmann ziemlich schlecht ist, finden meine Kinder es dennoch gut, denn zuhause hatten wir noch nie einen Weihnachtsmann zu Besuch. Durch das erste kleine Geschenk wird die Wartezeit auch verkürzt.

Danach gehen wir alle noch auf den Spielplatz und spazieren. Zuhause in der Ferienwohnung gibt es Mittagessen und eine normale Mittagspause, in der wir die Geschenke aufbauen. Einen Weihnachtsbaum konnten wir übrigens beim Ferienpark vorab bestellen, das war super.

Die Bescherung findet direkt nach der Mittagspause um 14:30 Uhr statt. Zwar sind die Geschenke innerhalb von 2 Minuten ausgepackt, aber so haben wir danach noch genug Zeit und Muße zum Spielen. Die Kleine probiert begeistert mit ihrer neuen Kamera herum und spielt alle übrigen Geschenke schon durch. Der Große baut natürlich Lego und hat keinen Blick für den Rest seiner Gaben. Ein kurzes Kaffeetrinken und dann wird wieder gespielt. Alles in allem ist es ein ruhiger, gemütlicher Nachmittag.


Am Abend jagt der Mann die Kinder nochmal zum Austoben ums Eck, wir machen Popcorn in der Mikrowelle (zuhause haben wir keine Mikrowelle) und dann gehen sie zu ihrer normalen Zeit ins Bett. Morgen kommen die Großeltern mit einem Weihnachtsmenü zu Besuch und am 2. Feiertag reisen wir schon wieder ab, weil ich ab 27.12. wieder arbeite.


Im Vergleich zu den letzten Jahren war dieser Heiligabend recht entspannt und geruhsam. Letztes Jahr hatte die Kleine Magen-Darm und ich saß den ganzen Tag mit ihr auf der Couch. Und auch in den Jahren davor passierte immer irgendwas Unerfreuliches. Wir sind dieses Jahr zum ersten Mal mit den Kindern über Heiligabend auswärts und empfinden das als angenehm. Hier gibt es mit der stundenweisen Betreuung im Kinderhaus und einem kleinen Schwimmbad etwas Abwechslung und Entlastung in der dunklen Jahreszeit und sogar mehr Weihnachtsstimmung als zuhause.

Morgen werden nun die Großeltern die restlichen Geschenke mitbringen und dann geht es wieder zurück nach Berlin.

Ich wünsche euch Frohe Weihnachten und besinnliche, friedliche Feiertage!

Mehr Wochenenden in Bildern (#wib) findet ihr wie immer bei Geborgen Wachsen.


Freitag, 22. Dezember 2017

Weihnachtsgeschenke für meine Kinder 2017

Wie im letzten Jahr möchte ich euch die Weihnachtsgeschenke für meine Kinder zeigen und verlinken. Vielleicht ist die eine oder andere Inspiration für die nächsten Geburtstage oder das Weihnachtsfest 2018 dabei. Da meine Kinder nur von uns und meinen Eltern Geschenke bekommen, fallen sie vielleicht etwas umfangreicher aus als bei anderen. Dafür fehlen dann eben die typischen Verwandtengeschenke.

Die Kleine hat sich schon lange und sehr heiß eine Kinderkamera gewünscht. Sie hat diesen Wunsch auf jeden Wunschzettel schreiben lassen. Sie liebt es zu fotografieren und leiht sich dafür oft mein Handy aus, was ich nicht so toll finde. Ich freue mich aber darüber, dass sie gern fotografiert und hege die stille Hoffnung, dass ich durch sie später auch auf mehr Fotos zu sehen sein werde als aktuell. In diesem Text hatte ich mich ja darüber beklagt. Ich hätte wohl mit einer simpleren Kamera begonnen, aber der Mann wollte ihr die Digitalkamera Kidizoom Duo von VTech schenken und diese bekommt sie nun als Hauptgeschenk.

Außerdem bringt der Weihnachtsmann ein 100 Teile Puzzle "Fröhlicher Bauernhof" von Schmidt Spiele. Auch ihre geliebten Pferde sind darauf abgebildet.


Dazu bekommt sie noch einige Schleich-Pferde, eine Reiterin und Fohlen für einen Micki Pferdestall, den sie von den Großeltern bekommen wird, sowie das Buch "Mein erstes Pferdebuch". In unserer Familie interessiert sich übrigens außer ihr niemand für Pferde. Dies nur zum Thema Einfluss der Eltern oder Veranlagung.


Mein Großer wünschte sich natürlich Lego. Nur Lego! Nichts anderes. Schon monatelang blätterte er den Legokatalog durch, klebte Sticker und wir haben Listen aufgesetzt. Also bekommt er Lego. Warum soll man ihm etwas anderes schenken, wenn das im Moment seine Leidenschaft ist. Im Aufbau seiner Lego-Sets geht er völlig auf, auch wenn er danach nicht wirklich damit spielt. Aber das kennen wir von ihm ja schon. Sein Hauptgeschenk ist die Lego Nexo Knights Burg. Daran wird er lange zu bauen haben. Mal sehen, ob wir dann seine alte Ritterburg ausmisten können.


Desweiteren bekommt er ein 200 Teile Puzzle von Ravensburger mit Dinosauriermotiv. Phasenweise puzzelt er ganz gern und viel und ich selbst mag das auch sehr. Da sich meine Kinder selten lange mit einer Sache beschäftigen, möchte ich sie mit puzzeln dazu ein wenig anleiten. Ich habe früher stundenlang gepuzzelt.

Ein neues Gesellschaftsspiel darf nicht fehlen. Wir haben diesmal Quirkle ausgewählt, das Spiel des Jahres 2011, das strategisches Geschick erfordert.


Daneben schenken wir ihm das Buch "Wenn der geheime Park erwacht, nehmt euch vor Schabalu in Acht", eine Abenteuergeschichte, die sehr gute Kritiken bekommen hat.


Und von den Großeltern bekommt er natürlich noch ein Lego Set, nämlich Lego Ninjago Schatzgräber. Damit dürfte er legomäßig erstmal bis zu seinem Geburtstag versorgt sein;-)

Ein paar Kleinigkeiten wie Kartenspiele und ein Einhorn-Plüschtier gibt es noch rundherum und damit dürften alle zufrieden sein. Ich wünsche euch schöne Weihnachtstage und eine erholsame Zeit!

Zur Transparenz: Die Links führen zu Amazon und sind Affiliate Links, d.h. ich bekomme beim Kauf eine Mini-Provision, während für euch alles gleich bleibt.