Donnerstag, 19. November 2015

Liebster Award, Klappe die Zweite und Dritte

Die liebe und bewundernswerte Mami Anders sowie eine meiner liebsten Bloggerinnen, Christine von der Villa Schaukelpferd haben mich für den immer mal wieder durch die Bloggerwelt gehenden Liebster Award nominiert. Vielen lieben Dank dafür! Da meine letzte Nominierung schon eine Weile her ist, mache ich gern wiedermal mit und beantworte die Fragen der Mami anders und der Villa Schaukelpferd-Besitzerin.

Die Fragen der Mami Anders


1. Gibt es ein kleines Ritual im Alltag mit deinen Kindern, das du besonders genießt?

Wochentags ist unser kleines Ritual, nach der Kita in unser Stammcafè zu gehen, ein Eis und einen Keks zu essen, um danach mit frischem Elan zu unseren Nachmittagsaktivitäten überzugehen (Spielplatz, Park, Besuche). Die Kinder genießen das als Möglichkeit zum Runterkommen nach der Kita und zum Mama-Tanken, so ähnlich, wie wenn wir Erwachsenen nach der Arbeit erstmal einen Kaffee trinken, bevor wir uns auf die Hausarbeit stürzen. Manche finden ein tägliches Eis übertrieben, aber für uns ist es ein Ritual und Rituale geben Sicherheit, Kraft und schweißen zusammen.

2. Gab es in deiner Kindheit einen bestimmten Ort, an dem du gerne gespielt hast?

Wir haben viel im Hof unserer Wohnsiedlung gespielt oder in unserem Garten. Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Eltern mit uns auf dem Spielplatz waren. Je älter ich wurde, umso lieber habe ich mich in der Wohnung resp. in meinem Zimmer aufgehalten. Ein eigenes Zimmer hatte ich übrigens erst ab dem Alter von 15 Jahren. Vielleicht sehne ich mich deshalb immer so nach dem Alleinsein, weil ich es so lange entbehren musste;)

3. Kaffee oder Tee?

Ich trinke beides gern, morgens zum Frühstück allerdings nur Kaffee.

4. Welchen Entwicklungsschritt deiner Kinder kannst du nicht mehr erwarten?

Ich freue mich über jede Selbstständigkeit und Unabhängigkeit meiner Kinder. Ich freue mich darauf, wenn sie irgendwann mal stundenlang allein in ihrem Zimmer spielen. Wenn sie bei Freunden übernachten und man nicht mehr ständig präsent sein muss. Wenn man nicht mehr jeden Schritt begleiten muss. Wenn meine Tochter ohne mich einschlafen und ich demzufolge über Nacht wegfahren kann. Ich habe mich schon immer über das Älterwerden meiner Kinder gefreut, jedes Jahr bringt mich einem selbstbestimmteren Leben wieder etwas näher.

5. Wer schläft beim Vorlesen schneller ein: Du oder die Kinder?

Die Kinder schlafen beim Vorlesen nie ein, ich selbst gähne dann oft und manchmal werden die Augen auch schwer. Da sie aber nie lange Geduld haben, folgt gleich wieder Aufwach-Action.

6. Hast du den grünen Daumen oder gedeiht bei dir nur Plastik?

Naja, wir haben einen Garten, in dem vieles gut gedeiht, einiges weniger, das ist aber auch von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Ich liebe es, im Grünen zu sein und im Garten zu werkeln. Generell bin ich gern in der Natur, das gibt mir Kraft und macht den oft grübelnden Kopf frei. Ich hoffe, dass ich meinen Kindern das vorleben und mitgeben kann.

7. Von welchem Film bzw. welcher Filmszene hattest du als Kind Angst?

Es gab einen Film in meiner Kindheit, Das singende klingende Bäumchen, der faszinierend und angsteinflößend gleichzeitig war. Der böse Zwerg, der verwunschene Prinz und die zauberhafte Welt haben sich sehr eingeprägt. Der Film kam oft im Ferienprogramm und ich habe ihn geliebt und mich gleichzeitig gegruselt.

8. Meer oder Berge?

Ich liebe beides, ich könnte mich nicht entscheiden. Seit die Kinder da sind, sind wir wegen der Entfernung und der kinderwagenuntauglichen Unternehmungen nicht mehr in die Berge gefahren, aber ich möchte das gern wieder aufnehmen, sobald es geht. Zuletzt bin ich mit meinem Großen im Bauch in Österreich gewandert, das vermisse ich schon. Aber es geht einfach im Moment nicht. Deshalb fahren wir oft an Seen oder ans Meer.

9. Welche Eigenschaft sollen deine Kinder auf keinen Fall von dir übernehmen?

Meine Grübelei und das ständige Hadern würde ich ihnen gern ersparen. Für ihre hochsensiblen Wesenszüge hoffe ich, ihnen ein gutes Rüstzeug und meine Erfahrung mitzugeben, damit sie damit gut umgehen können.

10. Als was oder wen hast du dich als Kind gerne verkleidet?

Ich habe mich ehrlich gesagt nie gern verkleidet, und bis heute mag ich weder Fasching noch Halloween.

11. Wenn du ein Gemüse sein müsstest, welches wärst du dann?

Hm. Darf ich auch ein Obst sein? Dann gern eine saftige Melone...

Die Fragen von Christine/Villa Schaukelpferd


1) Freiheit ist ein großer Begriff. Was bedeutet Freiheit für dich persönlich?

Freiheit bedeutet rein aus meiner individuellen Geschichte heraus die Wende, Zeit des Mauerfalls und Wiedervereinigung. Ohne diese historischen Ereignisse hätte es die Freiheit und die Möglichkeiten, die ich seitdem hatte und ausgelebt habe, nicht gegeben. Daneben spielt die persönliche Freiheit oder Unabhängigkeit eine große Rolle für mich und ich vermisse diese recht stark, seit ich Kinder habe, merke aber auch, wie sie in homöopathischen Häppchen langsam zurückkehrt, je älter die Kinder werden.

2) Welches Mittagessen gelingt dir immer?

Aufläufe gelingen mir eigentlich immer und ich mag sie sehr gern, aber meine Kinder essen leider kein "vermischtes" Essen und ich koche Aufläufe demnach nur, wenn ich mal allein zuhause bin.

3) Wovor kannst du dich so richtig ekeln?

Ich empfinde großen Ekel, wenn ich mir vorstelle, wo überall Bakterien hängen, weil Leute sich nicht die Hände gescheit waschen oder in die Hand husten/niesen. Geld anfassen, Klinken betätigen, Knöpfe drücken löst ein körperliches Unbehagen bei mir aus.

4) Spielst du ein Instrument? Warum ja? Warum nicht?

Nicht aktiv. Ich habe als Teenager etwas Gitarre und ein wenig Keyboard gelernt, aber (zu) schnell wieder aufgegeben, da keine richtige Anleitung gehabt. Das ist eines der Dinge, die ich mir definitiv für später, wenn die Kinder größer sind, vorgenommen habe.

5) Womit kann dich dein Nachwuchs so richtig auf die Palme bringen?

Wenn sie trödeln, nicht reagieren, provozieren, auf der Leitung stehen, nicht allein und "sinnvoll" spielen, sich gegenseitig reizen und anstänkern, jammern, nörgeln, alle Pläne durcheinander werfen. Und speziell mein Sohn: wenn er grundsätzlich anderen die Schuld an etwas gibt.

6) Hättest du gerne in einer anderen Zeit gelebt? Wo und wann?

In der Vergangenheit nicht. Ich habe schon als Kind immer das Gefühl gehabt, dass ich eigentlich zu "früh" geboren bin, also in meinen Gedanken meiner Zeit und den darin agierenden Menschen voraus bin. Ich möchte gern in der Zukunft leben, um all den Fortschritt real zu sehen, der mir schon als Kind durch den Kopf schwirrte. Die technologische Entwicklung geht mir viel zu langsam und ich habe wirklich Angst, vieles, von dem ich seit langem träume, nicht mehr zu erleben.

7) Dein bestes Hausmittel bei kleineren Wehwehchen?

Hausmittel? Schmerztabletten. So früh wie möglich, bevor das Schmerzgedächtnis aktiv wird.

8) Wärst du ein Tier, in welcher Gestalt kämst du daher?

Ein Tier wäre ich ehrlich gesagt nicht gern, aber wenn, dann eines, das lange lebt.

9) Dieses Buch darf in keinem Kinderzimmerregal fehlen!

Schwierig und für jedes Alter unterschiedlich. Ein wunderschönes Buch für die Allerkleinsten und von meinen Kindern geliebt war Wo ist Mami?. Ich selbst habe als Kind die mehrbändige Reihe von Alexander Wolkow ("Der Zauberer der Smaragdenstadt" etc.) geliebt und freue mich darauf, sie mit meinen Kindern irgendwann zu lesen.

10) Welchen Spaßfaktor hast du dank deines Kindes/deiner Kinder wiederentdeckt?

Hmm. Wiederentdeckt kann man nicht sagen, aber ich bin eine Spielplatzmama geworden, obwohl ich Spielplätze früher und auch anfangs mit Kind grausig fand. Mittlerweile ist es okay, aber auch ein bisschen aus der Not heraus, weil die Kinder sich eben zuhause nicht wirklich gut beschäftigen. Ich selbst habe dadurch Bewegung und frische Luft nach dem Bürojob und das ist oft nötig. Ach, und Schlittenfahren, wenn auch nur selten möglich, finde ich jetzt richtig spaßig.

11) Dein goldener Tipp für lange Autofahrten mit dem Nachwuchs?

Autofahren ist ein schwieriges Thema bei uns. Wir fahren bisher nicht weiter als ca. 2 Std. von Berlin weg und immer in der Mittagsschlafzeit. Dann schlafen die Kinder ca. 1 Std. lang. Snacks sind immer dabei, kleine Bücher, Hörbücher und Musik und wenn gar nichts mehr geht, dann gibt es das Handy oder Tablet.

Vielen Dank noch einmal an Mami Anders und Christine/ Villa Schaukelpferd für die schönen Fragen!

Ich nominiere:

Julia vom Blog Die gute Kinderstube
Olaf von Papaquatsch...t
Sabine von Daheim und Mehr
Anke von Mama geht online
Sarah von Mamaskind

Meine Fragen an die Nominierten:

  1. Beschreibe Deinen Blog und Dich in Kurzform.
  2. Wissen Deine Freunde/ Familie, dass Du bloggst? Wenn ja, was sagen sie dazu?
  3. Kannst Du Dich erinnern, was der erste Blog war, den Du regelmäßig gelesen hast?
  4. Hast Du Dir das Mama-/Papasein so oder anders vorgestellt?
  5. Wie schaffst Du Dir als Mama/Papa Ruheinseln im Alltag, um aufzutanken?
  6. Was ist Dein Lieblingsreiseziel?
  7. Was war die größte Peinlichkeit in Deinem Leben, falls Du Dich erinnerst?
  8. Was findest Du an Dir sympathisch?
  9. Womit kann man Dir eine große Freude machen?
  10. Was nervt Dich an anderen Menschen?
  11. Was wünschst Du Dir für Deine Kinder?
Viel Spaß!!

Kommentare:

  1. Vielen Dank, dass du die Nominierung angenommen hast. Es hat mir viel Freude gemacht, deine offenen Antworten zu lesen.

    Danke & liebe Grüße
    Anja

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    1. Danke Dir für die Nominierung und die schönen Fragen.
      Liebe Grüße!

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