Montag, 17. November 2014

Ein etwas anderer Geburtstag

Objektiv gesehen war die Lage heute noch schlimmer. Den Großen hatte es nun auch erwischt und er erbrach im Laufe des Tages mehrmals große Mengen. Er wirkte ruhig und gefasst, etwas verwirrt, aber viel weniger jammerig als in gesundem Zustand. Er war schlapp, aber nicht extrem kraftlos. Wir meldeten beide Kinder in der Kita ab, der Papa blieb zuhause und kümmerte sich vor allem um den Großen. Ich hatte meinen freien Tag und betüddelte die Kleine. Sie schlief am Vormittag 1,5 Stunden mit mir zusammen (Kontrollhändchen!) und spielte heute sogar wieder ein bisschen. Um die Mittagszeit herum ging ich, damit der Große in Ruhe schlafen konnte, bei herrlichstem Sonnenschein mit ihr im Kinderwagen spazieren. Da schlief sie mir nach einer Zeit wieder ein und wir kamen erst nach Hause, als der Große erwacht war.

Am Nachmittag entschlossen wir uns zu einem kleinen Ausflug an einen See, nahmen vorsorglich auch für den Großen einen Buggy mit (war nötig) und eine Schüssel für die Autofahrt (war auch nötig). Wir spazierten eine Runde um den See, ich fütterte die Enten, der Papa gönnte sich einen Coffee to go, wir bekamen von einem anderen Papa 2 heiße Waffeln mit Apfelmus geschenkt, die die magengeplagten Kinder aber natürlich nicht anrührten, und fuhren frischluftgetankt wieder nach Hause. Am Abend hatte der Große eine komische latent aggressive Phase und wirkte wieder ganz fit. Die Kleine hat seit gestern nachmittag nicht mehr erbrochen. Wir werden sehen,wie es morgen aussieht und wer in die Kita bzw. zur Arbeit gehen darf.

Subjektiv war der Tag für mich nicht so anstrengend wie die beiden letzten Tage, obwohl die Waschmaschine wieder ständig lief und nun 2 kranke Kinder betreut werden mussten. Aber die Kleine war schon deutlich weniger anhänglich und mamabedürftig als gestern, spielte kurz mit dem Bruder, ließ sich vom Papa mal tragen und auf ihren Hochstuhl (statt Mamas Schoß) setzen. Ich hatte also trotz permanenter Betreuung mehr das Gefühl, Raum für und um mich zu haben. Das tat gut. Die Stimmung insgesamt war auch sehr friedlich, da beide schlapp, aber nicht jammerig waren. Also nicht so extrem nervenaufreibend. Und es hat nun zum 3. Mal geklappt, dass die Kleine ohne das abendliche Stillen eingeschlafen ist. Ich probiere es einfach und wenn sie nur kurz meckert, sich aber schnell beruhigt und einschläft, ist das doch toll. Mal sehen, wie es damit weitergeht.

Ach ja: der Papa hatte heute Geburtstag. Eine Schnapszahl. Den hatte er sich sicherlich anders vorgestellt. Aber so ist das mit Kindern. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Prost!

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