Posts mit dem Label Mamablogs werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mamablogs werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 31. Januar 2015

Elf Fragen und mehr Antworten - Liebster Award

Ich mache mal bei einem virtuellen Kettenbrief, dem Liebster Award mit, für den mich netterweise Manati von Manatis Welt nominiert hat. Da die Fragen von Manati ausgewählt wurden und ich keinerlei Einflussmöglichkeit darauf hatte ;), erfahrt ihr hoffentlich ein paar neue interessante Fakten über mich. Der Liebster Award soll kleinere Blogs bekannter machen und deshalb beteilige ich mich gern. Vielen Dank für die Nominierung!
(Am 13.02.2015 wurde ich auch noch von Sonnenschein und Regenschauer nominiert. Vielen Dank dafür!)

Die Fragen und meine Antworten:

1. Nenne mindestens 5 deiner hervorstechendsten Eigenschaften. 

Ich bin unheimlich gerechtigkeitsliebend, um nicht zu sagen -fanatisch. Ich bin sehr reflektiert und könnte stundenlang und immer wieder über Probleme aus allen möglichen Perspektiven diskutieren. Ich bin leider etwas ungeduldig mit anderen, weil ich in meinem Kopf immer schon einen Schritt weiter bin. Ich habe früher Smalltalk über alles gehasst, bin darin aber seit den Kindern viel besser geworden. Ich bin sehr gewissenhaft und perfektionistisch (das kann positiv oder negativ sein;))
2. Bei was kannst du richtig gut abschalten?

Generell fällt es mir sehr schwer, abzuschalten und runterzukommen. Ich brauche dafür viel Zeit, die man naturgemäß mit kleinen Kindern nicht mehr hat. Das belastet mich oft sehr. Früher konnte ich gut mit Büchern oder bei schönen Unternehmungen abschalten. Jetzt eher beim Bloggen oder Twittern. Und auf der Arbeit schalte ich seit den Kindern tatsächlich ganz gut von zuhause ab. Das hätte ich früher nie für möglich gehalten.
3. Was ist deine liebste Jahreszeit? 

Ich glaube, der Frühling. Meine beiden Kinder sind auch im Frühling geboren (März und Mai), weshalb mein Blog "Frühlingskindermama" heißt. Und ich fahre auch am liebsten auf die "Inseln des ewigen Frühlings". Ich liebe den Mandel- und Zitrusblütenduft.
4. Seit wann bloggst du und was ist das Ziel deines Blogs (sofern es eins gibt)? 

Ich blogge erst seit November 2014, vor allem als Tagebuch für mich selbst und zur Kommunikation und zum Austausch mit anderen. Das Bedürfnis danach ist seit den Kindern enorm angestiegen;). Gleichgesinnte zu den von mir auf dem Blog angeschnittenen Themen zu finden bedeutet mir sehr viel, weil es mir daran im realen Leben leider etwas mangelt.
5. Was ist dein Lieblingsbuch?

Ich habe einige Herzensbücher, aber das Buch, was mich als Erwachsene vielleicht am meisten berührt hat, ist "Paula" von Isabel Allende. Darin beschreibt und verarbeitet sie den Tod ihrer noch nicht einmal 30-jährigen Tochter Paula. Der Verlust des eigenen Kindes ist das Grausamste, was einem widerfahren kann. Sehr traurig und kraftvoll zugleich.
6. Wer oder was inspiriert dich?

Bücher, Mamablogs, Reisen, meine Kinder, tiefgründige und reflektierte Diskussionen...

7. Welches ist dein Lieblingsessen?

Ich bin ein herzhafter Esser, mag gern Fleisch und warme Gerichte. Ich liebe die orientalische und Mittelmeerküche und bin tendenziell ein Genussesser. Dass meine beiden Kinder genau das Gegenteil sind, macht für mich viele unserer Mahlzeiten zur Qual.

8. Was machst du, um gute Laune zu bekommen?

Um gute Laune zu bekommen, brauche ich vor allem Zeit für mich. Das kann ich oft nicht beeinflussen, aber ich merke, dass ich umso ungeduldiger und genervter mit den Kindern umgehe, je weniger Muße ich selbst hatte. Deshalb versuche ich, mir klitzekleine Ruhe-Oasen zu schaffen.

9. Bist du ein Tag- oder Nachtmensch?

Tendenziell eher ein Nachtmensch. Bis heute fällt es mir schwer, zeitig mit den Kindern aufzustehen. Muss ich aber, da sie es einfordern. Und da ich vor allem abends blogge, fällt der Nachtschlaf zugunsten der Freizeit auch noch recht kurz aus. Zumindest schlafen beide Kinder seit wenigen Monaten relativ zuverlässig durch. Fast 4 Jahre Schlafentzug ist wirklich Folter.

10. Hast du einen materiellen Wunsch und wenn ja, was?

Naja, ich hätte schon gern ein Haus, bin aber skeptisch gegenüber allem, was damit zusammenhängt (Verpflichtungen, Ortsgebundenheit). Außerdem würde ich sehr gern ein Ferienhaus auf den Kanaren besitzen, die ich liebe und wo ich eigentlich regelmäßig hinfahren möchte.

11. Gibt es etwas, das du in der Schwangerschaft vermisst (hast)? 

Ab ca. der Hälfte habe ich es vermisst, auf dem Bauch zu schlafen. Ansonsten habe ich mich nicht großartig eingeschränkt. Und wenn ich gewusst hätte, was ich nach der Geburt alles vermissen würde, wären mir die Einschränkungen in der Schwangerschaft wie Pipifax vorgekommen.

Und nun die Regeln für meine nominierten Blogs, die weiter unten zu finden sind.

Die Regeln an die Nominierten:

  1. Danke der Person, die Dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in Deinem Artikel (also mich).
  2. Beantworte die 11 Fragen, die Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt.
  3. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award, die bisher weniger als 1000 Follower haben.
  4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.
  5. Schreibe diese Regeln in Deinen Liebster Award-Blog-Artikel.
  6. Informiere Deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.
Und ich nominiere:
(ich habe nicht nachgeprüft, ob meine Nominierten schon einmal mitgemacht haben; also falls ja, einfach ignorieren, ansonsten viel Spaß beim Mitmachen):

Teilzeitmutter
Zwergenzimmerchen
Das wird ein gutes Jahr
Mama Natur
Andalusienmutti
good2bmum
ITMama
BerlOndonMama

Meine Fragen an die Nominierten:

  1. Beschreibe Deinen Blog und Dich in Kurzform.
  2. Wissen Deine Freunde/ Familie, dass Du bloggst? Wenn ja, was sagen sie dazu?
  3. Kannst Du Dich erinnern, was der erste Blog war, den Du regelmäßig gelesen hast?
  4. Hast Du Dir das Mamasein so oder anders vorgestellt?
  5. Wie schaffst Du Dir als Mama Ruheinseln im Alltag, um aufzutanken?
  6. Was ist Dein Lieblingsreiseziel?
  7. Was war die größte Peinlichkeit in Deinem Leben, falls Du Dich erinnerst?
  8. Was findest Du an Dir sympathisch?
  9. Womit kann man Dir eine große Freude machen?
  10. Was nervt Dich an anderen Menschen?
  11. Was wünschst Du Dir für Deine Kinder?
Viel Spaß!!
                                                Liebster Award,schlaflose muttis,Mama Blog,Mutter Blog

Samstag, 24. Januar 2015

Gedanken zur Online-Erreichbarkeit

Die liebe Renate von Mamis Blog hat zu einer Blogparade zur (Online-) Erreichbarkeit aufgerufen, zu der ich gern einige persönliche Gedanken beitragen möchte. Ich nutze Facebook privat seit ein paar Jahren, Twitter erst seit April 2014, blogge seit November 2014 und lese viele Mama-Blogs. Ich möchte nur über die private Online-Erreichbarkeit schreiben. Den dienstlichen Aspekt kann ich außer Acht lassen. Ich habe kein Diensthandy und bin für meine Kollegen wirklich nur im äußersten Notfall zu erreichen. Meine Kollegen besitzen meine Festnetznummer und Mailadresse. Die Handynummer hat nur eine einzige Kollegin, der ich absolut vertraue und die mich nur anrufen würde, wenn es sich absolut nicht vermeiden ließe. Ich habe das von Anfang an klar und deutlich vermittelt und meine Kollegen haben das akzeptiert. Nun habe ich glücklicherweise auch nicht den Job, wo man direkt auf aktuelle Ereignisse etc. reagieren muss. Das würde mich sehr belasten, müsste ich dafür jederzeit erreichbar sein oder meinen Urlaub früher beenden oder vom Krankenbett aus arbeiten. Das ist dankenswerterweise nicht der Fall.

Ich bin gerne bei Facebook und Twitter sowie in der Welt der Mama-Blogger unterwegs und vermisse es tatsächlich, wenn ich mal einen ganzen Tag gar nicht in die entsprechenden Netzwerke schauen kann. An manchen Tagen bin ich selbst aktiver, an anderen lese ich nur still mit, aber immer interessiert es mich, was andere schreiben. Einige Twitterer und Blogger sind mir mittlerweile ans Herz gewachsen, andere sind so gegensätzlich zu meinen eigenen Einstellungen, dass ich trotzdem aus Interesse mitlesen muss. Ich versuche, mehrmals am Tag die Netzwerke nachzulesen. Das ist meist auf dem Weg zur Arbeit und nach Hause der Fall sowie mit etwas mehr Ruhe abends, wenn die Kinder im Bett sind. Ich merke aber auch, dass ich unruhig werde, wenn ich an einem Tag so gar keine Gelegenheit dazu hatte. Oder kein Netz, wie es manchmal im Urlaub der Fall ist. Dann habe ich schon das Gefühl, etwas zu verpassen. Im Urlaub stellt sich meist erst nach ein paar Tagen ein neutrales Gefühl ein. Nun bin ich zum Glück eine unbedeutende Privatperson, die nicht nach wenigen Stunden Twitter- oder ein paar Tagen Blogabstinenz vermisst wird. Wäre dem so, würde mich das durchaus unter einen negativen Druck setzen. Ich denke aber, dass man da selbst schon ein wenig gegensteuern kann, in dem man eben nicht täglich postet und keinen Erwartungsdruck weckt.

Insgesamt haben mir die Online-Netzwerke, vor allem Twitter und die Mama-Bloggerwelt, sehr geholfen, mich in meiner Mutterrolle immer besser zu etablieren und abzugrenzen. Schon durch das reine Lesen der Texte von Gleichgesinnten/ Gleichgeprägten wurde mir unglaublich viel Trost zuteil, ohne dass ein direkter Austausch stattgefunden hatte. Selten trifft man doch im Alltag auf Eltern, die beispielsweise das Leben mit einem Schreibaby mit den ehrlichen Worten der knallharten und schlimmen Realität beschreiben. Im Netz dagegen findet man viele ähnlich lautende Berichte und fühlt sich getröstet, weniger alleingelassen und auch weniger verantwortlich. Dafür bin ich einigen, mir persönlich unbekannten, aber gern gelesenen Bloggern zutiefst dankbar. Durch das Mama Miez Blog Bis einer heult! bin ich beispielsweise vor 2 Jahren auf die Hochsensibilität aufmerksam geworden, was für mich die größte Wende im Umgang mit dem Charakter meines Großen (und im Erkennen meines eigenen) war. Für mich haben sich gerade durch die sozialen Netze unglaublich viele Wege und Denkweisen aufgetan, auf die ich durch reine Buchlektüre nicht oder viel mühsamer gestoßen wäre. Themen wie Langzeitstillen, bedürfnisorientierte Erziehung, postnatale Depressionen u.v.m. kann man sich online in einer Bandbreite "erlesen", die man in seinem privaten Umfeld nie finden wird. Mir würde etwas existenziell fehlen, würde man mich davon komplett abschneiden. Dafür nehme ich auch gern den doch manchmal belastenden Suchtfaktor in Kauf. Was ich allerdings wirklich bedauere: das Lesen von Büchern, was früher ein Grundpfeiler meines Wesens war, hat durch die Online-Präsenz leider stark abgenommen. Aber dies akzeptiere ich als eine temporäre Verschiebung von Prioritäten, die sich in ein paar Jahren vielleicht auch wieder anders darstellen mag.

Was mir auch wirklich sehr viel bedeutet, ist der direkte und unmittelbare Austausch, der im Alltagsleben nicht vergleichbar stattfinden kann. Ich tippe einen Gedanken in die Twitter-Timeline und es antwortet jemand. Ich stelle eine Frage und bekomme verschiedene Anregungen. Ich lese, was andere bewegt, und zwar direkt und (hoffentlich) unverstellt. Das ist fantastisch. Weder möchte ich wegen jedes kleinen Gedankens jemanden anrufen noch angerufen werden. Auf Twitter geht der Austausch ohne Verpflichtungen, sehr direkt und meist herzlich vonstatten. Das mag ich wirklich sehr. Auf den Blogs lese ich, wie sich manche Leben entwickeln, Berufseinstiege gemeistert werden, Kinder Fortschritte machen, neue Babys geboren werden usw. So unmittelbar kann man am Alltag von realen Freunden und Bekannten meist gar nicht beteiligt sein, zumindest nicht jetzt, wo man durch die Kinder sehr viel weniger Zeit zum Treffen und Telefonieren hat. Deshalb bedeutet das für mich auch eine kleine Kompensation für weniger intensiv gewordene private Kontakte. Ich bedauere es zutiefst, dass ich in der Babyzeit meines Großen noch nicht annähernd so vernetzt war wie jetzt. Das hätte mir manche schweren Stunden, manch einsamen Kinderwagenspaziergang und die zähen, unglücklichen Tage mit ihm sehr erleichtert. Nahezu täglich denke ich, ach, wenn ich doch damals schon Blogs gelesen hätte und auf Twitter gewesen wäre! Vielleicht wäre dann alles nicht ganz so schrecklich gewesen...

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die private Online-Erreichbarkeit sehr viel bedeutet und im Großen und Ganzen überwiegend positive Anregungen gebracht hat. Im Moment würde es mir sehr schwer fallen, mich gänzlich davon abzukapseln. Ich kann aber verstehen, dass jemand ausbrennt, wenn er/sie auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzt und sich zu sehr verpflichtet fühlt. Da muss man tatsächlich die Reißleine ziehen und eine Zeitlang pausieren. Ich glaube nicht, dass jemand dafür kein Verständnis hat. Ich denke, es ist wichtig, sich selbst noch als Herr der Lage zu fühlen und "stop" zu sagen, wenn man sich nur noch getrieben fühlt. Ein wenig Suchtfaktor dagegen kann auch Motivation und Antrieb sein, zum Beispiel für das Schreiben von neuen Blogbeiträgen.

Wie fühlt sich das für euch an? Bedeutet die Online-Präsenz eher Belastung oder Motivation für euch? Macht bis 28. Februar 2015 auch mit bei der Blogparade von Mamis Blog!